Andere Länder, andere Sitten. Für deinen nächsten Indonesien Urlaub kannst du dir diese Verhaltensregeln anschauen, damit du nicht in die typischen kulturellen Fettnäpfchen trittst.
Lächle stets zurück!
Indonesier lächeln oft und viel – und das steckt an!
Natürlich hat ein Lächeln in Indonesien auch manchmal andere Beweggründe (beispielsweise Verlegenheit, Unwissen etc.).
Nichtsdestotrotz, erwidere ein Lächeln stets mit einem Lächeln. Du wirst merken, dass man sich gleich etwas besser fühlt – egal welche Motivation hinter dem Lachen stand.

Begrüße dein Gegenüber richtig!
Wenn du dein Gegenüber begrüßt oder dich vorstellst, pack dein bestes Lächeln aus.
Viele Indonesier begrüßen sich mit einem sanften Händeschütteln (salam), woraufhin die Hand zum Herzen geführt wird. Ein fester Händedruck (wie wir es aus Deutschland gewöhnt sind) gilt als unhöflich.
Nutze deine rechte Hand zur Begrüßung. Die linke Hand gilt als unrein. Dazu später mehr.
Indojunkie Tipp
Als Mann sollte man einer muslimischen Frau niemals die Hand geben; es sei denn, sie streckt ihre zur Begrüßung zuerst aus – und auch dann nur die rechte Hand nutzen!
Gut zu wissen
In unserem Indonesisch Crashkurs findest du eine eigene Lektion zu Indonesischen Begrüßungen, denn eine Sprache zu lernen bedeutet mehr als nur Worte zu lernen – auch Gesten gehören dazu!

Lerne Indonesisch!
Indonesische Sprachkenntnisse verschaffen dir wahnsinnige Pluspunkte in Indonesien. Sie eröffnen dir mehr Türen, als jegliche Reiseführer. Sie bringen dir mehr Lächeln ein, als jegliche Geschenke.
Indonesier, die in der Tourismusbranche arbeiten, sprechen zumeist ein brauchbares Englisch. Je weiter du dich jedoch von Bali entfernst, desto schlechter wird das Englisch der Locals.
Man kann es nicht häufig genug sagen: Es lohnt sich ein paar Worte Indonesisch zu lernen, bevor es auf die Reise durch das größte Inselreich der Welt geht – damit wird deine Reiseerfahrung eine ganz andere werden.
Table not found for ID: 97/
Indonesisch ist zu Beginn eine relativ einfache Sprache. Ein paar Grundkenntnisse sind schnell mit wenig Aufwand gelernt – vor allem, da die Grammatik nicht allzu komplex ist.
Unser Tipp
Du willst mehr als nur „Terima kasih“ sagen können?
Dann schau mal in unsere Indonesisch-Sprachkurs – dort lernst du nicht nur die Basics, sondern auch genau die Vokabeln, die du im Alltag wirklich brauchst. Praktisch, alltagsnah und perfekt für Backpacker!
Glaub mir, es wird sich lohnen, wenn du dich ein paar Wochen vor deiner Reise hinsetzt und die ein oder andere Lektion lernst.
→ Noch mehr Tipps zum Indonesischlernen

Frage beim Fotografieren um Erlaubnis!
Wenn du ein Foto von einem Local machen möchtest, halte deine Kamera hoch, zeige auf sie und frag „Boleh?„, was übersetzt „Darf ich?“ heißt.
In den allermeisten Fällen wirst du herzlich eingeladen, ein Foto zu schießen. In manchen Regionen wird man sogar häufig dazu aufgefordert, ein Foto von den Locals zu machen – was auch immer sie davon haben?
Bei jungen Leuten kannst du nach dem Facebook Profil, Instagram oder der Whatsapp Nummer fragen, um ihnen das Foto im Anschluss zu schicken.

Teile, Teile, Teile!
In Indonesien herrscht Community-Denken und es wird von Herzen geteilt.
Wenn jemand neben dir in einem öffentlichen Verkehrsmittel etwas isst, wird dir mit Sicherheit etwas angeboten. Tue es deinen Nachbarn gleich. Und versuche nicht allzu oft abzulehnen. Die Freude ist groß, wenn das ‚Geschenk‘ dankbar angenommen wird.
Viele Einheimische sagen vor dem Essen in der Öffentlichkeit „Makan, ya?“ – was so viel bedeutet wie „Ich esse jetzt“. Das ist eine höfliche Floskel unter Indonesiern.
Solche kulturellen Feinheiten bringen wir dir übrigens auch in unserem Indo Crashkurs bei – damit du nicht nur Vokabeln lernst, sondern wirklich verstehst, was die Menschen bewegt.

Lass deine Denkstrukturen zu Hause!
Wenn du bestimmte Situationen in Indonesien mit deiner Logik erklären möchtest, wirst du mit Sicherheit scheitern.
Lege Vorurteile und Denkstrukturen für deine Indonesienreise beiseite und sei offen für eine andere Sichtweise auf die Dinge.
Und vergleiche weder Indonesien mit Deutschland noch eine indonesische Insel mit der anderen. Lass dich einfach auf die aktuellen Gegebenheiten vor Ort ein.
Auch in Sachen Tierliebe, Plastikmüll oder Umweltschutz scheint es manchmal, dass man in Indonesien noch nicht so weit ist. Auch hier sollte man nicht direkt „verurteilen“, denn man sollte erstmal das Große und Ganze sehen und verstehen (Bildung, Entwicklungszustand etc.). Außerdem sollte man sich stets die Massentierhaltung in Deutschland vor Augen führen. In Europa passiert Tierquälerei halt eher vor verschlossenen Türen.
Plastik-Paradies Indonesien: Was passiert mit all dem Müll?
Wenn du tiefer in die Müll-Thematik von ganz Indonesien eintauchen willst, können wir dir diesen Artikel empfehlen. Du erfährst, warum es so viel Müll in Indonesien gibt, wie die Müllentsorgung (nicht) funktioniert und welche Bemühungen es gibt, das große Müllproblem des Landes in den Griff zu bekommen.

Intensivere all deine Sinne!
Indonesien musst du mit all deinen Sinnen aufnehmen. Nimm den Geruch von Räucherstäbchen, verbrannten Müll und Nelkenzigaretten wahr.
Lausche den Geräuschen der Moscheen, dem Hühnergegacker am Morgen, den Gitarrenklängen am Abend und all den anderen typischen „Sounds of Indo„.
Hab ein Auge fürs Detail, für die traditionelle Kleidung der Indonesier bei Zeremonien, für die Fische im Wasser und die faszinierende Tierwelt der Nationalparks.

Lebe in den Tag hinein!
Viele Indonesier können besser im „Hier und Jetzt“ leben, als wir Deutschen. Es wird oftmals nicht groß in die Zukunft gedacht, und keine großen Pläne gemacht. Davon könnten wir uns für manche Situationen eine Scheibe abschneiden.
Das Indonesier so gut im Hier und Jetzt leben können, liegt vermutlich daran, das man in Indonesien nie wirklich lange im Voraus planen musste. In Europa musste beispielsweise ein langer Winter ausgiebig vorbereitet werden. Unser Hirn wurde demnach stets auf das Planen der Zukunft gepolt. In Indonesien ist das Land das ganze Jahr über fruchtbar und Temperaturen variieren nicht so stark. Man kann das ganze Jahr über Gemüse, Reis und Obst ernten. Ein lange Planungsphase war nicht von Nöten.
Beim Thema Umweltschutz ist das „in den Tag hineinleben“ natürlich nicht so förderlich.

Habe Geduld!
Busse, Züge oder Flüge sind nicht immer pünktlich in Indonesien. Und dabei haben Indonesier eine unglaubliche Geduld. Selten hört man Locals fluchen oder genervt auf die Uhr sehen.
Wieso üben wir uns nicht auch einfach mal ein wenig mehr in Geduld? Und beim Reisen sollte man ja eh eine Sache zur Genüge haben: Zeit!
Vor allem die Regenzeit in Indonesien lehrt einen geduldig zu sein. Denn es kann auch mal vorkommen, dass man mit dem Roller auf dem Weg von A nach B ist und dann in einen so starken Regen kommt, dass man für ein paar Stunden in einem kleinen Shop anhalten muss und einen Kaffee nach dem anderen trinkt, während man wartet, dass der Regen nachlässt.

Lerne am Boden zu sitzen!
In Indonesien sitzt man gerne und oft einfach im Schneidersitz auf dem Boden – oder in den kleinen Bale (überdachte, aber offene Räumlichkeiten, wo ca. 4 bis 5 Leute Platz finden).
Das „am Boden sitzen“ kann für manch einen Europäer anstrengend und gewöhnungsbedürftig sein – aber glaub uns, es hat so viele gesundheitliche Vorteile!
Tipp
Es gilt offiziell als unhöflich neben einer sitzenden Gruppe zu stehen oder höher zu sitzen. Beim Vorbeigehen an einer sitzenden Personen sollte man sich leicht bücken und den rechten Arm etwas vorstrecken. Dies zeigt Respekt dem Sitzenden gegenüber. Beobachtet diese Geste einmal, sie wird euch überall begegnen. Solche kulturellen Feinheiten bringen wir dir übrigens auch in unserem Indo Crashkurs bei – damit du nicht nur Vokabeln lernst, sondern wirklich verstehst, was die Menschen bewegt.

Lerne mit Händen zu essen!
Viele Indonesier essen mit den Händen. Dabei isst man mit der rechten Hand. Die linke Hand gilt als unrein.
Dabei gibt es eine bestimmte Technik. Lass sie dir beibringen, bevor du dich vor den Einheimischen blamierst.
Grob kann man diese so erklären: Halte die Kuppen des Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger so nah aneinander, dass kein Platz mehr zwischen den Fingern ist. Dann kannst du den Daumen als „Schieber“ nutzen und das Essen in deinen Mund führen.
Solche kulturellen Feinheiten bringen wir dir übrigens auch in unserem Indo Crashkurs bei – damit du nicht nur Vokabeln lernst, sondern wirklich verstehst, was die Menschen bewegt.
Unser Tutorial: Mit den Händen essen
Wir haben in unserem Indo Crashkurs eine eigene Lektion, wo du in einem Video lernst, wie du mit den Händen richtig isst – damit du nicht nur Vokabeln paukst, sondern dir auch solche wichtigen Skills aneignest !


Kleide dich respektvoll!
Frauen sollten in muslimischen Gegenden Hosen oder Röcke tragen, die über die Knie reichen und T-Shirts, die die Schultern bedecken (dies gilt übrigens auch für Tempelbesuche auf Bali).
In sehr touristischen Regionen kannst du dich auch etwas freizügiger kleiden, aber übertreibe es nicht! Auch auf Bali muss man nicht unbedingt im Bikini durch die City rennen oder Männer oben ohne Rollerfahren.
Ich finde immer folgende Regel ganz gut: Orientiere dich an der Kleidung der Locals. Was tragen sie? Mache es ihnen in etwa gleich und du bist auf der sicheren Seite!
In sehr konservativen Regionen (wie z.B. Banda Aceh oder Pulau Weh) solltest du wirklich sehr bewusst auf deine Kleidung achten.
Und bade in lokalen Gegenden besser in T-Shirt und Shorts. So machen es auch die Locals. In touristischen Gegenden ist das Baden im Bikini kein Problem.
Tipp: Du willst wissen, wie du dich auf Bali im Tempel richtig verhältst oder was du bei Zeremonien beachten solltest? Dann schau mal in unseren Artikel Bali Religion Knigge: Verhalten im Tempel & Ablauf von Zeremonien – dort findest du alle wichtigen Infos rund um Kleidung, Respekt und Rituale.

Adaptiere die indonesischen Tisch-Manieren!
In Indonesien wirst du in einem Warung oder Restaurant vergeblich nach einem Messer suchen. Meistens findet sich nur ein Löffel (rechte Hand) und eine Gabel (linke Hand) vor. Dies liegt vor allem daran, dass du das Essen über den Löffel zu dir nimmst (also mit der rechten Hand zum Mund führst) und mit der linken Hand lediglich das Essen gut proportioniert auf den Löffel schiebst.
Für manche Gerichte wird eine Schüssel mit Leitungswasser und einer Limettenscheibe bereitgestellt. Das deutet darauf hin, dass dieses Gericht mit den Händen gegessen wird. In der Schüssel kannst du deine Hand nach dem Essen „reinigen“. Weiter oben findest du Tipps, wie du am elegantesten mit den Händen isst.
In Indonesien wird beim Essen selber nicht so viel geredet, eher danach oder natürlich davor. Bei uns ist man gewohnt, dass man sich „zum gemeinsamen Essen und Quatschen“ trifft. In Indonesien bereiten die Mütter oftmals schon am Morgen eine Art Buffet vor, und die Familie holt sich dann einfach über den Tag verteilt etwas zu essen – wann immer jeder individuell Hunger hat.
Schmatzen ist übrigens kein Problem.
Tipp: Probiere jeden Tag ein neues indonesisches Gericht aus. Aber gucke am besten nicht immer in die Küchen.

Vermeide Liebkosungen in der Öffentlichkeit!
In Indonesien wirst du selten ein Paar sehen, welches sich in der Öffentlichkeit küsst. Dies liegt zum einen daran, dass die meisten Indonesier Muslime sind. Aber auch in hinduistischen Regionen, wie Bali, sieht man selten intime Liebkosungen in der Öffentlichkeit.
Freundschaftlicher Körperkontakt zwischen dem gleichen Geschlecht und Kindern ist kein Problem! Hier wird auch mal unter Männern Händchen gehalten.
Abgefahrener Fakt: Zwei Australier hatten auf Bali Sex in einem Tempel. Daraufhin musste der Tempel abgebaut und wieder neu errichtet werden – auf Kosten der Australier natürlich.
Leider wird auch Homosexualität in Indonesien gesellschaftlich vielerorts noch nicht wirklich toleriert – besonders in konservativen und ländlichen Regionen. Zwar ist Homosexualität rechtlich in den meisten Teilen des Landes nicht verboten, doch soziale Ablehnung, Diskriminierung oder sogar staatliche Repression können in einigen Provinzen (wie z. B. Aceh) zur Realität werden.
Wenn ihr als gleichgeschlechtliches Paar reist, empfiehlt es sich, im Vorfeld Informationen über die Region einzuholen und sich entsprechend sensibel und respektvoll zu verhalten – besonders in der Öffentlichkeit.
Auf Bali ist die Lage deutlich entspannter: Die Insel gilt als verhältnismäßig offen und tolerant, besonders in touristischen Gebieten wie Canggu, Ubud oder Uluwatu. Viele Unterkünfte, Cafés und Communities heißen queere Reisende ausdrücklich willkommen.
Darf man als unverheiratetes Paar ein Zimmer teilen?
Lies dir den Erfahrungsbericht von Kathi durch, in dem sie erzählt, wie sie am Valentinstag eingesperrt wurde – nur weil sie sich als unverheiratetes Paar mit ihrem indonesischen Freund ein Zimmer geteilt hat.
In Indonesien – vor allem in Regionen mit starkem islamischem Einfluss wie Aceh oder konservativen ländlichen Gebieten – ist es offiziell nicht erlaubt, dass unverheiratete Paare gemeinsam in einem Hotelzimmer übernachten. Dieses sogenannte „Kumpul Kebo“-Verbot (sinngemäß: „zusammenleben wie Wasserbüffel“) basiert auf religiösen und moralischen Vorstellungen und kann sogar zu Geldstrafen oder kurzzeitiger Festnahme führen, wie Kathi am eigenen Leib erfahren musste. Keine Sorge, das zählt nicht für Touristen 🙂
In touristischen Regionen wie Bali, den Gilis oder auch in Großstädten wie Jakarta wird das Gesetz auch für Indonesier lockerer gehandhabt. Je religiöser oder abgelegener der Ort, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass diese Regel durchgesetzt wird. Manche lokalen Unterkünfte verlangen sogar die Vorlage einer Heiratsurkunde beim Einchecken.

Vermeide übertriebene Emotionen!
Sich anbrüllen oder in der Öffentlichkeit streiten ist unüblich in Indonesien und nicht gerne gesehen. In der indonesischen Kultur klärt man Unstimmigkeiten mit einem ruhigen Ton.
Weise niemanden zurecht. Dies führt dazu, dass ein Indonesier sein Gesicht verliert. Indonesier können nicht so gut mit direkter Kritik umgehen. Dies ist unüblich.
Oftmals reagieren Indonesier mit einem Lachen auf Kritik. Das kann für uns Europäer respektlos rüberkommen. Wohingegen das Zurechtweisen für den Indonesier als respektlos empfunden wird und er dadurch aus Irritation und Scham lacht.
Ein typischer Fall von kulturellen Unterschieden.
Zeige zudem nicht unbedingt mit dem Finger auf Personen. Diese Verhaltensregel gibt es ja auch in Deutschland, auch wenn wir uns nicht immer dran halten.
Sei offen für indonesischen Smalltalk!
Wundere dich nicht, wenn man dich direkt bei der ersten Begegnung nach deiner Religion, deinem Heiratsstatus und deinen Kindern fragt. Das ist ganz normal und das Lieblingsthema vieler Indonesier.
Bring Familienfotos mit und zeig sie den Locals – ein perfekter Icebreaker.
Keine Religion zu haben ist unüblich in Indonesien. Auch wenn du ungläubig sein solltest, denk dir eine Glaubensrichtung aus.
Auch bei Business-Gesprächen wird gerne über persönliche Dinge geredet.
Ein paar nützliche Vokabeln für indonesischen Small Talk findest du in unserem Artikel: Deutsch – Indonesisch: Nützliche Indonesisch-Vokabeln für die Reise
Im Smalltalk steckt die wahre Magie der indonesischen Gastfreundschaft! Wenn du nicht nur lächeln, sondern auch locker antworten willst – unser Indonesisch-Kurs bringt dir genau die Wörter und Sätze bei, die du für entspannte Gespräche im Warung oder auf der Straße brauchst.

Glaube nicht alles, was man dir erzählt!
In einigen asiatischen Kulturen wird oftmals gelogen, um eine Person nicht zu verletzen, um das Gesicht nicht zu verlieren oder um Unwissen zu verbergen.
Dies fängt schon damit an, dass man jemanden nach dem Weg fragt (der den Weg überhaupt nicht kennt) und eine falsche Wegbeschreibung erhält.
Auch „Nein“ sagen ist unhöflich in der indonesischen Kultur. Körpersprache kann dir bei der Interpretation von Antworten helfen.

Nutze deine rechte Hand im Alltag
Nutze niemals die linke Hand zum Essen, zum Geld überreichen oder zur Begrüßung.
Die linke Hand wird als unrein empfunden, denn sie wird für Toilettengänge benutzt.
Zum Merken:
Linke Hand: No!
Rechte Hand: Go!

Sei dir bewusst, welches Fleisch als verpönt gilt!
Falls du mit muslimischen Indonesiern essen gehen solltest, bestelle am besten kein Gericht mit Schweinefleisch (Indonesisch: daging babi).
Gläubige, hinduistische Indonesier (Balinesen) essen kein Rindfleisch (Indonesisch: daging sapi).
Mit Hühnchen ist man meistens auf der sicheren Seite!
Mehr über Religion und Essgewohnheiten in Indonesien findest du in unserem Artikel: Religion in Indonesien – Ein Überblick über Glaube, Alltag und Toleranz
Zum Merken:
– Muslime essen kein Schweinefleisch
– Hindus essen kein Rindfleisch

Meistere Toilettengänge ohne Toilettenpapier!
In lokalen Gegenden ist Toilettenpapier unüblich.
Man nutzt einen kleinen Duschstrahl oder aber die linke Hand. Dies kann gewöhnungsbedürftig sein.
Notfalls kannst du natürlich immer Taschentücher dabei haben.
Wenn es dann doch mal Toilettenpapier gibt, dann sollte dieses nicht in der Toilette landen, sondern immer in den Papierkorb geworfen werden, der neben der Toilette steht, sofern es einen gibt. Denn viele indonesische Toiletten sind nicht für eine große Menge an Klopapier gemacht, sodass das Papier die Klos verstopfen.

Sei vorsichtig als Frau!
Grundsätzlich ist Indonesien ein sehr sicheres Land für alleinreisende Frauen.
Sei dir aber trotzdem als Frau bewusst, dass die westliche Offenheit auch mal falsch gedeutet werden kann.
Man sollte beispielsweise in (abgelegenen) Gebieten außerhalb Balis am Abend nicht unnötig alleine unterwegs sein und auch niemals nicht registrierte Ojeks (Motorradtaxis) bei Dunkelheit nutzen – sprich: nur über offizielle Apps wie Gojek oder Grab ein Rollertaxi mieten.
Aber jene Regeln kann man ja weltweit für allein-reisende Frauen anwenden.
Mehr zum Thema Sicherheit in Indonesien findest du hier.

Lasse deine Fußsohlen auf dem Boden!
Vermeide es, deine Fußsohlen anderen Menschen entgegenzustrecken.
Dies gilt als unhöflich, denn Füße sind in Indonesien unreine Körperteile.
Grundsätzlich bist du im Schneidersitz meistens auf der sichereren Seite, was Höflichkeit und Respekt angeht.

Sei ein respektvoller Gast!
Ziehe die Schuhe aus, wenn du irgendwo zu Besuch bist.
Wenn du Essen oder Kaffee bei jemanden Zuhause serviert bekommst, greife erst zu, wenn man dich dazu auffordert.
Männer werden meistens vor den Frauen serviert.

Nicht laut schnäuzen!
In Indonesien wirst du selten jemanden hören, der laut in ein Taschentuch schnäuzt – zumindest nicht in der Öffentlichkeit und vor allem nicht beim Essen.
Eher spuckt man es auf den Boden, was bei uns ja eher als „eklig“ gilt.

Lerne Feilschen!
In Indonesien wird gerne und oft gehandelt, vor allem auf den lokalen Märkten.
Arbeite an deinen Verhandlungskünsten, aber übertreibe es nicht.
Ein paar nützliche Vokabeln für Märkte & Co. findest du in unserem Artikel Deutsch – Indonesisch: Nützliche Indonesisch-Vokabeln für die Reise.

Verzichte auf Plastik!
Neben all der Schönheit in Indonesien, kommen leider immer mehr unschöne Dinge zum Vorschein. Darunter fallen Tausende Strände in Indonesien, die mit Plastik und Alltagsmüll vollkommen übersät sind.
6 tons of plastic is dumped into oceans every minute in Indonesia and it’s 85 million children are growing up without environmental education in schools that could change something. [green-books.org]
Indonesien besitzt bis heute keine funktionierende Abfallentsorgung. So landet Plastik am Straßenrand, in den Gärten und in den Flüssen. Hier bleibt der Müll, wird verbrannt oder endet im Ozean. Vor allem in der Regenzeit findet der Müll durch starken Regen über die Flüsse den Weg in den Ozean.
Ein kleiner Teil wird von dort zurück an die Stände gespült – von Flip Flops und Strohhalme, über Glasflaschen und Zahnbürsten bis hin zu Trinkbecher und Plastikgabeln. Es wird einem ziemlich deutlich vor Augen geführt, dass der Abfall, den wir produzieren in unserem Kreislauf bleibt – und das für eine verdammt lange, unrealistisch lange Zeit.
Verzichte demnach weitestgehend auf Plastik während deiner Reise in Indonesien. Mehr dazu hier.

Hab die Ramadan-Feiertage im Hinterkopf!
Während Ramadan sollte man tagsüber nicht unbedingt vor Indonesiern essen oder sie sogar zum Essen einladen, wenn diese gerade fasten. Gleiches gilt fürs Rauchen und Trinken.
Ramadan ist der wichtigste Monat im muslimischen Glauben.
Genau 30 Tage lang wird gefastet, aufgeteilt in drei Blöcke:
- die ersten 10 Tage wird für Segen gebetet
- die nächsten 10 Tage betet man um Vergebung
- die letzten 10 Tage betet man, um dem Höllenfeuer fern zu bleiben
Hab die Ramadan-Feiertage also am besten im Hinterkopf auf deiner Reise durch Indonesien.
Mehr dazu hier.

Habe ich etwas vergessen? Dann her damit in den Kommentaren!
Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:
- Top 10 Bali Sehenswürdigkeiten: Unsere Tipps
- Das waren meine 11 Lieblingsorte in Indonesien
- 6 einfache Tipps für plastikfreies Reisen in Indonesien
- Indonesisch-Sprachkurs








(7 votes, average: 4,71 out of 5)






Schreibe einen Kommentar