Drei Monate habe ich in Indonesien verbracht. Auf den Spuren des Hypes um dieses Land. Ich wollte wissen wieso zahlreiche Leute in dieses Land reisen und so begeistert wieder zurückkehren.
Nach drei Monaten und insgesamt 14 besuchten Inseln verstehe ich den Hype immer noch nicht. Für mich gibt es nur eine plausible Erklärung – Die Leute müssen verrückt und noch nie in einem anderen Land gewesen sein!
Das Ganze möchte ich jedoch nicht einfach so im Raum stehen lassen. Aus diesem Grund folgen nun 19 Gründe um Dich davon zu überzeugen, dass es eine absolute Verschwendung von Zeit und Geld ist Indonesien zu bereisen.
Kleiner Tipp am Rande: Sehe diesen Beitrag bitte mit ein wenig Ironie!
1. 0815 Sonnenaufgänge
Die Kulissen für Sonnenaufgänge in Indonesien ist das frühe Aufstehen auf gar keinen Fall wert. Bleib besser im Bett und schlafe aus.


2. Fehlende Aktion
Das einzige was du in Indonesien machen kannst, ist dem Reis beim Wachsen zuzusehen.


Falls dir das süße Nichtstun am Strand oder dem Reis beim Wachsen zuschauen irgendwann doch zu langweilig wird, kannst du dich ja freiwillig in reißende Flüsse stürzen – oder versuchen, auf einem Brett über Wellen zu balancieren. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber irgendwie macht’s trotzdem richtig Spaß. Hier findest du ein paar herrlich waghalsige Optionen für Rafting, Surfkurse und viele andere Aktivitäten, die deinen Adrenalinspiegel zuverlässig in die Höhe treiben.
3. Schöne Strände? Fehlanzeige
Egal wo Du in Indonesien an den Strand gehst, findest du eine endlose Menschenansammlung und an Entspannung ist nicht zu denken.


4. Über 13.000 Inseln und nichts Einzigartiges
Wer von uns hat kein eigenes Flugzeug im Garten stehen!?


5. Die berühmten Kraterseen von Kelimutu? Nein Danke!
Wenn du glaubst, dass sich die weite Anreise bis nach Flores für diese lächerlichen Kraterseen, die auch noch ständig ihre Farbe ändern, lohnt, muss ich dich enttäuschen.

6. Kein Chance auf sternenklare Nächte
Indonesien versinkt komplett im Lichtsmog. Es gibt absolut keine Möglichkeit sich nachts ins Freie zu setzen und die Sterne zu beobachten.


2 Unterkunftstipps für Karimunjawa
The Bodhi Tree Hostel
(sehr zentrale und liebevoll eingerichtete Unterkunft)
Ayu Hotel Karimunjawa
(familiäres Hotel, Roller Rental, top Ausflüge)
7. Langweilige Tierwelt
Wieso den ganzen Weg bis nach Indonesien gehen, wenn du dieselben Tiere im nahegelegenen Park oder Zoo begutachten kannst?


8. Fehlende Unterwasserwelt
Du bist ein großer Fan der Unterwasserwelt? Dann solltest du auf keinen Fall nach Indonesien kommen. Nicht umsonst befindet sich kein einziger Top 10 Tauchspot in Indonesien. Ebenso könntest du zu Hause in der Badewanne schnorcheln. Wer will außerdem schon den größten Knochenfisch der Welt sehen.


Und überhaupt: Warum sollte man sich in kristallklares Wasser begeben, um von bunten Fischschwärmen, majestätischen Mantarochen oder Schildkröten umgeben zu sein? Total überbewertet. Wenn du dir diesen ganzen Wahnsinn trotzdem antun willst – bitte sehr. Hier findest du Tauchkurse mitten in dieser schrecklich schönen Unterwasserwelt.
9. Vulkane – Hast du einen gesehen, hast du alle gesehen
Indonesien ist das Land der Vulkane. Unterschiede gibt es jedoch keine. Ein Vulkan gleicht dem anderen. Du magst Routine? Dann bist du hier genau richtig. Wer außerdem schon immer mal einen aktiven Vulkan sehen wollte, sollte besser den Discovery Channel einschalten.


Auch zum Mount Ijen gibt’s natürlich wieder viel zu viele Touren – wie soll man sich da bloß entscheiden? Wir empfehlen dir, den Aufstieg nachts oder zum Sonnenaufgang zu machen, aber nur, wenn du dieses völlig überbewertete blaue Feuer sehen willst. Buchen kannst du das Ganze natürlich völlig unkompliziert – spontan vor Ort oder schon im Voraus online. Schlimm, oder?
Unterkünfte am Ijen Krater:
Bamboo & B (€)
Mitten im Dschungel gelegen bist du hier von atemberaubender Natur umgeben. Die Unterkunft ist der perfekte Ausgangspunkt für deine Tour zum Mount Ijen. In den liebevoll gestalteten Bambushütten kannst du neue Kraft tanken und dich nach dem Aufstieg wunderbar erholen.
Mi Casa – The gem of Ijen (€€€)
Die Anlage liegt mitten in der Natur und bietet dir neben dem Dschungel und Zugang zum Fluss auch viele Möglichkeiten zum Wandern. Ein liebevoll gestalteter Garten mit Pool sorgt dafür, dass es dir an nichts fehlt. Die Unterkunft ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Tour zum Mount Ijen. In der Nähe findest du außerdem einen Wasserfall, in dem du sogar baden kannst.

Es ist wirklich nervig – zum Mount Bromo gibt es einfach viel zu viele Tourmöglichkeiten: Tagestouren, Sonnenaufgangstouren, mehrtägige Touren oder gar auf eigene Faust … Du kannst sie sogar ganz stressfrei spontan vor Ort oder schon im Voraus online buchen. Schrecklich, oder?
Unterkünfte am Mount Bromo:
Snooze Malang (€)
Es gibt gemütliche Gemeinschaftsbereiche und eine gut ausgestattete Küche. Du kannst zwischen Doppelzimmern oder Schlafsälen wählen. Die Lage ist ideal als Ausgangspunkt für Touren zum Mount Bromo oder zum Tumpak Sewu Wasserfall. Touren können direkt über die Unterkunft gebucht werden.
The Shalimar Boutique Hotel (€€€)
Das Hotel und die Zimmer sind wunderschön – man hat alles, was man braucht, und alles ist sehr gepflegt und sauber. Das Retro-Design ist dabei das absolute Highlight! Rucksäcke oder Koffer können ganz unkompliziert für die Bromo-Tour gelagert werden.
10. Miese Sonnenuntergänge
Die Sonne geht gewohnt früh unter in Indonesien. Das gemütliche Sitzen am Strand und den Tag mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang ausklingen zu lassen gibt es hier nicht.


Weil die Sonnenuntergänge so mies sind, werden von vielen Anbietern Sonnenaufgangstouren zum Tempel Borobudur angeboten.

11. Unfreundliche und unglückliche Menschen
Egal wo du auch hingehst. Die Menschen in Indonesien wollen auf gar keinen Fall mit dir in Kontakt treten und scheuen jeden Augenkontakt. Glücklich scheinen sie in ihrem Leben auch nicht zu sein. Die Freizeitaktivität besteht zum wesentlichen aus dem Starren in einen TV.
Und als wäre das alles nicht schon ernüchternd genug, kommt noch ein weiterer Härtetest obendrauf: die Sprache. Es ist wirklich nicht empfehlenswert, sich mit Bahasa Indonesia auseinanderzusetzen. Auf keinen Fall sollte man auch noch versuchen, mithilfe eines charmant aufgebauten und absolut alltagstauglichen Sprachkurses wie dem @indocrashkurs ein paar Worte zu lernen – das würde womöglich zu unerwünschten menschlichen Begegnungen führen. Und das wollen wir ja alle nicht.


12. Fehlende Kultur
Eine Kultur in Indonesien existiert nicht. Ziemlich kurios bei einem Land mit knapp 250 Millionen Einwohnern und über 700 verschiedenen Regionalsprachen. Traditionelle Dörfer wirst du hier leider nicht finden.


Und weil es hier ja eh keine Kultur gibt, brauchst du natürlich auch keine Sprache zu lernen… außer du willst vielleicht doch mal mehr sagen als „Terima kasih“. Dann könnte ein Indonesisch Sprachkurs ganz nützlich (und sogar spaßig!) sein.
13. Du bist nirgends allein
Es gibt nicht eine einzige einsame Insel auf Indonesien, auf der du dich zurückziehen, die absolute Ruhe und ein Robinson Crusoe Leben genießen kannst.

14. Gleiche Küste soweit das Auge reicht
Die Küste ist allerorts gleich. Spektakuläre Aussichtspunkte wirst du hier nicht finden.



15. Die Natur besteht nur aus Bäumen
Mehr als Bäume findet man nicht im Jungle von Indonesien. Wer also auf eine Abkühlung während seines Trekkings durch den Jungle hofft, sollte sich besser von diesem Traum verabschieden.

16. Lächerliche Vulkanaufstiege
Alle Bergsteiger dieser Welt sollten einen großen Umweg um Indonesien machen. Auch diejenigen die nach einer Herausforderung suchen, sollten einen weiten Bogen um Indonesien machen. Ein Aufstieg auf den Rinjani mit seinen 3.726 m schafft schließlich jeder mit links.


Als wäre das nicht schon genug, findest du online auch noch unzählige Touren rund um den Rinjani – zum Beispiel mehrtägige Trekkingtouren, bei denen du dich stundenlang durch atemberaubende Landschaft quälen darfst. Ganz toll, dieses Naturparadies.
Falls du dich wirklich auf das ganze Rinjani-Trekking-Drama einlassen willst, können wir dir Halomi-Trekker ans Herz legen (junges, lokales Team). Und weil Leiden ja gleich doppelt so viel Spaß macht, bekommst du mit dem Code Indojunkie sogar 5 % Rabatt.
Unterkünfte am Rinjani:
Pondok Guru Bakti Cottage (€)
Die meisten Trekking-Anbieter bringen ihre Gäste bereits eine Nacht vor dem Aufstieg in einem nahegelegenen Gästehaus in den Bergdörfern Senaru oderSembalun unter. Wir wurden im Dorf Senaru einquartiert, wo sich auch das Büro unseres Anbieters Halomi Trekker befindet. So konnten wir am Vortag der Wanderung alle Details der Tour besprechen und noch fehlendes Equipment organisieren.
Rinjani Mountain Garden (€€)
Inmitten von Reisfeldern gelegen, bietet dir diese Unterkunft pure Entspannung inmitten der Natur. Der Schwimmteich sorgt für eine willkommene Abkühlung, die berühmten Wasserfälle sind nur wenige Rollerminuten entfernt. Auch für eine Rinjani-Trekkingtour ist der Mountain Garden ein hervorragender Startpunkt.
17. Keine Transportmöglichkeiten
Es ist ziemlich schwer in Indonesien rum zu kommen. Die Transportmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Absolute Freiheit und abenteuerliches Herumkommen gibt es in ganz Indonesien nicht.



Und weil Reisen in Indonesien ja sooo kompliziert ist, kannst du natürlich auch nicht einfach ganz bequem auf 12go.asia deine Tickets für Bus, Bahn oder Fähren buchen – obwohl dort gefühlt jede Verbindung des Landes aufgelistet ist.
Wie z. B. Bali nach Lombok oder von Bali nach Nusa Penida.
18. Schlechtes Essen
Das Essen in Indonesien sieht nicht nur schlecht aus, man kann es auch nirgends so richtig genießen.


Weil das Essen ja sooo ungenießbar ist, solltest du sicherheitshalber einen der unzähligen Kochkurse besuchen – damit du lernst, wie man authentisches indonesisches Essen auch noch selbst zubereitet.
Außerdem besteht die Gefahr, dass du nach deinem Urlaub das langweilige Essen so vermisst, dass du es auch noch nachkochen musst. Für alle Betroffenen haben wir eine indonesische Rezeptesammlung erstellt.
19. Langweilige Reisterrassen
Was soll schon so interessant an Reisfeldern sein. Zu Hause fährt schließlich auch niemand die Mais- und Weizenfelder zu bewundern.


Und falls du trotz all der Warnungen tatsächlich planst, nach Bali zu reisen -(mutig!), könnten dir diese 122 Dinge, die man auf der Insel tun kann, vielleicht doch ganz gelegen kommen. Zum Glück gibt’s diesen herrlich überladenen Guide mit 122 Dingen, die du auf Bali tun kannst:
➡️ Hier geht’s zum Bali-Guide
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Nun, der wahre Grund wieso du niemals nach Indonesien reisen solltest ist, dass sobald du einmal in dieses Land gereist bist, du dich unsterblich verliebst und nie wieder wo anders hin möchtest.
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Über den Autor: Hey, ich bin Robert von FaRoWay und komme aus dem kleinen Städtchen Laufenburg in Südbaden am Oberrhein. Nach erfolgreichem BWL Studium habe ich 2015 meinen Job gekündigt und alles hinter mir gelassen. Wofür? Um die Welt zu entdecken, meinen Horizont zu erweitern und neue Kulturen kennenzulernen. Auf FaRoWay blogge ich über Reisen, Sport und Fotografie. Ich hoffe dir hat der Beitrag gefallen.









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