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Bali, das Müllparadies: Von einem Paradies, das einmal war

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Barbara Nickl und Melissa Schumacher

Viele von euch, die schon einmal nach Bali gereist sind, haben mit Sicherheit bemerkt, dass Bali nicht der sauberste Ort ist. Dabei spreche ich nicht von Sauberkeit, die man sich dem Klischee nach als Deutscher von seinem Hotelzimmer erwartet, sondern von der Sauberkeit, bzw. Verschmutzung, die zu einem richtigen Problem werden kann – einem Problem für die Umwelt, die Menschen, die Ökosysteme und die ganze Welt.

In dieser Artikelreihe möchte ich etwas näher auf die Umweltverschmutzung in Bali und seine Ursachen eingehen und verschiedene Initiativen vorstellen, die für ein gesünderes und grüneres Bali kämpfen.

Bali, die Insel der Götter

Ein tropisches Paradies mit immergrünen Reisfeldern, wunderschönen Sonnenuntergängen und einzigartigen Surfbedingungen. So wird die beliebteste Urlaubsinsel Indonesiens vermarktet.

Bali hat all das zu bieten, aber auch Paradiese haben ihre Schattenseiten.

Wenn du also zwei Wochen Flitterwochen in einem der 5-Sterne-Resorts in Jimbaran oder Nusa Dua gebucht hast, ein Fahrer dich (nachts) vom Flughafen aus dorthin bringt, du das Resort nie verlässt und auch nie im Meer schwimmen gehst, werden deine Erwartungen vom tropischen Paradies bestimmt nicht enttäuscht.

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Der Traum von Bali

Die traurige Realität

Sobald du jedoch dein Hotel verlässt, du selbst mit dem Rucksack unterwegs bist, surfen gehst und dich von einem Ort zum nächsten durchschlagen willst, wirst du ganz schnell mit der traurigen Realität konfrontiert werden: Verkehr, ein Meer an Rollern und Baustellen, schlechte Infrastruktur, Luftverschmutzung, Müll am Straßenrand und am Strand, Plastik – das regelmäßig verbrannt wird und sich als giftige Rauchwolke über die Straßen legt – und eine stinkende bräunliche Soße, die über den Strand direkt in deinen geliebten Surfbreak strömt.

Verkehr

Stockender Verkehr in Bali, Foto: Barbara Nickl

Nicht umsonst hat der 11-fache Surfweltmeister und Umweltaktivist Kelly Slater im April 2012 getweetet, dass es bald unmöglich werde in Bali zu surfen, wenn nicht sehr bald ernsthaft etwas gegen die Umweltverschmutzung getan werde.

Worst I´ve ever seen!

schreibt er und gibt eines seiner handsignierten Surfboards zur Auktion frei, welche 8000 Australische Dollar einbringt und an die Balinesische Umweltschutzorganisation ROLE Foundation gespendet wird.

Natürlich ist Bali nicht der einzige Ort der Welt, der nicht weiß, was er mit seinem Müll anfangen soll. Auch im heute so sauberen und gut organisierten Bayern wurde Müll bis in die 70er Jahre vergraben. Heute ist in meinem Heimatort auf der Müllhalde von damals ein Neubaugebiet entstanden, in dem Familien im Garten ihr Gemüse anbauen. Kann das gesund sein?

Ich will nicht evolutionistisch oder eurozentrisch klingen und behaupten die Balinesen stehen entwicklungstechnisch hinter uns. Das Problem bei der ganzen Sache sind unsere multinationalen Großkonzerne, die das Land nur so mit billigen Nahrungsmitteln in unzähligen Plastikverpackungen überschütten und wir, die Touristen, die trotz Abenteuerlust und Sehnsucht nach Exotik immer etwas westlichen Lebensstandard erwarten.

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Strand in Jimbaran während der Regenzeit

Vom Bananenblatt zur Plastiktüte

Bevor Bali in den 70ern zum Surferparadies und Teil des Hippietrails ernannt wurde, hatte sich die einheimische Bevölkerung vor allem von dem ernährt, was ihnen die fruchtbare Erde zu bieten hatte.

Getrunken wurde das Wasser von Kokosnüssen oder frisches Quellwasser. Das gängigeVerpackungsmittel war das Bananenblatt. Alles Dinge, die man ohne Probleme überall hinwerfen kann, ohne in die natürlichen Kreisläufe einzugreifen.

Dass das ganze aber nicht mit Plastik funktioniert und das Plastik nicht von den Göttern, sondern vom bösen weißen Mann erschaffen wurde, ist leider noch nicht so ganz zu allen Beteiligten durchgedrungen.

Sind daran Regierung und das Erziehungssystem schuld? Vermutlich.

Vergrabener Müll in Bali

Vergrabener Müll in Bali, Foto: Barbara Nickl

Eine zu schnelle „Entwicklung“

Zu schnell ging die sogenannte „Entwicklung“ Balis. Zu schnell für die Menschen, die es gewohnt waren, ein ländliches Leben im Einklang mit der Natur zu leben, ihr eigenes Reisfeld zu bewirtschaften und regelmäßig Zeremonien abzuhalten, um das Leben und die Spirits auf der Insel im Gleichgewicht zu halten.

Zu schnell für eine Gesellschaft, deren Regierung als eine der korruptesten der Welt gilt, die versucht tausende von Inseln mit zigtausenden Einwohnern von Jakarta aus zu regieren und die sehr darauf bedacht ist, so schnell so viel Geld wie möglich zu machen.

Die Regierungsbeamten von Indonesien gehören zu den reichsten Menschen der Welt.

Geld für die allgemeine Bevölkerung fehlt allerdings an allen Ecken und Enden. Es gibt kaum öffentliche Einrichtungen, Bibliotheken, Parks, Nationalparks oder vernünftige öffentliche Verkehrsmittel – geschweige denn eine ordentliche Müllentsorgung. 

Es ist merkwürdig, dass die wenigen Programme für eine geregelte Müllentsorgung von privaten Initiativen (wie z.B. Peduli Alam oder Eco Bali) gegründet wurden, die ihre aufwendigen Bemühungen aus Spenden von Privatpersonen finanzieren.

Hinterfragen und kritisches Denken stehen nicht gerade auf dem Lehrplan der öffentlichen Schulen – viel eher das sture Auswendiglernen und Befolgen von Befehlen.

Dreck im Meer

Dreck und Müll im Meer in Bali, Foto: Barbara Nickl

Szenario: Bali ohne Tourismus

Die gesamte Wirtschaft Balis ist auf den Tourismus ausgelegt. Ich behaupte, es gibt keine andere Insel dieser Größe auf der Welt mit einer solchen Dichte an Fahrern, Butlern, Tourguides, Massagetherapisten, Bedienungen, Gärtnern, Surflehrern, Strandverkäufern etc. Zumindest fühlt es sich so an.

Was passiert aber, wenn die Umweltzerstörung so überhand nimmt und man gar nicht mehr im Meer baden, surfen oder tauchen kann, ohne ernsthaft krank zu werden?

Wenn es kein Wasser mehr auf der trockenen Bukit-Halbinsel gibt, da immer mehr riesige Hotels und Villen gebaut werden?

Was passiert mit all diesen Hotels und Restaurants, wenn die Touristen wegen der starken Umweltverschmutzung nicht mehr nach Bali kommen wollen?

Was passiert mit der einheimischen Bevölkerung, die so sehr vom Geld der Touristen abhängig geworden ist? Von den gesundheitlichen Folgen ganz zu schweigen!

LesetippBeihilfe zum Mord: Wie wir unsere Meere langsam zu Grunde richten

Bauruine an der Straße nach Balangan

Bauruine an der Straße nach Balangan, Foto: Barbara Nickl

Zurück bleibt eine Generation, die nichts mehr weiß von dem Leben vor dem Tourismus. Von der Zeit, als man ohne Instant Noodles und Coca Cola gelebt hatte, als man selbst seine Nahrungsmittel und seinen Reis angebaut hatte und somit seine ganze Familie und vielleicht sogar das ganze Dorf mit all dem versorgen konnte, was man zum Leben brauchte.

Dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann, ist mir bewusst. Ich will auch nicht jeden verurteilen, der nach Bali reist, um diese doch so wunderschöne Insel zu genießen und sich nicht nur von Nasi Campur und Mie Goreng ernähren will.

Initiativen, die für ein grünes Bali kämpfen

Glücklicherweise gibt es Ausnahmen und mittlerweile sehr viele Initiativen von Einheimischen und Expats, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für ein grünes und gesundes Bali zu kämpfen.

Die Recycling-Organisation „ecoBali“

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Müll am Strand von Jimbaran in der Regenzeit von Bali

Die Italienerin Paola Cannuciari gründete 2006 zusammen mit ihrem balinesischen Ehemann Ketut und einem weiteren Umweltaktivisten die Recycling-Organisation ecoBali.

Ziel des Trios war es, Balis Müll zu beseitigen und die Menschen zum recyceln und kompostieren zu ermutigen. Mit der Devise „Zero Waste“ bietet ecoBali sowohl Privatleuten, als auch Firmen und Hotels eine wöchentliche Müllabfuhr an. Die verschiedenen Müll-Sorten werden dabei voneinander getrennt und das weiter verarbeitet, was weiterverarbeitet werden kann. Alles andere wird zu den offiziellen Mülldeponien der Regierung gebracht.

Dinge wie Papier, Plastik, Metal und Glas werden an jeweilige lokale Initiativen und Firmen gegeben, damit dort Neues aus den Abfällen entstehen kann.

So produziert zum Beispiel die Firma Sarawasti Paper Fotoalben, Notizbücher oder Postkarten aus natürlich gefärbtem und recyceltem Papier.

ecoBali selbst stellt auch Aluminiumplatten zum Dachdecken aus alten TetraPaks oder Kissenfüllungen aus Stoffresten her.

Neben der wöchentlichen Müllabholung bietet ecoBali auch Training für die Mitarbeiter der Villen, Hotels, und Geschäfte an, damit bereits vor der Abholung Plastik- und Papiermüll voneinander getrennt wird. Da ein großer Teil der Abfälle in Bali organischen Ursprungs sind, propagiert ecoBali auch ihre Kompostierungssysteme, die man ebenso käuflich erwerben kann. Tonnen, Materialien und Training für die Bediensteten inklusive.

Dieser Service ist oft – wohl aus finanziellen Gründen – nur Expats oder Geschäften zugänglich. Er wird hauptsächlich auch nur in den Gegenden südlich von Canggu angeboten, in denen viele Expats leben und sich auch die meisten Touristen aufhalten.

Das zweite Standbein der Organisation sind die Workshops und der Unterricht in „positive environmental practices“ an lokalen Schulen, in denen vor allem die jüngsten Mitglieder der Balinesischen Gesellschaft mit Mülltrennung und den 5 R´s vertraut gemacht werden sollen: Reduce, Recycle, Reuse, Refuse, Rethink. Hierfür wurde die Initiative „Adopt-a-School“ gegründet, bei der Individuen Schulen finanziell unterstützen können, damit sowohl Trainings für Schüler und Lehrer, als auch Mülltonnen und deren Abholung angeboten werden können.

Inzwischen kann ecoBali auf einige erfolgreiche Jahre, viele Kollaborationen mit anderen Organisationen und auf 50-70% Müllreduktion zurückblicken. Außerdem sammeln sie ca. 15 Tonnen nicht-organischen Mülls täglich, sowie recyceln 9-10 Tonnen im Monat.

Mehr Informationen zur Organisation, deren Produkte und Services findet ihr hier.

Yayasan Gaia Oasis in Tejakula

gaia-oasis-meetingAbseits der Haupttouristenrouten in der Kleinstadt Tejakula im Norden Balis findest du die Yayasan (dt. Hilfsorganisation) „Gaia Oasis„, die seit Dezember 2013 zusammen mit GUS Foundation und ecoBali sogenannte „Grüne Unterrichtsstunden“ vor allem für Kinder und Jugendliche abhält, um sie zu sensibilisieren und zum Umdenken zu bewegen.

Die Probleme vor Ort sind die selben, wie überall auf der Insel. Der produzierte Müll wird verbrannt oder in Straßengräben und Flüsse geworfen, von wo aus er irgendwann im Meer landet. Auf diese Weise gelangen Abwasser, Chemikalien und gesundheitsschädliche Bakterien ins Meer und somit auch unkontrolliert in unsere Nahrungskette.

Obwohl es in manchen Orten eine von den Gemeinden organisierte Müllabfuhr für ca. 50 Cent im Monat geben würde, wird diese oft aus Bequemlichkeit oder finanziellen Gründen nicht genutzt. Dabei wäre der Verkauf von Müll ein großes Business. Für ein Kilogramm Papier, Glas oder Metall bekommt man ca. 5 Cent, für Plastikflaschen und Pappe sogar 10 Cent. In unseren Augen mag das nach nicht viel klingen, aber bei der Menge an Müll in Bali könnte man damit bestimmt eine ganze Familie versorgen.

Das Team von Gaia Oasis arbeitet an verschiedenen Projekten, denn neben der Müllproblematik (auch mit organischem Müll) ist auch die Wasserversorgung in dieser trockenen Region von Bali ein großes Problem. Zusätzlich arbeitet die Yayasan an einem Community-Wald zur besseren Selbstversorgung der Bewohner und an der Entwicklung eines spirituellen Öko-Tourismus der Region.

Nur die Veränderung von Gewohnheiten und des Denkens in der Gesellschaft kann wirklich etwas bewirken. Die Tatsache, dass die einheimische Bevölkerung die Initiative selbst angeregt hat, zeigt bereits sehr deutlich, dass sie ihre Situation ändern wollen.

Allerdings dauert es wohl noch ein bisschen, bis sich die Bewohner an die Idee der Mülltrennung gewöhnt haben. So wurden zwar für jeden Haushalt zwei Tonnen bereit gestellt, allerdings benutzen die Bewohner oft nur eine der beiden als „Mischmülltonne“.

Project Clean Uluwatu

Sonnenuntergang in Uluwatu

Sonnenuntergang in Uluwatu; Foto: Barbara Nickl

Der Star unter den Umweltprojekten in Bali ist wohl momentan Project Clean Uluwatu an der Südwestküste der Bukit Halbinsel. Spätestens seit der Veröffentlichung des Surf-Kultfilms `Morning of the Earth´ in den 1970ern gehört Uluwatu zu einem der bekanntesten und beliebtesten Surfspots Indonesiens.

Jeden Tag brechen sich dort perfekte Wellen und man spürt die Magie des Ortes spätestens dann, wenn man bei Sonnenuntergang aufs offene Meer blickt. Nicht ohne Grund steht dort einer der wichtigsten Tempel der Balinesen. Zwischen 300 und 500 Touristen täglich besuchen Uluwatu. Der Ort ist innerhalb der letzten 30 Jahre rapide gewachsen, allerdings ohne effektive Infrastruktur.

So konnten die etwa 50 Warungs (dt. Restaurants) und Geschäfte, die es mittlerweile dort gibt, ihre Abfälle und das gebrauchte Speiseöl nicht richtig entsorgen. Auch gab es keine öffentlichen Toiletten oder Mülleimer – geschweige denn eine organisierte Müllabfuhr.

Etwas versteckt vor den Blicken aber nicht vor den Nasen der Besucher, befand sich daher ein „See“ voller Müll und Abwasser, der mit E.coli Bakterien und Speiseöl verseucht war. Bei Regen konnte all das ins Meer, ins Riff und somit in die Wellen gelangen und nicht nur das Ökosystem sondern auch viele Surfer ernsthaft krank machen.

Im Juni 2011 hatte sich aus Freiwilligen, lokalen Expat Surfern und ein paar Locals das Komitee „Project Clean Uluwatu“ gebildet, dass sich zum Ziel gesetzt hat, ihr geliebtes Uluwatu sauber zu halten.

Die GUS Foundation baute Duschen und öffentliche Toiletten und es wurden in einer einmaligen Aktion etwa 30 Tonnen Müll aus der Schlucht hinter den Warungs geborgen und zur offiziellen Mülldeponie in Benoa gebracht.

Daraufhin bekam jeder Warung und jedes Geschäft Mülltonnen und es wurde ein Container aus Beton gebaut, in dem nun der ganze Müll gesammelt und dreimal wöchentlich von ecoBali abtransportiert wird. Dieses „Solid Waste Management“ System wurde Ende 2013 von einem Tank ergänzt, in dem sämtliche Abwässer und Flüssigkeiten, die nicht ins Meer gelangen sollen, gesammelt werden.

Ladies Uluwatu

Die Ladies sammeln den Müll ein. Foto: Project Clean Uluwatu

Der Bau des Tanks wurde vor allem durch verschiedene Fundraising Aktionen der Initiatoren, sowie von privaten Spendengeldern finanziert. Auch unterstützen einige Mitglieder der Surfgemeinschaft und der Surfindustrie das Projekt. So haben beispielsweise die beiden ASP-Surfer Kelly Slater und Michel Bourez jeweils ein Surfbrett zur Auktion für Project Clean Uluwatu freigegeben.

Mittlerweile ist der Tank fast komplett funktionsfähig, fast alle Warungs sind angeschlossen und die organischen Abfälle werden kompostiert, damit sie direkt vor Ort in fruchtbare Erde umgewandelt werden können und nicht durch halb Bali transportiert werden müssen.

Alle Beteiligten hoffen nun, dass Uluwatu und das benachbarte Padang Padang bald zum `World Surfing Reserve´ ernannt wird.

green-books.org

Kids aus Sumba mit Büchern von Green Books - by Gerhard Engelbrecht

Kids aus Sumba mit Büchern von Green Books – by Gerhard Engelbrecht

Die tolle NGO green-books.org handelt ganz nach dem Motto:

Nur das, was man kennt kann man lieben. Und nur das was man liebt wird man schützen.

Deswegen entwickeln die Köpfe hinter der NGO Wege, dass sich die junge Generation wieder in ihre Natur verliebt und sie damit zukünftig schützen wird. Es gibt mittlerweile unzählige green-books.org Eco-Libraries in ganz Indonesien, die den Kids spielerisch beibringen sollen, wie wunderschön die Natur ist. Ein Interview dazu findest du hier.

Peduli Alam

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Quelle: Peduli Alam

Hinter Peduli Alam steckt ein großartiges Projekt in Amed. Die Köpfe hinter Peduli Alam haben es geschafft ein richtiges Abfallsystem in Ost-Bali zu entwickeln mit Mülleimern und einer richtigen Müllabfuhr.

Außerdem haben sie einen kleinen Shop mit recycelten Produkten eröffnet und schaffen somit auch Arbeitsplätze (vor allem für die Frauen der Region). Aufklärungsarbeit in Schulen leisten sie auch. Besuche den kleinen Shop doch mal auf deiner nächsten Bali Reise!

Gili Eco Trust

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Müllhalde auf den Gilis – Quelle: Gili Eco Trust

Auf den Gili Inseln sieht es nicht anders aus mit dem Müllproblem. Die tolle NGO Gili Eco Trust verbindet das Schöne mit dem Wichtigen. Sie leisten Aufklärungsarbeit, bieten Recycling-Workshops an, unternehmen Eco-Schnorcheltouren mit ihren Gästen oder sammeln beim Stand-Up-Paddeling den Müll auf der Wasseroberfläche ein.

Noch mehr großartige NGOs in Indonesien findest du bei uns auf Indojunkie Vibes in der Kategorie Volunteering & Umwelt.

Wie ihr seht geschieht einiges auf Bali und das kleine Paradies ist nicht ganz verloren. Es gibt noch viel mehr Initiativen, als ich euch hier vorstellen konnte. Trotzdem scheint es, dass die ganze Mühe noch zu wenig ist.

Was du tun kannst

Beach Clean Up

Beach Clean Up am Nyang Nyang Beach

Beach Clean Ups

Wie wäre es beispielsweise mit einem Beach Clean Up? Wie du aktiv mithelfen kannst, haben wir hier nieder geschrieben.

Spenden

Natürlich kannst du auch finanzielle Unterstützung leisten. Die o.g. NGOs, sowie viele andere Hilfsprojekte in Indonesien finanzieren ihre Bemühungen aus Spendengelder.

Plastikfrei reisen

Um die Sache nicht noch schlimmer zu machen und deinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, folge unseren Tipps zu plastikfreiem Reisen in Indonesien.

Text: Barbara Nickl, Melissa Schumacher

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35 Kommentare

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35 Kommentare

Nele 4. Februar 2020 - 9:54

Hey 🙂

ich schreibe momentan an meiner Bachelorarbeit , die das Thema Overtourism, insbesondere auf Bali, mit aufgreifen soll. Ich bin dabei auf euren Artikel gestoßen und finde die Handlungsempfehlungen echt super. Habt ihr für euren Beitrag auch Buchquellen benutzt ?
Lieben Dank!

Antworte Nele
Anonymous 1. Januar 2020 - 23:53

Frage mich, was jemanden dazu treibt sich nach Bali zu begeben und logischerweise anschliessend zu meckern, dass dort alles Scheisse ist – was ja mittlerweise, seit Jaren sogar, selbst der duemmste, fettgefressenste und ganzkoeperrtaetowierte australische EXwochenendtourist festgestellt hat. Nun, es spielt sich wohl alles im Kopf ab – speziell, wenn da driennen viel Leere herrscht.
Ich lebe seit 10 Jahren auf Bali – weils billig ist und ich mich auskenne. Als europaeischer Tourist ohne Auswanderungsgedanken ist Bali, nicht nur wegen aller schon von anderen aufgezeigter Problematiken, sondern auch wegen der Anreisekosten/dauer und Abhaengigkeit von Blutsaugern an Ort ein absolutes NOGO.

Antworte Anonymous
Klara 5. Juli 2019 - 9:29

Finde es super, dass ihr das Problem thematisiert. Manche Superlative und Wertungen im Artikel halte ich jedoch fuer unnoetig und schwierig („Regierung, die als korrupteste der Welt gilt“ etc.). Das ist ja ueberhaupt nicht erklaert oder untermauert. Seit Jokowi und Ahok hat sich schon einiges verbessert und geaendert, im Vergleich zu anderen suedostasiatischen Laendern ist Indonesien ein Musterbeispiel der Demokratie. Ausserdem finde ich es seltsam, den Balinesen vorzuwerfen, dass sie sich an einen modernen Lebensstil gewoehnt haben (kein Bananenblatt mehr, dafuer Coke und Indoemie). In Europa wuerde doch auch niemand mehr freiwillig zur Ernaehrung der 50er Jahre zurueckkehren wollen, ich bin mir sicher ein Leben auf Bali vor 100 Jahren war ebenfalls nicht einfach – trotz weniger Muell. Ich glaube Bali ist ein extrem interessantes Beispiel, wie moderne Muellbekaempfung aussehen kann. Als ich vor ein paar Wochen dort war, gab es nirgends mehr Plastiktueten oder Plastik-Strohhalme – und das ist bestimmt auch dem Tourismus zu verdanken. In anderen, laendlicheren Regionen Indonesiens wie Sulawesi sehen die Straende und Reisfelder naemlich genau so vermuellt aus wie in Bali und das komplett ohne Touristen. Der Schmutz kommt aus dem Meer oder von den Bewohnern, die nie ueber Nachhaltigkeit aufgeklaert wurden. Hier sind Unternehmen und die Regierung in der Verantwortung. Ich wuerde mir jedoch einfach wuenschen, dass etwas objektiver ueber die Situation berichtet wird, anstatt Schuldzuweisungen auszusprechen. Das Problem ist naemlich ziemlich komplex und auf allen Seiten – Touristen, Regierung, Unternehmen – gibt es Akteure, die positive und negative Beitraege leisten.

Antworte Klara
Ahnma 9. Juli 2019 - 10:58

„Im Vergleich zu anderen suedostasiatischen Laendern ist Indonesien ein Musterbeispiel der Demokratie.“ Bitte, was? So ein Statement kann man auch nicht ohne weiteres droppen, ohne es zu untermauern.

Aber wie auch immer – das Müllproblem ist schon krass. Kenn ich von Afrika auch und es ist echt gut, dass es solche Beach Clean Ups etc. gibt.

Antworte Ahnma
steffen 21. Juni 2019 - 19:19

toll was hier so alles geschrieben wird. wie betroffen doch alle sind und alles, nachdem sie das gelesen und gehört haben, nun besser machen wollen. ich lach mich tot ! dann verzichtet mal auf amazon – hin und hergeschicke, euren täglichen kaffee to go, auf jeden tag in der bar rumsitzen und schön essen gehen und auf lieferdienste, weil ihr zu faul oder zu blöd seit, selbst was leckeres zu kochen. kinder in die schule kutschieren, obwohl die gerade einmal 250 m entfernt ist, grillen und den müll liegen lassen, handys dauernd aufladen, weil es keine sekunde ohne die tollen spiele und musik geht und ja auch die ganzen communities bedient werden müssen.
das fazit: es ist bereits zu spät und keiner will es wahr haben. es ist nichts mehr zu retten – findet euch damit ab !

Antworte steffen
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