Home Aktuelles Corona in Indonesien und Bali: Alles was du wissen musst

Corona in Indonesien und Bali: Alles was du wissen musst

von Melissa Schumacher

Keine Frage – 2020 steht ganz im Zeichen von Wuhan, Corona, Covid-19 und Co. Seit sich das Virus Anfang des Jahres auf allen Kontinenten verbreitet hat, zog sich eine Welle der Lockdowns und Reisebeschränkungen über fast alle Teile des Planeten.

Nachdem die Lage sich in Europa mittlerweile wieder etwas entspannt, fragen sich viele, ab wann Reisen nach Indonesien wieder möglich sind.

Dieser Artikel gibt dir einen kleinen Überblick über die aktuelle Lage (die sich täglich ändern kann), die Stimmung vor Ort und Tipps zu deinen zukünftigen Reiseplänen. Dieser Artikel wird zudem regelmäßig upgedatet.

Hinweis: Vergiss nicht, dich in unseren Newsletter einzutragen, dann erhältst du alle wichtigen Updates (rund um Corona in Indonesien und wann wir wieder reisen können) direkt in dein Postfach!

corona-indonesien-bali
Corona in Indonesien / Bali: Ein Überblick

Wann darf man wieder nach Indonesien einreisen?

Am 22. August 2020 wurde ein neues Erklärungsschreiben des Gouverneurs von Bali veröffentlicht, in dem von einer Öffnung Balis im September abgesehen wird.

Des Weiteren wird bestätigt, dass Indonesien und somit auch Bali bis zum Ende dieses Jahres 2020 für internationale Touristen geschlossen bleiben werden. Die Situation in Indonesien macht eine Öffnung für den internationalen Tourismus nicht möglich.

Hier ist der Link zum offiziellen Dokument (in Bahasa Indonesia), weitere Meldungen zu dieser Entscheidung werden mit Sicherheit folgen.

Werde Indojunkie Mitglied: Unsere Einnahmen sind durch die weltweiten Reisewarnungen stark eingefallen. Mit deiner Mitgliedschaft kannst du uns während der Corona-Krise unterstützen, damit wir weiterhin Artikel schreiben und veröffentlichen können. Deine Mitgliedschaft fließt zu 100% in Artikel für Indojunkie!

Aktuelle Lage

Auch in Indonesien steht seit Anfang April der internationale Flugverkehr still. Das Coronavirus hat dazu geführt, dass Schulen, Restaurants, Geschäfte, öffentliche Plätze und religiöse Stätten Schritt für Schritt geschlossen wurden. Der Inlandsverkehr über Land, Luft und Meer wurde mit ein paar Ausnahmen komplett zum Erliegen gebracht.

Auch wenn er stark von außen dafür kritisiert wurde, hatte sich Präsident Joko „Jokowi“ Widodo bereits zu Beginn der Krise gegen einen Lockdown ausgesprochen. Was folgte, war die stellenweise Umsetzung von PSBB (Pembatasan Sosial Berskala Besar = „großflächige soziale Einschränkungen“), um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Obwohl die Fälle im Land immer noch steigen, sind seit Juni viele Einschränkungen gelockert worden. Büros, Geschäfte und Malls durften unter gewissen Bedingungen öffnen. In sogenannten „grünen Zonen“ (Gebiete, in denen keine Fälle gemeldet werden) dürfen Schüler die Schulen besuchen. Auch Fähren, Flugzeuge und Busse operieren wieder, jedoch mit erheblichen Einschränkungen und strengen, regional unterschiedlichen, Vorschriften.

Es ist schwierig, einen Überblick über die aktuelle Lage im Land zu behalten. Allgemein wird von unnötigen Inlandsreisen ohne einen triftigen Grund abgeraten. Obwohl fast alle nationalen Airlines ihren Betrieb wieder aufgenommen haben, fliegen die meisten nur begrenzte Routen.

Erschwerend kommt hinzu, dass große Unterschiede bezüglich der Einreisebedingungen in gewisse Regionen herrschen.

Die Regelungen für Bali und Jakarta scheinen etwas übersichtlicher zu sein (siehe unten), jedoch gilt auch hier: typisches Indonesien-Chaos, bei dem oftmals der eine Beamte nicht weiß, was der andere gemacht hat. Alle Informationen sind also mit Vorsicht zu genießen, zumal sie sich auch noch täglich ändern können.

Wer sich im Land befindet und von A nach B möchte (vor allem Regionen außer Bali und Jakarta), sollte sich vor Ort (am besten direkt am Flughafen/Fährhafen) bezüglich der Reisebestimmungen informieren. Die Webseiten der jeweiligen Airlines können zusätzlich Aufschluss darüber geben.

Das indonesische Tourismusbüro hat eine Liste der Touristenattraktionen veröffentlicht, die unter strengen Vorschriften und nur mit einer Kapazität von 50 % operieren.

corona-bali-indonesien
So einfallsreich sind die Menschen in Indonesien

Wie sieht die Zukunft aus?

Auch wenn das die große Frage ist, die uns alle beschäftigt, kann uns diese Antwort wohl nur die Kristallkugel geben. Nüchtern betrachtet befindet sich das Land mit täglichen steigenden Zahlen noch nicht auf dem Weg der Besserung.

Am 22. August 2020 wurde ein neues Erklärungsschreiben des Gouverneurs von Bali veröffentlicht, in dem von einer Öffnung Balis im September abgesehen wird.

Des Weiteren wird bestätigt, dass Indonesien und somit auch Bali bis zum Ende dieses Jahres 2020 für internationale Touristen geschlossen bleiben werden. Die Situation in Indonesien macht eine Öffnung für den internationalen Tourismus nicht möglich.

Hier ist der Link zum offiziellen Dokument (in Bahasa Indonesia), weitere Meldungen zu dieser Entscheidung werden mit Sicherheit folgen.

Stattdessen soll der nationale Tourismus gefördert werden.

Bali, das zu 80 % vom Tourismus abhängig ist, hat die Krise besonders hart getroffen. Aus diesem Grund hatte der Gouverneur von Bali einen unverbindlichen Plan zur schrittweisen Öffnung der Insel vorgelegt. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Entscheidungen bezüglich der Öffnung für den internationalen Tourismus von Jakarta aus getroffen werden. Voreilige Schlüsse von einzelnen Inseln und Regionen sollten demnach immer mit Vorsicht genossen werden.

Auch sogenannte Reiseblasen, in denen zwei oder mehrere Länder eine Reisevereinbarung eingehen, scheinen unwahrscheinlich. Damit zwei Länder sich auf eine Reiseblase einigen können, müssen beide Länder einen ähnlichen Verlauf der Fallzahlen aufweisen. Aus diesem Grund heißt es also erstmal abwarten. Einen realistischeren Artikel zum Thema findest du hier.

Sonstige Ankündigungen und Entwicklungen

Die indonesische Regierung erwägt außerdem eine Überarbeitung der Visa-Regelungen bezüglich des Arbeitsverbotes für ausländische Reisende.

Auch ein Ausbau der Gesundheitsversorgung durch Kooperationen mit internationalen Krankenhäusern ist nicht unwahrscheinlich.

Hygiene-Optionen im Indo-Style

Reisevorschriften und Hinweise

International

Indonesische Staatsbürger dürfen jederzeit einreisen, solange sie die benötigten Dokumente vorlegen. Ausländische Staatsbürger mit einer Aufenthaltserlaubnis (KITAS/KITAP) dürfen ebenfalls einreisen.

Internationale Flüge laufen derzeit nur über Bali und Jakarta. Für eine Einreise wird ein negatives PCR-Test-Ergebnis verlangt (das nicht länger als 7 Tage zurückliegen darf) und ein vom Arbeitgeber ausgestelltes Surat Tugas („Auftragsschreiben“).

Außerdem muss die Einreise nach Bali vorher unter diesem Link registriert werden. Zu einer internationalen Einreise über Jakarta gibt diese Grafik von Garuda mehr Aufschluss. Eine anschließende 14-tägige Selbstisolation ist verpflichtend.

Leider gibt es immer wieder Berichte aus Bali, dass Einreisende trotz eines negativen PCR-Test-Ergebnisses vor Ort einem erneuten Test unterzogen und bis zum Testergebnis in einer der Quarantäne-Einrichtungen einquartiert wurden.

Beachte, dass das Auswärtige Amt die Reisewarnung für den europäischen Raum seit dem 15.06. zwar aufgehoben hat, die generelle Reisewarnung für die restlichen Länder jedoch weiterhin bis 14. September besteht.

Vorschriften für die internationale Einreise während der Corona Zeiten in Indonesien

National

Für den Inlandsverkehr gelten folgende Regeln: ein negatives PCR- oder Schnelltest-Ergebnis (darf nicht älter als 14 Tage sein), die Registrierung in der eHAC-App und/oder das Ausfüllen einer Health Alert Card. Manche Airlines verlangen ebenfalls die Installation der Tracking-App PeduliLindungi.

Reisende, die nach Bali möchten, müssen zusätzlich ein Erklärungsschreiben mit dem Grund ihrer Reise mitführen, solange sie keine in Bali ausgestellte KTP (=der indonesische Personalausweis) vorzeigen können. Außerdem muss ein Garantieschreiben ausgefüllt werden, das auf dieser Webseite zu finden ist. Auch bei der nationalen Einreise ist eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend.

Das SIKM (Surat Ijin Keluar Masuk = „Ein- und Ausreiseerlaubnis“) für Jakarta wurde mittlerweile gegen die Tracking-App Jaki eingetauscht. Eine Installierung ist Pflicht für alle, die in die Stadt reisen möchten. Transit-Reisende am Flughafen sind davon ausgeschlossen.

Die Webseite von Garuda Airlines gibt einen kleinen Überblick über die regional unterschiedlichen Reisevorschriften. Allerdings sind diese Angaben ohne Gewähr und können jederzeit geändert werden.

Vorschriften für die nationale Einreise während der Corona Zeiten in Indonesien

Aktuelle Visabestimmungen

Aktuell werden keine Kurzzeitvisa (Tourist/Social/Business Visa) für ausländische Staatsbürger ausgestellt. Auch das Visa On Arrival ist bis auf weiteres außer Kraft gesetzt.

Für Besucher, die nach dem 5. Februar eingereist sind und sich im Land befinden, hat die Einwanderungsbehörde ein kostenfreies Emergency Stay Permit zur Verfügung gestellt. Dieses ist bis zum 13. Juli gültig. Danach haben die Besucher 30 Tage Zeit, das Land zu verlassen oder ihr Visum unter bestimmten Voraussetzungen zu verlängern.

Für Staatsbürger mit KITAS und KITAP gelten spezielle Regelungen.

Es sieht stark danach aus, dass die Visa-Bestimmungen in Zukunft verschärft werden. Besucher, die sich länger als 180 Tage im Land aufhalten, gelten als steuerpflichtig und müssen demnach eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Ähnlich wie in Indonesiens Nachbarländern kann es sein, dass mehrmalige, aufeinanderfolgende Einreisen mit einem Visa On Arrival nicht mehr möglich sein werden. Außerdem wird darüber diskutiert, zwischen zwei Tourist Visa einen Einreisestopp von 30 Tagen zu verhängen.

Aktuelle Informationen können auf der Webseite der Einwanderungsbehörde eingesehen werden. Alle Updates werden außerdem auch auf Facebook und Instagram geteilt.

Beispiel der Health Alert Card von Indonesien

Zusätzliche Informationen

Auf der Seite des Auswärtigen Amtes findest du alle Informationen zu aktuellen Reisewarnungen.

Regelmäßige, ausführliche Updates zur Covid-19 Situation mit offiziellen Dokumenten der Regierung findest du zudem auf der Seite der Deutsch-Indonesischen Industrie- und Handelskammer.

Die Webseiten der indonesischen Fluggesellschaften liefern aktuelle Informationen rund um den nationalen Luftverkehr.
Eine interaktive Karte zu den aktuellen Corona-Zahlen findest du hier.

Eine weitere Karte unterteilt nach grünen, gelben und roten Zonen findest du auf der Seite der offiziellen Covid-19 Task Force.

Die einzige Gruppe auf Facebook, die zuverlässig täglich über alle Entwicklungen (vor allem in Bezug auf Reisen und Tourismus) informiert, ist die Bali Covid-19 Update von Jackie Pomeroy. Speziell zu Bali und Jakarta findest du alle nötigen Informationen.

Außerdem werden wir diesen Artikel regelmäßig aktualisieren, um dich über die wichtigsten Entwicklungen auf dem Laufen zu halten. Wenn du unseren Newsletter abonnierst, kannst du sicher sein, dass du keine Updates verpassen wirst.

Die lokale Bevölkerung und Corona

Bei einem Land mit etwa 300 Millionen Einwohnern, ist es schwierig, die allgemeine Stimmung zum Thema Corona zu erfassen. Dennoch werde ich versuchen, so objektiv wie möglich zu berichten, wie sich meine Freunde, deren Familien, Nachbarn und Indonesier, denen ich begegne, zu Corona äußern.

Zu Beginn der Krise waren viele Indonesier besorgt. China und Europa hatten schon lange vorher die Nachrichtensender gefüllt. Jeder war sich bewusst, dass ein explosionsartiger Ausbruch in einem Land wie Indonesien zu einer Katastrophe führen könnte.

Trotz der Todesfälle, die mit Covid-19 in Zusammenhang gebracht wurden, sickerten immer wieder Informationen über einen eher milden Krankheitsverlauf durch. Berichte über „gefälschte“ Krankheits- und Todeszertifikate, sowie Berichte über Familienmitglieder, die unerlaubt ihre verstorbenen Verwandten aus den Krankenhäusern „mitnahmen“ führten dazu, dass sich unter den Indonesiern eine gewisse Skepsis breitmachte.

Da die Corona-Krise genau in die Zeit des Ramadan fiel, wurde Mitte Mai offiziell der Mudik (die traditionelle Heimkehr in die Dörfer zur Feier des Endes des Fastenmonats) verboten. Das hinderte jedoch den Großteil der Indonesier nicht daran, zahlreich und fleißig die Märkte zum Traditionsshopping zu füllen. Ob das trotz steigender Zahlen eher aus Ignoranz oder Unwissenheit geschah, lässt sich nicht beantworten.

Viele Indonesier sehen die Corona-Krise mittlerweile mit kritischeren Augen. Kaum einer hat wirklich Angst vor einem Virus. Es herrscht eher die Meinung, dass vieles mal wieder einfach nur „Business“ ist. Krankenhäuser, Ärzte und Teststationen verdienen tatsächlich fleißig mit, denn ein Test kann zwischen 200.000 IDR und 1 Million IDR kosten. Außerdem berichten viele von „Bekannten“, die nur leichte Beschwerden hatten.

In den größeren Städten wird es mit großer Wahrscheinlichkeit strenger zugehen, doch fernab des Trubels und in den ländlichen Gebieten scheinen sich die Indonesier nicht so sehr an die Regeln zu halten. Das Protokoll zur Eindämmung von Covid-19 (soziale Distanzierung, Maske tragen) wird nur dann eingehalten, wenn wirklich einer kontrolliert.

Die Stimmung scheint entspannt. Das Leben geht seinen gewohnten Gang und „typisch Indonesisch“ findet man viel zum Staunen. In der Moschee, in der letzte Woche noch fleißig der Mindestabstand eingehalten wurde, stehen heute die Gläubigen schon dicht an dicht beieinander. Der Warungbesitzer, der letzte Woche kein Nasi Goreng ohne Maske gezaubert hat, hat sie heute schon ad acta gelegt.

Woher die Gelassenheit der Indonesier kommt, darüber lässt sich nur spekulieren. Ein Grund dafür kann sein, dass Erkrankungen wie Grippe mit Fieber oder Dengue sehr häufig auftreten, ohne dass der Erkrankte einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsucht. Häufig wird die Krankheit dann schlicht und einfach als „Malaria“ bezeichnet und mit natürlichen Kräutertrunks wie Jamu und ein paar einfachen Antibiotika aus der Apotheke ausgeschwitzt.

Nicht ganz ungewöhnlich sind leider auch Todesfälle, deren Ursachen unbekannt sind. Oft wird nicht viel hinterfragt, sondern diese Ereignisse einfach als gottgegeben akzeptiert. Vor allem bei dem (mehrheitlichen) einfachen Volk bleiben Krankheitsverläufe und Hintergründe eher im Dunkeln.

Vielleicht ist es jedoch auch das Landleben, das allgemein naturverbundener und gesünder als das Stadtleben ist? Oder das richtige Mindset, das (wie wir wissen) auch das Immunsystem stärkt? Vielleicht sind es aber auch die unglaublich vielen Krisen, die dieses Land schon überstanden hat? Dazu hat Shane Preuss einen tollen Bericht auf Englisch geschrieben.

Begrüßt wurde übrigens die Entscheidung des Präsidenten, das Land nicht unter einen kompletten Lockdown zu stellen. Wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Indonesier tagtäglich das Haus verlassen muss, um am Abend die Familie ernähren zu können, kann man diesen Gedankengang durchaus nachvollziehen.

Nicht selten hört man die Meinung, dass Lockdowns nur was für reiche Menschen sind und diejenigen, die es sich leisten können.

Spendentipps für Indonesien

Unterstütze Local Guides

Über local-guides.org (ganz unten auf der Seite) kannst du einmalige oder regelmäßige Geldspenden nach Indonesien senden. Das Geld wird auf lokale Communities in Sumatra, Kalimantan, Flores und Sulawesi verteilt. 

Support für Sulawesi

Du willst vor allem Sulawesi und hier vor allem die Togian Inseln in der aktuellen Krise unterstützen? Dann haben wir eine ganz tolle Spendenkampagne für dich gefunden. Hier kannst du die jeweilige Region auswählen, die du gerne unterstützen möchtes

Support für Lombok

Ein Bekannter aus Lombok hat eine tolle Fundraising Kampagne für von der Krise betroffene Familien auf Lombok ins Leben gerufen. Die Bewohner Lomboks müssen derzeit ganz schön Ausdauer in Sachen „Optimismus“ zeigen. Erst vor zwei Jahren traf sie ein schweres Erdbeben. So langsam wurde das Leben wieder normaler, und dann kam Corona. Ein paar wenige Euros helfen schon weiter.

Help Karimunjawa

Neben der Fischerei ist der Tourismus die Hauptindustrie auf Karimunjawa, was bedeutet, dass eine große Anzahl von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Gotong Royong Karimunjawa kümmert sich um Spenden in Form von Produkten. Falls du die Chance hattest, diese wunderschöne Region zu besuchen, ist jetzt deine Chance etwas zurückzugeben.

Bukit Lawang Family

Warst du bereits in Sumatra und hast die Orang Utans in Bukit Lawang erleben dürfen und möchtest jetzt etwas zurückgeben? Bereits mit 5 Euro kannst du etwas bewirken. Das SOUL Guesthouse kümmert sich derzeit um die Spendengelder. Alle wichtigen Infos findest du hier. Die Region hängt sehr stark vom Tourismus ab.

Feed a Family in Bali

Die Tresna Bali Cooking School kümmert sich immer noch um betroffene Familien auf Bali, denen derzeit die Einnahmen für Essen durch Corona wegfallen! Über Instagram kannst du alle wichtigen Infos für die Spendenaktion „feedafamilyinbali“ einsehen. Dort teilt das Team auch transparent, wohin das Geld geht. Mit 25 Dollar kannst du bereits für die ärmsten Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder) Lebensmittel für zwei Wochen spenden. Selbstverständlich kannst du auch einen geringeren Betrag spenden.

corona-indonesien

Auch in Indonesien geht jeder anders mit Corona um

Gesundheitsversorgung in Indonesien

Das indonesische Gesundheitssystem lässt in vieler Hinsicht zu wünschen übrig. Viel zu lange wurde viel zu wenig in diesen Sektor investiert. Es mangelt im ganzen Land an öffentlichen Krankenhäusern und guten Ärzten, obwohl es seit 2014 eine staatliche Krankenversicherung gibt.

In den größeren Städten und Touristengebieten haben sich viele private Krankenhäuser angesiedelt. Diese haben meist einen westlichen Standard und englischsprachige, gut ausgebildete Ärzte. Dementsprechend verlangen sie auch höhere Preise. Auf Bali zählt dazu beispielsweise das BIMC Hospital Bali sowie das Siloam Hospital Denpasar.

In kleinen Orten und Dörfern gibt es nur geringfügig medizinische Versorgung. Häufig kannst du nur eine Erste Hilfe Station oder ein Gesundheitszentrum (Puskesmas) finden, in dem zwar Ärzte arbeiten, aber nur begrenzt Behandlungen möglich sind.

Covid-19-Tests werden in einigen Kliniken angeboten. Einen kleinen Überblick zu Tests auf Bali findest du hier.

Notfallnummern vor Ort

  • Polizei: 110 oder 112 (SMS 1717)
  • Ambulanz: 118 oder 119
  • Feuerwehr: 113
  • Touristenpolizei (Bali): +62 361 754 599 / +62 361 224 111
  • Deutsche Botschaft in Jakarta: +62 21 398 550 00

Krankenhaus Waisai neue Betten 1
Krankenhaus in Waisai

Welche Reiseversicherung versichert auch bei einer Pandemie?

Nicht alle Reiseversicherungen schützen dich im Falle einer Pandemie. Das Gleiche gilt bei Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt. Frage explizit nach, wenn du unsicher bist.

Eine Übersicht der Reisekrankenversicherungen zum Thema Corona findest du hier.

Tipps zum Umgang mit Indonesien Reiseplänen

Wer im Moment schon von der nächsten Indonesien-Reise träumt, sollte mit einer Buchung auf jeden Fall noch etwas abwarten. Solange die Grenzen für deutsche Touristen noch nicht wieder geöffnet sind, ist es schwierig, sich auf unverbindliche Aussagen zu verlassen – so verlockend sie auch klingen mögen.

Die gesamte Corona-Krise hat sich unvorhersehbar entwickelt und keiner weiß wirklich, wie es weitergehen wird.

Hast du bereits gebucht und kannst deinen Urlaub nicht antreten?

Corona hat in den letzten Monaten für Ungewissheit und Einschränkungen im Flugverkehr gesorgt. Viele Flüge wurden seitens der Fluglinien storniert. Ob die Kosten für den gebuchten Flug erstattet werden, ein Gutschein ausgestellt wird oder die Kohle über alle Berge ist, hängt von den Buchungsbedingungen und der Kulanz des jeweiligen Anbieters ab.

Lesetipp: Flugstornierungen aufgrund von Corona

idealoFlug_Flugstornierung_Geldzurueck_Flowchart_Infografik

Versuche zudem, deinen Aufenthalt vor Ort in Indonesien vorerst zu verschieben oder den Wert deiner Buchung in einen Gutschein umzuwandeln. Diesen kannst du dann so bald wie möglich einlösen, wenn Reisen wieder möglich sind. Damit hilfst du den Locals, sich während dieser Zeit über Wasser zu halten.

Abonniere außerdem unseren Newsletter, um keine neusten Entwicklungen zu verpassen. Wir halten dich auf dem Laufenden und informieren dich, sobald eine Reise nach Indonesien wieder möglich ist.

Und tauche mental ab nach Indonesien, wenn dich das Fernweh zu sehr überkommt. Lese Bücher zum Thema, schwelge in Erinnerungsfotos oder schaue dir faszinierende Unterwasser- oder Dschungel-Dokumentationen an.

Vergesse vor allem eins nicht: positiv denken! Kein Zustand ist von Dauer und letztendlich wird auch diese Zeit vorübergehen und du bald wieder in einem Flieger nach Indonesien sitzen.

Über die Autorin:

Autorenfoto Gunda mit Hartono

Gunda mit Freund Hartono

Gunda war mehrere Jahre als Tauchlehrerin in Südostasien unterwegs, bevor sie ihr Herz schließlich an Indonesien verlor. Hier fand sie nicht nur ihre neue Heimat, sondern auch ihre große Liebe. Nach der Leitung eines Tauchresorts in Raja Ampat, ist sie eher durch Zufall in Sorong „hängengeblieben“. Hier entstand die Idee zu ihrer Webseite sorong-westpapua.com. Gunda lebt mit ihrem Mann Hartono in Raja Ampat und die beiden möchten sich in naher Zukunft eine kleine Selbstversorger-Farm aufbauen.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat und du mehr über Indonesien erfahren möchtest, folge uns auch auf Facebook oder abonniere unseren Newsletter. Alle wichtigen Infos für deine Reise in Indonesien findest du in dem Beitrag Alle Tipps für deine Reise nach Indonesien.

Offenlegung: Dieser Beitrag kann Affiliate-Links und Werbung enthalten. Es entstehen dir keine zusätzlichen Kosten. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selber nutzen, von denen wir 100% überzeugt sind oder die uns von einer fachkundigen Person empfohlen wurden. Durch Werbung und Affiliate-Links können wir die Zeit aufbringen diesen Blog zu gestalten und mit Liebe und Inhalten zu füllen. Peace, Love & Banana Pancake. Euer Indojunkie Team.

10 Kommentare

Ähnliche Artikel:

10 Kommentare

Ahnma 1. August 2020 - 20:17

Wirklich interessant, mal Einblicke von der Situation vor Ort zu bekommen. Die Gelassenheit, mit der die Indonesier damit umgehen, wirkt natürlich auf den ersten Blick etwas befremdlich oder gar fahrlässig, aber es ist wohl einfach nur pragmatisch. Wie du geschrieben hast – Lockdowns sind was für Reiche. Und hier in Deutschland können wir es uns – trotz aller wirtschaftlichen Probleme, die damit einhergehen – tatsächlich leisten, das Land oder einzelne Kreise herunterzufahren. Generell kann man ja sagen, dass jedes Land, welches über ein breit gespanntes soziales Netz verfügt (und dazu gehören Schwellenländer wie Indonesien, Brasilien oder die USA halt nicht), intensiver auf der vorsichtigen Sicherheitsschiene fahren kann.

Vielen Dank für deinen Lagebericht!

Antworte Ahnma
Gunda 2. August 2020 - 13:41

Hallo Ahnma,
Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich stimme dir zu und denke, es ist unglaublich wichtig, nicht vorschnell zu urteilen. Das Thema ist sehr komplex und so heißt es wie so oft: Toleranz und Respekt üben. Nicht jedes Land kann es sich leisten, alle Aktivitäten bis auf weiteres herunterzufahren.
Hoffen wir, dass Indonesien die Gratwanderung schaffen wird.
Liebe Grüße, Gunda

Antworte Gunda
Ahnma 6. Oktober 2020 - 6:52

By the way, denkst du, dass Indonesien vielleicht bald auch das „Thailändische Modell“ fahren wird? Habe letztens irgendwo gelesen, dass Thailand seine Grenzen für Langzeitreisende wieder öffnen will, und dazu weder Kosten noch Mühen scheut (Schulung fürs Personal, neue Hygienekonzepte, Luxushotels als Quarantäne). Gerade wenn man die Reisenden in abgeschottete Unterkünfte schleust, gar nicht mal so unrealistisch, oder?

Antworte Ahnma
Gunda 6. Oktober 2020 - 9:18

Hallo Ahnma,
Das mit Thailand klingt toll, aber ich habe meine Zweifel, dass die indonesische Regierung da was ordentliches auf die Beine stellt. Sie haben auch sehr lange gebraucht, bis wenigstens Familienmitglieder (von gemischten Ehepaaren), die keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Indonesien haben, ein Visum beantragen und nach Indonesien einreisen können.
Alles andere klingt ziemlich „rosarot“….die Situation im Land ist nicht annähernd unter Kontrolle und Bewegungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Da liegt der Gedanke an Tourismus – jeglicher Art – doch sehr fern.
Abgesehen davon ist Thailand ein Land, das die ganze Situation von Anfang an anders gehandhabt hat und nur sehr wenig neue Fälle meldet. Ein himmelweiter Unterschied zu Indonesien – leider!
Liebe Grüße

Antworte Gunda
Kathrin 29. Juli 2020 - 22:58

Hallo Gunda
Ich bin zufällig auf eurer sehr informativen und hilfreichen Seite gelandet und bedanke mich für eure Bemühungen. Im September wollen oder wollten ☹️ wir nach 2018 nochmals nach R4D. Vermutlich werden wir aber nicht zu den Ersten gehören, welche wieder einreisen dürfen. lieben Gruss aus Liechtenstein, Kathrin 🤗

Antworte Kathrin
Gunda 30. Juli 2020 - 4:05

Hallo Kathrin,
Lieben Dank für deinen Kommentar.
Der September sieht momentan noch sehr fragwürdig aus. Es gab keine Stellungnahme zu dem Thema aus Jakarta.
Bucht am besten erst eure Reise, wenn ein Datum offiziell bestätigt wurde und die Lage in Indonesien einigermaßen unter Kontrolle ist. Hoffen wird, dass es nicht allzu lange dauern wird! 😉
Liebe Grüße,
Gunda

Antworte Gunda
Eduard 24. Juli 2020 - 10:34

Hallo Gunda!
Danke für den Artikel! 👍🏼
Sehr informativ und hilfreich.
Du schreibst:
“Es sieht stark danach aus, dass die Visa-Bestimmungen in Zukunft verschärft werden.”
Woher kommt diese Info? Gibt es schon was offizielles? Eigentlich wäre es unlogisch weil dann kommen noch weniger Touristen nach Indonesien. Und das nach Corona Pandemie.
VG Eduard

Antworte Eduard
Gunda 24. Juli 2020 - 15:34

Hallo Eduard,
Vielen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment.
Bezüglich der zukünftigen Visa-Bestimmungen wurde noch nichts offizielles bestätigt. Falls es Änderungen geben wird, betrifft das in erster Linie nicht die „regulären“ Touristen, sondern Besucher, die durch wiederholte „Visa-Runs“ über einen langen Zeitraum ohne Aufenthalterlaubnis (und Steuerabgaben) in Indonesien leben (ähnlich wie Thailand vor ein paar Jahren die Visa-Regelungen verschärft hat). Diese inoffizielle Information stammt von einer zuverlässigen internen Quelle.
Wie gesagt – bis jetzt wird nur diskutiert. Ob diese Diskussionen am Ende dann auch wirklich umgesetzt werden, werden wir wohl abwarten müssen!
Liebe Grüße,
Gunda

Antworte Gunda
Katie 13. Juli 2020 - 17:42

Sehr informativ und toll geschrieben – wie auch die Mentalität der meisten Indonesier beschrieben wird, trifft es unglaublich gut ! Dies lässt uns darüber nachdenken, ob es wirklich so nötig ist, alle Dinge im Leben zu hinterfragen und versuchen zu kontrollieren oder ob es doch im großen Ganzen alles einen Sinn ergibt! Dankeschön 🧡

Antworte Katie
Gunda 14. Juli 2020 - 0:45

Hallo Katie,

Vielen lieben Dank für deinen Kommentar 💜

Liebe Grüße!

Antworte Gunda

Hinterlasse einen Kommentar