Gili Tralala: Zwischen Magic Mushrooms, Sternenhimmel und Lagerfeuer

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Zwischen Magic Mushrooms, Sternenhimmel und Lagerfeuer – Jan von sovielzusehen.de erzählt Euch heute etwas von seiner Zeit auf “Gili Tralala” und den anderen beiden Gili Geschwisterchen. Let’s get a ticket to the moooooon :)

Indonesien ist kein Land, es ist ein kleines Universum unzähliger Inseln ganz für sich allein. Hier könnte man Jahre herumreisen und würde täglich neues erleben. Und so kam es, dass ich nach einer kräfteraubenden Vulkantour,  auf der kleinen Inselgruppe in der Balisee gleich neben dem indonesischen Eiland Lombok landete.

Gili Inseln 1

Für mich war es eindeutig  Zeit für eine Pause und da wurden mir diese drei Inselchen empfohlen. Sie ragen kaum ein paar Meter über den Meeresspiegel, außer ein paar Hüttchen und Palmen findet man hier auch nicht sonderlich viel.

Verdreckt und staubig von den Vortagen, zog ich die abschätzenden Blicke der  Bootinsassen auf mich. Trolli-Travelerin und LouisVuitton-Backpackerin konnten scheinbar gar nicht verstehen, warum jemand Wanderstiefel und einen so großen Rucksack dabei hatte, und dazu noch aussah, als käme er aus einem Schlammloch…

Auf nach Gili Tralala

Ach ja, ich lächelte in mich hinein und notierte für mich im Geiste, dass Gili Tralala [eigentlich Trawangan, aber lasst das mal einen betrunkenen Australier sagen ;) ]  schließlich das Malle der Australier & Neuseeländer sei.

Auf der größten der Drei gelandet, suchte ich mir eine Bleibe etwas entfernt vom Strand. Der Hostelbesitzer, ein schlaksiger junger Kerl grinste mich verpeilt an und seine erste Frage lautete: „Wonna Mushrooms?“ .  Ich schüttelte nur den Kopf, schlurchte ins Zimmer, während er mir „Yeah my friends, lets smoke something together later!“ hinterherrief  und genoss wenige Momente später die Kühle aber stark salzige Dusche. Aber nach 3 Tagen ohne ist selbst das ein unvergleichbarer Segen.

Frisch und munter ging es nun los, die Insel zu erkunden. Am Strand selber fand ich unzählige Cafes und Restaurants. Hier bekam man sogar Europäische Kost. Ob das nun wirklich sein muss mitten in Asien bleibt jedem selbst überlassen.

Mein Interesse hatten die überall angepriesenen Pilze geweckt. Als Omelette, Shake, Pancake, Cocktail…Wie konnte es sein, dass alle Drogen strengstens verboten waren und Pilze so fröhlich verkauft werden durften?

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Die Sonne verabschiedete sich früh hinter dem Horizont, aber die Insel  lebte dadurch nur mehr auf. Überall spielte Musik, Menschen schlenderten durch die einzige „Straße am Strand“ und da keine Autos oder Motorbetriebenen Fahrzeuge auf den Inseln erlaubt waren, brauchte man sich nur vor den oftmals angetrunkenen Radfahrern in Acht zu nehmen.

Viel später, es war schon Nacht,  saß ich an einem  Lagerfeuer am Strand direkt neben einer Surfbar, etwas abseits der sonstigen Strandpromenade. Zufälligerweise hatte ich einen Dänen, den ich schon bei der Bergbesteigung getroffen hatte, hier wiedergesehen und plauderte mit ihm und zwei einheimischen Surfern. Wir scherzten darüber, wie es mich am Nachmittag  bei einer Welle zerbröstelt hatte und ich anschließend mit blutendem Fuß an Land gehumpelt bin [mögest du verflucht sein du elendig hohes Riff :P ], tranken bier und genossen das Treiben uns um herum.

Mit ca. 20 Nationalitäten im Sand zu sitzen und scherzen zu können, dazu fand man daheim eher selten die Möglichkeit. Ja, es war ein guter Fleck hier. Einige Bier später war es doch Zeit meinen müden Knochen Ruhe zu gönnen, als ich mich erhob und meine eingeschlafenen Beine schmerzlich bitzelten, lief ein sonnenverbrannter Typ an mir vorbei. Augen so groß wie Unterteller und wimmerte etwas Unverständliches vor sich hin. Kaum war er an dem Feuer vorbei, bog er scharf rechts ab, rannte urplötzlich los und sprang kopfüber ins knöcheltiefe Meer. Die beiden einheimischen meiner kleiner Truppe schüttelten nur abfällig den Kopf  und fügten ein „Fuckn mushs“ hin… Für mich war nach dem Auftritt jegliches Interesse gestillt.

Gute Nacht Gili Tralala…

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Gili Meno & Gili Air

Nach ein paar Tagen ging es weiter. Die beiden kleineren Gilis  waren das Ziel und ließen sich leicht zu Fuß umrunden. Man findet unterwegs viele verlassene und zugewucherte Bungalowanlagen, die damals nach dem Bombenattentat in Kuta, einfach sich selbst überlassen wurden.

Windschiefe Empfangsbereiche, Swimmingpools mit Eigenleben, vermooste Billardtische und Schreibtische in denen noch die handgeschriebenen Rechnungen liegen. Hier macht Herumstrolchen und Erkunden wahnsinnig Spaß, man sollte nur auf zu morsche Bretter achten, damit die Freude nicht ein unangenehmes Ende nimmt ;) .

Da es nur direkt an der Anlegestelle was zu essen und es Abends keinen Strom gibt, bleibt die Taschenlampe mein ständiger Begleiter.  Nachts ist es hier nicht einfach dunkel, es  ist so finster, dass man seine Hand vor Augen nicht sieht, außer der Mond bahnt sich seinen Weg durch das Palmblätterdach der Bäume.

Nachts Sterneschauen und am Tag am Strand liegen, Schildkröten beobachten oder Schnorcheln gehen, dazu eine Hütte, einen Strand und ein Meer für sich alleine?

Man sieht allerhöchstens eins der Fähr- oder Schnorcheltourboot, dass auf dem Wasser entlanggleitet, aber sonst? Ruhe, ganz für mich allein.

Hier drehen die Uhren wirklich langsamer.
Ich bin froh hier gelandet zu sein.

Voller Fernweh,

euer Jan von  sovielzusehen.de 

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19 Comments
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  2. Ich bin momentan hier und bis auf das Wasser am Strand gefällt mir hier garnichts. Überall nur betrunkene und an jeder Ecke bekommt man mushrooms, dagegen ist Malle noch harmlos. Die schöne Insel ist leider schon verdreckt und ungemütlich…

    • Genau aus dem Grund hat es mich vergangene Woche für 5 Tage auf Gili Air verschlagen. Bin von Bali (Padang Bai) mit dem Speedboat hin. Erste Station war Gili Trawangan – von dort kamen ziemlich viele betrunken-verschlafene Leute ins Speedboat rein und man sieht dem Ganzen schon an, dass Gili Tr. eher die Partyhochburg ist.

      Gili Air war dagegen: Entspannung & Ruhe pur. Habe den Sonnenuntergang von Mowie’s Bar aus verfolgt. Ein Traum :-)

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  10. Oh ich muss dieses österreichische Restaurant finden. Ich würde gerade alles geben um mal wieder unsere deutsch/österreichische Küche zu genießen.

    • Hey Neni,
      sobald du vom Boot an den Strand springst auf der Gili T. ein Blick nach rechts und der kleinen “Straße” folgen die am Strand entlangführt, dort findest du Moz.Art. Lass es dir schmecken.

      PS: Auf Bali in Padang Bai bekommt man im Ozon.Cafe auch sehr gutes essen für einen deutschen Gaumen.

  11. Schöner Artikel! Übrigens, in diesem Österreichischen Restaurant Mozart haben wir mal die Würstl und Schnitzel probiert – für Asien gar nicht mal soooo schlecht :D Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir so etwas zum ersten Mal seit Monaten wieder gegessen haben ;)

    Zu den Mushrooms: Locals haben mir mal erzählt, dass die Dinger einfach wild wachsen und gepflückt werden können und deswegen nicht illegal sind :D Oder so ähnlich…

    • Ja das stimmt Marcel. Manchmal kann so ein Würstl und Schnitzel ziemlich gut sein, wenn man monatelang nur Reis gegessen habt (wie sehr ich die indonesische Küche auch liebe)… :D

      • Ich gestehe ich habe dort auch gesündigt. bei mir war es eine Chili-Pizza, dank der ich eine Stunde lang einen roten Kopf hatte…aber Abwechslung tut trotzdem mal gut.

        Cheers,
        Jan

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