Du möchtest nach Bali auswandern oder erst einmal für einige Monate ausprobieren, wie es sich anfühlt, auf der Insel zu leben? Dann stellen sich schnell viele Fragen: Welches Visum brauchst du? Wo findest du eine gute Langzeitmiete? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten, welche Krankenversicherung ist auf Bali sinnvoll und wie sieht eigentlich der Alltag vor Ort aus?
Wir leben und arbeiten selbst seit Jahren immer wieder auf Bali und teilen in diesem Guide unsere Erfahrungen rund ums Auswandern und Leben auf Bali. Du erfährst alles Wichtige zu den Themen Visum, Wohnungssuche, Kosten, Krankenversicherung, Transport, Gesundheit und mehr.
Egal, ob du dauerhaft nach Bali ziehen, als digitaler Nomade hier leben oder erst einmal eine längere Auszeit nehmen möchtest: Hier bekommst du einen realistischen Überblick über das Leben auf Bali.
Hast du am Ende noch Fragen? Dann nutze die Kommentarfunktion. Wir erweitern diesen Artikel liebend gerne mit deiner Hilfe!
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Welche Möglichkeiten hat man für eine Langzeitmiete auf Bali?
1 | Häuser mit anderen Expats teilen
Viele Bali Expats mieten sich ein eigenes Haus (oftmals auch als Villa bezeichnet) und teilen es sich mit anderen „Auswanderern“. Dadurch kannst du ziemlich komfortabel für relativ kleines Geld wohnen und hast gleichzeitig (hoffentlich nette) Mitbewohner.
Am besten ist es, wenn du mit deiner Suche auf Facebook startest. In den unzähligen Villa-Rental/ und Housing-Facebookgruppen stellen Hausbesitzer und Hausmieter täglich neue Angebote ein und du bekommst ein realistisches Preisgefühl für die unterschiedlichen Regionen auf Bali.
Empfehlenswert ist es, eine Anfrage mit deinen Wünschen vor deiner Abreise in verschiedene Gruppen zu posten, die du dir dann vor Ort in Ruhe ansehen kannst.
Tipp: Wenn du bereits eine Gegend im Auge hast, gib oben in der Suchleiste einfach den Ort + „Villa“ ein z. B. Kedungu Villa. Darüber findest du schnell die passende Facebook-Gruppe.
Für jede bekannte Expat-Region (wie Canggu, Ubud, Jimbaran oder Seminyak) gibt es eine eigene Facebookgruppe:
- Ubud Rentals
- Bali Canggu housing & accommodation
- Canggu Housing // Find home in bali
- CANGGU Housing//Find your villa in Bali
- Bali Jimbaran – Uluwatu housing & accommodation
Dazu gibt es „allgemeine“ Gruppen für Langzeitmiete auf Bali, unabhängig von der Region:
- BALI <3 LONG TERM Yearly/Monthly Rentals
- Bali (South) Monthly Villa & Apartment Rentals
- Bali Long Term Villa Rentals
Ansonsten kannst du auch in den allgemeinen Community-Facebookgruppen für eine bestimmte Region (z.B. Uluwatu oder Amed) eine Suche aufgeben:
Mittlerweile laufen die meisten Inserate über Agents, die dich per privater Nachricht oder auch auf Whatsapp kontaktieren. Besichtigungen sind meist kurzfristig möglich.
Alternativ kannst du dir auch einen Roller ausleihen und durch die Gegend fahren. Überall auf der Insel hängen Schilder mit „Villa for Rent“ oder „House for Rent“. Auch die Schwarzen Bretter der zahlreichen Cafés in Ubud, Canggu, Uluwatu und Seminyak können eine tolle Anlaufstelle für dein neues Zuhause sein.
Und falls du dann immer noch nicht fündig geworden bist, frag einfach Locals vor Ort. Sie bekommen meistens eine kleine Vermittlungsprovision und sind nicht zuletzt deswegen sehr hilfsbereit.
Wenn du ein Zimmer langfristig über Airbnb mieten möchtest, wirst du vermutlich viel mehr zahlen. Es lohnt sich demnach über die Facebookgruppen zu suchen. Für die ersten Wochen kannst du dich jedoch selbstverständlich auch in deine Wunsch-Airbnb einmieten und dann vor Ort mit dem Vermieter persönlich reden, ob er oder sie dir einen vergünstigten Preis für mehrere Monate anbieten kann.
Du denkst eher darüber nach, Land zu kaufen? Dann lies dir diesen Artikel durch: Haus / Land kaufen in Indonesien: Das solltest du wissen. Oder kauf dir unseren Guide Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich.

2 | Langzeitmieten in Gästehäusern
Empfehlenswert ist es, die ersten Monate in einem einfachen Zimmer in einem Homestay oder Gästehaus zu wohnen.
Zum einen kannst du dann schauen, ob dir dein Wunschort wirklich zusagt. Und zum anderen kannst du dir dann in Ruhe Wohnungen und Häuser anschauen, bis du deine Traumunterkunft gefunden hast.
Frage dafür einfach in einem Homestay deiner Wahl nach einer vergünstigten Langzeitmiete. Die Langzeitmiete in einem Gästehaus bzw. Homestay ist eine tolle Möglichkeit für deine ersten ein bis zwei Monate auf Bali, bis du dein eigenes kleines Zuhause gefunden hast.
Denn auf Dauer kann es anstrengend sein, wenn du in einem Gästehaus wohnst, wo ständig Kurzzeitgäste an- und abreisen. Aber für die ersten Monate ist es ideal als Anlaufstelle für deine Wohnungssuche auf der Insel.

3 | Kos Kosan: Die lokale Version
Hast du ein relativ kleines Budget, was deine Unterkunft anbelangt und möchtest wie ein Local leben? Dann kannst du nach sogenannten „Kos Kosan“ Ausschau halten. Dies sind möblierte Zimmer in lokalen Wohnkomplexen, die monatlich vermietet werden.
Wir haben damals vier Monate in Sanur gelebt und waren sehr zufrieden mit unserer Kos Kosan. Wir zahlten dort 110 Euro monatlich. Inkludiert waren bei uns eine Klimaanlage, heißes Wasser, ein Mangobaum vor der Türe, zehn Minuten mit dem Roller zum Meer sowie ein Nachtmarkt um die Ecke.
Es gibt auch noch günstigere Kos-Kosan-Varianten. Nach oben sind hier selbstverständlich auch keine Grenzen gesetzt.
Der Vorteil an einer Kos Kosan ist vor allem die günstigen Monatsmiete. Man kommt weniger in Kontakt mit Touristen, sondern eher mit Menschen, die bereits länger auf Bali leben und natürlich auch mit Locals. So erhält man direkt am Anfang einen authentischeren Eindruck und lernt viel mehr von Land und Leuten.
Da die Mieten so günstig sind, kann man außerdem auch mal für mehrere Wochen verreisen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Dies sollte man jedoch nicht überstrapazieren, da man Indonesiern ansonsten bezahlbaren Wohnraum unnötig „wegnimmt“.
TIPP FÜR NACHHALTIGES LEBEN AUF BALI
Mit kleinen Tricks kannst du dein Leben auf Bali nachhaltig gestalten. Tipps für nachhaltige Laundry, mögliche Wasserfilter oder umweltschonende Putzmittel findest du in folgendem Artikel: 13 einfache Tipps für eine nachhaltige Unterkunft auf Bali.

Wie ist das Gesundheitssystem auf Bali?
Bali hat einige sehr gute Krankenhäuser. Besonders empfehlenswert sind das BIMC Hospital Bali sowie das Siloam Hospital Denpasar. Daneben gibt es in Ubud und Canggu eine große Anzahl an kleineren Praxen.
Für Menschen, die lieber auf alternative Heilmethoden zurückgreifen, ist Bali ein Paradies. Es gibt viele Praxen, die sich auf ayurvedische Medizin und Ähnliches spezialisiert haben. Besonders bekannt und beliebt unter Expats ist Bali Healing in Canggu. Aber mit welchen Krankheiten sollte man sich vor einer Auswanderung nach Bali vertraut machen?
Besonders häufig wird man auf der Insel vom berühmt-berüchtigten Bali Belly heimgesucht. Ansonsten ist Dengue Fieber, das von tropischen Tigermücken übertragen wird, nicht zu unterschätzen, weswegen du besonders viel Wert auf Mückenschutz legen solltest. Außerdem solltest du dich vor der intensiven Sonne auf Bali schützen, immer einen Helm beim Rollerfahren tragen, und einfach mit Sinn und Verstand auf der Insel unterwegs sein. Noch mehr typische Krankheiten auf Bali findest du hier.
Wenn es dich besonders heftig getroffen hat, kannst du auch das mobile Ärzteteam von The Medical kontaktieren, diese machen auch Hausbesuche.
Ein Muss bei einer Auswanderung nach Bali ist auf alle Fälle eine Auslandskrankenversicherung. Denn die gesetzliche indonesische Krankenversicherung BPJS kann mit dem Standard internationaler und deutscher Krankenversicherungen leider nicht mithalten. Selbst wer über einen indonesischen Arbeitsgeber bei der BPJS versichert ist, sollte über einen zusätzlichen privaten Versicherungsschutz nachdenken.
INDOJUNKIE TIPP l SO FINDEST DU DIE RICHTIGE LANGZEITKRANKENVERSICHERUNG
Wir leben selbst auf Bali und wissen, wie unübersichtlich das Thema Krankenversicherung beim Auswandern sein kann. Deshalb arbeiten wir mit Chris von Insurancy zusammen. Er vergleicht verschiedene internationale Krankenversicherungen und findet gemeinsam mit dir den passenden Schutz, egal ob du einen Langzeitaufenthalt planst, nach Bali auswandern möchtest oder besondere Anforderungen hast, zum Beispiel aufgrund von Vorerkrankungen.
Mit Chris die passende Versicherung finden →
Es gibt mittlerweile eine große Anzahl an Langzeitkrankenversicherungen, die sich auf Expats spezialisiert haben, die ihren Wohnsitz in Deutschland abgemeldet haben. Eine weitere gute Anlaufstelle bei einer Auswanderung nach Bali ist beispielsweise der BDAE.
Mit dem Expat Infinity Tarif der BDAE werden neben deinem Aufenthalt auf Bali auch Heimatbesuche in Deutschland bis zu 6 Monate mitversichert. Die monatlichen Beiträge (Basic, Classic, Premium) hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie Aufenthaltsland, Selbstbehalt, Vorerkrankungen und Alter. Beachte jedoch, dass der Basic-Schutz beim Expat Infinity für eine Auswanderung nach Bali nur unzureichend abdeckt. Ambulante Behandlungen und zahnmedizinische Heilbehandlungen sind beispielsweise in diesem Tarif nicht enthalten. Auch der Expat Private Premium der BDAE ist eine Option für eine Auswanderung nach Bali.
Die Langzeit-Auslandskrankenversicherung der Hansemerkur kostet 59 € pro Monat. Sie lässt sich flexibel gestalten und kann mit einem Anschlussvertrag verlängert werden. Besuche im Heimatland sind bis 6 Wochen pro Jahr mitversichert. Für mehr Zusatzleistungen gibt es den Tarif Profi für 89 € pro Monat. Für den Abschluss der Versicherung musst du einen deutschen Wohnsitz vorweisen können. Mehr Infos zur Hansemerkur-Auslandskrankenversicherung für Indonesien findest du hier.
Richtige internationale Krankenversicherungen sind meistens etwas teurer, bieten dafür jedoch auch lebenslangen und weltweiten Schutz und ähneln eher einer „Krankenvollversicherung“. Die Foyer Global Health eignet sich für alle, die teilweise oder dauerhaft auf Bali leben möchten. Sie deckt alle existenziellen Risiken wie Krankenhausaufenthalte, Facharztgespräche und Krankenrücktransporte ab und kann mit modalen Bausteinen auf deine Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Noch mehr Tipps für Langzeitkrankenversicherungen findest du in unserem Guide: Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich.

Muss man Indonesisch lernen, wenn man auf Bali leben möchte?
Grundsätzlich brauchst du kein Indonesisch oder Balinesisch, um auf Bali zu „überleben“. Denn viele Balinesen sprechen heutzutage ein brauchbares Englisch und reden dann auch bevorzugt auf Englisch, um ihre Sprachkenntnisse noch zu vertiefen. Je weiter du jedoch ins Landesinnere und weg von den touristischen Regionen fährst, desto schlechter wird das Englisch der Locals.
Das Leben auf Bali kann man vielleicht mit dem Berliner Alltag in Deutschland vergleichen. Auch in Berlin MUSS niemand die Landessprache sprechen, um mehrere Jahre komfortabel zu leben. Wenn du dir jedoch ein nachhaltiges und authentisches Leben auf der Insel aufbauen möchtest, Respekt den Locals gegenüber beweisen möchtest, und eher als langfristiger Gast gesehen werden willst, kommst du nicht drum herum, ein wenig Indonesisch und ein paar Brocken Balinesisch zu lernen.
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Die offizielle Landessprache auf Bali ist Indonesisch (Bahasa Indonesia). Die Balinesen sprechen jedoch untereinander Balinesisch. Diese ganz eigene lokale Sprache ähnelt dem Indonesischen nicht wirklich und verfügt sogar über eigene Schriftzeichen. Für Bahasa Indonesia wird hingegen das lateinische Alphabet verwendet und die Sprache ist viel viel einfacher für uns Deutsche, Österreicher und Schweizer zu lernen.
Wir können dir wirklich nur ans Herz legen, vor deiner Auswanderung nach Bali ein paar Wochen lang Indonesisch und Balinesisch zu lernen. Sprachkenntnisse verschaffen dir wahnsinnige Pluspunkte in Indonesien und sie werden dir mehr Herzen und Türen öffnen, als du denkst. Die wichtigsten Floskeln in Bahasa Bali findest du hier.
Was ist das beste Fortbewegungsmittel vor Ort?
Auf Bali empfiehlt sich die Anschaffung eines Rollers mithilfe einer Langzeitmiete (ca. 800.000 Rupiah pro Monat). Mit dem zweirädrigen Gefährt ist man einfach unglaublich flexibel, mobil und unabhängig.
Hier mieten wir unsere Roller
Wir mieten unseren Roller immer bei dem Rental-Shop MUTE Garage in Canggu. Neben klassischen Rollern bietet das Team auch Elektroroller an. Wenn du den Code Indojunkie angibst, gibt es einen 10%-Rabatt. Noch mehr empfehlenswerte Rental-Shops auf Bali findest du hier.
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Hin und wieder (sehr sehr selten) gibt es Polizeikontrollen. Hab demnach immer deinen internationalen Führerschein mit dabei. Fahre langsam und vorsichtig und trage stets einen Helm, da Unfälle keine Seltenheit auf Bali sind.
Sprit ist sehr günstig auf Bali. Die besten Preise gibt es bei den Pertamina Tankstellen. Ansonsten kannst du auch in den unzähligen kleinen „tokos“ (lokale Supermärkte) Benzin in Glasflaschen kaufen.
Ausländer ohne KITAS-Visum können leider kein Fahrzeug kaufen – beziehungsweise letztendlich scheitert es an der Anmeldung des Gefährts. Zum Kauf und zur Anmeldung benötigt man einen Local, dem der Roller dann letztendlich gehört. Dafür solltest du jemanden kennen, dem du zu 100% vertraust.
Wenn du keine Lust hast, mit dem Roller auf Bali unterwegs zu sein, kannst du Taxi-Services wie Uber oder GOJEK nutzen.
Noch mehr Tipps für den indonesischen Führerschein und den Kauf eines eigenen Rollers findest du in unserem Guide: Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich.
TIPPS FÜR DEN KAUF VON EINEM HELM
Ein eigener Helm ist sehr wichtig, wenn du mit deinem Roller auf Bali unterwegs bist. Die Helme, die man bei vielen Rental-Shops erhält sind sehr abgenutzt und passen oftmals nicht perfekt auf den eigenen Kopf, was bei einem Sturz sehr gefährlich werden kann. Wenn du für längere Zeit auf Bali leben möchtest, lohnt sich demnach die Anschaffung eines eigenen Helmes. Auf Bali gibt es viele spezialisierte Helm-Shops. Suche einfach auf Google Maps nach „helm bali“ oder „Toko helm“ und du wirst einige Geschäfte in deiner Nähe angezeigt bekommen.
In Indonesien benötigt jeder Helm ein sogenanntes SNI-Siegel. Dies ist ähnlich wie das ECE-Gütezeichen hier in Deutschland. Du solltest dir demnach immer einen Helm kaufen, der den Anforderungen des jeweiligen Landes entspricht, in dem du ihn verwendest.
Lesetipp
Roller mieten in Indonesien: Tipps zum Roller fahren auf Bali und anderen Inseln

Welches Visum eignet sich für einen längeren Aufenthalt auf Bali?
Bevor du nach Bali auswanderst, solltest du dich von Deutschland aus (oder einem anderen Land außerhalb von Indonesien) um ein sogenanntes C1 Visit Visa kümmern. Dieses Visum war früher unter der Bezeichnung B211A bekannt. Die Bezeichnung hat sich geändert, der Inhalt des Visums ist jedoch gleich geblieben. Das Single-Entry-Visum (C1) umfasste früher mehrere Besuchsgründe wie Tourismus, Business oder Freiwilligenarbeit, mittlerweile hat jedoch jeder Besuchsgrund seinen eigenen Index erhalten.
Mit dem C1-Besuchsvisum kannst du zunächst 60 Tage bleiben und das Visum zweimal um jeweils 60 Tage verlängern, sodass du insgesamt bis zu 180 Tage im Land bleiben kannst. Die Kosten betragen aktuell 1.000.000 IDR (ca. 55 €). Im Gegensatz zum klassischen „Visa on Arrival” erfordert das C1-Visum einen Banknachweis über ausreichende finanzielle Mittel.
Wichtig zu wissen: Eine Online-Verlängerung des C1-Visums ist nicht mehr möglich. Für Verlängerung musst du persönlich im zuständigen Immigration-Office (Einwanderungsbehörde) vorbeischauen. Plane dafür also Zeit vor Ort ein.
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Was, wenn du länger als 6 Monate auf Bali bleiben willst?
Es gibt inzwischen mehrere offizielle Möglichkeiten für einen echten Langzeitaufenthalt. Die klassische Wahl zwischen „immer wieder ein neues Visit Visa beantragen” oder „teures Arbeits-KITAS” ist nicht mehr die einzige Option.
- Das Remote Worker/Digital Nomad Visum (E33G) ist für alle gedacht, die remote für Kunden oder einen Arbeitgeber außerhalb Indonesiens arbeiten. Es ist ein Jahr lang gültig und kann mittlerweile auch direkt in Indonesien verlängert werden, ohne dass eine Ausreise nötig ist. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 14 Werktage. Voraussetzung ist unter anderem ein Einkommensnachweis von rund 60.000 US-Dollar pro Jahr aus dem Ausland.
- Rentenvisum (E33F): Kann von jedem ab 55 Jahren beantragt werden, wird in der Regel für ein Jahr ausgestellt und kann danach mehrmals verlängert werden – nach 5 Jahren ist der Wechsel auf ein dauerhaftes KITAP möglich. Ein Pluspunkt ist, dass du das Rentenvisum auch direkt in Indonesien beantragen kannst, wenn du bereits mit einem C1- oder B1-Visum eingereist bist – eine erneute Ausreise ist also nicht nötig. Allerdings streuen die Angaben verschiedener Quellen zum geforderten Renteneinkommen deutlich (von ca. 1.500 bis 5.000 US-Dollar monatlich), was vermutlich auch von der Praxis der jeweiligen Visa-Agentur und dem Einzelfall abhängt. Hier lohnt sich definitiv eine Rückfrage bei einer Agentur wie Bali-Visum.de oder Visa Indonesia vor der Antragstellung.
- „Silver Hair“-Visum (E33E): Eine neuere, investitionsbasierte Alternative zum klassischen Rentenvisum mit weniger häufigen Verlängerungspflichten, dafür aber einem höheren finanziellen Einstieg. Genaure Infos dazu erhältst du über eine Visa Agentur vor Ort.
- Second Home Visa: Für finanziell unabhängige Auswanderer, unabhängig von Alter oder Berufstätigkeit. Voraussetzung ist ein Bankdepot von umgerechnet rund 2 Milliarden Rupiah (ca. 130.000 US-Dollar). Dafür erhältst du eine Gültigkeit von 5 oder 10 Jahren.
- Golden Visa: Für Investoren ab 350.000 US-Dollar Investment (Staatsanleihen, Aktien, Fonds) für 5 Jahre, 700.000 US-Dollar für 10 Jahre
Ein klassisches Arbeitsvisum (Arbeits-KITAS) oder KITAP ist nach wie vor sehr kostspielig und aufwändig zu beantragen, da der Arbeitgeber nachweisen muss, dass die Stelle nicht mit einem Indonesier besetzt werden kann.
Wenn du dir unsicher bist, welches Visum zu dir passt, lass dich von einer Visa Agentur beraten. Diese helfen dir nicht nur bei der Auswahl deines Visums, sondern auch bei der Visumverlängerung – für uns ganz klar der unkomplizierteste (und absolut bezahlbare) Weg.
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Wir sind seit Jahren regelmäßig für längere Zeit auf Bali und nutzen für alle Visaangelegenheiten folgende Visa-Agenturen: Bali-Visum.de oder Visa Indonesia. Mit dem Gutscheincode „indojunkie“ sparst du 20 Euro für die Beantragung deines C1 Visit Visa, mit dem du bis zu einem halben Jahr in Indonesien bleiben darfst.
In unserem Guide „Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich“ verraten wir dir, wie du an ein KITAS, KITAP oder Arbeitsgenehmigung kommst.
Wie sieht es auf Bali mit Internet, WLAN und Coworking Spaces aus?
Das mobile Internet ist auf Bali super schnell. Viel schneller als in Deutschland. Es gibt kaum eine Ecke, an der du keinen Empfang oder öffentliches WLAN hast.
Am besten holst du dir gleich am Anfang eine Prepaid-SIM-Karte von XL, Telkomsel oder Simpati und buchst dir ein Internetpaket aufs Handy. Das ist absolut bezahlbar (z.B. 52 GB für 180.000 Rupiah bei Telkomsel) und macht dir das Leben auf der Insel um einiges leichter (z.B. um Google Maps unterwegs zu nutzen). Für den Übergang kannst du dir auch schon eine eSIM aus Deutschland aus besorgen.
Wichtig zu wissen: Wenn du dein im Ausland gekauftes Handy langfristig mit einer indonesischen SIM-Karte nutzen möchtest, musst du dessen IMEI in Indonesien registrieren lassen. Am besten erledigst du das direkt bei der Einreise am Flughafen. Für persönliche Einfuhren gilt ein Freibetrag von 500 US-Dollar. Auf einen darüber liegenden Wert können Zoll und Steuern anfallen.
Unser Favorit: die lokale SIM-Karte von BaliSim
Der Anbieter Balisim, der sich auf eSIMs für Bali und Indonesien spezialisiert hat, besitzt die beste Abdeckung für ganz Indonesien. Die eSIM läuft über die Netzwerkbetreiber Telkomsel oder XL.
Mit dem Code INDOJUNKIE10 sparst du 10 % beim Kauf deiner eSIM (Der Code ist im Warenkorb bereits aktiviert, wenn du auf diesen Link klickst). Weiter unten findest du noch mehr empfehlenswerte eSIM-Anbieter für Bali und alle anderen Inseln Indonesiens.
Die meisten Homestays, Gästehäuser und Villen haben selbstverständlich auch gutes WLAN. Das gehört auf Bali mittlerweile zum Standard.
Und wenn du dann doch nochmal richtig richtig richtig schnelles Internet benötigst, gibt es unzählige Coworking Spaces auf der Insel, wo du dich für einen Tag (oder monatlich) einbuchen kannst.
Sobald du ein festes zu Hause hast, kannst du entweder selbst einen Internetvertrag abschließen oder – so ist es in den meisten Fällen – dein Vermieter kümmert sich darum.

Was sind die Lebensunterhaltskosten auf Bali?
Die Lebenshaltungskosten auf Bali hängen stark davon ab, wo und wie du lebst. Wer lokal wohnt, häufig in Warungs isst und mit dem Roller unterwegs ist, kann vergleichsweise günstig leben. In beliebten Expat-Orten wie Canggu, Seminyak oder Uluwatu sind die Mieten inzwischen allerdings deutlich gestiegen.
Als grobe Orientierung solltest du als Einzelperson etwa 1.000 bis 2.000 Euro pro Monat für ein komfortables Leben auf Bali einplanen. Nach oben gibt es kaum Grenzen. Eine private Villa, westliche Restaurants, Coworking-Spaces, Sport und regelmäßige Freizeitaktivitäten können das monatliche Budget schnell deutlich erhöhen.
Bezahlen und Geld abheben in Bali
In den touristischen Gegenden kannst du in fast jedem westlichen Restaurant und in Boutiquen mit Karte oder dem Handy bezahlen. Nur in lokalen Restaurants zahlst du bar oder mit der QRIS App (dafür brauchst du ein indonesisches Bankkonto).
Die beste Möglichkeit, um in Bali an Geld zu gelangen, sind Kreditkarten und Geldautomaten (ATMs). Wir wechseln eigentlich nie Geld vor Ort.
Wenn du auf Bali leben möchtest, solltest du verschiedene Kreditkarten bei dir haben und diese an unterschiedlichen Stellen lagern. Denn nichts ist nerviger, als ohne Kreditkarte auf Bali festzustecken.
Manipulierte ATMs sind keine Seltenheit mehr auf der Insel und viele Kreditkarten werden nach einem Betrugsfall automatisch gesperrt. Dann solltest du auf andere Kreditkarten zurückgreifen können.
Wir sind tatsächlich oftmals mit vier verschiedenen Kreditkarten ausgestattet, und zwar mit:
Die besten (kostenlosen) Kreditkarten für Bali / Indonesien
Deutschland-Kreditkarte Classic (Kreditkarte)
TF Mastercard Gold (Kreditkarte)
C24 Mastercard (Debit Card)
DKB (Debit Card)
Noch mehr Tipps zum Geld abheben auf Bali, Kreditkarten für Indonesien sowie Tipps bei manipulierten ATMs gibt es hier.
In folgender Tabelle erhältst du einen Überblick über die Lebensunterhaltskosten auf Bali.
| Position | Kosten (in Euro) |
|---|---|
| Monatliche Miete | ca. 100–280 € (Zimmer/Kos Kosan), 280–450 € (Haus ohne Pool), 700–1.600 € (Villa mit Pool, Canggu/Pererenan) |
| Yogastunde | ca. 7 € bis 10 € / Stunde |
| Tauchen (2 Tauchgänge) | ca. 45 bis 140 € (lokal in Tulamben/Amed günstiger, Tagestour ab Süd-Bali teurer) |
| Surfboard Rental / Std. | 3 Euro bis 9 Euro |
| Surf Lesson / 2 Std. | ca. 20 bis 30 Euro |
| Kleines Bier (Supermarkt) | ca. 1,50 € / Bintang |
| Kleines Bier (Beach/Restaurant) | ca. 2 bis 3 € (Beach Club: 5–7 €) / Bintang |
| Lokale Mahlzeit | ca. 1 bis 2,60 Euro |
| Westliche Mahlzeit | ca. 4 bis 9 Euro |
| Lokaler Kaffee (Kopi Bali) | unter 1 Euro |
| Westlicher Kaffee (z.B. Cappuccino) | ca. 1,25 bis 3 Euro |
| Kokosnuss | ca. 1 Euro |
| Rollerverleih täglich | ca. 4 bis 9 Euro |
| Rollerverleih monatlich | ca. 75 bis 87 Euro |
| Autoverleih (ohne Fahrer) | ca. 16 bis 25 Euro / Tag |
| Taxi (lange Fahrt) | ca. 20 bis 25 Euro / längere Strecke |
| Taxi (kurze Fahrt) | ca. 1 bis 4 Euro / kürzere Strecke |
| Benzin | ca. 50 bis 60 Cent / 1 Liter |
| Zigaretten Packung | ca. 1 bis 1,50 Euro |
| Massage | ca. 6 bis 12 Euro / Stunde |
| Laundry | ca. 0,80 bis 1,10 Euro / Kilo |
| Lokale Simkarte (mit Datenpaket) | ca. 8 bis 15 Euro |
| Internetflatrate fürs Handy | ca. 12 bis 18 Euro / 25-52 GB |
| Wasserfall-Eintritte | ca. 50 Cent bis 1 Euro |
| Tempel-Eintritte | ca. 1 bis 3 Euro |
| Coworking Space Tagespass | ca. 10 bis 19 Euro |
| Indonesisch Nachhilfe / Stunde | ca. 10 bis 15 Euro / Stunde |
Noch mehr Kostenbeispiele findest du in unserem Guide: Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich.

Darf ich auf Bali arbeiten?
Auf Bali ist es nach wie vor eher unüblich, dass westliche Ausländer einfach so einen lokalen Job erhalten. Die meisten Expats sind Online-Unternehmer, leben von Erspartem oder betreiben gemeinsam mit ihrem indonesischen Partner:in ein stationäres Business.
Was sich jedoch geändert hat: Für digitale Nomaden und Remote Worker gibt es seit 2024 mit dem E33G Remote Worker Visum (auch „Digital Nomad Visum” genannt) einen offiziellen, legalen Weg, der die bisherige Grauzone ersetzt. Damit darfst du bis zu einem Jahr auf Bali leben und remote für ein Unternehmen oder Kunden außerhalb Indonesiens arbeiten.
Voraussetzungen sind unter anderem ein Einkommensnachweis von rund 60.000 US-Dollar pro Jahr sowie ein Anstellungs- oder Auftragsverhältnis mit einer ausländischen Firma. Das Visum richtet sich an Menschen, die für ein Unternehmen außerhalb Indonesiens arbeiten. Es ist ein Jahr gültig und verlängerbar. Zentral sind dabei ein Arbeits- oder Auftragsverhältnis mit einem ausländischen Unternehmen und ein Einkommensnachweis von mindestens 60.000 US-Dollar im Jahr.
Wichtig: Mit dem Visum ist ausschließlich Einkommen von außerhalb Indonesiens erlaubt – lokale Kunden, lokale Bezahlung oder eine Anstellung bei einem indonesischen Unternehmen sind damit nicht abgedeckt.
Für eine lokale Anstellung benötigst du nach wie vor ein Arbeits-KITAS sowie eine offizielle Arbeitserlaubnis. Die frühere IMTA gibt es seit 2018 nicht mehr als eigenständiges Dokument, da sie heute Teil eines mehrstufigen Freigabeverfahrens (RPTKA) beim indonesischen Arbeitsministerium ist.
Das Grundprinzip bleibt jedoch unverändert: Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass die Stelle nicht mit einem Indonesier besetzt werden kann. Genau das macht ein Arbeitsvisum für die meisten Unternehmen nach wie vor teuer und aufwändig.
Jobs, die häufig von „bule“ (westlichen Ausländern) ausgeübt werden, sind nach wie vor Tauchlehrer oder Yogalehrer – hier braucht es aber ebenfalls ein korrektes Arbeits-KITAS.
Im folgenden ein paar Interviews mit Expats, die sich ein Leben auf Bali aufgebaut haben:
- Wie ist es, als Yogalehrerin auf Bali zu arbeiten?
- Wie sieht das Leben als ortsunabhängige Lektorin auf Bali aus?
- Tauchlehrer werden: Tipps und Erfahrungen eines Insider
- Wie ist es, als Tauchlehrerin in Indonesien zu arbeiten?
Einige Unternehmen stellen „Bule” trotzdem schwarz ein, um Kosten zu sparen. Das ist inzwischen deutlich riskanter geworden. Wer ohne gültige Arbeitserlaubnis arbeitet, riskiert Geldstrafen von bis zu umgerechnet rund 30.000 Euro (500 Millionen Rupiah) sowie bis zu fünf Jahre Haft. In der Regel kommen außerdem Abschiebung und eine mehrjährige Wiedereinreisesperre hinzu.
Ein reines Overstay, also ein abgelaufenes Touristenvisum, wird separat und milder bestraft, mit rund 1.000.000 IDR (ca. 60 Euro) pro Tag. Die Kontrollen sind zudem spürbar strenger geworden. Seit Inkrafttreten des neuen Strafgesetzbuches im Jahr 2026 gehen die Behörden auf Bali konsequenter gegen Regelverstöße von Ausländern vor. Daher raten wir grundsätzlich davon ab.
In unserem Guide „Leben in Indonesien – Dein Auswander-Guide für einen guten Start im Inselreich“ verraten wir dir, wie du an eine Arbeitsgenehmigung kommst!

Wie kann ich einen Hund auf Bali adoptieren?
In Bali gibt es viele Straßenhunde, die ganz dringend ein neues Zuhause suchen. Wir empfehlen dir von Herzen, dich zuerst bei folgenden Rescue-Organisationen nach einem Hund umzuschauen:
- Streetpaws.ch: Die Schweizerin Eliane und ihr Team setzen sich seit über zehn Jahren für die Straßenhunde in der Gegend von Seseh / Munggu auf Bali ein. Täglich füttern sie dort über 300 Hunde, organisieren Sterilisationen und kümmern sich um die medizinische Versorgung der Tiere. In ihrem Shelter leben ca. weitere 30 Hunde. Du kannst Eliane über Instagram kontaktieren und ihre Rescue-Familie besuchen. Wenn du dich entscheidest, einen Hund zu adoptieren, musst du mindestens eine Woche mit ihm in Bali verbringen. Wir kennen Eli persönlich und wissen, sie hat ihr Herz am rechten Fleck.
- Little Steps Matter: Sabine ist Deutsche und wir haben uns zufällig am Strand von Kedungu kennengelernt. Sie lebt seit vielen Jahren auf Bali und kümmert sich mit ihrem Team sowohl um die tägliche Fütterung von mehreren hundert Straßenhunden als auch um die etwa 30 Hunde in ihrem Safehouse. Wie die meisten Non-Profit-Organisationen setzt sich das Team zudem für Sterilisationsprogramme und Aufklärungsarbeit unter Locals ein.
- Auch Mission Pawsible unter Leitung von Jen und Hope for Bali Dogs sind zwei großartige Organisationen, wo du vorbeikommen und die geretteten Straßenhunde besuchen kannst. Spenden und Futter sind bei allen Teams (und Vierbeinern) willkommene Mitbringel!
Auf Bali kannst du mit deinem Hund nicht so einfach Gassi gehen, wie in Deutschland, denn in Bali gibt es kaum Gehwege. Am einfachsten läuft es sich an den vielen Stränden. Eine Leinenpflicht gibt es hier nicht.
Wenn du deinen neuen Schützling dann später nach Deutschland mitnehmen möchtest, wenn deine Zeit auf Bali abgelaufen sein sollte, findest du hilfreiche Tipps in folgendem Artikel: Wie kann man einen Hund von Bali nach Deutschland bringen?

Ist das Leben auf Bali sicher?
Grundsätzlich ist das Leben auf Bali verhältnismäßig sicher. Doch, wie überall, gibt es ein paar Dinge, du du vor dem Auswandern bedenken solltest.
Der Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes ist sicherlich ein gangbarer Weg, um sich auf die Eventualitäten vorzubereiten, die einen auf Bali erwarten.
Erdbeben und Vulkanausbrüche des Gunung Agung sind auf Bali leider keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu kleineren und manchmal auch größeren Beben.
Wir empfehlen dir, vor deiner Auswanderung nach Bali, diesen Artikel in Ruhe durchzulesen: Erdbeben Indonesien: Fast Facts über Tsunamis, Erdbeben und Seebeben.
Vor der Einreise sollte geprüft werden, ob alle empfohlenen Impfungen für Bali vorhanden sind. Neben dem Grundimpfschutz solltest du eine Typhusimpfung und ein Impf-Schutz gegen Hepatitis A & B haben.
Einige wenige Hunde, Fledermäuse und Affen sind auf Bali mit dem Tollwutvirus infiziert. Was man nach einem Biss von einem Affen oder Hund unternehmen sollte, erklärt Dr. Thomas Ly im Interview Impfungen für Indonesien.
Außerdem solltest du ausreichend Vorbereitungen rund um das Thema Mückenschutz treffen. Denn auf Bali können tropische Mücken ziemlich fiese Krankheiten übertragen.
In den balinesischen Touristenhotspots (Seminyak, Canggu oder Kuta) ist die Diebstahlquote höher als andernorts. Wir würden Bali aber trotzdem nicht (!) als gefährliches Pflaster bezeichnen. Man sollte einfach vorsichtig sein, wenn man als Frau in der Nacht alleine in den Seitenstraßen der Hotspots unterwegs ist. Eine unauffällige Kleidung am Abend und keine auffälligen Handtaschen können helfen. Aber wir sind uns auch ziemlich sicher, dass in Berlin mehr Kriminalität herrscht als auf Bali.
Indonesien gilt zudem als eines der strengsten Ländern in Sachen Drogenkonsum und Drogenhandel. Deswegen würden wir grundsätzlich davon abraten, Drogen (bis auf handelsüblichen Alkohol) auf Bali zu konsumieren.
NOTFALLNUMMERN
Wer auf Bali lebt, ist niemals davor gefeit, dass nicht ein medizinischer oder krimineller Notfall eintritt. Notiere dir demnach die wichtigsten Kontaktdaten für deinen Bali-Aufenthalt.
Polizei: 110 oder 112 (SMS 1717)
Ambulanz: 118 oder 119
Feuerwehr: 113
Touristenpolizei (Bali): +62 361 754 599 / +62 361 224 111
Deutsche Botschaft in Jakarta: +62 21 398 550 00
Honorarkonsulat in Sanur: +62361288535 (kümmert sich auch um Österreicher)
Respekt und Rücksichtnahme
Und zum Ende hin haben wir noch eine wichtige Bitte an jeden, der auf Bali leben möchte.
Schaut euch die Ruhe, Rücksicht und den Respekt der Balinesen und Indonesier ab.
Seid nicht unverschämt, seid nicht arrogant und denkt nicht, dass ihr was Besseres seid.
Ja, eigentlich ist es unnötig diesen Punkt zu erwähnen, trotzdem wird uns in Gesprächen mit Locals oft zugetragen, wie überheblich sich viele Ausländer auf Bali aufführen.
Respektiert die lokale Kultur, werdet nicht ausfällig und weist niemanden in der Öffentlichkeit zurecht.
Wir erinnern uns selbst gerne daran, dass die Dinge überall auf der Welt anderes laufen, jeder Mensch, jede Kultur, jedes Land hat seine eigene Realität und Wahrheit.
Wir selbst üben uns jeden Tag darin, Land und Leute zu respektieren, nicht immer alles pauschal zu verurteilen und offen zu bleiben.
Respekt, Respekt, Respekt!
Ein paar Tipps für Verhaltensregeln in Indonesien gibt es hier: Do’s and Dont’s: Verhaltenstipps für deine Reise nach Indonesien.
Haben wir was vergessen? Lass uns gerne wissen, welche Punkte wir noch ergänzen können rund um das Thema „Auswandern Bali“ und „auf Bali leben“. Her damit in den Kommentaren!
Häufig gestellte Fragen zum Auswandern nach Bali
Welches Visum brauche ich, um nach Bali auszuwandern?
Welches Visum zum Auswandern nach Bali für dich geeignet ist, hängt davon ab, wie lange du bleiben und ob du arbeiten möchtest. Für längere Aufenthalte ohne Erwerbstätigkeit kommt zum Beispiel das C1 Visit Visa infrage, das auf bis zu 180 Tage verlängert werden kann. Wer dauerhaft remote für ein Unternehmen außerhalb Indonesiens arbeitet, kann je nach Voraussetzungen das E33G Remote Worker Visa nutzen. Für andere Formen von Arbeit oder einen dauerhafteren Aufenthalt kommen weitere Visa infrage. Lass dich dazu am besten von einer Visa-Agentur wie Bali-Visum.de oder Visa Indonesia beraten, damit du auf der sicheren Seite bist.
Wie lange kann ich mit dem C1 Visum auf Bali bleiben?
Mit dem C1 Visit Visa darfst du zunächst bis zu 60 Tage in Indonesien bleiben. Der Aufenthalt kann mehrmals verlängert werden, insgesamt jedoch auf maximal 180 Tage. Das C1 ist für Besuchs- und Reisezwecke gedacht und erlaubt keine Erwerbstätigkeit in Indonesien.
Darf ich als Ausländer auf Bali arbeiten?
Nur bedingt. Für eine bezahlte Tätigkeit in Indonesien brauchst du ein Visum bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung, die diese Arbeit ausdrücklich erlaubt. Das C1 Visit Visa berechtigt nicht zum Arbeiten. Für bestimmte Remote Worker gibt es inzwischen das E33G Visum, mit dem du für ein Unternehmen außerhalb Indonesiens aus Bali arbeiten und bis zu ein Jahr im Land leben kannst.
Brauche ich eine Krankenversicherung, wenn ich nach Bali auswandere?
Für einen längeren Aufenthalt auf Bali empfehlen wir eine internationale Krankenversicherung oder Langzeit-Auslandskrankenversicherung. Klassische Reisekrankenversicherungen gelten häufig nur für einen begrenzten Zeitraum. Achte besonders darauf, dass ambulante und stationäre Behandlungen sowie größere medizinische Notfälle ausreichend abgesichert sind. Wir leben selbst auf Bali und lassen uns dazu von Chris von Insurancy kostenlos beraten.
Mit Chris die passende Versicherung finden →
Wie finde ich eine Langzeitmiete auf Bali?
Langzeitmieten auf Bali findest du vor allem über Facebook-Gruppen, persönliche Kontakte, direkt vor Ort oder über Makler. Wir empfehlen dir, zunächst für einige Wochen in einem Homestay oder Gästehaus zu wohnen – in einer Gegend, die dir gefällt – und Wohnungen oder Häuser unbedingt persönlich anzusehen. Besonders günstig sind sogenannte Kos Kosan, also einfachere möblierte Zimmer zur Monatsmiete. Wichtiger Hinweis: Bezahle auf keinen Fall eine Anzahlung, ohne das Objekt vorher selbst gesehen zu haben. Es kommt leider immer wieder zu Scam (das ist uns auch schon passiert).
Wie viel kostet das Leben auf Bali?
Die Lebenshaltungskosten auf Bali hängen stark von deinem Wohnort und natürlich deinem Lebensstil ab. Eine lokale Kos Kosan und Essen in Warungs sind deutlich günstiger als eine Villa in Canggu oder Uluwatu und regelmäßige Besuche westlicher Restaurants. Neben Miete und Essen solltest du auch Transport, Visum, Krankenversicherung, Internet und Freizeit einplanen.
Muss ich Indonesisch oder Balinesisch lernen, um auf Bali zu leben?
Nein, besonders in touristischen Regionen Balis kommst du im Alltag gut mit Englisch zurecht. Trotzdem lohnt es sich sehr, zumindest die Grundlagen von Bahasa Indonesia zu lernen. Damit kommst du schneller mit Locals ins Gespräch, es erleichtert den Alltag und hilft dir außerhalb der touristischen Regionen. Das ist für uns auch eine Frage des Respekts gegenüber den Menschen, bei denen wir zu Gast sind.
Ist das Leben auf Bali sicher?
Ja, grundsätzlich lässt es sich auf Bali sicher leben. Trotzdem solltest du dich auf Risiken wie starken Straßenverkehr, Diebstähle in touristischen Regionen, tropische Krankheiten (z. B. Dengue) sowie Erdbeben und vulkanische Aktivität einstellen. Besonders wichtig sind eine gute Krankenversicherung, ein Helm beim Rollerfahren und der respektvolle Umgang mit den indonesischen Gesetzen.
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