Rinjani Vulkan Lombok: Tipps für deine Rinjani Besteigung - Indojunkie

Rinjani Vulkan Lombok: Tipps für deine Rinjani Besteigung

Update: Der Rinjani ist nach einer vorübergehenden Schließung seit dem 11. August 2025 wieder geöffnet.

Du denkst darüber nach, den Rinjani Vulkan auf Lombok zu besteigen? Oder vielleicht hast du dich sogar schon dazu entschieden und suchst gerade nach einem geeigneten Trekking-Anbieter? Du weißt nicht, ob du zwei Tage, drei Tage oder sogar vier Tage im Rinjani Nationalpark unterwegs sein solltest? Egal welcher Schuh gerade drückt, in diesem Beitrag bist du goldrichtig.

Wir verraten dir, was dich bei einer Rinjani Besteigung auf Lombok erwartet, was du unbedingt dabei haben solltest und welche Tour-Länge sich für wen eignet.

Wenn du im Anschluss noch fragen hast, nutze die Kommentarfunktion unterhalb des Artikels.

Trekkinganbieter-Empfehlungen für die Rinjani Besteigung

Halomi-Trekker

(junges, lokales Team aus der Region) – Erhalte 5 Prozent Rabatt, wenn du Indojunkie bei deiner Buchung angibst.

Authentic Rinjani
(setzt nicht nur auf Sicherheit und erfahrene Guides, sondern tut auch aktiv etwas für die Umwelt. Jeder Träger nimmt bei den Touren einen Müllsack mit. Für gefüllte Säcke gibt es eine kleine Prämie. So wird die Natur schrittweise von Plastik und Abfällen befreit)

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Rinjani-Lombok-Besteigung
Rinjani Vulkan Lombok: Tipps für deine Rinjani Besteigung

Der Rinjani Vulkan auf Lombok

Der Mount Rinjani ist mit 3.726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens und eines der absoluten Highlights auf Lombok (oder sogar von ganz Indonesien).

Im Krater des Vulkans befindet sich ein gigantischer See Namens Segara Anak, welcher für das Naturvolk Lomboks (Sasak) als heilig gilt.

Um den Vulkan zu schützen, wurde der Gunung Rinjani Nationalpark gegründet. Von diesem aus werden die Wanderungen zum Gipfel des Vulkans organisiert. Sembalun oder Senaru sind dabei die Ausgangsorte für Rinjani Besteigungen.

Über 20 Dörfer sind am Fuße des Vulkanes angesiedelt, deren Haupteinnahmequellen der Rinjani-Tourismus sowie die Landwirtschaft darstellt.

Fakten zur Rinjani Besteigung

✓ Ausgangsorte: Sembalun / Senaru
✓ 40 Kilometer Wanderung
✓ 6900 überwundene Höhenmeter
✓ Gipfel auf 3.726 Meter

Rinjani-Vulkan-Lombok
Der Mount Rinjani ist mit 3.726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens

Rinjani Besteigung: Vorbereitungen

Wenn du den Rinjani Vulkan auf Lombok besteigen möchtest, solltest du zwischen 4 und 7 Tagen einplanen – für die An- und Abreise sowie die Rinjani Besteigung selber.

Die kürzeste Rinjani-Tour dauert 2 Tage und 1 Nacht. Bei der längsten Rinjani-Tour bist du ganze 4 Tage und 3 Nächte im Rinjani Nationalpark unterwegs. Für die An- und Abreise würden wir einen weiteren Tag einplanen.

Bei den meisten Rinjani-Trekking-Unternehmen sind die Abholung und Weiterfahrt im Paket inbegriffen.

Wenn du am Tag vor deiner Rinjani Besteigung früh genug anreist, kannst du noch die schönen Wasserfälle Sendang Gile und Tiu Kelep im Dorf Senaru besuchen. Das perfekte Warm-Up für deine Rinjani-Besteigung.

Wir haben unsere Rinjani Besteigung nach einem längeren Aufenthalt auf Gili Air im Nordwesten von Lombok gebucht.

Anschließend konnten wir uns auf Gili Asahan im Südwesten von Lombok von den Strapazen der harten Wanderung erholen.

Unsere Route
Gili Air –> Rinjani –> Gili Asahan

Unser Tipp:

Über 12go kannst du ganz bequem online deine Transportverbindungen entlang der Route buchen – zum Beispiel von Gili Air nach Senaru (Rinjani). Alternativ bietet sich ein privater Fahrer an, der dich flexibel und komfortabel von Ort zu Ort bringt.

Unterkunft & Rinjani Packliste

Die meisten Trekking-Anbieter quartieren ihre Gäste eine Nacht vor der Besteigung in einem naheliegenden Gästehaus in den Bergdörfern Senaru oder Sembalun ein.

Wir wurden in der Unterkunft Pondok Guru Bakti im Dorf Senaru eingebucht, wo sich das Büro unseres Trekkinganbieters Halomi-Trekker befindet. So konnten wir am Tag vor der Wanderung über alle Einzelheiten der Tour informiert werden und fehlendes Equipment organisieren.

Neben den Halomi-Trekker und Authentic Rinjani gibt es noch diverse weitere Anbieter, wie z. B.

1) Die 2-tägige Mt. Rinjani Trekking Tour ab Sembalun oder Senaru bringt dich auf direktem Weg zum Gipfel – perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber den spektakulären Sonnenaufgang am Summit nicht verpassen wollen.

2) Bei der Mount Rinjani Trekking Tour (3 Tage / 2 Nächte) erlebst du ein unvergessliches Abenteuer mit Sonnenaufgang am Gipfel, einem Zeltlager am Kratersee und entspannenden Stunden in den natürlichen heißen Quellen.

3) Die 2-tägige Mount Rinjani Trekkingtour zum Senaru Crater Rim ist ideal für alle, die eine kürzere, aber dennoch beeindruckende Wanderung suchen. Vom Kraterrand aus hast du atemberaubende Ausblicke auf den See, den aktiven Vulkan und bei klarer Sicht sogar bis zu den Gili-Inseln.

Wichtig zu wissen
Der Zugang zum Gunung Rinjani Nationalpark ist täglich limitiert – es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Einlasskarten. Besonders in der Hauptsaison sind diese oft schnell vergriffen. Wer eine Trekkingtour plant, sollte deshalb rechtzeitig prüfen, ob für die gewünschten Daten noch Tickets verfügbar sind. Trekkinganbieter übernehmen die Registrierung in der Regel für ihre Gäste.

Weitere Unterkünfte in der Umgebung:

Pondok Guru Bakti (€)
Familiengeführte Unterkunft am Fuße des Mount Rinjani. Mit einfachen, sauberen Zimmern, einem Infinity-Pool mit Blick auf die Berge und seiner Nähe zu den Wasserfällen Tiu Kelep und Sendang Gile ist es der perfekte Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Gutee Preis-Leistungs-Verhältnis!

Ila Homestay (€)
Charmante, saubere Zimmer und eine herzliche Atmosphäre machen das Ila Homestay zu einer beliebten Wahl. Die idyllischen Wasserfälle sind bequem zu Fuß erreichbar. Besonders praktisch: Das Homestay bietet private Trekkingtouren zum Rinjani an – perfekt für alle, die das Abenteuer direkt vor der Haustür starten möchten.

Rinjani Mountain Garden (€)
Inmitten von Reisfeldern gelegen, bietet  dir diese Unterkunft pure Entspannung inmitten der Natur. Der Schwimmteich sorgt für eine willkommene Abkühlung, die berühmten Wasserfälle sind nur wenige Rollerminuten entfernt. Auch für eine Rinjani-Trekkingtour ist der Mountain Garden ein hervorragender Startpunkt.

Dragonfly Senaru Lodge (€€)
Ein idealer Ausgangspunkt für deine Rinjani-Trekkingtour: Von Balkon oder Terrasse genießt du einen atemberaubenden Blick auf die grüne Naturkulisse – ideal, um vor der Tour neue Energie zu tanken. Die Zimmer sind sauber, komfortabel und liebevoll eingerichtet.

Wir hatten uns relativ spontan zu der Rinjani Besteigung entschieden, dadurch fehlte uns das meiste, das auf der Rinjani-Packliste empfohlen wird.

Da wir morgens angereist sind, hatten wir auf der Fahrt vom Hafen Bangsal nach Senaru ausreichend Zeit ein paar Dinge (u. a. warme Pullover, Socken & Co.) einzukaufen. Weiterhin wurden wir von unseren Guides mit Jacken, Schuhen, Kopflampen, Trekkingstöcken und Handschuhen ausgestattet, wobei wir für Schuhe und Jacken eine kleine Gebühr gezahlt haben – berechtigterweise.

PACKLISTE RINJANI

Rucksack mit Regenhülle
wir sind mit unserem WAYKS Travel Backpack auf den Rinjani gestiegen

Kopflampe
für den Gipfelaufstieg im Dunkeln (kannst du dir bei deinem Trekking-Anbieter ausleihen)

Trekkingstöcke
falls du gerne damit wanderst (kannst du dir bei deinem Trekking-Anbieter ausleihen)

Handschuhe
für die kalten Momenten während der Tour (auf dem Gipfel ist ca. 5 Grad kalt)

Flip Flops
vor allem bei den längeren Rinjani-Touren nützlich

Wanderschuhe
können optional auch ausgeliehen werden (Achtung: Nicht alle Größen vorhanden)

Kopfbedeckung und Sonnenbrille
gegen die starke Sonne im Rinjani Nationalpark

Jacke
am besten wind- und regenfeste Jacke (kannst du dir auch bei deinem Trekking-Anbieter ausleihen)

Kleines Handtuch
am besten schnelltrocknende Reisehandtücher oder ein Sarong

Kleidung
wir empfehlen 2 bis 3 T-Shirts sowie 2 Shorts und 1 wärmere Trekkinghose / Leggings

Unterwäsche
bei der 3- sowie 4-Tages-Tour zusätzlich Schwimmbekleidung einpacken

Kosmetik- & Hygieneprodukte
z. B. Feuchttücher, Zahnbürste, Zahncreme, Schmerzmittel, Sonnencreme, Tigerbalm etc.

Kamera / Handy / Powerbank
für atemberaubende Fotos während deiner Rinjani Besteigung

Plastikttüten
für deinen Müll, damit der Rinjani nicht noch mehr zur Müllhalde wird

Zeitungspapier
falls du in regenreichen Monaten wandern solltest, kannst du damit deine Schuhe nachts ausstopfen

Campingausrüstung, Verpflegung, Wasser & Co. wird von deinen Portern getragen.

Welche Touren-Länge ist empfehlenswert?

Die beliebteste Tour durch den Rinjani Nationalpark startet in dem kleinen Bergdorf Sembalun und endet in Senaru. In diesem Fall wanderst du zuerst Richtung Gipfel und im Anschluss Richtung Kratersee.

Die 3-Tage-Tour ist die anstrengendste, da du am 2. Tag sehr viele Kilometer und Höhenmeter zurücklegen musst und kaum Zeit hast, die einzelnen Highlights wirklich zu genießen. Diese Tour würden wir nur sehr trainierten Menschen empfehlen.

Bei der 2-Tages-Tour verpasst du den See, die heißen Quellen sowie das schöne Basislager am Senaru Kraterrand, was unserer Meinung nach das schönste Camp war.

Bei der 4-Tages-Tour hast du ausreichend Zeit die einzelnen Highlights zu genießen und kannst den harten 2. Tag auf zwei Tage aufteilen. Perfekt für Menschen, die keine geübten Wanderer sind. Außerdem ist der Preisunterschied zwischen 3 Tagen und 4 Tagen super gering. Wieso also nicht gleich noch ein Tag länger im Nationalpark genießen?

Wir haben uns demnach für die längste Tour entschieden.

2 T. / 1 N. 3 T. / 2 N. 4 T. / 3 N.
schnellhartoptimal
Tag 1: Aufstieg SembalunTag 1: Aufstieg SembalunTag 1: Aufstieg Sembalun
Tag 1: Campen Sembalun KraterrandTag 1: Campen Sembalun KraterrandTag 1: Campen Sembalun Kraterrand
Tag 2: Aufstieg zum Gipfel im DunkelnTag 2: Aufstieg zum Gipfel im DunkelnTag 2: Aufstieg zum Gipfel im Dunkeln
Tag 2: Abstieg nach SenaruTag 2: kurze Pause am See / heiße QuellenTag 2: Campen am See / heiße Quellen
Tag 2: Campen Senaru KraterrandTag 3: Campen Senaru Kraterrand
Tag 3: Abstieg SenaruTag 4: Abstieg Senaru
Trekking-Anbieter
1. Halomi-Trekker
2. Get Your Guide
3. Authentic Rinjani
Trekking-Anbieter
1. Halomi-Trekker
2. Get Your Guide
3. Authentic Rinjani
Trekking-Anbieter
1. Halomi-Trekker
2. Authentic Rinjani
Kosten
ca. 3.150.000 IDR p. P. Person (bei mind. 2 Personen)
Kosten
ca. 4.150.000 IDR p. P. Person (bei mind. 2 Personen)
Kosten
ca. 4.700.000 IDR p. P. Person (bei mind. 2 Personen)

Trekkinganbieter-Empfehlungen für die Rinjani Besteigung

Halomi-Trekker (junges, lokales Team aus der Region) – Erhalte 5 Prozent Rabatt, wenn du Indojunkie bei deiner Buchung angibst.

Bedenke: Wenn man teurere Expeditionen bucht, haben die Träger und Guides mehr Erfahrung und werden dementsprechend besser bezahlt. Viele der billigen Anbieter bezahlen ganz jungen, unerfahrenen Trägern, die die Tour vielleicht zum ersten Mal machen, nur sehr wenig und riskieren zudem deren Gesundheit.

Neben den Halomi-Trekker gibt es noch diverse weitere Anbieter, wie z. B.

Die 2-tägige Mt. Rinjani Trekking Tour ab Sembalun oder Senaru bringt dich auf direktem Weg zum Gipfel – perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber den spektakulären Sonnenaufgang am Summit nicht verpassen wollen.

Bei der Mount Rinjani Trekking Tour (3 Tage / 2 Nächte) erlebst du ein unvergessliches Abenteuer mit Sonnenaufgang am Gipfel, einem Zeltlager am Kratersee und entspannenden Stunden in den natürlichen heißen Quellen.

Die 2-tägige Mount Rinjani Trekkingtour zum Senaru Crater Rim ist ideal für alle, die eine kürzere, aber dennoch beeindruckende Wanderung suchen. Vom Kraterrand aus hast du atemberaubende Ausblicke auf den See, den aktiven Vulkan und bei klarer Sicht sogar bis zu den Gili-Inseln.

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Wasserfall Sendang Gile und Tiu Kelep

Am Fuße des Rinjani Vulkanes verstecken sich im Dorf Senaru zwei der schönsten und beliebtesten Wasserfälle Lomboks, der Sendang Gile Waterfall und der Tiu Kelep Waterfall.

Wir können den Besuch der beiden Wasserfälle am Tag vor der Rinjani Besteigung absolut empfehlen. Die entspannte Tour durch den Regenwald zu den zwei fallenden Gewässern ist ein tolles Warmup-Programm für die Strapazen am Folgetag.

Vom Eingang in Senaru aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum ersten Wasserfall und ca. 45 Minuten zum zweiten Wasserfall. Der Weg zu den beiden Wasserfällen führt durch einen üppigen Regenwald, über eine Brücke und durch einen Fluss. Bring Mückenschutz und Wasser zum Trinken mit.

Empfehlenswerter Mückenschutz für Indonesien

Anti Brumm Forte 
Mückenspray, 30 % DEET

Anti Brumm Naturel 
ohne DEET, pflanzliche Basis, Wirkstoffgemisch Citriodiol

Soffell (in Indonesien erhältlich)
lokaler Mückenschutz, als Lotion und Spray, gibt es in jedem indonesischen Supermarkt

Minyak Telon (in Indonesien erhältlich)
lokales, natürliches Öl,Mischung aus Eukalyptus, Zitronengras, Nelke und anderen Ölen, gibt es in jedem indonesischen Supermarkt / Apotheke

Cocoon Seidenschlafsack 
imprägnierter, leichter Seidenschlafsack, hilft auch gegen Bettwanzen

Nyembeq-Zeremonie – Traditioneller Segen vor dem Rinjani-Aufstieg

Bevor die Wanderung auf den Mount Rinjani beginnt, findet in vielen Gemeinden auf Lombok eine traditionelle Zeremonie namens Nyembeq statt. Dieser spirituelle Ritus dient dazu, die Berggeister um Schutz zu bitten und den Reisenden einen sicheren Weg zu wünschen.

Geleitet wird die Zeremonie meist von einem lokalen Ältesten oder spirituellen Führer. Dabei werden Opfergaben, Gebete, Räucherwerk und manchmal auch heiliges Wasser verwendet. Es ist ein Moment des Innehaltens, der Dankbarkeit und des Respekts – sowohl gegenüber der mächtigen Natur des Vulkans als auch gegenüber der tiefen spirituellen Verbindung der Sasak-Kultur zum Berg.

An der Nyembeq-Zeremonie teilzunehmen bedeutet, mit Achtsamkeit und Demut in das Abenteuer Rinjani zu starten – und sich mit einer lebendigen, lokalen Tradition zu verbinden, die weit über das Wandern hinausgeht.

Nyembeq-Rinjani

Rinjani Besteigung

Fahrt zum Startpunkt für die Rinjani Besteigung

Wenn du deine Tour von Sembalun startest, läuft der erste Tag bei allen Touren gleich ab – egal für wie lange du dich im Rinjani Nationalpark aufhältst.

Für alle, die in Senaru untergekommen sind, heißt es am frühen Morgen nach dem Frühstück ab nach Sembalun. Wir wurden mit einem Pickup abgeholt, was schon ein Abenteuer für sich war.

Auf dem Pickup geht es ca. 30 Minuten mit der ganzen Mannschaft durch die bergige Landschaft rund um den Rinjani. In Sembalun angekommen werden alle Gäste registriert und die Gesundheit wird überprüft (Gewicht, Temperatur, Blutdruck etc.).

Dann geht es mit dem Auto weiter bis zum Startpunkt der Wanderung. Spätestens hier wirst du deine Porter kennen lernen, die das ganze Campingequipment und die Verpflegung für deine Tour tragen werden. Wir ziehen den Hut vor diesem Job.

Tag 1: Ab in die Savanne des Rinjani Nationalpark

Der erste Teil der Wanderung verläuft durch eine Savannen-Landschaft. Vor allem in der Trockenzeit kann dieser Abschnitt sehr trocken, staubig und heiß werden. Die letzte Etappe führt durch einen steilen, dafür aber kühlen Wald.

Zwischendurch werden immer wieder Pausen zum essen, snacken, ausruhen und trinken eingelegt.

Wir waren im Mai kurz nach der Lomboks Regenzeit vor Ort. In dieser Reisezeit erwartet dich eine grüne Landschaft, die Wahrscheinlichkeit für Regen ist jedoch immer noch gegeben.

Wir hatten am ersten Tag bewölktes Wetter mit Regenschauern und demnach keine gute Sicht. Das hat die Laune aber nicht gedrückt. Im Gegenteil. Da wir vier Tage für den Rinjani Nationalpark eingeplant hatten, waren wir froh, dass wir nicht direkt am ersten Tag 8 Stunden lang der Sonne ausgesetzt waren. Dafür waren unsere Schuhe bereits am ersten Tag durchnässt.

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Am ersten Tag geht es durch eine Savannenlandschaft

Camp 1: Sembalun Rinjani Kraterrand

Am Nachmittag um ca. 16:00 erreichen wir schließlich das Camp 1 am Sembalun Kraterrand: glücklich aber platt, durchnässt und durchgeschwitzt.

Unser Schlaf- und Toilettenzelt war bereits von unseren Portern aufgebaut worden und uns erwartete eine Stärkung, bestehend aus gebackenen Bananen mit Schokolade.

Der Blick auf den Kratersee wurde in Wolken eingehüllt. im Großen und Ganzen eine wirklich traumhafte Location zum Zelten – wären da nicht die Müllberge rund um die Campsite.

Unser Zelt war Gottseidank in einer relativ müllfreien Zone aufgebaut worden. Aber traurig stimmte einem der Anblick des Unrat inmitten des Rinjani Nationalpark alle Male.

Zum Abendessen gab es köstliches Curry und schon hieß es: Schlafen gehen, um nachts um 2 Uhr den Gipfel in Angriff zu nehmen.

Tag 2: Aufstieg zum Gipfel des Rinjanis

Der Aufstieg von Camp 1 zum Rinjani Gipfel hat es in sich. Meiner Meinung nach ist dies der härteste Teil der Tour.

Los geht es um 02:00 Uhr morgens, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem kleinen Plateau anzukommen. Damit startest du im Dunkeln und siehst nur soweit wie deine Kopflampe. Dein Gepäck lässt du im Camp 1, wo du nach der Gipfelbesteigung zurückkehren wirst.

Denk unbedingt an Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. In der Höhenlage knallt die Sonne und kann später schnell zu einem Sonnenstich führen. Packe dich außerdem super warm ein. Die anstehende Etappe kann bitterkalt werden.

3 Stunden Aufstieg klingt an sich nicht viel, aber der Weg führt dich über loses Geröll und Vulkangestein, was ein vernünftiges Vorankommen zu einem Ding der Unmöglichkeit macht – zwei Schritte hinauf bedeuten eineinhalb wieder hinunterzurutschen! Da heißt es Zähne zusammenbeissen und immer in Bewegung bleiben.

Irgendwann erhellt die Morgendämmerung den Horizont und du registrierst, in was für eine surrealen Umgebung du gerade wanderst. Mir wurde beim Anblick des 360-Grad-Panoramas sogar übel, da ich leichte Höhenangst habe. Dadurch fiel es mir immer schwerer voranzukommen.

Dies führte dazu, dass wir es nicht zum Sonnenaufgang auf den Gipfel geschafft haben. Auf den letzten Metern war ich mehrfach kurz davor gewesen, aufzugeben. Doch letztendlich erreichte ich erschöpft (aber stolz) den imposanten Gipfel des Rinjani Vulkans, dem zweithöchsten Vulkan Indonesiens.

Da es keinen Zeitdruck auf der 4-Tages-Tour gibt, kann man sich beim Aufstieg zum Gipfel ausreichend Zeit zum Durchatmen lassen. Und der Sonnenaufgang sieht ein paar Meter unterhalb des Gipfels nicht weniger schön aus. Bei der 3-Tages-Tour wäre ich tatsächlich schon beim Gipfelaufstieg in Zeitnot geraten.

Wir erreichten den Gipfel also ca. eine Stunde später als geplant, was uns letztendlich zu Gute kam. Denn um diese Zeit war schon wieder viel weniger los und die Luft war viel wärmer, sodass man den Ausblick voll und ganz in sich aufsaugen konnte.

Wir hatten Glück und einen wolkenlosen Blick auf den Kratersee und die Umgebung. Später am Tag hatte es sich wieder zugezogen, daher waren wir umso dankbarer!

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Der Aufstieg zum Gipfel ist der härteste Teil der Tour

Tag 2: Abstieg zum Rinjani Kratersee

Nachdem der Weg zum Gipfel bewältigt ist, heißt es wieder alles hinuntersteigen. Der Abstieg macht jedoch richtig viel Spaß, da man die Aschewege auf die verrückteste Art und Weise runterrutschen kann.

Auf dem Weg wirst du immer wieder von kleinen Makakenaffen besucht oder schaust in die erschöpften Gesichter der Wanderer, die sich noch auf dem Weg zum Gipfel befinden.

Außerdem wird dir bewusst, was für eine Höllentour du hinter dir hast. Im Dunkeln ist einem gar nicht so bewusst gewesen, wie heftig die Etappen zum Gipfel eigentlich sind.

Gegen 10:00 Uhr kommen wir wieder im Camp 1 an, um ein kurzes Nickerchen zu machen und zu frühstücken. Ich bin unglaublich erschöpft am Camp 1 angetroffen und war ziemlich froh, dass nur noch eine 3-Stunden-Wanderung an dem Tag auf uns wartete. Die 3-Tages-Tourer müssen ab diesem Zeitpunkt noch mehr als 6 Stunden wandern.

Weiter geht es entlang des Kraters und hinunter zum Kratersee. Die meiste Zeit geht es bergab oder geradeaus durch eine Märchenlandschaft, die mich zum Teil an die Alpen erinnert hat.

Unser Wetter war beim Abstieg zum Kratersee wieder mystisch und nebelverhangen.

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Camp 2: Campen mit Vulkan- und Seeblick

Am See angekommen wurden wir wieder von unseren aufgebauten Zelten und unseren Portern empfangen, die bereits dabei waren, unser Essen vorzubereiten.

Der See ist ein beliebter Campingspot für junge Indonesier und Indonesierinnen, die hier fischen, Gitarre spielen und auf ihren Gaskochern Instant Mie zubereiten.

Der Blick aus unserem Zelt war phänomenal – Meer- und Vulkanblick inklusive. Der Müll, der auch dieses Camplager überflutete, war leider wieder eine Zumutung.

Da ich so erschöpft war, legte ich mich nach dem Essen sofort ins Zelt und schlief wie ein Baby bis zum nächsten Tag. Die Jungs gingen noch zu den heißen Quellen und ließen es sich gut gehen.

Aber keine Sorge: Ich hatte noch den ganzen nächsten Vormittag für die heißen Quellen und den See. Das ist das Besondere an der 4-Tages-Tour.

Bedenke: Wenn du die 2-Tages-Tour gebucht hast, gehst du von Camp 1 wieder zurück und machst keinen Zwischenstop am Kratersee. Wenn du die 3-Tages-Tour gebucht hast, machst du nur eine kurze Pause am See und gehst weiter Richtung Camp 2 am Senaru Kraterrand.

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Ohne den Müll wäre das Camp am Vulkansee ein absolutes Highlight gewesen

Tag 3: Heiße Quellen und Aufstieg zum Senaru Kraterrand

Am nächsten Morgen wurden wir mit einem blauen Himmel und Sonnenschein geweckt. Nach dem Frühstück ging es zu den heißen Quellen, wo wir baden und unsere müden Muskeln entspannen konnten.

Wir hatten wahnsinniges Glück und waren fast zwei Stunden die einzigen Badegäste. Das ganze Team hatte unglaublich viel Spaß und wir ließen uns Zeit, um dieses ganz besondere Fleckchen Paradies zu genießen.

Ich meine, hast du schon mal eine heiße Quelle mit Wasserfall inmitten einer märchenhaften Landschaft erleben dürfen?

Nach dem Badespaß ging es weiter zum Senaru Kraterrand. Dieser Abschnitt hat es nochmal in sich, da es die gesamte Zeit über steil bergauf geht.

Und jetzt stell dir vor, dass die 3-Tages-Tourer diese Etappe noch am Vortag (nach dem Gipfelaufstieg und dem Abstieg zum Kratersee) gehen müssen, um pünktlich zum Sonnenuntergang im Senaru Kraterrand Camp anzukommen.

Wir hingegen konnten uns wieder Zeit lassen, den Weg genießen und uns die besten Plätze im Senaru Kraterrand Camp sichern.

Hinweis: Durch das Erdbeben ist die Etappe vom Kratersee zum Senaru Kraterrand Camp anstrengender geworden, da manche Wege nicht mehr begehbar sind. Entlang des Weges sieht man viele ehemalige Steinrutsche. Bei dem Anblick wird einem bewusst, wie verheerende Folgen das Erdbeben 2018 mit sich gebracht hat.

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Die heiße Quelle befindet sich nur wenige Meter neben der „lake camp site“

Camp 3: Lagerfeuer, Milchstraße und Dankbarkeit

Uns gefiel dieses Lager von allen drei Zeltplätzen am besten – obwohl es auch die kälteste Nacht war. Der 360-Grad-Blick war einfach nur atemberaubend. Der Sonnenuntergang nimmt aus dieser Perspektive eine ganz neue Dimension an. Und das Abendessen schmeckt in dieser Höhenlage nochmal viel besser.

Sobald es dunkel wurde, haben unsere Porter und unsere Guides ein Lagerfeuer gezaubert, wo wir bis spät am Abend gemeinsam saßen und über die Kultur von Lombok, den Rinjani Vulkan, den Glauben der Sasak-Bevölkerung und die Unterschiede zwischen Ost- und West-Lombok philosophierten. Über uns strahlten die Sterne in voller Pracht und sogar die Milchstraße war ersichtlich.

An diesem Abend spürte ich eine unglaubliche Dankbarkeit für diese ganz besondere Erfahrung.

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Lagerfeuer in der 3. Nacht der Rinjani Besteigung

Tag 4: Abstieg nach Senaru

Am nächsten Morgen genossen wir den traumhaften Blick auf den Gipfel und die dahinter aufgehende Sonne – fast noch einmal so schön, wie der Sonnenaufgang am Tag zuvor. Dabei tranken wir unseren letzten Bergkaffee. Findest du nicht auch, dass Kaffee beim Zelten so viel besser schmeckt?

Wir trugen die fröhliche, gelassene Stimmung des Frühstücks den ganzen Vormittag mit uns den Berg hinunter. Der letzte Abschnitt ist landschaftlich wunderbar abwechslungsreich. Wir pflückten frische Himbeeren entlang des Weges, erholten uns im Schatten der Bäume und tranken frisches Quellwasser.

Die letzte Etappe führt durch eine tropische Regenwald-Landschaft, bis man schlussendlich am Tor des Rinjani Nationalparks ankommt.

Wir entschieden uns dazu, noch eine weitere Nacht in der Unterkunft Pondok Guru Bakti zu übernachten, um am nächsten Tag nach dem Frühstück Richtung Gili Asahan aufzubrechen.

Rinjani Besteigung: Träger und Trinkgeld

Ich habe bewusst darauf verzichtet, unsere Träger oben jedes Mal gesondert zu erwähnen, da die Erzählung sonst ausgeartet wäre: denn ihre Leistung war einfach unglaublich!

Die Träger – in unserem Fall zwei – sind meist lokale Bauern, die das gesamte Equipment auf den Vulkan schleppen, um sich etwas dazuverdienen zu können. Sie marschieren in Flip-Flops, manche sogar barfuß (!) den Berg hinauf, wohl gemerkt schneller als jeder Tourist und dass mit einer Last von jeweils ca. 40 kg.

Allerdings nicht auf dem Rücken als Rucksack, sondern über die Schulter mit zwei Bambuskörben. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieser Aspekt ein mulmiges Gefühl bei mir hinterließ – ihnen alles (ich hatte nur meinen WAYKS Travel Backpack dabei) zu überlassen. Aber unser Guide erklärte uns, dass viele der Porter auf das Geld angewiesen sind und deshalb diesen Knochenjob freiwillig und dankbar antreten.

Was du aber machen kannst: Gib den Jungs Trinkgeld, häng mit ihnen ab, zeige ihnen deinen Respekt und habt einfach eine gute Zeit zusammen. Uns wurde bestätigt, dass die meisten Porter die 4-Tages-Tour am liebsten machen, da die Tour entspannter für sie ist, und sie selber auch die Natur mehr genießen können.

Wir haben am Ende jedem Porter und Guide jeweils 250.000 IDR Trinkgeld gegeben. Ob das angemessen ist? Das können wir nicht pauschal sagen. Jeder soll das geben, was er geben kann. Aber ein kleines Trinkgeld haben die Jungs alle Male verdient!

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Viele Träger marschieren durch den Rinjani Nationalpark in Flipflops oder sogar barfuß

Trekkinganbieter-Empfehlungen für die Rinjani Besteigung

Halomi-Trekker (junges, lokales Team aus der Region) – Erhalte 5 Prozent Rabatt, wenn du Indojunkie bei deiner Buchung angibst

Bedenke: Wenn man teurere Expeditionen bucht, haben die Träger und Guides mehr Erfahrung und werden dementsprechend besser bezahlt. Viele der billigen Anbieter bezahlen ganz jungen, unerfahrenen Trägern, die die Tour vielleicht zum ersten Mal machen, nur sehr wenig und riskieren zudem deren Gesundheit.

Neben den Halomi-Trekker und Authentic Rinjani gibt es noch diverse weitere Anbieter, wie z. B.

1) Die 2-tägige Mt. Rinjani Trekking Tour ab Sembalun oder Senaru bringt dich auf direktem Weg zum Gipfel – perfekt für alle, die wenig Zeit haben, aber den spektakulären Sonnenaufgang am Summit nicht verpassen wollen.

2) Bei der Mount Rinjani Trekking Tour (3 Tage / 2 Nächte) und erlebe ein unvergessliches Abenteuer mit Sonnenaufgang am Gipfel, einem Zeltlager am Kratersee und entspannenden Stunden in den natürlichen heißen Quellen.

3) Die 2-tägige Mount Rinjani Trekkingtour zum Senaru Crater Rim ist ideal für alle, die eine kürzere, aber dennoch beeindruckende Wanderung suchen. Vom Kraterrand aus hast du atemberaubende Ausblicke auf den See, den aktiven Vulkan und bei klarer Sicht sogar bis zu den Gili-Inseln.

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Rinjani Besteigung: Müll und Nachhaltigkeit

Leider ist die Müllsituation auf den Campingplätzen katastrophal. Deswegen sollten zumindest wir nicht noch mehr zur Vermüllung des Rinjani Nationalpark beitragen. Nimm unbedingt eine oder mehrere Plastiktüten auf deine Rinjani Besteigung mit und bring all deinen Müll wieder vom Berg runter. Wenn du noch einen oben drauf setzen willst, sammle am letzten Tag noch zusätzlich Müll entlang des Weges auf.

Neben dem Müll sind auch die menschlichen Hinterlassenschaften ein großes Problem im Rinjani Nationalpark, denn es mangelt an Toiletten. Wir haben entlang des Weges nur eine Toilette vorgefunden. Jeder ansatzweise empfehlenswerte Trekking-Anbieter organisiert für Gäste ein Toilettenzelt und buddelt ein Loch für deren Hinterlassenschaften in den Boden. Aber du kannst dir sicher vorstellen, dass das auf Dauer keine Lösung ist, wenn jeden Tag Tausende Touristen den Rinjani besteigen.

Hier müsste die Regierung einschreiten und die Gebühr, die für den Nationalpark von jedem Gast verlangt wird, nutzen, um das Müll- und Fäkalienproblem in den Griff zu kriegen. Ansonsten wird irgendwann kein Tourist mehr kommen.

Da wir in ganz Indonesien an das Müllproblem gewohnt sind, konnten wir das Abenteuer Rinjani trotzdem in vollen Zügen genießen und können dir Tour trotz allem absolut empfehlen. Mach dir am besten dein eigenes Bild und geh mit gutem Vorbild voran.

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Die meisten Trekkinganbieter bauen jeden Abend auch ein Toilettenzelt auf

Weitere Unterkünfte in der Umgebung:

Pondok Guru Bakti (€)
Familiengeführte Unterkunft am Fuße des Mount Rinjani. Mit einfachen, sauberen Zimmern, einem Infinity-Pool mit Blick auf die Berge und seiner Nähe zu den Wasserfällen Tiu Kelep und Sendang Gile ist es der perfekte Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Gutee Preis-Leistungs-Verhältnis!

Ila Homestay (€)
Charmante, saubere Zimmer und eine herzliche Atmosphäre machen das Ila Homestay zu einer beliebten Wahl. Die idyllischen Wasserfälle sind bequem zu Fuß erreichbar. Besonders praktisch: Das Homestay bietet private Trekkingtouren zum Rinjani an – perfekt für alle, die das Abenteuer direkt vor der Haustür starten möchten.

Rinjani Mountain Garden (€)
Inmitten von Reisfeldern gelegen, bietet  dir diese Unterkunft pure Entspannung inmitten der Natur. Der Schwimmteich sorgt für eine willkommene Abkühlung, die berühmten Wasserfälle sind nur wenige Rollerminuten entfernt. Auch für eine Rinjani-Trekkingtour ist der Mountain Garden ein hervorragender Startpunkt.

Dragonfly Senaru Lodge (€€)
Ein idealer Ausgangspunkt für deine Rinjani-Trekkingtour: Von Balkon oder Terrasse genießt du einen atemberaubenden Blick auf die grüne Naturkulisse – ideal, um vor der Tour neue Energie zu tanken. Die Zimmer sind sauber, komfortabel und liebevoll eingerichtet.

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Melissa Schumacher

Comments

49 Kommentare zu „Rinjani Vulkan Lombok: Tipps für deine Rinjani Besteigung“

  1. Avatar von Morgan Marlin

    Kommentar für den Blogartikel „Mount Rinjani Besteigung“

    Hallo liebes Indojunkie-Team,

    zunächst einmal ein riesiges Dankeschön für diesen unglaublich ausführlichen, ehrlichen und hilfreichen Beitrag über die Besteigung des Mount Rinjani auf Lombok. Ich habe schon viele Reiseblogs gelesen, bevor ich selbst nach Indonesien gereist bin, aber nur wenige Artikel haben mir wirklich das Gefühl gegeben, emotional und mental auf ein Abenteuer vorbereitet zu sein. Euer Beitrag gehört definitiv dazu. Man merkt sofort, dass hier nicht einfach nur Informationen zusammenkopiert wurden, sondern dass echte Erfahrungen, Leidenschaft für Indonesien und vor allem Respekt gegenüber der Natur und den lokalen Menschen dahinterstecken.

    Ich möchte deshalb meine eigene Erfahrung hier teilen, weil ich glaube, dass viele zukünftige Reisende davon profitieren können – genauso wie ich von euren Tipps profitiert habe.

    Vor meiner Reise nach Lombok hatte ich ehrlich gesagt großen Respekt vor dem Rinjani. Überall liest man, dass der Vulkan wunderschön, aber gleichzeitig extrem anstrengend ist. Manche schreiben sogar, dass es die härteste Wanderung ihres Lebens war. Gleichzeitig sieht man diese atemberaubenden Fotos vom Kraterrand, vom Segara Anak See und natürlich vom Sonnenaufgang am Gipfel. Irgendwann kam bei mir der Punkt, an dem ich wusste: Ich muss das einfach selbst erleben.

    Ich bin normalerweise kein professioneller Trekker. Ich gehe gerne wandern und bin sportlich aktiv, aber ich habe vorher noch nie einen Vulkan mit über 3.700 Metern Höhe bestiegen. Genau deshalb war euer Artikel so hilfreich. Ihr beschreibt die Tour realistisch und macht keine falschen Versprechungen. Viele Reiseanbieter verkaufen die Rinjani-Tour wie einen gemütlichen Ausflug, aber ihr erklärt sehr ehrlich, wie anspruchsvoll die Wanderung wirklich ist. Im Nachhinein bin ich extrem froh darüber, denn nur deshalb habe ich mich vernünftig vorbereitet.

    Ich habe mich letztendlich für die klassische 3-Tage-2-Nächte-Tour entschieden, die in Sembalun startet und über Senaru endet. Rückblickend war das für mich die perfekte Entscheidung. Der erste Tag war zwar schon anstrengend, aber noch gut machbar. Was mich überrascht hat, war vor allem die Sonne. Viele unterschätzen wahrscheinlich, wie intensiv die Hitze tagsüber werden kann. Die Landschaft rund um Sembalun sah fast surreal aus – trockene Hügel, weite Graslandschaften und diese unglaubliche Aussicht auf Lombok. Gleichzeitig wusste ich bei jedem Schritt, dass der eigentliche harte Teil erst noch kommen würde.

    Unser Guide war übrigens fantastisch. Ich finde es super, dass ihr im Artikel auch darüber sprecht, wie wichtig gute und faire Anbieter sind. Genau dieser Punkt wird oft vergessen. Viele Touristen achten nur auf den billigsten Preis, aber niemand denkt darüber nach, wie schwer die Arbeit der Porter und Guides wirklich ist. Als ich gesehen habe, wie die Porter teilweise mit unglaublichen Lasten den Berg hochlaufen, hatte ich riesigen Respekt. Diese Menschen leisten körperlich Unglaubliches.

    Deshalb finde ich euren Hinweis extrem wichtig, lieber etwas mehr Geld für einen guten Anbieter zu bezahlen, statt nur das billigste Angebot zu suchen. Qualität, Sicherheit und faire Bezahlung sollten bei einer solchen Tour immer wichtiger sein als ein paar Euro Unterschied.

    Am ersten Abend erreichten wir den Kraterrand kurz vor Sonnenuntergang. Und ganz ehrlich: Dieser Moment war einer der schönsten meines gesamten Lebens. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Plötzlich lag der riesige Krater vor uns, mit dem Segara Anak See tief unter den Wolken. Der kleine aktive Vulkan in der Mitte sah aus wie aus einer anderen Welt. Gleichzeitig konnte man in der Ferne Bali und sogar den Mount Agung erkennen.

    Die Stimmung dort oben war einfach magisch.

    Es war still.

    Nur der Wind.

    Und dieses Gefühl, ganz weit weg vom normalen Alltag zu sein.

    Ich glaube, genau deshalb reisen viele Menschen nach Indonesien. Nicht nur wegen schöner Fotos oder Social Media, sondern wegen dieser besonderen Momente, die man nie wieder vergisst.

    Die Nacht am Kraterrand war allerdings deutlich kälter, als ich erwartet hatte. Auch das habt ihr im Artikel perfekt beschrieben. Viele Leute denken bei Indonesien automatisch an tropische Wärme, aber auf dieser Höhe kann es nachts wirklich eisig werden. Ich war sehr froh, dass ich genügend warme Kleidung dabei hatte. Einige andere Trekker in unserer Gruppe hatten das leider unterschätzt und mussten die ganze Nacht frieren.

    Der Gipfelaufstieg begann gegen zwei Uhr morgens.

    Und hier begann der wirklich harte Teil.

    Ich hatte vorher gelesen, dass die letzten Meter zum Gipfel psychisch extrem anstrengend sind, aber man versteht das erst richtig, wenn man selbst dort steht. Der Untergrund ist locker und sandig, man macht gefühlt drei Schritte nach vorne und rutscht wieder zwei zurück. Dazu kommt die Dunkelheit, die Kälte und die dünnere Luft.

    Es gab mehrere Momente, in denen ich ernsthaft überlegt habe umzudrehen.

    Aber genau dann war unser Guide unglaublich motivierend. Er hat immer wieder gesagt: „Langsam, aber niemals stehen bleiben.“ Und genau das war am Ende der Schlüssel.

    Schritt für Schritt.

    Ohne Stress.

    Einfach weitermachen.

    Als wir schließlich kurz vor Sonnenaufgang den Gipfel erreichten, war ich komplett erschöpft. Aber gleichzeitig war es eines der stärksten Gefühle, die ich jemals erlebt habe.

    Der Himmel färbte sich langsam orange.

    Unter uns lagen die Wolken.

    Man konnte Bali, Sumbawa und die gesamte Landschaft Lomboks sehen.

    In diesem Moment waren alle Schmerzen, alle Zweifel und jede Anstrengung plötzlich vergessen.

    Ich glaube, genau deshalb sprechen so viele Menschen mit so viel Emotion über den Rinjani.

    Es ist nicht einfach nur eine Wanderung.

    Es ist eine Erfahrung.

    Eine mentale Herausforderung.

    Und gleichzeitig ein Abenteuer, das einen verändert.

    Nach dem Gipfel stiegen wir wieder hinunter Richtung See. Dieser Abschnitt war ebenfalls extrem anstrengend, besonders für die Knie. Trotzdem war die Landschaft so spektakulär, dass man immer wieder stehen blieb, um Fotos zu machen.

    Der Segara Anak See war in Wirklichkeit sogar noch schöner als auf den Bildern. Dieses türkisblaue Wasser mitten im riesigen Krater wirkte fast unwirklich. Einige aus unserer Gruppe gingen sogar in den heißen Quellen baden, was nach dem langen Trekking unglaublich entspannend war.

    Was mich allerdings traurig gemacht hat, war der Müll an manchen Stellen.

    Deshalb finde ich euren zweiten Artikel über die Müllproblematik am Rinjani ebenfalls sehr wichtig. Ich glaube, viele Menschen verstehen gar nicht, wie empfindlich diese Natur ist. Jeder einzelne Besucher trägt Verantwortung dafür, den Berg sauber zu halten.

    Zum Glück hatte unser Team einen sehr nachhaltigen Ansatz. Unser Guide hat immer wieder darauf geachtet, dass kein Müll zurückgelassen wird. Wir haben sogar unterwegs Plastik eingesammelt, das andere liegen gelassen hatten.

    Ich wünsche mir wirklich, dass in Zukunft noch mehr Menschen verantwortungsvoll reisen.

    Der Rinjani ist ein einzigartiger Ort.

    Und solche Orte müssen geschützt werden.

    Was ich außerdem besonders schön fand, war die Begegnung mit den lokalen Menschen in Lombok. Die Freundlichkeit der Sasak-Bevölkerung hat mich tief beeindruckt. Egal ob in Senaru, Sembalun oder unterwegs – überall wurde man mit einem ehrlichen Lächeln begrüßt.

    Viele Reisende konzentrieren sich nur auf Bali, aber Lombok hat für mich eine ganz besondere Atmosphäre. Die Insel wirkt ruhiger, ursprünglicher und authentischer.

    Gerade deshalb hoffe ich, dass der Tourismus dort nachhaltig wächst und nicht die gleichen Probleme entstehen wie in manchen Regionen Balis.

    Ein weiterer Punkt, den ich zukünftigen Trekking-Reisenden unbedingt mitgeben möchte:

    Unterschätzt die Vorbereitung nicht.

    Wirklich nicht.

    Trainiert

  2. Avatar von Jen Rawson

    Natürlich liebe ich das Wandern, daher war ich sofort bereit, meine Reise zu buchen, als ich hörte, dass man den Mount Rinjani, den zweithöchsten Vulkan Indonesiens, besteigen kann. Der Mount Rinjani liegt auf der Insel Lombok, neben dem bekannteren Bali. Nachdem wir ein paar Tage an den Stränden im Süden von Lombok verbracht hatten, waren Tom und ich bereit, aktiv zu werden und die Wanderung in Angriff zu nehmen.

    Es gibt verschiedene Trekking-Optionen auf den Mount Rinjani – 2 Tage/1 Nacht, 3 Tage/2 Nächte oder 4 Tage/3 Nächte. Außerdem kann man entweder in Sembalun oder in Senaru starten. Die beliebteste Route ist die 3 Tage/2 Nächte Tour ab Sembalun, und genau dafür haben wir uns entschieden. Es gibt auch viele verschiedene Anbieter für diese Tour. Nachdem wir einige begeisterte Bewertungen über Jou Trekking gelesen hatten, entschieden wir uns, Jou zu kontaktieren, und erhielten fast sofort eine Antwort. Alle unsere Fragen wurden beantwortet, alles wurde organisiert und wir bekamen sogar ein großzügiges Sponsoring für die Reise. Dennoch sind alle meine Erfahrungen und Meinungen zu 100 % authentisch!

    Das Trekking beginnt eigentlich schon vor der offiziellen Tour: Das Team von Jou Trekking holte uns in Kuta Lombok ab und fuhr uns über mehr als 3 Stunden nach Senaru, wo unsere Unterkunft im Shambhala Rinjani inklusive war. Es war eine perfekte, einfache Unterkunft mit warmen Duschen, sehr freundlichem Personal und hervorragendem Essen. Kurz nach unserer Ankunft organisierte Jou einen Guide, der uns zu zwei nahegelegenen Wasserfällen führte.

    Tag 1: Sembalun zum Kraterrand (9 km & 1538 m Höhengewinn)
    Eigentlich sollte noch eine weitere Person in unserer Gruppe sein, aber sie sagte kurzfristig ab, sodass wir nur zu zweit waren – Tom und ich. Begleitet wurden wir von unserem Guide und zwei Trägern. Wir fuhren von Senaru nach Sembalun, checkten ein und starteten dann auf den Trail. Der Beginn war ein recht sanfter Anstieg, allerdings ohne Schatten und ziemlich heiß. Unterwegs gibt es feste Rastplätze, aber man kann jederzeit pausieren. Wir bewegten uns recht schnell und überholten viele andere Gruppen. Es wäre schön gewesen, andere Reisende kennenzulernen, aber es hatte auch Vorteile, unser eigenes Tempo zu gehen.

    Schon bald erreichten wir den zweiten Rastplatz, wo wir zu Mittag aßen. Ich war gespannt, was uns kulinarisch erwarten würde. Nach unserer Erfahrung beim Machu Picchu waren die Erwartungen hoch – aber ich wurde positiv überrascht. Unser erstes Mittagessen war ein großer Teller Nasi Goreng mit Hähnchen, Tofu, Tempeh und Ei. Dazu gab es viel Obst und Softdrinks. Wir waren danach wirklich satt.

    Der nächste Abschnitt wurde steiler, und als wir bei Position 3 pausierten, begann starker Regen. Zum Glück hatte unser Guide uns vorher Regenponchos gegeben. Uns wurde gesagt, dass der letzte Teil des Tages der schwierigste sei – sieben Hügel bis zum Kraterrand. Ich dachte zuerst, das bedeute auf und ab, aber es waren einfach sieben verschiedene steile Anstiege! Beim fünften Hügel war ich erschöpft und frustriert, aber Tom motivierte mich weiterzumachen. Als wir schließlich ankamen, hörte der Regen auf und wir wurden mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.

    Unser Guide sammelte unterwegs Holz, um ein Feuer zu machen und unsere Schuhe zu trocknen. Er ging wirklich weit über das Übliche hinaus: Er spannte eine Leine für unsere Socken und trocknete unsere Schuhe vollständig. Am nächsten Morgen war ich unglaublich dankbar für trockene Schuhe – andere Gruppen hatten diesen Service nicht und viele klagten über kalte Füße.

    Zum Abendessen gab es heißen Tee, Bananenfritter und ein leckeres Hähnchen-Curry. Wir gingen früh schlafen, da wir um 2 Uhr morgens aufstehen mussten, um den Gipfel zu versuchen.

    Tag 2: Der Gipfel (3 km & 1088 m Höhengewinn) & anderer Kraterrand (6,6 km & 640 m Höhengewinn)
    Tag zwei ist der schwierigste. Um 2 Uhr morgens starteten wir den Aufstieg. Viele versuchen den Gipfel gar nicht oder geben unterwegs auf. Ich war nervös, aber entschlossen, mein Bestes zu geben.

    Unsere Träger gaben uns heißen Kaffee und ein Sandwich zum Frühstück. Der Aufstieg begann schwierig – lockerer Sand machte jeden Schritt anstrengend, und man rutschte ständig zurück. Zudem war es komplett dunkel, nur mit Stirnlampen. Der mittlere Abschnitt war etwas einfacher, ein gleichmäßiger Anstieg.

    Der letzte Abschnitt war extrem hart: starker Wind, eisige Kälte, steiler Anstieg und tiefer Sand. Ich folgte den Spuren unseres Guides, rutschte aber oft zurück. Tom kletterte teilweise auf allen Vieren.

    Um 5:30 Uhr erreichten wir den Gipfel – etwa drei Stunden nach dem Start. Der Himmel färbte sich rot, und wir merkten, dass wir die Ersten oben waren. Wir feierten kurz und wärmten uns unter unseren Ponchos, während wir den Sonnenaufgang beobachteten. Unser Guide bereitete heißen Tee und Kekse zu. Als andere Gruppen ankamen, fiel auf, dass nur wir diesen besonderen Service hatten. Der Gipfel war magisch und jede Anstrengung wert.

    Der Abstieg machte mir zunächst Angst, aber er war überraschend spaßig – man „rutscht“ quasi den Sand hinunter wie beim Skifahren. Im Camp erwartete uns ein zweites Frühstück: ein Tempeh-Ei-Burger mit Pommes und ein wohlverdientes Bier um 7:30 Uhr morgens.

    Obwohl wir schon fünf Stunden unterwegs waren, ging es weiter hinunter zum See. Dort schwammen wir und besuchten heiße Quellen – eine Wohltat für die müden Beine. Danach stand der letzte Anstieg des Tages an, zurück zum anderen Kraterrand. Es war anstrengend, aber ich war noch voller Energie vom Gipfelerfolg.

    Wir campierten am Kraterrand mit spektakulärer Aussicht und sahen den Sonnenuntergang über dem Rinjani – der perfekte Abschluss eines perfekten Tages.

    Tag 3: Kraterrand nach Senaru (7,9 km & 2040 m Abstieg)
    Wir standen um 6 Uhr auf und begannen den letzten Abstieg. Es ging nur bergab, teilweise liefen wir den Trail sogar hinunter – anstrengend, aber spaßig. Am Ende gab es Mittagessen, bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkehrten. Kurz vor dem Ziel knickte ich noch um und fiel hin – meine Gruppe blieb zum Glück ernst, im Gegensatz zu Tom!

    Insgesamt war meine Erfahrung beim Trekking auf den Mount Rinjani mit Jou Trekking absolut fantastisch. Ich kann Jou Trekking von ganzem Herzen empfehlen. Der Service war außergewöhnlich, die Ausrüstung in bestem Zustand, das Essen köstlich und Jou selbst sehr angenehm in der Zusammenarbeit.

    Es ist wichtig, einen verantwortungsvollen Anbieter zu wählen. Jou Trekking stellt sicher, dass kein Müll auf dem Berg zurückbleibt, und wir sahen unseren Guide sogar zusätzlichen Müll aufsammeln. Die Träger wurden fair behandelt und nicht überladen. Wählt bewusst einen Anbieter, bei dem ihr euch wohlfühlt.

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