Warum Mückenschutz in Indonesien so wichtig ist

mueckenschutz-indonesienDa Indonesien inmitten der Tropen liegt, sollte man sich als Reisender über die gängigen Tropenkrankheiten informieren – vor allem über die von Mücken übertragbaren Krankheiten. Erhalte in diesem Beitrag einen Überblick über Malaria, Dengue-Fieber und Japanische Enzephalitis, welche Krankheiten wo auftreten, wie du sie erkennst und vor allem wie du dich schützt.

Malaria in Indonesien

Malaria wird von der nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragen. Eine Mückenart, die hauptsächlich in den Tropen zu finden ist, so auch in Indonesien.

In Indonesien besteht auf manchen Inseln ganzjährig Malariagefahr. Dazu zählen jedoch nicht die gängigen Urlaubsinseln vieler Europäer (Java, Bali, Lombok). Dazu später mehr.

Das Tückische ist, dass Malaria auch noch Wochen oder Monate nach dem Aufenthalt im Tropenland ausbrechen kann. Die Symptome von Malaria sind eher uncharakteristisch, dementsprechend ist sie schwer von anderen Krankheiten abzugrenzen. Zu den Beschwerden zählen:

  • starkes Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Schüttelfrost
  • Kopf-, Nacken- und Gliederschmerzen
  • Durchfall / weicher Stuhlgang

In Indonesien handelt es sich in 50 Prozent der Malariafälle um die sogenannte Malaria tropica. Weite Teile der indonesischen Bevölkerung sind gegen die Krankheit immun. Allerdings verläuft sie bei Europäern unbehandelt unter Umständen tödlich. Eine frühzeitig diagnostizierte Malaria tropica kann aber gut behandelt werden, ohne dass Schäden zurückbleiben.

Erfahre unter dem Punkt “Was tun wenn Malaria ausbrechen sollte” welche Maßnahmen man treffen sollte, wenn man an Malaria erkrankt.

Malaria auf den indonesischen Inseln: Wo ist das Risiko am höchsten?

Das Auswärtige Amt stuft die indonesischen Inseln mit verschiedenen Malariarisikostufen ein.

Hohes Risiko (***)

Das höchste Malariarisiko besteht in den tiefer gelegenen Gegenden von Papua. Außerdem ist die Gefahr auf allen indonesischen Inseln weiter östlich Lomboks und auf den Molukken hoch.

Mittleres Risiko (**)

Die mittlere Alarmstufe für Malaria gilt in Sumatra, besonders im Norden und Südosten (Mapung und Riau), auf Sulawesi, in Kalimantan, im Hochland von West-Papua (Insel Neuguinea) unterhalb von 2.000 Metern, sowie auf den anderen Inseln Indonesiens. Nur Java, Bali und Lombok sind davon ausgenommen.

Niedriges Risiko (*)

Auf Java, Bali und Lombok ist das Risiko an Malaria zu erkranken niedrig. Hier reisen auch die meisten Touristen hin.

Malariafrei sollen die Großstädte im Norden von Java sein.

Mückenschutz als beste Vorsorge 

Leider gibt es nach wie vor keinen hundertprozentigen Schutz vor Malaria. Das Auswärtige Amt verweist als wichtigste Schutzmaßnahme vor Malaria und Co. in Indonesien auf den Mückenschutz, vor allem wenn man in Gebieten mit mittleren bis hohen Malariarisiko unterwegs ist.  

Schutz vor Insekten bieten etwa Repellents mit mind. 20% DEET, die Mücken durch Geruchsstoffe fernhalten. Diese Mittel sollten vor allem in den frühen Abend- und Morgenstunden und nachts aufgetragen werden, denn zu diesen Zeiten ist die Malaria-Mücke in Indonesien besonders aktiv. 

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, sich vor Mückenstichen zu schützen:

  • Trage lange, luftige und helle Kleidung, die den Körper bestmöglich bedeckt.
  • Halte dich in Räumen auf, die durch Gitter vor Mücken geschützt sind.
  • Schlafe unter einem imprägnierten Moskitonetz
  • Sprühe deine Zimmer vor der ersten Nacht ausgiebig mit Mückenspray aus (vor allem hinter und in Schränken, Tischen und rund um die Toilette)
  • Halte dich in der Dämmerungszeit nicht draußen an windgeschützten Orten auf (Malaria Mücken mögen keinen Wind und keine Sonne).
  • Malaria-Phrophylaxe ist ein etwas komplizierteres Thema, welches wir hier ausführlich beschrieben haben. Informiere dich im Vorfeld deiner Indonesienreise zum Beispiel bei einem Tropenmediziner, ob eine Prophylaxe infrage kommt.

Malaria Indonesien Mückenschutz

Dengue-Fieber: Die Knochenbrecher Krankheit 

Neben Malaria werden in Indonesien auch das Dengue-Fieber durch Stechmücken übertragen. Um diese Krankheit zu vermeiden, sollten man sich auch hier wieder vor Mückenstichen in Acht nehmen (s.o.).

Beim Dengue-Fieber besteht in Indonesien ganzjährig das Risiko sich zu infizieren. Am höchsten ist es während der Regenzeit. Hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die vor allem durch tagaktive Mücken wie die Tigermücke übertragen wird. Diese ist sehr gut durch ihren schwarz-weiß gestreiften Körper erkennbar. 

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Tigermücke in der Nahaufnahme – WikiImages

Im Gegensatz zu Malaria, gibt es auf den viel besuchten Inseln Bali, Java und Lombok viele Dengue-Fälle. Jährlich infizieren sich etwa 100 Millionen Menschen mit dem Virus.

Die Symptome sind sehr heftig, daher wird Dengue-Fieber auch Knochenbrecher-Krankheit genannt:

  • starkes Fieber
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen

Dengue-Fieber selbst lässt sich nicht behandeln, Medikamente gibt es nur gegen die Symptome. Trotzdem wird die Erkrankung meist gut überstanden und ist nur in wenigen schweren Fällen lebensgefährlich. Erst eine Zweitinfektion ist deutlich gefährlicher.

Im Gegensatz zu Malaria gibt es keine Prophylaxe gegen Dengue-Fieber, daher sind vorbeugende Maßnahmen zum Mückenschutz umso wichtiger.

Lesetipp: Dengue Fieber Indonesien: Ein kleiner Survival-Guide

Japanische Enzephalititis

Auch die Japanischen Enzephalitis tritt in Indonesien auf, es handelt sich dabei um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Die Krankheit wird von nachtaktiven Mücken, u.a. von der sogenannten Reisfeldmücke, übertragen.

Menschen erkranken eher selten an der Japanischen Enzephalitits. Viel eher tritt die Krankheit bei Wasservögeln und Schweinen auf. Im Falle einer Übertragung bei dem Menschen verläuft die Krankheit schwer: Es bleiben oft Schäden zurück und viele Erkrankte sterben   ̶  ungefähr ein Viertel aller Fälle. Kinder unter 10 Jahren sind häufiger betroffen als Erwachsene. 

Zu den Symptomen zählen:

  • Fieber
  • Nackenschmerzen und -steifigkeit
  • Krampfanfälle oder Lähmungen
  • Bewusstseinsstörungen, etwa Verwirrtheit bis hin zum Koma

Leider gibt es gegen die Viren der Japanischen Enzephalitis keine Medikamente. Es gibt jedoch im Gegensatz zu Malaria und dem Dengue-Fieber eine Impfung. Vor deiner Reise nach Indonesien kannst du dich über die Impfung bei deinem Arzt informieren.

Das Infektionsrisiko für Urlauber soll sehr gering sein, da die Krankheit eher in ländlichen Gebieten vorkommt, die touristisch nicht erschlossen sind. Bei längeren Aufenthalten, einem Urlaub mit einem erhöhten Outdoor-Fokus oder Forschungsreisen ist eine Impfung empfehlenswert.

Noch mehr Infos zum Thema Mücken und Mückenschutz findest du bei den Travel Medicus Ärzten.

Dengue Fieber und Malaria in Indonesien (Interview)

Rechtlicher Hinweis: Wir sind keine Mediziner und wir bieten aus rechtlicher Sicht keinerlei Gewährleistung für die hier aufgeführten Informationen. Eine fachkundige medizinische Beratung bekommst du bei deinem Arzt.

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