5 Highlights bei einem Kurztrip auf die Insel Java

Gastbeitrag von Anne & Clemens von Travellers Archive 

Bali. Bali. Lombok. Gilis. Bali.

Indonesien ist so ein riesiges Land. Mit knapp 17.500 Inseln ist es der größte Inselstaat der Welt. Doch trotzdem tummeln sich die meisten Touristen, die nach Indonesien reisen, irgendwo zwischen Bali, den Gilis und Lombok herum. Schade eigentlich, denn auch der Rest des Landes hat wirklich was zu bieten.

Auf unserer letzten Indonesien-Reise haben wir uns vorgenommen, endlich auch einmal eine andere Ecke des Landes zu sehen. Anstatt direkt nach Bali zu fliegen, sind wir erst einmal auf Java gelandet und haben hier eine Woche verbracht.

Java ist ganz sicher nicht Bali. Es ist anders, muslimisch und irgendwie so, als würde hier eine ganz andere Uhr ticken. Es wirkt auf der einen Seite verschlafen und etwas in der Zeit stehen geblieben, auf der anderen Seite wirkt es geschäftig, unruhig und fast schon ein wenig stressig.

Eine Woche lang sind wir durch Java gereist und haben mit dem Flugzeug, dem Roller, dem Zug und dem Auto eine Menge gesehen. Genug, um hier stolz unsere fünf liebsten Highlights der indonesischen Insel Java zu verkünden.

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1) Yogyakarta: Das indonesische Berlin

Yogyakarta befindet sich im Zentrum der indonesischen Insel Java und ist ganz anders, als ihr großer Bruder Jakarta. Die Stadt ist cool, jung und wird schon seit Jahren von etlichen Künstlern besiedelt.

Kein Wunder also, dass die Wände hier mit buntem und vor allem wunderschönem Graffiti besprüht sind. Egal, wo man auch hinfährt in Yogyakarta, überall wimmelt es nur so von Graffiti. In den meisten Fällen bestehen die Graffitis aus Motiven, die scharfe Kritik an die Regierung oder den Kapitalismus ausüben.

highlights-java-indonesien-5Übrigens ist das Sprühen von Graffiti in Indonesien illegal, wie auch in vielen anderen Ländern. Doch die Künstler lassen sich davon nicht abschrecken und die Regierung sich nicht stören. Denn gerade in Yogyakarta scheint es, als wäre die Graffitikunst geduldet.

Lesetipps: 11 Dinge, die du in Yogyakarta machen solltest

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2) Querfeldein zum Borobodur

Java besitzt eine Menge Sehenswürdigkeiten, die unbedingt besichtigt werden sollten. Sei es der Prambanan Tempel, das Ijen Plateau, der Bromo Vulkan oder eben auch der Borobudur Tempel. Sie alle ziehen jedes Jahr eine Menge Touristen an. Dann werden Reisebusse über Reisebusse herangekarrt.

Wir haben uns dieses Mal für den Roller entschieden und uns direkt am Morgen von Yogyakarta aus auf den Weg zum Borobodur-Tempel gemacht. Unsere Tour führte uns querfeldein durch kleine, verschlafene Dörfer, entlang endloser Reisterrassen und –felder und mitten hinein in den Großstadttrubel.

Mit dem Roller durch Java ist wirklich noch einmal eine ganz andere Erfahrung, als in einem viel zu kalten Reisebus zu sitzen. Ein echtes Highlight!

Und natürlich ist der Borobudur wirklich wunderschön. Gerade zum Sonnenaufgang ist der Blick über die kleinen Glocken hinaus in das javanische, grüne Hinterland sicherlich einmalig. Wir haben es erst zum Nachmittag in den Tempel geschafft und waren trotzdem total beeindruckt.

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3) Sonnenaufgang am Vulkan Bromo

Wenn es eine Sache gibt, die man auf Java machen sollte, dann ist es ganz klar der Besuch des Vulkan Bromo. Auch diesen habe ich bereits 2011 besucht. Damals, da musste man noch 45 Minuten durch das dunkle Dickicht kraxeln, um pünktlich morgens um vier an Ort und Stelle für den Sonennaufgang zu stehen.

Heute ist das etwas anders und damit eben auch viel touristischer. Im Dunkeln wurden wir in einem knallroten Landrover die Piste in Richtung Sonnenaufgangsaussichtspunkt gefahren. Das Auto stoppte und vor uns lagen gefühlt zwei Minuten Weg – und schon standen wir inmitten von hunderten von anderen Touristen, die alle aus dem gleichen Grund hier waren.

Im Hintergrund dudelte Coldplay, neben uns schnatterten Chinesen und ganz vorne, wie soll es anders sein, standen andere Deutsche bereits in der fotografischen Pole Position. Wir gesellten uns dazu und während ich in den Erinnerungen an die damalige echt anstrengende Wanderung nach oben dachte, ließ sich die Sonne so langsam blicken.

highlights-java-indonesien-20Von hier aus ging es dann direkt zum Vulkan und mitten hinein in den Krater. Wir hatten ein riesiges Glück und durften im strahlenden Sonnenschein am Kraterrand des Vulkan Bromo stehen – ich glaube, besser geht’s nicht.

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4) Mit dem Zug von Yogyakarta nach Probolinggo

Schon zwei Mal bin ich die Strecke von Yogyakarta im Zentrum der Insel nach Probolinggo im Osten der Insel gefahren. Einmal im Jahr 2011 und einmal erst dieses Jahr, 2017. Damals, da gab es noch die alten Züge, in denen die Türen auch während der Fahrt geöffnet waren.

Dann sprangen Händler in den Zug, verkauften Nasi Goreng, Gado Gado oder Sate Ayam und blieben einfach im Abteil. Von Station zu Station wurde der Zug voller, die Gespräche lauter und das Lachen ansteckender. Als Tourist war ich sowieso schon das Hauptthema jeglichen Getratsches.

Heute ist das mit den Zügen auf Java anders. Die Insel möchte moderner werden und als Regierungssitz ist das sicher keine schlechte Idee. So gibt es heutzutage viel neuere Züge als noch vor sechs Jahren. Die Händler gibt es also nicht mehr und auch die Türen sind allesamt verschlossen.

highlights-java-indonesien-9Doch was geblieben ist, sind die Eindrücke, die am Fenster vorbeirauschen. Kleine Dörfer, weite Reisfelder, knallgrüne Wiesen oder dichte Wälder: Zugfahren auf Java vermittelt ein ganz besonderes Reisegefühl. Eines, dass das Land von einer ganz anderen Seite zeigt.

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5) Die Menschen

Indonesier sind Indonesier – oder nicht? Nein, denn die Berliner sind ja auch nicht wie die Bayern. Und die Kölner schon gar nicht wie die Düsseldorfer. Genau solche Unterschiede gibt es auch in Indonesien. So sind die Javanen ganz speziell. Sie sind irgendwie ruhiger und bedachter, als zum Beispiel die immer grinsenden, glücklichen Balinesen.

highlights-java-indonesien-2Die Javanen dagegen wirken ernster, seriöser. Häufig hat man auch als Reisender auf Java das Gefühl, dass die Locals vielleicht noch gar nicht so viele Touristen in ihrem Leben gesehen haben. Umso schöner wird es, wenn man mit einem kurzen „Apa kabar?“ die Laune der Javanen um einiges heben kann.

Plötzlich wirken sie so warm und offen, dass man meinen könnte, dies wäre der geheime Schlüssel gewesen. Alles in allem jedoch sind es besonders die Menschen, die Java ganz anders erscheinen lassen, als die anderen indonesischen Inseln.

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Text & Fotos: Anne Steinbach & Clemens M. Sehi

indojunkie-gastautoren-anne-clemens-travellers-archiveÜber die Autoren: 
Anne und Clemens lieben das Reisen. Bevorzugt zieht es sie aktuell in Länder und Regionen, die nur selten auf dem Reiseplan anderer Menschen stehen. Auf ihrem Reisemagazin Travellers Archive findest du auch einen Guide mit den wichtigsten Informationen über Indonesien.

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