Surfen auf Bali: Meine 3 Lieblings Surf Spots auf Bali

Das erste Mal hier? Indojunkie versorgt dich mit Tipps rund ums Reisen, Arbeiten, Leben, Surfen, Tauchen und Backpacken in Indonesien. Hier findest du eine Zusammenfassung zum Reisen in Indonesien. Du willst nichts verpassen? Dann abonniere unseren Newsletter und schau dir unsere Indonesien Reiseführer an.

surfguide bali

Bali, das Surferparadies!

Bali ist ein Surferparadies. Nirgendwo in Indonesien ist die Surfindustrie so groß wie in Bali. Beim Thema Surfen in Bali denkt jeder sofort an Kuta oder die Traumwellen von Uluwatu. In Kuta boomt das Surfbusiness geradezu. Eine Surfschule nach der anderen, zig Surfshops und dazu noch hunderte von Freelance Surflehrern am Strand, die nur darauf warten, Touristen in die Geheimnisse des Surfens einzuweihen. Abends ist die Party garantiert mit unzähligen Happy Hour und Free Drink-Angeboten.

Wagt man sich allerdings raus aus Kuta und bewegt sich weiter südlich oder nördlich, lernt man eine viel ruhigere und entspanntere Surfszene kennen.

Die Könner unter uns surfen Uluwatu, am südwestlichsten Punkt Balis. Dort beeindrucken nicht nur die Steilküste, sondern auch die wunderschönen Sonnenuntergänge, und es gibt immer perfekte Wellen. Barrels sind dort meistens garantiert, aber es kann auch ganz schön heikel werden, wenn du nicht weißt, was du tust. Es ist nicht nur das Korallenriff, welches schon vielen Surfern “Reef-Tattoos” oder verstauchte Knöchel verschafft hat, sondern auch die Höhle, die der einzige Zugang zum Festland ist und die wegen der starken Strömung leicht verfehlt werden kann.

Aber nichts desto trotz, schön anzuschauen ist es und wenn man weiß, was man tut, kann Uluwatu das beste Surferlebnis Balis verschaffen.

Uluwatu´s perfekte Wellen mit Blick auf die Vulkane. Fotos: Barbara Nickl

Uluwatu´s perfekte Wellen mit Blick auf die Vulkane. Fotos: Barbara Nickl

Ich persönlich habe es vor einiger Zeit mit dem Surfen begonnen, weshalb ich euch meine 3 Lieblings-Surf Spots in Bali vorstellen möchte, die auch anfängerfreundlich sind.

__________________________________

surf-bali-coverSurf Bali: Das Buch

Wir arbeiten gerade super fleißig an einem wundervollen Werk über das Surfen auf Bali.

In unserem Bali Surfbuch geht es nicht nur um Wellen und Boards – sondern auch um Menschen, Nachhaltigkeit, Kultur & Meer. 🌴 🌊

Sichere dir jetzt schon eines unserer limitierten Exemplare des Buches und E-Books „Surf Bali – On the Wave and Inside Indonesia“. Mit unserem Buch bist du perfekt für dein Surf-Abenteuer auf Bali vorbereitet.

__________________________________

1. Surfen Bali: Padang Padang

Padang Padang ist jedes Jahr Schauplatz von Rip Curls ultimativen Tuberider-Contest, bei dem sich die besten Surfer der Welt messen. Du kannst die Pros wunderbar von einem Aussichtsspot beobachten. Dafür musst du einfach die Dirtroad nach Blue Heaven rechts rein bis zum Ende durchfahren.

Neben der `richtigen´ Padang Padang-Welle, die wirklich nur absoluten Könnern zu empfehlen ist, gibt es `Baby-Padang´, welches sich bei richtigem Swell besser für Surfanfänger und leicht Fortgeschrittene eignet. Der langgezogene Pointbreak befindet sich vom Strand aus gesehen etwas weiter rechts und du erkennst ihn daran, dass sich dort meistens sehr viele Surfer und vor allem auch Surfschulen tummeln. Besonders bei kleinerem Swell (um die 1 Meter), bricht die Welle perfekt über dem Riff mit einem langen left- und einem kurzen righthander. Surfboards kannst du direkt am Strand bei den Lifeguards für ca. Rp. 50 000 ausleihen. Freelance Surflehrer findest du dort meistens auch ganz leicht.

Leider ist aber Baby Padang vor allem in der Trockenzeit (Mai – August) oft sehr überfüllt. Es lohnt sich deshalb wirklich früh aufzustehen und am Morgen oder gegen Abend zum Sonnenuntergang zu surfen. Pass aber dabei auf die Tides auf und vermeide den Spot bei Low Tide wegen dem scharfen Korallenriff. Surf hier am besten nur bei High oder Mid Tide! Achtung auch vor den Affen am Strand! Sie halten sich besonders am Felsen auf und vergreifen sich gerne an den Sachen von schattensuchenden Strandbesuchern. Falls sie deine Sachen in den Fingern haben, lass es geschehen – sie sind nämlich meistens sehr aggressiv und beißen auch gerne!

Unser Guide-Tipp: Wir empfehlen den tollen Surfguide Marcel Wau. Du erreichst ihn unter +62-81397742470 oder per Mail via marcelwau@gmail.com. Er hat das Surfen in Nias gelernt, und ist mittlerweile in Nusa Dua ansässig.

Blick auf ein sehr flaches Padang Padang. Foto: Barbara Nickl

Blick auf ein sehr flaches Padang Padang. Foto: Barbara Nickl

Warum mir Padang Padang so gut gefällt? 
  • vor allem früh am morgen wenn noch keine anderen Surfer da sind, fühlt man sich wie im Paradies! Man hat die Wellen so gut wie für sich alleine und kann den Blick auf die Steilküste und die Felsen der Bukit-Halbinsel in vollen Zügen genießen.
  • der lange Kanal zwingt zum langen paddle-out ins line-up, was anstrenged ist, aber die Paddelmuskeln wunderbar trainiert und man sich gleichzeitig auf den Ozean und sein Brett einstimmen kann, ohne sich durch viel Weißwasser kämpfen zu müssen.
  • ich bleibe gerne auf der rechten Seite der Welle, direkt neben dem Kanal, weil ich dadurch leichter wieder ins Line-Up paddeln kann oder auch schneller aus dem Weg gehen kann, wenn eine Welle direkt auf mich zu brechen droht.
Worauf du achten solltest:   
  • Die Welle bricht oft schnell und kraftvoll! Also, sofort versuchen aus dem Weg zu paddeln sobald du merkst, dass du falsch sitzt oder nicht bereit bist, die Welle zu surfen. Wenn es doch passiert: einfach Luft anhalten, sich so klein wie möglich machen, geschehen lassen was geschieht und nach oben schwimmen sobald es geht! Vor allem aber: KEINE PANIK!
  • Gerade als Anfänger solltest du lieber nur bei High Tide surfen, da der Meeresboden fast ausschließlich aus scharfen Korallen besteht!
  • Pass auf die starke Strömung auf! Orientiere dich am Häuschen der Lifeguards und am Felsen und paddel sofort wieder in Richtung Strand (aber nicht im Kanal!), falls du merkst, dass du zu weit draußen bist.
Was mir nicht so gut daran gefällt:   
  • Vor allem in der Trockenzeit (Mai – August) ist Baby-Padang oft sehr überfüllt. Deshalb empfehle ich, lieber ganz früh am morgen oder gegen Sonnenuntergang dort zu surfen.

2. Surfen Bali: Batu Bolong/Canggu

Meine erste Begegnung mit Batu Bolong war etwas erschreckend, da sie vor allem vom starken Shorebreak geprägt wurde. Der haut sogar die stärksten Männer um! Sobald ich aber gelernt hatte, damit umzugehen war das ganze kein Problem mehr.

Batu Bolong und Batu Bolong Temple sind beliebte Breaks unter Surf-Newbies. Die Wellen sind sehr mellow und nicht so steil, wie die Bukit-Wellen. Das macht es gerade für Anfänger leicht, grüne Wellen zu erwischen. Da es ein Beachbreak ist und die Welle an mehreren Stellen bricht, verteilen sich die Surfer etwas. Trotzallem kann es hier sehr voll werden. Demnach ist das größte Risiko in Batu Bolong die große Anzahl an Anfängern, die ihre Boards noch nicht unter Kontrolle haben.

Der Break hat verschiedene Wellen im Angebot: eine rechte und eine linke Welle, eine Außen- und eine Innenseite (Outside/Inside), und etwas weiter nördlich die relaxte Longboarder-Welle “Old Man´s”. Die Welle trägt den Namen aufgrund der gemütlichen Geschwindigkeit, die sie im Durchschnitt aufbringt. Locals nennen sie kurz und knapp „OM“.

Die einzige Schwierigkeit ist der Shorebreak, der gerade bei High Tide sehr groß und stark sein kann und sogar die stärksten Männer umhaut.

Deshalb am besten bei Mid Tide surfen und wenn es doch länger geworden ist, auf Setpausen warten und entweder, vom Strand aus gesehen, gegenüber vom Tempel weiter links oder ein Stück weiter rechts vom Felsen ins Wasser gehen und dort auch wieder rausgehen. Nie direkt links neben dem Felsen ins oder aus dem Wasser gehen!

Board Rental in Batu Bolong: Board Rental direkt am Canggu Beach für 50.000 Rupiah für zwei Stunden. Es sind auch Actioncam-Halterungen vorhanden. Die Jungs sitzen gegenüber vom Batu Bolong Break.

Surfguides: Es gibt super viele Guides rund um Canggu, die dir liebend gerne persönlichen Unterricht geben. Die meisten Guides bieten 1:1 Unterricht an, was sehr zu empfehlen ist. Es gibt mittlerweile eine goldene Regeln unter den Surfguides und Surfcamps in Canggu: Nur zwei Schüler pro Guide und maximal sechs Schüler pro Camp in einem Spot. Am Batu Bolong sind die Guides günstiger, als beispielsweise am Echo Beach.

Unser Guide-Tipp: Von dem leidenschaftlichen Surfer Nengah hört man nur Gutes. Er erklärt Surf-Anfängern einzelne Steps fürs Surfen ausführlich und äußerst geduldig. Sicherheit ist für ihn erste Priorität. Er geht natürlich auch liebend gerne mit fortgeschrittenen Surfern auf Wellensuche. Du kannst ihn bereits vor deiner Anreise auf Facebook (Nengah Private Surfguiding) oder über seine Webseite anschreiben und einen Termin vereinbaren. Vor Ort erreichst du ihn unter der Nummer +6281805407277. Falls Nengah keine Zeit haben sollte, probiere es bei Agus Made (+6281805427150).

Entspannte Athmosphäre bei Sonnenuntergang in Batu Bolong. Fotos: Barbara Nickl

Entspannte Athmosphäre bei Sonnenuntergang in Batu Bolong. Fotos: Barbara Nickl

Warum ich Batu Bolong mag:
  • leicht und mellow, einfach zu erwischen
  • die Leute verteilen sich und streiten sich nicht um einen einzigen Break
  • sehr entspannte Atmosphäre unter den Surfern, viele `üben´ und geben nicht an
Worauf man achten sollte
  • Shorebreak! Versuch bloß nicht direkt (vom Strand aus gesehen) links neben dem Felsen ins Wasser zu gehen! Warte auf Setpausen und geh entweder gegenüber vom Tempel weiter links oder ein Stück weiter rechts vom Felsen ins Wasser und auch wieder raus.
  • Batu Bolong ist am besten bei low- oder mid-tide zu surfen, da dann der Shorebreak nicht so groß ist.
  • kann bei großem Swell sehr messy und choppy sein und man muss generell viel paddeln und sich durch viel Weißwasser kämpfen. Aber es lohnt sich!

3. Surfen Bali: Nusa Dua – Hyatt Hotel

Der für mich angenehmste Surfspot in der Regenzeit ist die Welle vor dem Hyatt-Hotel im Nusa Dua-Resort. Auf beiden Seiten der kleinen Halbinsel brechen Wellen, mit jeweils einer linken und einer rechten Seite. Meistens funktionieren sie gut, sind nicht zu überlaufen und eignen sich sehr gut für Anfänger.

Unser Guide-Tipp: Wir empfehlen den tollen Surfguide Marcel Wau. Du erreichst ihn unter +62-81397742470 oder per Mail via marcelwau@gmail.com. Er hat das Surfen in Nias gelernt, und ist mittlerweile in Nusa Dua ansässig.

IMG_7524

Warum ich Nusa Dua mag:  
  • gut für die Regenzeit
  • keine starke Strömung und kein scharfes Riff
  • dort fühle ich mich auch sicher, wenn ich alleine im Wasser bin (außer der Swell ist riesig)
Worauf du achten solltest:
  • auf keinen Fall zur Low Tide als Anfänger dort surfen, auch wenn das Riff nicht superscharf ist. Das Wasser ist sehr sehr shallow und es kann trotzdem sehr schmerzhaft sein, wenn du mit voller Wucht auf´s Riff knallst.
  • wenn möglich leih dir dort kein Surfbrett aus! Abzockgefahr! Als ich einmal dort gefragt habe, wurde mir ein viel zu hoher Preis genannt, der auch nicht verhandelt werden konnte…
  • Deine Sachen kannst du in einem der kleinen Warungs um die Ecke lassen. Aber kauf der Familie, die den Warung betreibt, anstandshalber zumindest eine Flasche Wasser nach dem Surfen ab!

Surfen in Bali – Ein Traum!

Bali´s Bukit- Traumstrände. Fotos: Barbara Nickl

Bali´s Bukit- Traumstrände. Fotos: Barbara Nickl

Surfen in Bali macht auf jeden Fall unheimlich viel Spaß! Das liegt nicht nur am tropischen Klima und am warmen Wasser, aber auch daran, dass es immer irgendwo gute Wellen gibt und es für jedes Level etwas dabei ist. Trotzdem solltest du aber auf die Leute um dich herum und vor allem auf die Locals am Strand hören!

Wenn ein sonst sehr beliebter Surf Spot plötzlich wie leer gefegt ist, hat das oft einen Grund! Surf nicht einfach wild drauf los! Vor allem die Bukitwellen sind bei großem Swell sehr mit Vorsicht zu genießen und haben schon so manchen Surfer verschluckt. Aber mit Respekt vor dem Ozean und gesundem Menschenverstand ist man auf der sicheren Seite.

Sogar ich habe auf Bali meine Angst vor dem Wasser überwunden und mich in den Ozean, seine Farben und seine Wellen verliebt und will es nicht missen!

Surfcamps auf Bali

Du möchtest gerne in einem Surfcamp auf Bali ein wenig Zeit verbringen um an deinen Surfskills zu arbeiten oder einfach nur eine schöne Zeit zu haben? Dann schaue dir unsere Top 12 Surfcamp Bali an.

Surfcamp Bali: 12 coole Locations zum Surfen auf Bali

Ich habe euch nun meine Lieblings Surf Spots in Bali verraten, jetzt seid ihr dran! Was sind eure Lieblings Surf Spots?

_________________________

Bali Buch Cover

Bali Reiseführer: 122 Things to do in Bali

Noch mehr Tipps für Bali bekommst du in dem Buch “122 Things to Do in Bali“. Auf 150 Seiten versorgen wir dich mit Insider-Tipps für die Insel der Götter. Dieses Buch sollte bei jedem Bali-Reisenden im Gepäck vorhanden sein. HAPPY TRAVEL!

Hier gehts zum Buch.

_________________________

Habt ihr noch Fragen? Wenn euch der Beitrag gefallen hat und ihr mehr über Indonesien erfahren möchtet, folgt mir auch auf Facebook und Pinterest und abonniert meinen Newsletter. Euer Indojunkie, Barbara!

Bleib auf dem Laufenden mit dem Indojunkie-Newsletter :)

Email

Offenlegung

Dieser Beitrag kann Affiliate Links enthalten. Dadurch entstehen dir keine zusätzlichen Kosten, wir erhalten jedoch eine kleine Provision, falls eine Transaktion entstanden ist. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selber nutzen, von denen wir 100% überzeugt sind oder die uns von einer unabhängigen fachkundigen Person empfohlen wurden. Durch die Integration von Affiliate Links können wir die Zeit aufbringen diesen Blog zu gestalten und mit Liebe und Inhalten zu füllen. Peace, Love & Banana Pancake. Euer Indojunkie Team.

Welche Services wir auf Reisen nutzen

dkb
Java Gruppenreise
15 Comments
  1. Pingback: Als Mama und Surfcampbesitzerin auf Bali: Interview mit Hugo von In Da Surf - indojunkie

  2. Pingback: Backpacken vs. Pauschaltourismus - indojunkie

  3. Pingback: 5 Gründe, warum jeder seine Elternzeit auf Bali verbringen sollte - indojunkie

  4. Nusa Dua gut für Anfänger? Das möchte ich aber mal bezweifeln. Bei vernünftigem Swell rollte das Ding mit jeder Menge Druck über das Hüfthohe Riff. Ich liebe die Welle auch – aber für Anfänger ist sie definitiv nicht.

  5. Pingback: Surfcamp Bali - 12 coole Locations zum Surfen - Indojunkie

  6. Pingback: Bali Strände: Die schönsten Strände der Insel

  7. Pingback: Bali Tipps: 12 Tipps für deinen Bali Urlaub - indojunkie

  8. Pingback: Tipps fürs Surfen in Lombok - indojunkie

  9. Pingback: Die 8 schönsten Orte für Yoga auf Bali (& den Gilis) - indojunkie

  10. Pingback: Surfen lernen im Frühling! Wo sind die besten Spots? › travelonboards.de

  11. Pingback: Strände in Bali: Die schönsten Strände rund um Uluwatu

  12. Pingback: Die besten Surfspots weltweit Teil 1 » Mira Mireau Travelblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.