Home Java – Tipps für deine Reise nach Java Semarang Indonesien: 5 Sehenswürdigkeiten in Nordjavas Hafenstadt

Semarang Indonesien: 5 Sehenswürdigkeiten in Nordjavas Hafenstadt

von Annabell Wagner
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Das Wahrzeichen von Semarang kann sich auf Erinnerungsfotos gut sehen lassen

Verführung und Romantik in Nordjavas dynamischer Hafenstadt Semarang

Die inzwischen fast 2 Millionen Einwohner zählende Metropole an der Nordküste zur Javasee ist spätestens seit der Altstadtsanierung ein Muss für Java-Reisende. Denn in einer Zahl, wie an keinem anderen Ort in Indonesien, laden nun liebevoll restaurierte Kolonialgebäude und aktiv genutzte buddhistische Tempel zu einer charmanten Zeitreise ein.

Wer bei Semarang bislang an ein hektisches Wirtschaftszentrum in schwül-heißer Luft als reine Umsteigestation dachte, sollte sich bei seiner Java-Rundreise unbedingt vom Gegenteil überzeugen lassen. Denn die Stadt mit ihrer multikulturellen Fusion verlangt in der Planung mindestens nach einem zweitägigen Kringel im Kalender.

Die Gründe: Vor rund 300 Jahren war Semarang eine der ersten Enklaven der Niederländer und gleichzeitig lange Jahre ein Zielort chinesischer Zuwanderer, die sich mit der javanischen Kultur vermischt haben.

Entstanden ist ein interessanter interkultureller Mix, der sich in Architektur, abwechslungsreicher Küche und weltoffener Bevölkerung äußert. Dank dieser Vielfalt mit den Zielen in der Umgebung gehört Semarang definitiv als Zwischenstopp in die Planung einer Java-Rundreise.

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Die Top-Sehenswürdigkeiten: Was ihr in Semarang auf keinen Fall verpassen solltet

Die Top 5 Sehenswürdigkeiten in Nordjavas Hafenstadt Semarang

1. Die Oudstadt – liebevoll restaurierte Altstadt im Herzen Semarangs

2. Chinesische Tempelanlage „Sam Poo Kong und Gedung Batu“ 

3. Ein Regenbogendorf mitten in Semarang: „Kampung Pelangi“

4. Das schönste Kolonialgebäude in Java: Lawang Sewu

5. Authentisch, fröhlich, lecker: Semawis-Nachtmarkt / China-Town

1. Die Oudstadt – liebevoll restaurierte Altstadt im Herzen Semarangs

Oudstadt – oder auch Kota Lama genannt – ist ein Fest für die Augen von Nostalgikern, Romantikern und Architekturfans, welche in ihrer Größe überrascht. Die jahrelange Restaurierung ist nun bis auf wenige Häuser abgeschlossen.

In die bis vor wenigen Jahren oft leer stehenden Ruinen hat der Staub gemütlichen Kaffeehäusern und edlen Restaurants Platz gemacht.

Historisches Ambiente mit Museen, Vintageläden und auffallend sauberen Gassen und Straßen und preiswertem Essen (mit hervorragendem indonesischen Kaffee!) laden zum Flanieren und Entdecken, aber auch zum Entspannen ein.

Details im öffentlichen Raum wie Trinkbrunnen oder Bänke werden offenbar jährlich frisch gestrichen. Was modern hinzugekommen ist, passt dennoch gut ins Bild: Gusseiserne Mülltonnen die Abfalltrennung ermöglichen oder kreative Straßenlaternen die sich als Einzelstücke umarmen oder begrüßen.

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Außerdem überall zu sehen: Gepflegte Blumen in Kübeln und Töpfen – stets frisch gegossen. Wie überall in Indonesien: Unzählige Selfiespots wie alte Hollandräder oder Rikschas.

Favorit und Pflichtfoto bleibt aber vermutlich noch lange das von Vegetation inzwischen fast vollständig verwunschene Haus Rumah Akar in einer Seitengasse.

Ihr findet es ganz in der Nähe der weiß gestrichenen protestantischen Kirche Gereja Blenduk aus dem 18. Jahrhundert, die mit dem nebenliegenden romantischen Platz zweifellos das Highlight eines Besuchs der Kota Lama in Semarang ist.

Gut möglich, dass die stimmungsvolle Altstadt mit ihrer einzigartigen Verschmelzung aus Europa und Asien bald von der Beobachtungsliste der UNESCO aufrückt und einen festen Platz unter den anerkannten Welterbestätten bekommt.

Indojunkie Tipp
Im Erdgeschoss des vielleicht schönsten Hauses in der Altstadt namens „Spiegel“ befindet sich mit dem historisch schick renovierten Spiegel Bar & Bistro der perfekte Ort, um nach dem Abstecher zum Semawis Nachtmarkt den Tag bei einem frisch gezapften Bintang-Bier vom Fass ausklingen zu lassen. Nur der fehlende Schaum beim Bier ist gewöhnungsbedürftig (gegebenenfalls selbst mit einem Löffel aufschäumen).

2. Semarangs chinesische Tempelanlage Sam Poo Kong und Gedung Batu

Lebendige Geschichte kann im riesigen über 300 Jahre alten chinesischen Tempelkomplex Sam Poo Kong – dem ältesten in Semarang – erlebt werden.

Die größtenteils rot gestrichenen kunstvoll verzierten Gebäude mit einer Mischung aus chinesischen und javanischen Architekturelementen werden auch heute noch u. a. von taoistischen und buddhistischen Gläubigen genutzt.

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Das kräftige Rot lässt die alte Tempelanlage Sam Poo Kong in voller Pracht erstrahlen

Duftende Räucherstäbchen und an Lampions hängende gute Wünsche für das kommende Jahr zeugen von der noch gelebten Tradition. Man glaub fast, selbst in China zu sein.

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Einmal im Jahr zum chinesischen Neujahr hängen die Bewohner Semarangs ihre Wünsche oder Pläne an Lampions, die im Tempel aufgehängt werden.

Diese Gelegenheit wurde verpasst? Kein Problem: Ganzjährig lassen sich Wünsche hinterlassen. Dazu hängen kleine Holztäfelchen bereit.

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An der Wall of Hope heißt es „wünsch dir was“!

Bis auf wenige zum Beten reservierte Bereiche können Besucher praktisch das gesamte drei Hektar große Areal erkunden – wichtig allerdings: in einigen Tempelbereichen sind vorher die Schuhe auszuziehen.

Zwischen den Gebäuden mit den pagodenartigen Dächern und uralten hohen Bäumen mit bis zum Boden reichenden Lianen fühlt man sich fast klischeehaft einem Bilderbuch-Asien – fernab des schnellen Stadtlebens von Semarang. 

3. Ein Regenbogendorf inmitten von Semarang: Kampung Pelangi

Einen kontrastreichen Farbtupfer bietet das Kampung Pelangi auf einem Hügel im Nordosten von Semarang.

Laut unserer Lokalführerin kommt die Idee, wirklich alles, von Häusern, Wegen und Brücken bis hin zu Blumentöpfen im ehemals eher trostlosen Viertel bunt zu streichen, aus Nepal.

Ein Gewirr aus kleinen Fußwegen bietet immer neue Blickwinkel auf das farbenfrohe Quartier. Überall sind liebevolle Details, wie Mobilés oder Mosaike und Malereien zu entdecken.

Einige Anwohner haben sogar ihre Fahrräder passend zu ihrem Haus gestrichen und geschmückt. Sogar einen Aussichtsturm gibt auf der Spitze des Bergs.

Einziger Wermutstropfen: Bei unserem Besuch im Sommer 2022 hingen viele der sonst verwendeten Dekoelemente wie Wimpel, bunte Schirme, Lampions etc. leider nicht. Auch die vielen fröhlichen Fähnchen, die bei Fotos aus der Vergangenheit im Netz zu sehen sind und die einen Teil des Zaubers ausmachten, waren leider nicht aufgestellt.

Auf Nachfrage wurde uns die niedrigen Besucherzahlen in der ersten Saison nach Corona genannt. Dennoch: Eine Entdeckungstour mit einem frischen Kaffee und Eis zum Mitnehmen durch das Auf und Ab der kleinen Fußwege lohnt in jedem Fall.

Und wer denkt, die Bewohner sind möglicherweise inzwischen genervt von Touristen, die überall fotografieren, irrt. Bei unserem Rundgang gesellte man sich gern mit aufs Foto. Teils wurden wir sogar nach gemeinsamen Selfies gefragt.

Klar ist: Selbstbewusst und stolz auf die geschaffene Arbeit scheint hier jeder. Mit Recht, denn die von den Bewohnern in Eigenregie organisierte Verwandlung des Viertels kommt gut an: Vierstellige super Bewertungen bei Google unterstreichen den Stellenwert des Kampung Pelangi als Sehenswürdigkeit mit Bestnoten in Semarang.

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4. Das wohl schönste Kolonialgebäude Javas steht in Semarang: Lawang Sewu

Unmittelbar am Kreisverkehr Tugu Muda öffnet die ehemalige Zentrale niederländischen Ostindien-Eisenbahngesellschaft seine tausend Türen für Zeitreisende – das Lawang Sewu (Javanisch übersetzt: „Tausend Türen“). Es gilt auch als Wahrzeichen der Stadt.

Der einzigartige Gebäudekomplex aus der Jahrhundertwende mit seinen Kolonnaden ist noch immer in Besitz der indonesischen Eisenbahngesellschaft.

Trotz (oder gerade aufgrund) der fehlenden Möblierung ist beim Gang in den stillen, hohen Räumen und Fluren beim Hall des eigenen Schritts und dem Windzug durch offenen Fenster die langjährige Geschichte spürbar.

Eine Geschichte, die nicht immer erfreulich war – so nutzten die japanischen Besatzer das stilvolle Gebäude während des zweiten Weltkrieges als Hauptquartier, in dem leider nicht nur verwaltet wurde.

Gruselige Geschichten über die verübten Taten in den als Gefängnis genutzten Kellerbereichen ließen viele Indonesier das prachtvolle Gebäude lange Zeit meiden. Spukende Seelen der ehemaligen Insassen verliehen ihm sogar den Rang als das Geisterhaus von Indonesien.

2011 aber endete die Renovierung der lange im Dornröschenschlaf in Hitze von Semarang dämmernden Kolonialschönheit.

Man blickt nach vorn: Die jährlich steigenden Besucherzahlen mit Pärchen, Schulklassen und Familien beweisen, dass im jetzt reichlich mit Blumen geschmückten Lawang Sewu ein neues Kapitel aufgeschlagen ist. Am Wochenende gibt es im romantischen Parkbereich oft Live-Musik, zu der mitgetanzt werden kann. Liederwünsche werden auch entgegengenommen.

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Schon gewusst?
Wer genau hinsieht, findet auch einen Schnipsel deutscher Geschichte vor Ort. Vor dem Gebäude steht eine Lokomotive, die aus einer Fabrik in Chemnitz vor rund 100 Jahren ihren Weg nach Indonesien gefunden hat und deren Reise in Semarang endete.

5. Authentisch, fröhlich, lecker: Semawis-Nachtmarkt in Semarangs China-Town

Ist das Handy nach einem langen Tag vollgeknipst mit den 1000 Impressionen der Stadt, kommt der Magen an der Reihe. Und dafür eignet sich in der alten Hafenstadt mit seinem starken chinesischen Einfluss nichts besser, als abends die China-Town in Semarang zu besuchen.

Exotische Gerüche duften dort aus authentischen Garküchen durch die schmalen Gassen.

In einer Seitenstraße überraschte in einem Innenhof eine offenbar private Zeremonie mit Trommeln und Tanz in historischen Kostümen.

Doch eigentliches Ziel und Pflichtbesuch ist in Semarangs chinesischem Herz ein Abend auf dem Pasar Semawis, dem Nachtmarkt in der Jalan Gang Warung.

Geschmückt mit roten Lampions vermittelt die Straße ein echtes China-Gefühl. Auf einer Länge von etwa vierhundert Metern gibt es an Wochenendtagen ab 18 Uhr die Chance geschmacklich die Mischung der Kulturen aus Java und China zu entdecken.

Von dutzenden Ständen (u. a. mit Grillfeuer) stellen köstliche Gerichte die Street-Food Liebhaber vor die Wahl. Frisch zubereitete Suppen, eine unüberschaubare Auswahl von Saté-Varianten, leckere Wok-Gerichte und lokale Spezialitäten aus Semarang, wie Lumpia – eine Art Frühlingsrolle mit Bambussprossen und Ei sowie wahlweise mit Huhn oder Garnelen gefüllt.

Dazu gibt’s Beilagen wie Salat, Frühlingszwiebeln und eine Soße zum Dippen. So wie ihr Rezept von beiden Kulturen geprägt ist, ist auch der Geschmack typisch indonesisch: Herzhaft und gleichzeitig etwas süßlich – eine echte Köstlichkeit made in Semarang.

Auch wer’s lieber süß mag, kommt auf dem Pasar Semawis in Semarang voll auf seine Kosten. Selbstverständlich gibt es jede Menge lokale Köstlichkeiten, wie die „Pisang Plenet“ – eine gegrillte Banane, zubereitet u. a. mit Schokolade und Käse.

Während des Probierens und Genießens flanieren flirtende Pärchen, Familien und Nachtschwärmer durch die Straße. Karaokesängerinnen und Livemusiker überall in der Straße runden das stimmungsvolle Ambiente bis kurz vor Mitternacht ab.

Noch eines: Überall kann man sich, vor allem als Frau, sicher fühlen, auch in abgelegenen Ecken.

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Semawis-Nachtmarkt in Semarangs China-Town

Indojunkie Tipp

Wenn der Hunger es noch zulässt, lohnt vor dem Essen ein Besuch auf der anderen Seite des kleinen Flusses nahe der Jalan Gang Warung der historische Tay Kak Sie-Tempel eine Einstimmung auf den Indo-Chinesischen Abend.

Weiter bietet gleich am Anfang der Jalan Gang Warung ein Stand in Semarang hergestelltes Parfüm an. Der Verkäufer versicherte, dass es die Trägerin in der Form unwiderstehlich macht, dass es auf jeden Fall mit der große Liebe und dem Angebeteten klappt, der dann ewig treu sei. Bei so vielen Vorteilen hatte ich gleich ein schönes, handliches Mitbringsel. Tatsächlich kam es daheim sehr gut an!

3 weitere Tipps für Semarang und Ausflüge in die Umgebung

1. Einen Blick in Semarangs Jamu-Produktion werfen

Die vor allem von Indonesierinnen für ihre Wirkung geschätzte Kräutermedizin stammt aus Zentral-Java. Der Mix aus Kräutern, Honig und Rinde hilft offenbar seit über 1.000 Jahren innere Organe, wie die Leber zu stärken und verspricht heilende Wirkung auf eine Vielzahl von Beschwerden.

Auch die Libido soll von der geheimnisvolle Kräutermedizin nach jahrhundertealter Rezeptur profitieren.

In Semarang hat Jamu ein etabliertes Zuhause: So bietet das landesweit bekannte Traditionsunternehmen Jamu Jago in Interessierten zu einem Blick in seine Manufaktur.

Lesetipp
Jamu Kunyit Asam: Das indonesische Allheilmittel (+ Rezept)

2. Auf in die Berge Semarangs: Ein Ausflug nach Salatiga zum Rawa Pening See

Kühlere Luft als in Semarang verspricht ein Tagestrip (oder besser gleich etwas länger) in das ca. 1 Stunde südlich gelegene Salatiga, das sich mit dem Titel „toleranteste Stadt Indonesiens“ schmückt.

Zwar bietet die etwa 200.000 Einwohner zählende Stadt weniger historische Gebäude als Semarang, wohl aber ist die herrliche Lage in einem hoch gelegenen weitläufigen Tal auf ca. 500 Metern in den Bergen ein Panorama-Erlebnis mit Natur-Pur.

U. a. lohnen dort eine Bootsfahrt bzw. Paddeltour (Kampoeng Rawa) auf dem schilfreichen See Rawa Pening, der eingerahmt von Vulkanen und Bergen Weltreisende an Seen in Mittelamerika erinnert.

Wie überall in Indonesien fehlen natürlich auch in und rund um Salatiga keine originellen Fotospots für Selfies oder Gruppenfotos in grüner Umgebung: Ein Eifelturm aus Bambus (Radesa Wisata), Aussichtspunkte bei denen sich auf eine Mondsichel gesetzt werden kann (Goa Rong View) oder auf Baum-Plattformen im Wald (Top Selfie Pinusan Kragilan).

Indojunkie Tipp
Wer gerne wandert, sollte die Schuhe schnüren und den Mount Merbabu National Park erkunden. Lokale Agenturen vor Ort bieten verschiedene Touren an.

Geschichtsfans sollten im am See gelegenen Ort Ambarawa die Ruinen der alten niederländischen Festungsanlage Benteng Fort Willem – eine der wenigen noch existierenden ihrer Art in Java – nicht verpassen: In Mitten von Reisfeldern gelegen, ist das alte Gemäuer mit seinen wuchtigen Portalen und Bogengalerien teilweise bereits vollständig überwuchert. Was für ein Ort für hunderte mystische Fotos!

Apropos Top-Motive: Am Rand von Salatiga wartet mit dem gewundenen Pohon Pengantian – dem Brautbaumein vielfach fotografiertes Java-Sehnsuchtsmotiv mit Vulkan im Hintergrund auf euch.

Indojunkie Tipp
Bevor es zurück nach Semarang oder weiter auf der Reise geht, sollte eine große Packung Enting-Enting im Koffer ihren Platz finden. Der leckere Erdnuss-Snack aus Salatiga hält sich lange, eignet sich ideal als Mitbringsel und natürlich zum selber knabbern.

3. Semarangs Markthalle Pasar Johar

Architekturfans bietet die riesige Markthalle aus den dreißiger Jahren ein Fest der Eindrücke. Nach einem Großfeuer 2015 wurde sie 2022 in strahlendem Weiß nach aufwändiger Renovierung vom indonesischen Präsidenten persönlich wiedereröffnet.

Gebaut vom niederländischen Architekten Herman Karsten ist die Markthalle Pasar Johar eine spannende Mischung aus Stilelementen von italienischem Futurismus, Bauhaus, Art Deco und indonesischer Baukultur.

Sie bot im Inneren einst Platz für bis zu 7000 Händler. Besonders einzigartig: Die nach oben auslaufenden Säulen, die dem Besucher das Gefühl, winzig in einem Pilzwald zu stehen, vermitteln.

Architekt Karsten baute die Halle passend zu den lokalen Anforderungen der Stadt, in der sich Hitze und sturzflutartige Regenfälle besonders in der Regenzeit schnell abwechseln.

So war die Fenster und Dachkonstruktion in der Form genial konzipiert, dass selbst an heißen Tagen ein angenehmes Klima in der Halle herrschte, weil die Dachkonstruktion der Halle so gestaltet war, dass sie zwar offen, luftdurchlässig ist, aber dennoch Licht einfällt, so dass das Innere ohne künstliche Beleuchtung auskommt.

Auch die soziokulturelle Anforderungen hatte Karsten im Blick: Er wusste, dass ein Markt in Indonesien nicht nur dem Einkauf dient sondern vielmehr auch ein Veranstaltungsort und Treffpunkt ist.

Die Besonderheiten der Händler berücksichtigte er ebenfalls: Da rund 80 Prozent Frauen auf den Märkten die Stände betreuen, gründete er die Standflächen auf kleinen Podesten, was das Abladen von schwereren Waren erleichterte.

Heute ist im Markt von Parfüms über Batik-Kleidung bis zu Essen alles zu bekommen, was Indonesien anbietet. Ein Besuch lohnt also nicht nur für Freunde interessanter Architektur.

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Anreise und Weiterreise: Ziele, die du auf einer Java-Rundreise mit der Hafenstadt Semarang verbinden kannst

Die Hafenstadt Semarang ist perfekt an jegliche Verkehrswege der Insel Java angebunden. Neben gut ausgebauten Straßen in alle Richtungen für Selbstfahrer bieten sich auch alle anderen Verkehrsmittel an. Mit Bus und Bahn erreicht man während einer Java-Rundreise ganz bequem alle Ziele zu einem günstigen Preis.

Anreise nach Semarang mit dem Zug

Anreise nach Semarang mit dem Zug (ab Jakarta)

Reisedauer: Ca. 5 Stunden
Start: Jakarta, Station Gambir
Ziel: Bahnhof Semarang Tawang

Für unsere Anreise nutzen wir den Zug ab Jakarta ab der Station Gambir bis zum Bahnhof Semarang Tawang. Züge der Ekonomi-Klasse halten demgegenüber am Bahnhof Semarang Poncol.

Weiter geht es mit der Bahn nur nach Osten in Richtung Malang (ca. 8 Std.).

Die Buchung funktioniert u.a. via Traveloka reibungslos. Alternativ bietet sich das Flugzeug als Verkehrsmittel mit Inlandsverbindungen  an. 

Die Züge fahren mehrfach täglich. Achtung: Mit Vorlauf reservieren.

Lesetipp
Unsere Malang Tipps

Weiterreise ab Semarang mit dem Bus

Weiterreise ab Semarang mit dem Bus (nach Solo/Surakarta bzw. Yogyakarta)

Ist eine Java-Rundreise geplant, haben Reisende die Möglichkeit mit dem Bus nach Solo/Surakarta bzw. Yogyakarta zu reisen.

Busfahrt nach Solo/Surakarta: Ca. 2,5 Stunden
Busfahrt nach Yogyakarta: Ca. 4 Stunden

Lesetipp
Unsere Yogyakarta Tipps

Weiterreise ab Semarang mit dem Bus nach Jepara

Ebenfalls mit dem Bus kann Jepara im Norden erreicht werden.

Busfahrt nach Jepara: Ca. 2,5 Stunden

Die für ihre kunstvolle Möbelherstellung bekannte Kleinstadt lockt außerdem mit einem bunten Fischerhafen.

Dieser Abfahrtsort eignet sich perfekt für einen Bootstrip zum in der Javasee gelegenen Inselarchipel Karimunjawa.

Die Fahrtzeit der Schiffe variiert je nach Schiffstyp (Schnellboot 2,5 Std. – Fähre 5 Std.).

Lesetipp
Karimunjawa Nationalpark: Java und sein kleines Paradies!

Weiterreise ab Semarang mit dem Bus zum Dieng-Plateau

Ins Hochland zum Dieng-Plateau mit seinen Tempeln, dem bunten Dorf Butuh – auch bekannt als „Nepal van Java“ – am Fuß des Vulkans Sumbing kann auch per Bus gefahren werden.

Praktischer Zielort ist hier die Stadt Wonosobo oder Magelang.

Busfahrt nach Wonosobo: Ca. 2,5 Stunden
Busfahrt nach Magelang: Ca. 2 Stunden

Die meisten Busse fahren ab dem Busbahnhof Terboyo – etwa 4 Kilometer östlich vom Zentrum.

Informationen zu den Verbindungen sind auf jadwalbis.com zu finden. 

Lesetipp
Dieng Plateau Java: Unsere Reise ins Hochgebirge Javas

Hattest du bereits die Möglichkeit Semarang zu besuchen? Haben wir was wichtiges vergessen? Oder sind noch offene Fragen deinerseits vorhanden? Dann her damit in den Kommentaren!

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Über den Autor:

Autor Semarang Artikel

Stefan (44) lebt und arbeitet in Frankfurt und hat in vielen Reisen Lateinamerika kennengelernt. Dank seiner Spanischkenntnisse weiß er um die viel intensiviere Reiseerfahrung dank eines möglichen Austausch mit den Einheimischen in ihrer Sprache. Sein mehrmonatiges Sabbatical verbringt er aktuell in Indonesien. Dafür hat er im Voraus fleißig Indonesisch mit Preply und dem Indonesisch-Crashkurs gelernt.

 
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