Welche Verantwortung haben Blogger? 7 Dinge, die jeder für Mutter Erde tun kann

Ein Beitrag von Sebastian Würfel

Nachhaltigkeit-Bloggen
Nachhaltigkeit ist so wichtig, wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Überall auf der Welt häufen sich Probleme, die nun in ihrem Ausmaß immer sichtbarer in Erscheinung treten. Tiere sterben massenhaft, weil sie an dem ganzen von uns Menschen produzierten Plastikmüll im Meer ersticken. Ganze Ozeane, Luft und Boden werden durch die Folgen von Kernreaktorkatastrophen wie in Fukushima verseucht, deren Folgen auch heute noch deutlich zu spüren sind. Und dann ist da auch noch die Klimaerwärmung, an der wir irgendwie alle Schuld sind und deren wahren Folgen uns wohl erst noch bevorstehen.

Mittlerweile denkt man zweimal drüber nach, ob man im kontaminierten Wasser in Japan surfen gehen sollte oder vielleicht doch ein Strandurlaub in Indonesiens Regenzeit zwischen Plastik und allerlei Müll plant.

Letztendlich gibt es viele Bereiche weltweit, deren Nachhaltigkeitsbilanz aufgrund von Gewinnmaximierung, Ignoranz, Unwissen, kalkulierten Risiko, Naturkatastrophen oder welchem Grund auch immer nicht besonders gut ausfällt. Viele dieser Bereiche werden auf Ebenen gesteuert, auf denen die meisten von uns keinen direkten Einfluss haben.

Aber auch bei alltäglicheren und nicht so offensichtlichen Punkten wie unserem Konsumverhalten und Lebensstil gibt es Möglichkeiten, einen Beitrag für eine nachhaltigere Lebensweise zu leisten.

In diesem Artikel wollen wir darauf eingehen, wie sowohl Reisende als auch explizit wir als Reiseblogger einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.

1. CO2 Abdruck verringern

Jeder Mensch hinterlässt im Lauf seines Lebens einen mehr oder weniger großen CO2-Fußabdruck. In der Masse haben diese anfallenden CO2-Emissionen einen erheblichen Einfluss auf unser Klima. Daher besteht eine Möglichkeit für nachhaltigeres Handeln darin, sich selbst an die Nase zu packen und zu versuchen, einen kleineren CO2-Fußabdruck zu hinterlassen.

Prinzipiell stellt sich natürlich die Frage:

Viel Reisen und/oder Reiseblogger sein und nachhaltig handeln, geht das überhaupt?

Schon allein durch die viele Reiserei und insbesondere das Fliegen (und dann auch noch so günstig wie möglich) kommt eine erhebliche CO2-Belastung zustande. Definitiv. Das ist ein Fakt und daran lässt sich nicht rütteln.

ABER: Es gibt auch jede Menge andere Faktoren, die einen ebenso großen Einfluss auf unseren Fußabdruck haben.

Seinen eigenen CO2-Fußabdruck auf Null zu bekommen, ist allein anhand der Tatsache, dass wir atmen und am “modernen” Leben teilnehmen, nicht möglich. Wenn wir unseren Einfluss auf CO2-Emissionen aber als Skala oder meinetwegen Karma-Konto verstehen, ergeben sich viele Ansatzpunkte. Letztendlich kommt dafür alles infrage, was direkt oder indirekt CO2-Emissionen verursacht (also gefühlt so ziemlich alles in unserem Leben).

Was verursacht alles CO2?

Hier eine definitiv unvollständige Liste zu allem, was mit CO2-Emissionen in Verbindung steht:

  • Heizung und Stromnutzung: Wie viel heize ich? Wie heize ich? Wie viel Strom brauche ich? Wo kommt er her? Wird Ökostrom genutzt?
  • Transport: Dazu zählt u.a. Auto besitzen, Auto fahren, öffentlicher Nahverkehr oder Fliegen.
  • Konsumverhalten: Kauf und/oder Nutzung von Produkten wie technischen Gadgets, Büchern, Zeitung, Kleidung usw., ins Restaurant essen gehen, Kino oder andere Kulturereignisse, usw.
  • Ernährungsweise und Herkunft der Nahrung: Eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise würde, wenn es alle machen, 2/3 der  entstehenden Treibhausgase bei der Herstellung von Lebensmitteln einsparen – Artikel in der Geo.
  • Besitz von Haustieren wie Hunden und Katzen: Mittelgroßer Hund mit Fleischnahrung in Verpackungen aus Supermarkt ist je nach Ernährung anscheinend mit CO2-Emissionen eines Geländewagens vergleichbar – Artikel in der Süddeutschen Zeitung)
  • Anzahl der eigenen Kinder (da dies indirekt die Punkte oben betrifft)
  • uvm.

Es gibt also jede Menge Möglichkeiten, zusätzliches CO2 in die Atmosphäre zu befördern. Man kann das jetzt ad absurdum weiterspinnen und auch verschiedene Lebensstile miteinander vergleichen, z.B. den Lebensstil von Reisebloggern mit dem von einem normalen Arbeitnehmer in Deutschland oder von einem Manager eines internationalen Konzerns.

Theoretisch verursacht sogar ein sportlicher aktiver Mensch mehr CO2 als jemand der kaum Sport treibt. Denn mit der erhöhten Aktivität steigt auch das Bedürfnis nach zusätzlicher Nahrung für die Energieversorgung. Und Nahrung steht ja wiederum mit dem CO2-Abdruck im Zusammenhang. Und so weiter und so fort. Perfekt für das eine oder andere Streitgespräch, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Allerdings ist eine Frage letztendlich viel wichtiger: Wie können wir denn nun effektiv CO2 sparen?

Wo und wie können wir am effektivsten CO2 sparen?

Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage, bin ich auf einen Artikel bei Spiegel Online gestoßen. Dort wird auf eine Studie verwiesen, die bei den Environmental Research Letters veröffentlicht worden ist. Laut den Forschern Seth Wynes and Kimberly Nicholas sind folgende sechs Möglichkeiten mit dem größten Einfluss behaftet.

Wie wir am effektivsten CO2 einsparen können:

  • Ein Kind weniger haben (23.700 – 117.700 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • Ohne Auto leben (1.000 – 5.300 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • Einen Flug vermeiden (abhängig vom Flug 700 – 2.800 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • Grüne Energie kaufen (<100 – 2.500 kg weniger CO2 pro Jahr) – Im ENTEGA Blog findest du mehr Infos zum Thema Ökostrom & Co.
  • Den Einfluss vom Autofahren mit dem eigenen Auto reduzieren durch effizienteres Auto (1.190 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • pflanzenbasierte Ernährung (300 – 1.600 kg weniger CO2 pro Jahr)

Darüber hinaus werden jede Menge weitere CO2 einsparende Maßnahmen aufgeführt. Dabei klingt das Einsparpotential bei einigen im ersten Moment verhältnismäßig gering. Letztendlich muss man es wohl anders sehen. Die Punkte oben verursachen einfach so viel CO2, dass andere effektive Mittel nur in Relation niedrig erscheinen, aber genau so wichtig sind. Dazu zählen die üblichen Verdächtigen:

  • Essensabfälle reduzieren (z.B. mit 370 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • Recycling (210 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • einen Baum pflanzen (6 – 60 kg weniger CO2 pro Jahr)
  • Energie sparen (Wäsche an der Luft trocknen statt Wäschetrockner)
  • Konsum reduzieren
  • Energiesparprodukte nutzen (z.B. Energiesparlampen)
  • Reparieren (anstatt neu kaufen)
  • Lokal essen (anstatt importierte Produkte kaufen)
  • unnötige Reisen und Arbeitswege reduzieren
  • Klimakompensation (CO2-Kompensation kaufen – Reiseblogger können dies u.a. hier tun, s.u.)
  • Ökotourismus
  • Bioprodukte kaufen
  • Kompostieren
  • uvm.

Würden sich die Menschen generell mehr um ihren ökologischen Einfluss bemühen, dann wäre auch der Einfluss eines Kindes über das Jahr gerechnet deutlich geringer. Der Anteil fällt ja nur so unglaublich groß aus, da wir insgesamt durch unsere Lebensweise einen vergleichsweise katastrophalen CO2-Fußabdruck hinterlassen. Und der ist letztendlich schlicht die Summe aller CO2-Emissionen. Daher scheint das Ergebnis nur logisch.

CO2 Kompensation für Blogger: ENTEGA Blogger Badge

Auch wir von Indojunkie versuchen unseren Einfluss auf das Klima möglichst gering zu halten. Das geht in manchen Bereichen besser als in anderen. Da wir über Indonesien bloggen und Indonesien lieben, kommen wir an einem Flug nach Indonesien und zurück pro Jahr nicht vorbei. Dafür sparen wir an anderen Stellen oder setzen uns anderweitig ein.

Bereits das Bloggen selbst verursacht CO2-Emissionen. Zum einen da irgendwo Webserver 24h am Tag online sein müssen, damit unser Blog – sowie natürlich generell das gesamte Internet – immer am Computer erreichbar ist. Zum anderen schreiben wir unsere Inhalte am Laptop, wo bei der Herstellung und im Gebrauch auch CO2 anfällt.

Wir haben uns deswegen dafür entschieden, Indojunkie CO2-neutral zu gestalten. In unserem Fall kompensiert ENTEGA unseren jährlichen CO2-Verbrauch mithilfe der Aufforstung, Erhaltung und den Schutz von Wäldern.

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ENTEGA ist einer der größten Anbieter für klimaneutralen Ökostrom Deutschlands. Sie sind nicht an Atomstromkonzerne angebunden und beziehen ihren Strom aus 100 % regenerativen Quellen.

Da die Art der Energiebereitstellung einen erheblichen Einfluss auf deinen CO2-Fußabsdruck hat – laut der oben erwähnten Studie zwischen 100 bis 2.500 Kilogram weniger CO2 pro Jahr – kannst du dir als Leser auch gern das Konzept von ENTEGA und ihrem Ökostrom auf ihrer Website anschauen.

Du bist Blogger und möchtest auch deinen Blog CO2-neutral gestalten?

ENTEGA gleicht gleicht den CO2-Verbrauch für registrierte Blogger für das kommende Jahr aus. Das geht wirklich einfach. Alle notwendigen Informationen dazu findest du hier.

ENTEGA_Blogger_Ausgleich_Schaffen_1280Neben der CO2-Kompensation können Reiseblogger und Vielreisende natürlich noch mehr machen. Ein paar Ideen gibt es im Folgenden:

2. NGOs und wichtige Projekte im Blog vorstellen

Als Blogger entwickeln wir über die Jahre eine gewisse Reichweite. Das ist letztendlich nichts anderes als die Anzahl potenzieller und beständiger Leser des Blogs. Dadurch haben wir auch eine gewisse Verantwortung. Denn mit dem was und wie wir schreiben, beeinflussen wir – bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt – Menschen.

Daher können und sollten wir auch Projekte unterstützen, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen. Viele dieser Menschen, Projekte und Hilfsorganisationen sind auf die Spenden oder anderweitige Unterstützung von Personen, Unternehmen oder Institutionen angewiesen. Dazu müssen die Menschen überhaupt wissen, dass es diese NGOs und Projekte gibt.

Über unsere Blogs können wir verschiedene Projekte vorstellen und diesen so selbst zu mehr Reichweite verhelfen. Im besten Fall finden sich einige Unterstützer oder Volunteers, die so die Mission der NGO vorantreiben. Einige diese Projekte haben wir darüber hinaus selbst durch finanzielle Mittel unterstützt. Wir haben beispielsweise zwei Eco Libraries auf Bali und Flores 2017 finanziert.

Eine Übersicht über verschiedene NGOs sowie Volunteeringgelegenheiten findest du auch bei unseren Indojunkie Vibes. Es kommen regelmäßig neue Projekte dazu. Wenn du eine NGO kennst und gern vorstellen möchtest, kannst du dich jederzeit bei uns melden.

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Bukit Lawang Trust-Education Center in Sumatra

3. Auch kritische Themen im Blog behandeln

Es ist einfach, die schlechten Dinge auszublenden, und nur über das Gute zu berichten. Hier 10 Topstrände und dort die besten Restaurants. Aber bekanntlich ist selten alles nur gut. Vieles hat schlichtweg mehrere Gesichter. Berichten wir über Ort X oder besser nicht? Ist Tourismus nachhaltig bzw. gut oder schlecht für die Region, bzw. wer hat etwas davon und wer nicht? Das sind Fragen, die öfters auftauchen.

Es gibt immer wieder Kommentare auf Beiträge im Blog oder bei den sozialen Medien, wenn wir über einen Ort berichten. Geht es um einen Ort, der schon relativ bekannt ist,  sind solche Reaktionen nicht selten:

Früher wart ihr besser, da habt ihr nicht über die klassischen Touri-Sachen geschrieben. Da gab es noch echte Geheimtipps”

Stellen wir einen eher unbekannten Ort in den Weiten Indonesiens vor, gibt es durchaus folgende Reaktion:

Super, damit zerstört einen der letzten schönen Orte in Indonesien”

Wir setzen und offen für einen sanften und nachhaltigen Tourismus ein und versuchen so ausgewogen wie möglich über Indonesien zu berichten. Jeder, der etwas Kritisches schreiben möchte, kann gern mit uns Kontakt aufnehmen, um einen Artikel bei uns zu veröffentlichen. Glaubt uns, wir kennen das Gefühl von Weltschmerz.

Hello world. I am just an ordinary girl, traveling Indonesia and listening to the story of the ocean. The story is long and sad. Yesterday was world ocean day, and somehow that makes the situation even more ridiculous. The tide hasn’t been that big before in Bali. Kuta and Canggu have been surprised by big waves, and very high tides. Maybe now more people will listen to the story of the ocean. What does it say? “Stop throwing all the shit and trash to me. Stop mining close to me. Stop driving with big boats full of oil over me. Stop pretending to love me, surf my waves, dive along my corals if you don’t respect me. Stop posting pictures of me if you keep on using plastic and just don’t care about me… The world needs me, so why everybody treats me like shit? I just don’t get it….” #indojunkie

Ein Beitrag geteilt von Melissa, Seb & Petra (@indojunkie) am

Wir haben bei Indojunkie eine eigene Kategorie für kritische Themen und Nachhaltigkeit mit fast 50 Beiträgen. Trotz allem überwiegen natürlich die positiven Artikel, denn ein sanfter Tourismus kann sich durchaus positiv auf Indonesien auswirken.

4. Ein Teil des Umsatzes an örtliche Organisationen spenden

Natürlich ist es auch möglich einen bestimmten Prozentsatz des Umsatzes oder Gewinns an örtliche Organisationen zu spenden. Das können Schulen, Umweltprojekte wie Korallenzucht-Farmen oder alles mögliche andere sein, das sich einem guten Zweck gewidmet hat.

Patagonia hatte es irgendwann einmal vorgemacht und die Aktion One Percent for the Planet ins Leben gerufen.

Letztendlich reicht es auch, sich pro Jahr einen bestimmten Beitrag für Spenden zurückzulegen oder eine Organisation durch eine dauerhaften monatlichen Betrag finanziell zu unterstützen.

5. Beach Clean-ups promoten

Wir haben auf Indojunkie bereits mehrmals über das Müllproblem in Indonesien (aber eigentlich weltweit) geschrieben. Besonders in der Regenzeit wird jede Menge Müll an die Küsten Indonesiens geschwemmt. Je nach Meeresströmung sind einige Regionen mehr und andere weniger davon betroffen.

Einige Reisende nach Bali, das Hauptreiseziel in Indonesien, werden das Ergebnis bereits zu Gesicht bekommen haben. Teilweise komplett vermüllte Strände können das Bade-, Surf- oder Taucherlebnis im Urlaub ganz schön vermiesen. Das Genörgele ist dann groß. Dabei haben westliche Unternehmen überhaupt erst das Plastik nach Indonesien bzw. ganz Asien gebracht. Ohne einheitliches Müllsystem (bei über 17.000 Inseln auch ein Thema für sich) und fehlende Bildung in dem Bereich, ist das Ergebnis kein Wunder.

Aber es tut sich einiges. Immer mehr Locals und NGOs nehmen sich dem Problem an und versuchen Lösungen zu entwickeln. Großen Einfluss dabei haben u.a. Petr von green-books.org, die Trash Heros Indonesia, Peduli Ayam, Eco Bali oder die Mädels von “Bye Bye Plastic Bag“. Traurig, dass dies alles private Organisationen sind.

We clean Indonesia. We pick up the trash to keep the paradise. Together, week after week, step by step, we make a change that we want to see in the world.

– Trash Hero Indonesia

Sowohl Blogger als auch Reisende können durch die Unterstützung oder Organisation eines Beach Clean-ups Zeichen setzen und zum Umdenken anregen. Außerdem ist es eine super Möglichkeit mit Locals in Kontakt zu kommen. Wenn du Reiseblogger bist, verbinde dich doch mit einer Tauchschule, Surfschule etc. vor Ort und organisiere eine Beach Clean-up. Das geht überall auf der Welt und öffnet Türen. Außerdem kannst du deine Follower dazu motivieren auch Beach Clean-ups zu organisieren und Plastik auf Reisen zu vermeiden. Wenn dies alle Reiseblogger tun würden, könnte man eine Menge Leute erreichen!

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Beach Clean Up auf Bali am Nyang Nyang Beach

Mehr zum Müllproblem, Beach Clean-ups und wie du helfen kannst, erfährst du hier:

6. Kooperationspartner bewusst auswählen

Einige Reiseblogs bekommen früher oder später Kooperationsanfragen – ob Hotels oder Reiseveranstalter. In der Regel bekommen die Blogger etwas von den Firmen (kostenlose Produkte, finanzielle Aufwandsentschädigung, Reichweite etc.) und als Gegenleistung berichtet der Blogger über sie in einem Artikel oder postet Fotos auf Instagram.

Wie Blogs mit Kooperations-Anfragen umgehen, ist komplett unterschiedlich. Manche lehnen alles grundsätzlich ab, manche machen alles, was geht, und andere wägen von Fall zu Fall ab. Manche nutzen Kooperationen, um über kostenlose Unterkünfte, Touren und Flüge an Reisekosten zu sparen, andere bekommen Geld für Werbung. Wie viel hängt von deiner Reichweite und deinen Verhandlungskünsten ab.

Allerdings gilt auch, dass sich nicht jeder Kooperationspartner auch für eine Kooperation eignet. Eine Kooperation kann sich auch als mehr Arbeit entpuppen als dir lieb ist oder sich als Partner mit fragwürdiger Reputation offenbaren. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, kannst du darauf achten, dass sich auch deine Kooperationspartner in dem Bereich engagieren oder zumindest nicht gegen deine Ethiken verstoßen.

reiseblogger-nachhaltigkeit

7. Flüge clever buchen und kein großes Hin & Her

Flüge stellen eine ziemlich große Umweltbelastung dar. Deswegen wurde das Fliegen auch in der aufgeführten Studie am Anfang des Artikels als sehr effektive Möglichkeit präsentiert, CO2 zu sparen. Ganz auf Flüge zu verzichten, ist für viele Reiseblogger wahrscheinlich keine wirkliche Option, vor allem wenn sie sich (wie wir) auf ein Land spezialisiert haben, dass am anderen Ende der Welt liegt.

Aber eine Sache lässt sich gut umsetzten. Wenn möglich einfach versuchen ein Mal weniger in den Flieger zu steigen und dafür länger an einem Ort zu bleiben. Wenn es nicht über Kontinente geht, gibt es außerdem meist eine andere Alternative (Fähre, Busse, Züge & Co.). Das dauert dann zwar länger, aber dein CO2-Karmakonto dankt es dir.

Lesetipp15 praktische Transportmittel in Indonesien

Wir sind in der Regel ein Mal pro Jahr in Indonesien. Dafür dann mehrere Monate am Stück. Denn auch mal unabhängig von der CO2-Belastung kosten Flüge auch jede Menge Geld.

Aber das ist überhaupt ein indirekt positiver Nebeneffekt bei vielen Möglichkeiten, weniger CO2-belastend zu sein. Viele stehen mit weniger und dafür bewussten Konsum in Zusammenhang. Oftmals sparst du durch diese Art von Konsum nicht nur CO2 sondern auch Geld.

Dass du auch komplett ohne Fliegen um die Welt reisen kannst, zeigt u.a. der Film WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt.

Fazit

Nachhaltigkeit ist, was du draus machst. Es gibt unzählige Möglichkeiten, bewusster und nachhaltiger zu leben. Egal ob als Reiseblogger, Reisender oder auch ganz allgemein. Alles auf einmal einzuhalten, ist vermutlich gar nicht möglich und soll auch nicht Ziel dieses Beitrags sein.

Wir zählen nicht zu den Leuten, die andere abfällig mustern, weil sie beim Bestellen einer Kokosnuss in Indonesien vergessen haben, diese ohne Strohhalm zu bestellen. Aber ein reflektierter Umgang mit dem Thema hilft vielleicht dabei, in Zukunft immer wieder einiges besser zu machen. Auch wir haben da noch viel Potenzial.

Sei es sich zu fragen: Muss ich wirklich den x-ten Flug dieses Jahr buchen? Kann ich heute nicht doch auf das Fleisch in meiner Mahlzeit verzichten? Kann ich sonst  einen Beitrag leisten? Wenn du Reiseblogger bist, kannst du dir auch die Sache mit der CO2-Kompensation für deinen Blog noch einmal anschauen.

So, jetzt aber genug. Peace, Love & Banana Pancakes! Oder wie es Hank & John Green am Ende in vielen ihrer CrashCourse Videos sagen: “And as we say in our home town, don’t forget to be awesome.” Allerdings nicht in ihrer Reihe zu Mensch und Umwelt (Ökologie). Ob das einen Grund hat?

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2 Comments
  1. Servus Sebastian!

    Ich finde es sehr gut, wenn sich Leute zunehmend mit kritischen Themen beschäftigen und nicht nur die heile und schöne Welt präsentieren.

    Auch ich beschäftige mich in der letzten Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit, weil ich – wie auch du – es so sehe, dass wir Blogger durch unsere Reichweite auf jeden Fall einen gewissen Beitrag leisten können und auch sollten.

    Hier mein letzter Artikel passend zum Thema:
    https://blog.austria-insiderinfo.com/treibgut/nachhaltigkeit-beim-wandern/

    Have fun
    Horst

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