6 Gründe, NICHT auf die Gili Inseln zu fahren

Ein Gastbeitrag von Lisa von Imprintmytravel.com

Nicht Gili-Inseln

Die Gili-Inseln: einsame Strände, pures Robinson Crusoe Feeling, ein wahrgewordener Aussteigertraum oder einfach die Seele baumeln lassen und dazwischen ein bisschen Party machen. Das assoziieren die meisten Reisenden mit diesen drei kleinen Inseln vor der Küste Lomboks.

Die Gili-Inseln gelten also quasi als der Inbegriff der absoluten Traumdestination. Kein Wunder, werden diese drei kleinen Koralleninseln auf sozialen Netzwerken und Blogs doch gehypt wie kaum ein anderes Reiseziel auf der Welt.

Unzählige Bilder von einsamen Stränden, von romantischen Schaukeln im Meer und atemberaubenden Sonnenuntergängen tragen dazu bei, dass eine Bali-Rundreise offensichtlich nur mit einem obligatorischen Stopp auf den Gilis perfekt ist!

Lesetipp: Meine Bali-Rundreise (imprintmytravel)

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Fotos wie dieses versprechen das absolute Inselparadies

Hohe Erwartungen an die Gili-Inseln

Auch ich habe mich von diesem Hype anstecken lassen und wollte letztes Jahr im Zuge meines Bali-Aufenthaltes unbedingt auf die Gilis. Einmal das Paradies vor der Nordwestküste Lomboks sehen und mich fühlen wie in der Fernsehwerbung für schokoladenfreie Pralinen, war mein absoluter Traum, den ich mir auf den Gilis erfüllen wollte.

Die Vorfreude war groß und die Erwartungen auf Grund der zahlreichen, begeisterten Berichte im Internet entsprechend hoch.

Zu hoch, wie ich schon bald nach meiner Ankunft feststellen musste.

Als ich endlich da war, landete ich nämlich ziemlich rasch und heftig am Boden der Realität. Denn leider Gottes hatte die Insel, die ich im Zuge meines Besuches kennenlernte, nur mehr sehr wenig mit dem im Internet in den Himmel gelobten Aussteigerparadies zu tun.

Erster Eindruck auf Gili Meno

Und dabei hatte ich mir in weiser Voraussicht extra die kleinste und ruhigste der drei Inseln ausgesucht, um ein paar entspannte Tage mit meiner Reisebegleitung verbringen zu können.

Doch selbst auf Gili Meno ist vom unberührten Inselparadies, das es mit Sicherheit einmal war, nicht mehr viel übrig. Mittlerweile gibt es reichlich Resorts mit Pool und auf den wenigen, unbebauten Flächen prangen riesige Schilder von Immobilienmaklern, welche die paar verbliebenen Grundstücke für gutes Geld an den Mann bringen wollen.

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Die Müllberge auf dem Inselrundweg auf Gili Meno

Der Massentourismus ist angekommen und was viele nicht bedenken, oder bei ihrer Reiseplanung einfach ignorieren, ist die Tatsache, dass das enorme Touristenaufkommen der letzten Jahre nicht nur positive, sondern mehrheitlich negative Auswirkungen auf dieses kleine Inselparadies hatte.

Hinsichtlich der Infrastruktur sind die Inseln eigentlich überhaupt nicht auf Massentourismus ausgelegt, was bedeutet, dass es weder ein inselübergreifendes Konzept zur Müllbeseitigung gibt, noch ein funktionierendes Kanalsystem oder gar Kläranlagen für die Abwässer, die tagtäglich produziert werden. Im besten Fall landet das Abwasser noch in einer hauseigenen Senkgrube, oft wird es jedoch einfach nur ins Meer geleitet.

nicht-gili-inseln-muell-hinter-hausEs gibt vor Ort auch keine funktionierenden Gesetze oder Regeln, um den Tourismus in ertragbare Bahnen zu lenken und die allgegenwärtige Korruption in Indonesien trägt vermutlich das ihre dazu bei, dass sich die Situation wohl auch in den nächsten Jahren nicht wirklich verbessern wird.

All das ist nicht nur ein Problem auf den Gilis, sondern auf vielen indonesischen Inseln. Auf den Gilis kommt es jedoch besonders zum Vorschein.

Warum sich eine Reise auf die Gilis (für viele) nicht lohnt

In diesem Artikel möchte ich dir also nun ein paar Gründe aufzeigen, weshalb es sich trotz (oder gerade wegen) des allgegenwärtigen Hypes – meiner Meinung nach – gar nicht lohnt, auf die Gilis zu fahren, und warum du für einen Badeurlaub woanders vermutlich besser aufgehoben bist.

Ich möchte allerdings auch festhalten, dass es sich hier um meine eigene, persönliche Meinung und meine Eindrücke nach einem mehrtägigen Aufenthalt auf Gili-Meno handelt. Mit diesem Artikel möchte ich weder jemanden davon abhalten, die Gilis zu besuchen, noch in irgendeiner Art und Weise dem lokalen Tourismus schaden.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Leute auf den Inseln wirtschaftlich von den Touristen abhängen und auf diese Einnahmen angewiesen sind.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass dringend etwas getan werden muss, denn was bringt es den Bewohnern, wenn die Inseln in zehn Jahren so ruiniert sind, dass gar keine Touristen mehr kommen und die gesamten Einnahmen wegbrechen?

Und hier sollte sich nicht nur die lokale Regierung an der Nase nehmen, sondern ebenso die vielen Touristen, die fernab der Heimat nur allzu gerne eigentlich selbstverständliche Manieren und ein in unserem Breiten längst erlerntes Umweltbewusstsein vermissen lassen.

Einen sehr detaillierten Bericht über meinen Aufenthalt auf Gili-Meno und die Problematik der Social Media Scheinwelt habe ich bereits unter dem Titel „Schattenseiten im Paradies – was dir andere Reiseblogger nicht über die Gili-Inseln erzählen“ vor einigen Wochen bei mir auf dem Blog veröffentlicht.

Was ist es also nun, das mir bei meinem Aufenthalt auf den Gilis so negativ aufgefallen ist?

1. Der Müll ist allgegenwärtig

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Müllberge zählen auf dem Strand zum traurigen Alltag

Am meisten entsetzt auf Gili Meno hat mich der Müll. Klar, Asien hat generell ein enormes Müllproblem und die Gilis sind nicht der einzige Ort auf der Welt, wo Plastikflaschen die Strandidylle stören.

Was das Problem hier allerdings verschärft ist die Tatsache, dass es kein inselübergreifendes Entsorgungssystem gibt. Theoretisch müsste der Müll gesammelt und mit Booten wieder abtransportiert werden. Das ist teuer und mühsam, weshalb er einfach auf riesigen Müllhalden in der Mitte der Insel gebunkert wird.

Anscheinend geht man davon aus, dass sich der Großteil der Touristen eh nicht von den Strandbars und Unterkünften am Meer wegbewegt und so das Mülldrama in der Inselmitte einfach übersieht.

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Ein hübscher Ort für ein Sonnenbad

Leider breitet sich der Müll aber mittlerweile auch an den Küstenabschnitten aus, was zusätzlich durch das aus dem Meer angeschwemmte Plastik verstärkt wird.

Unverständlicherweise sehen das viele Leute nicht, oder nehmen die Zustände einfach als gegeben hin. Mich hat es während meines Aufenthaltes wirklich sehr gewundert, dass offensichtlich irgendwie kaum jemand diesen Dreck wahrgenommen hat und Touristen teilweise neben riesigen Müllhaufen am Strand ein Sonnenbad nahmen.

Eine wenige Akteure haben sich der Müllbeseitigung angenommen. Die Trash Heros veranstalten beispielsweise regelmäßig Beach Clean Ups auf Gili Meno. Auf Facebook kannst du dich über die nächste Veranstaltung informieren.

2. Die Massenabfertigung ist erschreckend

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Die Massenabfertigung auf Gili Trawangan erinnert an ein Springbreak-Event

Als ich mit dem Speedboot auf Gili Trawangan ankam, traute ich meinen Augen nicht, als ich die Menschenmassen entdeckte, die sich dort am Strand angesammelt hatten, um ab-, an- oder weiterzureisen.

Die Schlange bei meiner Ankunft erinnerte mich eher an Springbreak-Impressionen aus Cancún, als an das, was man sich unter einem gemütlichen Aussteigerparadies vorstellt. Unglaublich, wie viele Menschen sich dort aufhielten, um dann irgendwie auf die verschiedenen Boote verteilt zu werden.

Die Massenabfertigung rund um den Anleger auf Gili Trawangan war ein sehr gutes Beispiel dafür, wie stur und unüberlegt die Besucher weiter auf die Inseln gekarrt werden, obwohl diese die Grenzen des Erträglichen schon längst überschritten haben.

Es scheint niemanden zu interessieren, welche Auswirkungen diese Menschenmassen auf diese kleinen Inseln haben und welche Konsequenzen ein weiterhin so rücksichtsloser Tourismus auf die Umwelt und die Gegebenheiten vor Ort hat.

3. Die Strände verschwinden

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Die Strandabschnitte werden immer schmaler

Dass die Strände verschwinden ist natürlich ein weltweites Problem, das nicht nur auf den Gili-Inseln bemerkbar ist. Trotzdem hat es mich ehrlich schockiert, dass es auf Gili Meno wirklich mit freiem Auge erkennbar war.

Laut meinem Reiseführer hat allein Gili Meno in den letzten sieben Jahren fast fünf Meter an Strand verloren. Damit ist die Insel ein trauriges Paradebeispiel für die Auswirkungen von Massentourismus und Erderwärmung auf unseren Planeten.

Der Hauptgrund für den Landverlust sind die Zerstörung und der Abbau der vorgelagerten Korallenriffe, die als natürliche Barriere dienen und normalerweise verhindern, dass der Sand ins Meer geschwemmt wird.

Der Verlust des Strandes hat zur Folge, dass speziell bei Flut, auf einem Großteil der Insel nur noch ein äußerst schmaler Streifen Strand übrig bleibt, der kaum ausreicht um sich niederzulassen und die Sonne zu genießen.

Vor unserer Unterkunft lag eine Mauer, die das letzte bisschen Sand davon abhalten sollte, ins Meer hinaus getragen zu werden. Ein letzter – und fast ein wenig hilfloser -Versuch, die Folgen der Zerstörung der letzten Jahre einzudämmen.

Bei Ebbe ist es etwas besser, dafür musst du dann hunderte Meter weit ins Meer hineinwaten, bis du endlich zum Schwimmen kommst. Und da sind wir schon beim nächsten Problem.

4. Die Gezeiten machen Baden schwierig bis unmöglich

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Bei Ebbe kann man hunderte Meter weit ins Meer hineinwaten

Die Gezeiten sind auf den Gilis sehr stark ausgeprägt und haben einen großen Einfluss auf dein Badeerlebnis. Schwimmen ist oft nur bei Flut wirklich möglich, da du bei Ebbe kilometerlang ins Meer hineinwaten musst, um überhaupt schwimmen zu können. Wenn du Pech hast und während deines Aufenthaltes untertags Ebbe herrscht, kann es also sein, dass du gar nicht zum Baden kommst oder eben ein ordentlicher Fußmarsch erforderlich ist.

Das der Meeresuntergrund sehr steinig ist bzw. aus Korallen(resten) besteht und auch Seeigel sehr häufig vorkommen, solltest du bei diesem Vorhaben immer Badeschuhe tragen, um Verletzungen zu vermeiden. Glaube mir, ich spreche aus eigener Erfahrung wenn ich sage, dass ein Tritt auf einen Seeigel das Urlaubserlebnis ganz schön trüben kann!

Auf der zum Meer hin offenen Seite ist es zwar besser, dafür ist hier der Wellengang hoch und die Strömung ziemlich stark, was das Schwimmen wiederum gefährlicher macht. Vor allem die Strömung vor und zwischen den Gilis sollte man nicht unterschätzen!

Als reine Badeinseln, wie es zum Beispiel die Malediven sind, kann ich die Gilis also nicht unbedingt weiterempfehlen.

5. Der Strand ist nicht so fein wie er aussieht

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Eine Nahaufnahme des Strands von Gili Meno

Dass die Gilis keine reinen Badeinseln sind, liegt auch am Strand. Auch wenn es auf vielen Bildern so aussieht, einen echten Puderzuckerstrand, wie man ihn aus der Werbung kennt, sucht man auf Gili Meno größtenteils vergeblich.

Da es sich um Koralleninseln handelt, ist der Sand von Korallenbruchstücken durchzogen und daher ziemlich grobkörnig. Das große Korallensterben hat diesen Effekt noch verstärkt und so sind die Strände vielerorts wirklich übersät von scharfen Bruchstücken toter Korallen, was Barfuß laufen ziemlich unangenehm macht. Bei jedem Schritt wird einem zudem bewusst, dass diese toten Korallen am Strand einst wundervolle, lebende Korallen im Wasser waren, die so wichtig für unser Ökosystem sind. Damit kommen wir auch schon zum nächsten und letzten Punkt.

6. Die Korallenriffe sind tot

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Die Korallenriffe sind abgestorben

Die abgestorbenen Korallenriffe habe ich schon angesprochen und auch wenn es der Strand schon erahnen lässt, erst beim Schnorcheln oder Tauchen offenbart sich das ganze Drama.

Unbedarfte Touristen, die auf den Korallen herumsteigen, Boote, die beim Anlegen über die Korallengärten schrammen, die bis vor einigen Jahren allgegenwärtige Fischerei mit Dynamit und natürlich das der Erderwärmung geschuldete Wetterphänomen „El Niño“ haben die Korallen vor den Gili Inseln fast komplett zerstört.

Anscheinend fällt es vielen Besuchern nicht auf, da man beim Schnorcheln immer noch ein paar bunte Fische und ab und zu sogar eine Meeresschildkröte in den Gewässern beobachten kann. Ihr könnt mir aber glauben:

Ein gesundes Korallenriff sieht anders aus als das, was einen in der Unterwasserwelt vor den Gili-Inseln erwartet.

Ihr seht, es ist nicht alles Gold was glänzt und wer einen genaueren Blick wagt und mit offenen Augen über die Inseln geht, wird rasch erkennen, dass die Gilis schon lange nicht mehr das Paradies sind, für das sie immer noch gehalten werden.

Was kann man selbst tun, um die Situation auf den Gilis zu verbessern?

Wenn du dich nun fragst, was du selbst tun kannst, um die Situation auf den Gili-Inseln nachhaltig zu verbessern, hier ein paar Tipps:

  • Vermeide verpackte Lebensmittel und versuche generell, so wenig Müll wie möglich zu produzieren (Lesetipp: 6 einfache Tipps für plastikfreies Reisen in Indonesien).
  • Vermeide die kleinen Plastikflaschen. Nimm wiederauffüllbare Flaschen z.B. aus Edelstahl mit und kaufe Wasser (wenn möglich) in größeren Kanistern. Wenn es gar nicht anders geht, entsorge deinen Plastikmüll so fachgerecht wie möglich und nimm ihn im Zweifel mit aufs Festland.
  • Lass dich nicht von der Wegwerfmentalität anderer anstecken. Nur weil es die Einheimischen oft nicht besser wissen, müssen wir es Ihnen nicht nachmachen. Im Gegenteil, Aufklärung ist das Stichwort!
  • Nimm an Beach Clean-Ups teil. Viele (private) Organisationen bzw. Unternehmen wie Tauchschulen etc. organisieren regelmäßig Strandreinigungen. Weitere Infos dazu findest du z.B. bei den Trash Heros.
  • Aufklärung und Bildung unterstützen: Mit  ca. 7 Euro ein schülerfreundliches indonesisches Buch finanzieren oder für ca. 200 Euro eine kleine Bibliothek mit deinem Namen eröffnen via green-books.org.
  • Verzichte auf die Pferdekutschen. Auf den Gilis wirst du immer wieder auf Pferdekutschen treffen, die dir anbieten, dich und dein Gepäck in deine Unterkunft zu transportieren. Aus Tierschutzgründen solltest du wirklich drauf verzichten. Die Distanzen auf den Inseln sind nicht sehr weit und die Pferde werden es dir danken. Leider sehen die meisten Tiere nicht sehr gut aus und vermutlich wird sich erst etwas ändern, wenn die Nachfrage endlich ausbleibt. Du hast es in der Hand, diese Zustände nicht zu unterstützen!

nicht-gili-inseln-pferdekutschenAuch wenn du denkst, das sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jede Bemühung zählt und am Ende werden wir nur gemeinsam erreichen, dass sich etwas ändert. Lassen wir es nicht soweit kommen, dass diese drei Inseln endgültig dem Massentourismus geopfert werden, sondern versuchen wir zusammen zu retten, was noch zu retten ist.

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Warst du schon einmal auf den Gili-Inseln? Wie ist dein Eindruck vom vermeintlichen Paradies?

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Text & Fotos: Lisa Stelzel

autorin-lisa-stelzelÜber die Autorin: Zusammen mit ihren Bruder schreibt Lisa auf Imprintmytravel.com über ihre beiden Leidenschaften Reisen und Fotografie! Lisa liebt Pferde und hat bereits ein Jahr in Mexiko gelebt. Trotz ihrer Arbeit als Brand Managerin für ein internationales Unternehmen schafft sie es, ihr Reisefieber zu leben und viele Orte weltweit zu erkunden.

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15 Comments
  1. Pingback: Gili Inseln: 15 Must-Dos auf den Gilis - indojunkie

  2. Die Gili-Inseln sind eine Mischung zwischen herrlichem Naturparadies, Party-Insel, Müll und Slums, sowohl interessant als auch abstoßend, je nach dem was man gerade sieht.

    Der Dreck dort ist das Hauptproblem, die Umweltverschmutzung, Plastikmüll in der Landschaft (das ist aber in Indonesien fast “normal”).
    Leider sind die Einwohner – sowie die Regierung – auch in diesem Teil Indonesiens komplett blind was Umweltverschmutzung betrifft, Plastikmüll und sonstiger Unrat, defekte Feuerzeuge, sogar kaputte Glühbirnen und zerbrochenes Glas, usw. findet man auch am Strand.
    Eine einzige Schande zu der natürlich auch die Urlauber beitragen, unfassbar.

    Tauchen?
    Was Korallen betrifft als Tauchrevier zum Vergessen, fast alles tot dort (Dynamitfischen sagen die einen und “El Niño” sagen die Dynamitfischer).
    Dazu kommt Problem Nr. 2, die Preisabsprachen der Tauchshops (schwer überteuert im Vergleich zu Bali).

    Wie gesagt, je nach dem was man gerade sieht, es gibt herrliche Plätze dort für einen schönen Badeurlaub, die Probleme sind allerdings auch zahlreich dort.

    https://balidiver.jimdo.com/gili-inseln/

  3. Ich muss sagen, dass ich den Gilis auch nicht viel abgewinnen konnte. Zum Baden sind sie überhaupt nichts und die Massenabfertigung auf den Touren hat mich auch ziemlich gestört. Ich rate persönlich auch eher von den Gilis ab. Es gibt so viel schönere Ecken in Indonesien.

  4. Also ich bin auch ziemlich überrascht. Mein Freund und ich waren letztes Jahr (2016) im Juli/August u.a. auf Gili Trawangan (1 Woche) und Gili Meno (3 Tage). Und ich muss sagen, dass wir beide dort den bisher schönsten Urlaub hatten.

    Hast du ernsthaft erwartet, dass du dort Robinson Crusoe-like keinen anderen Touristen treffen wirst? Nicht wirklich, oder? Dass das absolute Utopie ist, sollte bei so einer Länderwahl doch eigentlich klar sein. Genauso, was den Müll angeht – wir reden hier schließlich von Südostasien…
    Wenn man das Gefühl haben möchte, ganz allein irgendwo zu sein, dann muss man entweder ganz genau bzgl. Saison, etc. recherchieren oder sich halt eine eigene Insel mieten. Anders geht das nicht, befürchte ich. Hier muss ich allerdings sagen, dass wir auf Gili Meno zu der Zeit wirklich nur wenig Touristen angetroffen haben. Gili Trawangan war da schon anders. Wir hatten unsere Unterkunft im Norden (“Karma Kayak” – absolut empfehlenswert!!!!), wo es suuuuuper ruhig war und man herrlich entspannen konnte. Und wenn wir Lust auf Party und Foodmarket hatten, sind wir runter in den Süden zur Partymeile gelaufen. Die perfekte Insel für uns – wenn man denn Ruhe UND Party will. :-)

    Beim Baden gebe ich dir teilweise Recht. Wir fanden es besonders schade, dass wir z.B. im Norden von Gili T erst mal ewig über Riff ins Wasser laufen mussten. Das ist natürlich total bescheiden für Natur und auch Mensch. Da wäre eine Brücke oder sonst was eine gute Idee, damit nicht alles zertrampelt wird und man sich daran die Füße aufschneidet. Zudem war es wegen der heftigen Strömung teilweise echt schwierig, beim Reinlaufen nicht hinzufallen und sich die Knochen an den doch sehr großen und vor allem scharfen Steinen zu brechen. Ohne ordentliche Wasserschuhe ging da gar nichts. Aber auch das wussten wir vorher, weil wir wirklich viel recherchiert haben. Allerdings haben wir hier (Gili T, Höhe “Karma Kayak” bei JEDEM Schnorchelgang Schildkröten gesehen!!! Das war soooooo toll! Und das, ohne diese fruchtbaren Massen-Schnorcheleien (besonders auf Gili M sehr schlimm…) mitmachen zu müssen. Wir waren ganz allein für uns und sind teilweise eine halbe Stunde oder länger hinter den Schildkröten hergeschwommen. :)

    Auf Gili M war es ähnlich (hier sahen wir aber leider nie auch nur eine Schildkröte, obwohl unser Hotel direkt an einem “Turtle-Hotspot” lag), aber der Weg ins Wasser ging über Sand, der mit Pflanzen bewachsen war, also konnte man sich dort zumindest nicht wehtun. Und auf Gili M gab es zudem wirklich REICHLICH Strandabschnitte, an denen es ausschließlich Sand gab.

    Mein Fazit ist: Man sollte vor einer Reise (egal, wohin es geht!) unbedingt intensiv recherchieren – gerade, was bei einem Badeurlaub z.B. Schwimmen angeht.
    Fahrt hin, Indonesien ist wuuuuuuunderschön und die Leute da sind einfach nur toll! ;-)

    • Indonesien wunderscön ? Hm… warst du auf Bali ? ich hasse es – wie sie mit Natur und vor allem Tieren umgehen finde ich z.K. !!!! ES ist die Hölle auf ERden für Tiere – ich hasse es …

      • Das beschränkt sich LEIDER nicht auf Indonesien, in fast ganz Asien ist das Niveau von Tier- und Umweltschutz unter jeder Sau.

        Das Land selber (Indonesien) wäre tatsächlich wunderschön. Ich war ~ 50 Mal dort und wie sie mit der Natur und mit den Tieren umgehen finde AUCH ICH ich z.K.!

    • Du hast da scheinbar einiges missverstanden bzw. noch nicht wirklich viel von Indonesien gesehen!? Indonesien ist wuuuuunderschön, das wird in dem Artikel nicht angezweifelt aber eben nicht mehr auf den Gilis!!! Und natürlich gibt es gerade bei der Länderwahl Indonesien sehr viele “Robinson Crusoes-Like” Inseln und Orte… Da muss man keine eigene Insel mieten… Deine Kommentare lassen an einer ernsthaften Recherche, die von dir mehrfach angepriesen wird, sehr zweifeln!
      Mir wird ehrlich gesagt schlecht, wenn ich lese, dass man nach Indonesien reist und Party will und auf so einer kleinen ehemals zauberhaften Insel die Partymeile toll fand. Dann doch bitte nach Mallorca!!!

  5. Hallo,

    also ich teile diese Ansicht zu den Gili. Im Vorfeld habe ich viel in Blogs darüber gelesen und meistens waren sie als Paradies beschrieben. Ich war dann auch dort und habe wie in diesem Artikel auch über die Schattenseiten geschrieben.
    http://reisenundessen.de/tipps-zu-den-gili-inseln/
    Das Resort auf den Gili war sehr schön, jedoch hat es mir danach auf Lombok zum Baden besser gefallen.
    Lg Thomas

  6. Tjaa… wer ein guter Indonesientourist sein will, muss schon lernen, den Müll auszublenden. Die Bilder erschrecken im ersten Moment, es geht aber noch viel übler. Habe auch in Sulawesi richtig hoch vermüllte Strände erlebt, im Juli gleich wie im Februar. Touristen wie Angestellte räumen in wochenlangem Prozdedere auf, ein Paar Tage später sieht es wieder gleich aus. Wer gerade zur aufgeräumten Zeit kommt, hat ziemlich Glück gehabt.
    Mich wundert, warum das noch immer vielfach verleugnet wird, es ist ein Teil der Realität. Wer damit nicht umgehen kann, und den Blick fürs Schöne verliert, sollte ziemlich grossräumig ausweichen.
    Die Korallen auf Gili Air waren vor 14 Jahren schon kaputt.
    War genau an dem Tag dort, wie in Kuta Bali der Bombenangriff in dieser Disco war, und die gleichen Indonesier, die wochenlang allabendlich den Kontakt zu uns gesucht haben, haben die Nachricht gefeiert.
    Und dennoch – Indonesien hat so viel Schönes, zu bieten, bin mit einigen Menschen in Sulawesi und Raja Ampat freundschaftlich verbunden – ich möchte keinen Aufenthalt dort vermissen und werde immer wieder hinfahren. Aber eben ohne verherrlicht – idealisierte Erwartungen.

  7. Hallo indojunkie,
    Ich lese viele Berichte von dir und empfinde genau so wie du.
    Ich habe mich bei meinen Bali Aufenthalt entschieden die gilis nicht zu besuchen!!
    Das ist besser für mich und besser für die insel!

  8. Die Bilder erschrecken sehr, sind aber leider typisch für die touristische Weiterentwicklung Indonesiens. Wir waren vor 13 Jahren auf Gili Meno und es war wirklich ein ruhiges Paradies mit einer Handvoll kleiner Homestays, einem breiten sauberen Strand und ein paar einigermaßen intakten Korallenabschnitten…
    Genauso abgestoßen hat uns ein Besuch am Lake Toba nach 12 Jahren. Damals hat uns die Gegend verzaubert, jetzt fahren Jetskis auf dem See :-( …

  9. danke für diesen bericht! endlich mal jemand, der kein blatt vor den mund nimmt und sich um die integrität der natur sorgen macht. ich war vor 15 jahren auf den gilis, auf gili air. da war es allerdings noch paradiesisch, jedoch schon mit den tendenzen des heutigen zustandes. auf gili air gab es vielleicht knappe zehn homestays, heute sind es mehr als deren einhundert. und ganz neu war ein italiener da, der mti den örtlichen zutaten versuchte pizza zu machen was richtig schief ging, aber trotzdem von den travellern fast schon gierig wohlwollend aufgenommen wurde. auf einem schnorchel- und bootsausflug kamen wir auch nach gili tralala, wie das malle indonesiens schon damals genannt wurde. ich war heidenfroh dort wieder wegzukommen. gili trawangan ist outlaw, wird doch der drogenkonsum übersehen. was mich am meisten erstaunte, war, dass es den meisten darum ging, eine gute zeit an einem schönen ort zu haben, egal wo sich dieser befindet. das hat schon mit imperialistischem verhalten zu tun und führt eben dazu, wie es jetzt dort aussieht. leute, mehr respetk vor der lokalen kultur und auch interesse für das land, welches man bereist. dem konsumverhalten zu frönen kann ja ganz nett sein, schliesslich ist man im urlaub. doch bringt das nachhaltig etwas ein?

  10. Der Bericht überrascht schon ein wenig. Ich war Anfang März 2016 3 Tage auf der Insel mit meiner Partnerin und mit uns waren nur ganz wenige Touristen auf der Insel. Deshalb sollte man bei dem Bericht vielleicht auch zwischen der Hauptsaison und der Nebensaisonzeit unterscheiden. Wir haben jedenfalls die Tage auf Gilo Meno in allerschönster Erinnerung.

    • Hi Werner. Danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Es freut uns, dass du schöne Tage auf der Insel hattest! Dieser Artikel hier entstand vor allem auch aus dem Aufruf der vielen Kommentare auf folgenden Beitrag: https://indojunkie.com/gili-inseln-15-must-dos-gilis. Ich denke es hängt mit vielen Faktoren zusammen (Saison, Wetter etc.), welche Erfahrungen man auf den Inseln macht!

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