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Corona Indonesien / Bali: Aktuelle Einreise, neues E-Visa und mehr

von Melissa Schumacher
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Corona in Indonesien / Bali: Ein Überblick

Einreise nach Indonesien: Wann dürfen Touristen wieder einreisen?

Indonesische Staatsbürger dürfen jederzeit einreisen, solange sie die benötigten Dokumente vorlegen.

Ausländische Staatsbürger mit einer Aufenthaltserlaubnis (KITAS/KITAP) oder B211A E-Visum (siehe weiter unten) dürfen ebenfalls einreisen.

Für internationale Touristen ist Indonesien (und somit auch Bali) derzeit weiterhin geschlossen. Die aktuelle Situation und Corona-Zahlen in Indonesien macht eine Öffnung für den internationalen Tourismus leider noch nicht möglich. Die Seite der offiziellen Covid-19 Task Force liefert eine Corona-Übersicht innerhalb Indonesiens unterteilt nach grünen, gelben und roten Zonen.

Die Webseite des Auswärtigen Amt ist eine zuverlässige Quelle für Neuigkeiten zur offiziellen Einreise nach Indonesien. Aktuelle Informationen können zudem auf der Webseite der Einwanderungsbehörde eingesehen werden. Alle Updates werden außerdem auch auf Facebook und Instagram geteilt. Es lohnt sich, die Kanäle zu abonnieren.

Regelmäßige, ausführliche Updates zur Covid-19 Situation mit offiziellen Dokumenten der Regierung findest du außerdem auf der Seite der Deutsch-Indonesischen Industrie- und Handelskammer.

Eine empfehlenswerte Facebookgruppe mit verlässlichen Informationen zur aktuellen Situation ist außerdem die Bali Covid-19 Update Gruppe von Jackie Pomeroy.

Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte beachte, dass sich die Informationen schnell ändern können und wir keine offizielle Behörde sind.

Lesetipp: Aktuelle Lage in Indonesien: 14 Auswander berichten

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So einfallsreich sind die Menschen in Indonesien

Das neue B211A E-Visum für Indonesien

Die Einreise mit dem neuen B211A E-Visum für Indonesien ist wieder möglich. Auch die Beantragung ist aktuell wieder im vollen Gange. Weiter unten erklären wir, wie du das E-Visa beantragen kannst.

TIPP: Hol dir unser neues Indonesien Kochbuch, um die Wartezeit zu überbrücken, bis Indonesien die Tore wieder für Reisende öffnet. Wir haben für dich 38 authentische indonesische Rezepte gezaubert, um ein wenig Bali, Sumatra, Java & Co. in deine heimische Küche einzuladen.

Aktuelle Einreise nach Indonesien mit Kitas oder B211A E-Visum

Alle Ankommenden müssen in Jakarta für 5 Tage in Quarantäne. Das Hotel wird vorgegeben und muss selber bezahlt werden (ca. 1 Millionen IDR pro Nacht). Es gibt einen PCR-Test bei Ankunft und einen nach 5 Tagen.

In der folgenden Grafik findest du alle Hotels, die für die Quarantäne für internationale Reisende zugelassen sind sowie die Kosten für die PCR-Tests vor Ort.

Um bei der Einreise in Jakarta Zeit zu sparen, empfiehlt es sich, die eHAC-App (Download-Links: Google Play Store / Apple Store) schon vor Abflug auszufüllen, sobald man seine Flug- und Sitznummer weiß. Dann kann man in Jakarta den in der App generierten QR-Code zeigen (ggf. Screenshot machen) und muss nicht alles in Papierform machen. 

Die Webseite von Garuda Airlines gibt einen kleinen Überblick über die regional unterschiedlichen Einreisevorschriften in Indonesien. Aber auch die Webseiten anderer indonesischen Fluggesellschaften liefern aktuelle Informationen rund um den nationalen Luftverkehr.

Übrigens: Für Indonesier und Indonesierinnen wird die Quarantäne von der Regierung bezahlt. Laut Angaben von Freunde ist die Unterkunft jedoch äußerst spartanisch. Manche Einreisenden mussten sich mit drei Leuten ein ungemütliches Militärzimmer teilen.

B211A E-Visum für Indonesien beantragen

Aktuell werden keine Kurzzeitvisa (Tourist/Social/Business Visa) für ausländische Staatsbürger ausgestellt. Auch das Visa On Arrival ist bis auf weiteres außer Kraft gesetzt.

Mitte 2020 hat Indonesien jedoch ein neues elektronisches Visum eingeführtHierbei handelt es sich um das sogenannte B211A Single Entry Business Visa for Humanitarian Activities, Volunteering, Family Reunion, Business or Investment Visit.

Es besteht also aktuell die Möglichkeit, mit dem elektronischen B211A Single Entry Business Visa mit Hilfe eines Visaagenten nach Indonesien einzureisen, welches du dir im Voraus organisieren musst. Die Beantragung ist seit Anfang April wieder im vollen Gange.

Für das elektronische Visum muss dein Pass mind. noch 1 Jahr gültig sein und du solltest 10.000 USD Bankguthaben (ca. 8.500 EUR) vorweisen können. Solltest du keine 8.500 Euro auf deinem Bankkonto haben gibt es die Möglichkeit, dass der Sponsor (ein einladendes Unternehmen oder deine Visaagentur) für dich bürgt, das machen diese in der Regal aber eher ungern.

Die Einreise nach Indonesien ist mit dem E-Visa aktuell nur über Jakarta möglich. Wer beispielsweise nach Bali möchte, braucht dann einen Anschlussflug von Jakarta nach Bali. Über die Quarantäneregelung vor Ort, solltest du dich kurz vor deiner Abreise erneut erkundigen. Aktuell muss eine fünftägige Quarantäne in Jakarta abgehalten werden mit zwei PCR-Tests vor Ort (siehe weiter oben).

Für die Einreise mit dem elektronische Visum benötigst du einen negativen PCR Test, der nicht älter als 48 Stunden alt sein darf und unter Umständen ein Gesundheitszeugnis (abhängig von der Airline, mit der du einfliegst).

Immer mehr Hotels, Surfcamps oder Coworking Spaces haben erkannt, dass die Unterstützung bei der Beantragung des elektronischen Visums ihr Business retten könnte, wodurch sie mit „Special Offers including Visa for Bali“ werben oder ein ganzes Community-Paket erstellt haben. Beide verlinkte Anbieter kennen wir nicht persönlich und können daher keine Aussagen über deren Angebote machen.

Wir empfehlen dir, nur mit einem Visaagenten zu arbeiten, der euch persönlich empfohlen wurde.

Eine gute Freundin arbeitet beispielsweise mit Putu Agus (WhatsApp: +62 813 3870 4627). Putu Agus ist unglaublich bemüht und stets informiert. Bitte schreibe ihn auf Englisch an, da er kein Deutsch spricht.

Die deutschen Auswanderer Chris und Matze von Auslandssemester Bali bieten deutschsprachige Hilfe bei der Beantragung des B211A E-Visums an. Matze beantwortet dabei alle aufkommenden Fragen rund um das neue E-Visum per Whatsapp: ‭+62 896 200 444 56 (klicke hier um deine Fragen per WhatsApp zu stellen)‬.

Alternativ kannst du auch in den bekannteren Facebookgruppen (Deutsche auf Bali, Indonesien Reisen etc.) nach einer Empfehlung fragen.

Für die Organisation des B211A E-Visum zahlst du Gebühren in Höhe von ca. 6 bis 12 Millionen IDR (ca. 350 bis 700 Euro). Der Agent agiert dabei als „Sponsor“ für euch, wodurch eure Einreise genehmigt wird. Der ganze Prozess dauert je nach Agentur und Auslastung des Immigration Offices zwischen 7 und 14 Werktagen, gegen Aufpreis ist es möglich ein Express-Visum innerhalb von 2 Tagen zu bekommen.

Mit dem E-Visum kannst du für zwei Monate in Indonesien bleiben und deinen Aufenthalt danach um weitere vier Mal um jeweils einen Monat verlängern. Somit kannst du sechs Monate vor Ort bleiben, ohne ausreisen zu müssen. Es ist also ein ähnliches Visum wie das frühere Visit Visa.

Bitte beachte jedoch, dass diese Einreisemöglichkeit nicht für touristische Zwecke gedacht ist. Die Einreiseoption wird bis jetzt hauptsächlich durch Visumgenturen organisiert und ist offiziell für Personen bestimmt, die geschäftlich bzw. aus Familiengründen nach Indonesien kommen.

Man darf mit diesem Visum aber nicht arbeiten, man darf sich lediglich nach Preisen informieren und geschäftliche Meetings abhalten, jedoch keine Umsätze generieren. Dieses Visum wurde bis dato häufig für Market Research genutzt, beispielsweise um lokale Produkte für den Export zu finden.

Der Visum Typ B211A kann jedoch auch für Familienbesuch/Familienzusammenführung genutzt werden, allerdings muss man den Besuch gut begründen können. 

Bedenke: Offiziell dürfen keine Touristen nach Indonesien einreisen. Ein falsch ausgestelltes Businessvisum könnte unter Umständen Konsequenzen haben. Bis jetzt sind jedoch noch keine Fälle bekannt, in denen ein Besitzer oder eine Besitzerin des Visum Typ B211A des Landes verwiesen wurde.

Wenn du vorhast, mit dem E-Visa nach Indonesien einzureisen, solltest du dir also bewusst sein, dass es kein offizieller Weg ist, sofern du keine geschäftlichen oder familiären Absichten hast.

Außerdem solltest du dich respektvoll vor Ort verhalten, um die eher schlechte medizinische Infrastruktur nicht unnötig zu beanspruchen. Vermeide Menschenansammlungen und halte dich an die allgemeinen Hygieneregeln, wie man sie aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kennt.

Die Corona-Zahlen in Indonesien steigen weiterhin. Von unnötigen Reisen raten wir daher ab.

Du solltest dich zudem erkundigen, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um nach deinem Indonesien-Aufenthalt wieder zurück nach Deutschland einzureisen. Einen Corona-Test kannst du auf Bali beispielsweise im Siloam Hospital machen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte beachte, dass sich die Informationen schnell ändern können und wir keine offizielle Behörde sind.

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Hinweis: Vergiss nicht, dich in unseren Newsletter einzutragen, dann erhältst du alle wichtigen Updates (rund um Corona in Indonesien und wann wir wieder reisen können) direkt in dein Postfach!

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Der Insider-Reiseführer für Bali: 122 Things to Do in Bali

Noch mehr Tipps für Bali bekommst du in unserem Bali Reiseführer 122 Things to Do in Bali. Auf 372 Seiten versorgen wir dich in der 2. Auflage mit unzähligen Insider-Tipps für die Insel der Götter, damit du die schönsten, authentischsten und abenteuerlichsten Ecken von Bali hautnah erleben kannst – inklusive Empfehlungen zum nachhaltigen Reisen! HAPPY TRAVEL!

Aktuelle Lage in Indonesien

Wie ist die aktuelle Lage in Indonesien? Das fragen sich sicherlich viele Menschen aktuell.

Wir haben diese Frage 14 Auswanderern und Reisenden aus verschiedensten Regionen in Indonesien gestellt. Dabei machen wir einen Abstecher nach Sulawesi, Java, Lombok, Bali und auf die Mokukken.

Bali als Verlierer der Corona Krise

Bali ist eine Insel, die zu über 80 Prozent vom Tourismus abhängig ist. Die Krise hat die Bewohner Balis demnach besonders hart getroffen.

Aus diesem Grund legt der Gouverneur von Bali immer wieder einen Plan zur schrittweisen Öffnung der Insel vor. Seit August 2020 wird zudem der nationale Tourismus gefördert, um die Wirtschaft zumindest ein wenig anzukurbeln.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass Entscheidungen bezüglich der Öffnung für den internationalen Tourismus von Jakarta aus getroffen werden. Voreilige Schlüsse von einzelnen Inseln (besonders Bali) sollten demnach immer mit Vorsicht genossen werden.

Auch sogenannte Reiseblasen, in denen zwei oder mehrere Länder eine Reisevereinbarung eingehen, scheinen unwahrscheinlich. Damit zwei Länder sich auf eine Reiseblase einigen können, müssen beide Länder einen ähnlichen Verlauf der Fallzahlen aufweisen. Aus diesem Grund heißt es also erstmal abwarten. 

Um die von der Pandemie betroffenen Familie zu helfen, spenden wir persönlich 1 Euro von jedem verkauften Kochbuch an Feed Bali.

Außerdem sammeln wir übrig gebliebene Rupiah unserer Leser und Leserinnen vom letzten Bali Urlaub. Schicke uns also gerne eine Mail, wenn du noch Rupiah zuhause rumliegen hast.

Wie Indonesien die Corona-Krise angegangen ist

Auch wenn er stark von außen dafür kritisiert wurde, hatte sich Präsident Joko „Jokowi“ Widodo zu Beginn der Krise gegen einen Lockdown ausgesprochen.

Was folgte, war die stellenweise Umsetzung von PSBB (Pembatasan Sosial Berskala Besar = „großflächige soziale Einschränkungen“), um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Obwohl die Fälle im Land immer noch steigen, werden immer wieder Einschränkungen gelockert.

Büros, Geschäfte und Malls durften unter gewissen Bedingungen öffnen. In sogenannten „grünen Zonen“ (Gebiete, in denen keine Fälle gemeldet werden) dürfen Schüler die Schulen besuchen.

Auch Fähren, Flugzeuge und Busse operieren wieder, jedoch mit erheblichen Einschränkungen und strengen, regional unterschiedlichen, Vorschriften.

Es ist schwierig, einen Überblick über die aktuelle Lage im Land zu behalten. Allgemein wird von unnötigen Inlandsreisen ohne einen triftigen Grund abgeraten. Obwohl fast alle nationalen Airlines ihren Betrieb wieder aufgenommen haben, fliegen die meisten nur begrenzte Routen.

Erschwerend kommt hinzu, dass große Unterschiede bezüglich der Einreisebedingungen in gewisse Regionen herrschen.

Die Regelungen für Bali und Jakarta scheinen etwas übersichtlicher zu sein, jedoch gilt auch hier: typisches Indonesien-Chaos, bei dem oftmals der eine Beamte nicht weiß, was der andere gemacht hat. Alle Informationen sind also mit Vorsicht zu genießen, zumal sie sich auch noch täglich ändern können.

Wer sich im Land befindet und von A nach B möchte (vor allem Regionen außer Bali und Jakarta), sollte sich vor Ort (am besten direkt am Flughafen/Fährhafen) bezüglich der Reisebestimmungen informieren. Die Webseiten der jeweiligen Airlines können zusätzlich Aufschluss darüber geben.

Hygiene-Optionen im Indo-Style

Gesundheitsversorgung in Indonesien

Das indonesische Gesundheitssystem lässt in vieler Hinsicht zu wünschen übrig. Viel zu lange wurde viel zu wenig in diesen Sektor investiert. Es mangelt im ganzen Land an öffentlichen Krankenhäusern und guten Ärzten, obwohl es seit 2014 eine staatliche Krankenversicherung gibt.

In den größeren Städten und Touristengebieten haben sich viele private Krankenhäuser angesiedelt. Diese haben meist einen westlichen Standard und englischsprachige, gut ausgebildete Ärzte. Dementsprechend verlangen sie auch höhere Preise. Auf Bali zählt dazu beispielsweise das BIMC Hospital Bali sowie das Siloam Hospital Denpasar.

In kleinen Orten und Dörfern gibt es nur geringfügig medizinische Versorgung. Häufig kannst du nur eine Erste Hilfe Station oder ein Gesundheitszentrum (Puskesmas) finden, in dem zwar Ärzte arbeiten, aber nur begrenzt Behandlungen möglich sind.

Covid-19-Tests werden in einigen Kliniken angeboten. Einen kleinen Überblick zu Tests auf Bali findest du hier.

Bedenke: Nicht alle Reiseversicherungen schützen dich im Falle einer Pandemie. Das Gleiche gilt bei Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt. Frage explizit nach, wenn du unsicher bist.

Eine Übersicht der Reisekrankenversicherungen zum Thema Corona findest du hier.

Notfallnummern vor Ort

  • Polizei: 110 oder 112 (SMS 1717)
  • Ambulanz: 118 oder 119
  • Feuerwehr: 113
  • Touristenpolizei (Bali): +62 361 754 599 / +62 361 224 111
  • Deutsche Botschaft in Jakarta: +62 21 398 550 00
Krankenhaus Waisai neue Betten 1
Krankenhaus in Sorong in Westpapua

Die lokale Bevölkerung und Corona

Bei einem Land mit etwa 300 Millionen Einwohnern, ist es schwierig, die allgemeine Stimmung zum Thema Corona zu erfassen. Dennoch werde ich versuchen, so objektiv wie möglich zu berichten, wie sich meine Freunde, deren Familien, Nachbarn und Indonesier, denen ich begegne, zu Corona äußern.

Zu Beginn der Krise waren viele Indonesier besorgt. China und Europa hatten schon lange vorher die Nachrichtensender gefüllt. Jeder war sich bewusst, dass ein explosionsartiger Ausbruch in einem Land wie Indonesien zu einer Katastrophe führen könnte.

Trotz der Todesfälle, die mit Covid-19 in Zusammenhang gebracht wurden, sickerten immer wieder Informationen über einen eher milden Krankheitsverlauf durch. Berichte über „gefälschte“ Krankheits- und Todeszertifikate, sowie Berichte über Familienmitglieder, die unerlaubt ihre verstorbenen Verwandten aus den Krankenhäusern „mitnahmen“ führten dazu, dass sich unter den Indonesiern eine gewisse Skepsis breitmachte.

Da die Corona-Krise genau in die Zeit des Ramadan fiel, wurde Mitte Mai offiziell der Mudik (die traditionelle Heimkehr in die Dörfer zur Feier des Endes des Fastenmonats) verboten. Das hinderte jedoch den Großteil der Indonesier nicht daran, zahlreich und fleißig die Märkte zum Traditionsshopping zu füllen. Ob das trotz steigender Zahlen eher aus Ignoranz oder Unwissenheit geschah, lässt sich nicht beantworten.

Viele Indonesier sehen die Corona-Krise mittlerweile mit kritischeren Augen. Kaum einer hat wirklich Angst vor einem Virus. Es herrscht eher die Meinung, dass vieles mal wieder einfach nur „Business“ ist. Krankenhäuser, Ärzte und Teststationen verdienen tatsächlich fleißig mit, denn ein Test kann zwischen 200.000 IDR und 1 Million IDR kosten. Außerdem berichten viele von „Bekannten“, die nur leichte Beschwerden hatten.

In den größeren Städten wird es mit großer Wahrscheinlichkeit strenger zugehen, doch fernab des Trubels und in den ländlichen Gebieten scheinen sich die Indonesier nicht so sehr an die Regeln zu halten. Das Protokoll zur Eindämmung von Covid-19 (soziale Distanzierung, Maske tragen) wird nur dann eingehalten, wenn wirklich einer kontrolliert.

Die Stimmung scheint entspannt. Das Leben geht seinen gewohnten Gang und „typisch Indonesisch“ findet man viel zum Staunen. In der Moschee, in der letzte Woche noch fleißig der Mindestabstand eingehalten wurde, stehen heute die Gläubigen schon dicht an dicht beieinander. Der Warungbesitzer, der letzte Woche kein Nasi Goreng ohne Maske gezaubert hat, hat sie heute schon ad acta gelegt.

Woher die Gelassenheit der Indonesier kommt, darüber lässt sich nur spekulieren. Ein Grund dafür kann sein, dass Erkrankungen wie Grippe mit Fieber oder Dengue sehr häufig auftreten, ohne dass der Erkrankte einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsucht. Häufig wird die Krankheit dann schlicht und einfach als „Malaria“ bezeichnet und mit natürlichen Kräutertrunks wie Jamu und ein paar einfachen Antibiotika aus der Apotheke ausgeschwitzt.

Nicht ganz ungewöhnlich sind leider auch Todesfälle, deren Ursachen unbekannt sind. Oft wird nicht viel hinterfragt, sondern diese Ereignisse einfach als gottgegeben akzeptiert. Vor allem bei dem (mehrheitlichen) einfachen Volk bleiben Krankheitsverläufe und Hintergründe eher im Dunkeln.

Vielleicht ist es jedoch auch das Landleben, das allgemein naturverbundener und gesünder als das Stadtleben ist? Oder das richtige Mindset, das (wie wir wissen) auch das Immunsystem stärkt? Vielleicht sind es aber auch die unglaublich vielen Krisen, die dieses Land schon überstanden hat? Dazu hat Shane Preuss einen tollen Bericht auf Englisch geschrieben.

Begrüßt wurde übrigens die Entscheidung des Präsidenten, das Land nicht unter einen kompletten Lockdown zu stellen. Wenn man bedenkt, dass die Mehrheit der Indonesier tagtäglich das Haus verlassen muss, um am Abend die Familie ernähren zu können, kann man diesen Gedankengang durchaus nachvollziehen.

Nicht selten hört man die Meinung, dass Lockdowns nur was für reiche Menschen sind und diejenigen, die es sich leisten können.

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Auch in Indonesien geht jeder anders mit Corona um

Spendentipps für die von der Pandemie betroffenen Indonesier und Indonesierinnen

Über local-guides.org (ganz unten auf der Seite) kannst du einmalige oder regelmäßige Geldspenden nach Indonesien senden. Das Geld wird auf lokale Communities in Sumatra, Kalimantan, Flores und Sulawesi verteilt. 

Du willst vor allem Sulawesi und hier vor allem die Togian Inseln in der aktuellen Krise unterstützen? Dann haben wir eine ganz tolle Spendenkampagne für dich gefunden. Hier kannst du die jeweilige Region auswählen, die du gerne unterstützen möchtest.

Ein Bekannter aus Lombok hat eine tolle Fundraising Kampagne für von der Krise betroffene Familien auf Lombok ins Leben gerufen. Die Bewohner Lomboks müssen derzeit ganz schön Ausdauer in Sachen „Optimismus“ zeigen. Erst vor zwei Jahren traf sie ein schweres Erdbeben. So langsam wurde das Leben wieder normaler, und dann kam Corona. Ein paar wenige Euros helfen schon weiter.

Neben der Fischerei ist der Tourismus die Hauptindustrie auf Karimunjawa, was bedeutet, dass eine große Anzahl von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Gotong Royong Karimunjawa kümmert sich um Spenden in Form von Produkten. Falls du die Chance hattest, diese wunderschöne Region zu besuchen, ist jetzt deine Chance etwas zurückzugeben.

Warst du bereits in Sumatra und hast die Orang Utans in Bukit Lawang erleben dürfen und möchtest jetzt etwas zurückgeben? Bereits mit 5 Euro kannst du etwas bewirken. Das SOUL Guesthouse kümmert sich derzeit um die Spendengelder. Alle wichtigen Infos findest du hier. Die Region hängt sehr stark vom Tourismus ab.

Die Tresna Bali Cooking School kümmert sich immer noch um betroffene Familien auf Bali, denen derzeit die Einnahmen für Essen durch Corona wegfallen! Über Instagram kannst du alle wichtigen Infos für die Spendenaktion „feedafamilyinbali“ einsehen. Dort teilt das Team auch transparent, wohin das Geld geht. Mit 25 Dollar kannst du bereits für die ärmsten Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder) Lebensmittel für zwei Wochen spenden. Selbstverständlich kannst du auch einen geringeren Betrag spenden. Wenn du unser Kochbuch kaufst, hast du automatisch 1 Euro an Feed Bali gespendet. Bis jetzt konnten wir über 1000 Dollar nach Bali spenden (Stand: März 2021).

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Das Team von Feed Bali

Tipps zum Umgang mit Indonesien Reiseplänen

Wer im Moment schon von der nächsten Indonesien-Reise träumt, sollte mit einer Buchung auf jeden Fall noch etwas abwarten. Solange die Grenzen für deutsche Touristen noch nicht wieder geöffnet sind, ist es schwierig, sich auf unverbindliche Aussagen zu verlassen – so verlockend sie auch klingen mögen.

Die gesamte Corona-Krise hat sich unvorhersehbar entwickelt und keiner weiß wirklich, wie es weitergehen wird.

TIPP: Hol dir unser neues Indonesien Kochbuch, um die Wartezeit zu überbrücken, bis Indonesien die Tore wieder für Reisende öffnet. Wir haben für dich 38 authentische indonesische Rezepte gezaubert, um ein wenig Bali, Sumatra, Java & Co. in deine heimische Küche einzuladen.

Hast du bereits gebucht und kannst deinen Urlaub nicht antreten?

Corona hat in den letzten Monaten für Ungewissheit und Einschränkungen im Flugverkehr gesorgt. Viele Flüge wurden seitens der Fluglinien storniert.

Ob die Kosten für den gebuchten Flug erstattet werden, ein Gutschein ausgestellt wird oder die Kohle über alle Berge ist, hängt von den Buchungsbedingungen und der Kulanz des jeweiligen Anbieters ab.

Lesetipp: Flugstornierungen aufgrund von Corona

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Versuche zudem, deinen Aufenthalt vor Ort in Indonesien vorerst zu verschieben oder den Wert deiner Buchung in einen Gutschein umzuwandeln. Diesen kannst du dann so bald wie möglich einlösen, wenn Reisen wieder möglich sind. Damit hilfst du den Locals, sich während dieser Zeit über Wasser zu halten.

Abonniere außerdem unseren Newsletter, um keine neusten Entwicklungen zu verpassen. Wir halten dich auf dem Laufenden und informieren dich, sobald eine Reise nach Indonesien wieder möglich ist.

Tauche mental ab nach Indonesien, wenn dich das Fernweh zu sehr überkommt. Lese Bücher zum Thema, schwelge in Erinnerungsfotos, schaue dir faszinierende Unterwasser- oder Dschungel-Dokumentationen an oder koche Indonesisch.

Vergesse vor allem eins nicht: positiv denken! Kein Zustand ist von Dauer und letztendlich wird auch diese Zeit vorübergehen und du bald wieder in einem Flieger nach Indonesien sitzen.

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29 Kommentare

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29 Kommentare

A 19. März 2021 - 0:18

Hallo zusammen, wir fliegen nächste Woche nach Jakarta und dann weiter nach Bali. Visum haben wir. Jetzt sind wir verunsichert, was mit “Gesundheitszeugnis des Ausreisestaates mit vor Abflug maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test und das Nichtvorliegen von Krankheitssymptomen” gemeint ist? Steht auf der Seite des auswärtigen Amtes, aber ist nicht näher erläutert. Reicht ein negativer PCR-Test oder benötigen wir noch etwas anderes?

Antworte A
Kat 5. Februar 2021 - 20:55

Vielen Dank für diesen super recherchierten Artikel, Gunda! Gibt einen guten Überblick und ich fand besonders Deine Einschätzung zur Sichtweise unter den Locals und zur Krankenversorgung interessant!
Liebe Grüße, Kat

Antworte Kat
Gunda 12. Februar 2021 - 6:01

Hallo Kat,
vielen Dank für deinen Kommentar!
Wir haben mittlerweile einen tollen Artikel über die aktuelle Lage in Indonesien (aus der Sicht von 14 im ganzen Land verteilten Auswander*innen) – vielleicht interessiert dich das! https://indojunkie.com/aktuelle-lage-indonesien/
Liebe Grüße! <3

Antworte Gunda
Bonuswerk 28. Januar 2021 - 9:01

Leider jetzt nicht zu empfehlen

Antworte Bonuswerk
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