Home Essen Der Floating Market und Vulkan Tangkuban Perahu auf Java

Der Floating Market und Vulkan Tangkuban Perahu auf Java

von Linda Ringel

Ein Beitrag von Linda Ringel

Wer Java erkundet ist oft in einem Zwiespalt: Orte wie Borobodur, Prambanan oder der Gunung Bromo sind wunderschöne Ausflugsziele, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Allerdings sind die Ziele so beliebt, dass es dort manchmal von Touristen nur so wimmelt.

Doch wenn du Lust drauf hast, Indonesien fast nur unter Einheimischen kennen zu lernen, dann sind Lembang und der Vulkan Tangkuban Perahu perfekte Ziele, die beide leicht von Bandung aus zu erreichen sind. Hier erfährst du alle wichtigen Tipps für deine Reise zum Floating Market in Lembang und zum Vulkan Tangkuban Perahu.

Der Floating Market in Lembang

Die Verkäufer auf den Booten verkaufen am Floating makrket in Lembang viele verschiedene Leckereien

Die Verkäufer auf den Booten verkaufen am Floating Market in Lembang viele verschiedene Leckereien

Lembang ist mit 202.000 Einwohnern eine vergleichsweise kleine Stadt im Westen Javas. Sie liegt eigentlich nur ca. 14 km nördlich von Bandung und gehört sogar noch zum Regierungsbezirk Bandung Barat (West-Bandung). Doch auf Grund von Stau und einem mehr schlecht als recht ausgebautem Straßensystem braucht man von Bandung nach Lembang oftmals 1,5 bis 2,5 Stunden.

Auf dem Floating Market wird Essen aus kleinen Booten heraus angeboten, die alle auf einem kleinen See schwimmen. Aber keine Sorge: Die Boote sind so vertaut, dass man das leckere Essen ganz bequem vom Steg aus kaufen kann. Neben Klassikern wir Nasi Goreng oder Gado-Gado kann man hier auch andere indonesische Spezialitäten sehr günstig probieren: Maniok-Pommes oder frittierte Tofu-Bällchen zum Beispiel.

Es lohnt sich auf jeden Fall, erst das große Angebot anzuschauen und dann zu entscheiden, was man essen möchte.

Ob Tofu-Bällchen oder Kartoffeln - hier schmeckt alles!

Ob Tofu-Bällchen oder Kartoffel-Chips – hier schmeckt alles!

Viele Einheimische genießen das essen und das besondere Flair auf dem Floating Market

Viele Einheimische genießen das Essen und das besondere Flair auf dem Floating Market

Bezahlen kann man allerdings nicht mit Rupiah, sondern muss davor Plastik-Chips kaufen, die man dann bei den Verkäufern gegen Essen eintauschen kann. Denk allerdings daran, dass man die Chips nicht wieder zurück tauschen kann, wenn du welche kaufst.

Zum Bezahlen muss man Rupiah in Chips tauschen..

Zum Bezahlen muss man Rupiah in Chips tauschen

Der Eintritt zum Floating Market kostet 20.000 Rupiah – dafür bekommst du allerdings einen Voucher, den du für ein Frei-Getränk deiner Wahl einlösen kannst.

Neben dem leckeren Essen bietet der Floating Market einiges mehr: Günstige Massagen, wunderschöne Natur, ein Kinder-Spielpark und Tretboot-Fahrten ziehen gerade am Wochenende viele Einheimische an.

Und wem der Trubel zu viel wird, der setzt sich einfach in eines der vielen offenen Hütten (Perugak) und macht eine Pause.

Man kann auf dem Floating Market nicht nur Essen - es werden auch viele andere Aktivitäten angeboten

Man kann auf dem Floating Market nicht nur essen – es werden auch viele andere Aktivitäten angeboten

Anreise zum Floating Market in Lembang

Am besten kommt man mit einem Angkot nach Lembang. Das kannst du entweder ab dem Bahnhof in Bandung nehmen oder einen Fahrer auf der Straße anhalten, der dich gegen einen kleinen Aufpreis genau dorthin bringt, wo du möchtest.

Von Jakarta aus kommst du entweder mit dem Zug (Kereta Api) nach Bandung oder mit dem Bus. Ich habe die zweite Variante gewählt und mein Ticket bei Baraya Travel gekauft – das hat nur 85.000 IDR gekostet. Leider kann man im Bus auch schon mal im Stau stecken bleiben – da viele Einwohner Jakartas ihre Wochenenden gerne außerhalb der Hauptstadt verbringen, kann es sein, dass man statt der eigentlichen 2,5 Stunden bis zu 6 Stunden bis nach Bandung braucht.

Der Vulkan Tangkuban Perahu

Von Lembang aus kommst du mit dem Angkot ganz einfach zum Tangkuban Perahu, dem beeindruckenden Vulkan ca. 20 km nördlich von Bandung.

Der inaktive Teil des Tangkuban Perahu - einfach atemberaubend!

Der inaktive Teil des Tangkuban Perahu – einfach atemberaubend!

Der Name Tangkuban Perahu bedeutet „umgedrehtes Boot/Schiff“ und spielt auf die Form des Hauptkraters an.

Laut der Legende soll eine Braut ihrem Zukünftigen die scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt habe, bis zum nächsten Tag einen See zu erschaffen auf dem ein Schiff fährt: Da sie heraus gefunden hatte, dass ihr Bräutigam eigentlich ihr Sohn ist, wollte sie die Hochzeit um jeden Preis verhindern. Der Sohn hatte allerdings magische Kräfte und konnte die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit lösen. Deswegen musste die Mutter die Zeit verkürzen und täuschte den Sonnenaufgang früher vor als er eigentlich war. Das machte den Sohn so wütend, dass er das Schiff umkippte – noch heute kann man es laut der Legende als Vulkan sehen.

Ob man der Legende glauben will oder nicht – der Vulkan ist wirklich beindruckend! Leider sind die Eintrittspreise etwas unverschämt: Für Einheimische kostet es nur 30.000 IDR, für Ausländer das 10-fache (!). Man wird allerdings durch ein wunderschönes Naturschauspiel belohnt.

Tangkuban Perahu 2Der Hauptkrater ist inaktiv. Wenn du die aktiven heißen Quellen sehen willst, führt dich ein Guide gerne dorthin. Alleine darf man sich leider nicht auf den Weg machen. Wenn du durch einen dschungelartigen Wald gelaufen bist, kannst du dich an den Quellen mit einer Fußmassage mit Vulkanschlamm belohnen. Entspannung pur!

Der aktive Teil des Vulkans ist sehr beeindruckend

Der aktive Teil des Vulkans ist sehr beeindruckend

Allerdings setzt sich der allgegenwärtige Geruch nach Schwefel schnell in der Kleidung und den Haaren fest – ein Besuch im Waschsalon und eine Dusche sind nach deinem Ausflug auf den Tangkuban Perahu also ein Muss!

Text und Fotos: Linda Ringel

Über die Autorin: Meine ersten Kontakt mit Indonesien hatte ich 2014. Während meines BA-Studiums in Passau habe ich eigentlich nur zum Spaß begonnen, Indonesisch zu lernen und bin irgendwie dabei hängen geblieben. 2016 war ich dann für 6 Monate in Indonesien. Während meiner Zeit in Jakarta konnte ich den Alltag von Millionen Indonesiern kennenlernen und hatte die Chance neben Java auch Bali, Lombok, Sulawesi, Ambon und die Gilis zu bereisen. Besonders fasziniert mich an Indonesien die unglaubliche Vielfalt der Kulturen, Religionen, Klamotten, Gerüche und Geschmäcker. Momentan bin ich in meinem Masterstudium „Global Studies“ wieder in Europa. Nach Indonesien zieht es mich allerdings immer wieder. 2017 verbrachte ich beispielsweise einen Monat in Raja Ampat, West Papua. Bis jetzt habe ich 14 der 17.500 Inseln besucht – und hab noch einiges vor!

Wenn dir der Beitrag gefallen hat und du mehr über Indonesien erfahren möchtest, folge uns auch auf Facebook oder abonniere unseren Newsletter. Alle wichtigen Infos für deine Reise in Indonesien findest du in dem Beitrag „Alle Tipps für deine Reise nach Indonesien„.

Offenlegung: Dieser Beitrag kann Affiliate-Links und Werbung enthalten. Es entstehen dir keine zusätzlichen Kosten. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selber nutzen, von denen wir 100% überzeugt sind oder die uns von einer fachkundigen Person empfohlen wurden. Durch Werbung und Affiliate-Links können wir die Zeit aufbringen diesen Blog zu gestalten und mit Liebe und Inhalten zu füllen. Peace, Love & Banana Pancake. Euer Indojunkie Team.

1 Kommentar

Ähnliche Artikel:

Hinterlasse einen Kommentar