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Surabaya: 11 Tipps für die zweitgrößte Stadt Indonesiens

von Melissa Schumacher

Ein Gastbeitrag von Isabelle Eitmann (www.i-buk-i.de) und Linda Ringel

Surabaya ist die Hauptstadt der Provinz Java Timur (Ost-Java) in Indonesien und ist nach Jakarta die zweitgrößte Stadt des Inselstaates. Sie liegt an der Nordspitze der Insel Java am Fluss Mas.

Sehr viel Sehenswertes hat die Geschäftsstadt auf den ersten Blick vielleicht nicht, aber man kann bei genauerem Hinschauen und tieferem Eindringen in das Leben der Einheimischen doch ein paar schöne Dinge entdecken und erkunden.

UnterkunftstippTab Capsule Hotel Kayoon

Tipp: Man sollte unbedingt mit dem Bemo fahren. Das ist eine sehr kostengünstige Alternative zu den anderen Transportmitteln wie Taxis und GoJek. Die Haltestellen sind bei Google Maps eingezeichnet, dann weiß man grob wo man hin muss (Farbe = Farbe des Autos, Richtung steht dran).

Surabaya Tipp 1: Besuche das Sampoerna Haus

Zigaretten und eine coole Atmosphäre? Dass findest du im Sampoerna Haus in Surabaya!

Die Geschichte der Fabrik ist im Sampoerna Haus immernoch lebendig!

Ein Museum, welches zum Entdecken einlädt. Nicht nur die Architektur aus der holländischen Kolonialzeit, das Zigarettenmuseum und der Shop, sondern auch der Saal, in dem gefühlte hunderte Zigarettendreher die berühmten Kretek (Nelkenzigaretten) in atemberaubender Geschwindigkeit fertigen, laden die Besucher ein. Die Finger der Arbeiter und Arbeiterinnen bewegen sich so schnell, dass das bloße Auge kaum folgen kann.

Tipp: Das Art Decò Cafè im Museum lädt zum Verweilen ein, bei kopi (Kaffee) und vielleicht einer gula-gula (Süßigkeit). Der Kauf von Kretek Zigaretten ist natürlich auch möglich.

Surabaya Tipp 2: Schau dir die Suramadu Nationalbrücke und die rote Brücke an

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Suramadu Brücke in Surabaya

Beeindruckend erscheint die „jembatan merah“ (rote Brücke), sowie die Suramadu Brücke bei Nacht mit Beleuchtung. Die Suramadu Brücke verbindet die Insel Java mit der Insel Madura und ist mit 4,5 km die längste Brücke Indonesiens. Mit dem Taxi kann man gut hin und wieder zurückfahren, muss aber auch die Mautgebühr bezahlen, da es sich hier um eine Autobahn handelt.

Surabaya Tipp 3: Reise in die Vergangenheit im Hotel Majapahit

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Innenhof vom Hotel Majapahit Surabaya

Ein Hotel als Sehenswürdigkeit? Ja, das Hotel Majapahit ist ein wirklich sehenswertes Haus aus dem Jahr 1910. Wenn man durch die Eingangstür in die Hotellobby geht und den ausgestellten Oldtimer passiert hat, glaubt man zurückversetzt zu sein in das Jahr 1910.

Liebevoll renoviert und mit detailgetreuer, historischer Dekoration kann mal schnell glauben,  eine Zeitreise gemacht zu haben. Für den Touristen ein ganz besonderes Erlebnis.

Tipp: Lasst euch ein Getränk servieren im Garten hinter der Lobby.

Surabaya Tipp 4: Besuche die höchste Moschee von Java

Masjid_Nasional_Al-Akbar

Masjid Al Akbar Surabaya – Quelle: s.u.

Die Moschee „Masjid Al Akbar“ gehört mit 65 Metern Höhe zu den höchsten religiösen Gebäuden Südostasiens. Unter der Kuppel befindet sich eine Aussichtsplattform, auf der die Besucher einen wunderbaren Blick über die Stadt Surabaya genießen können.

Surabaya Tipp 5: Schlemme dich durch das kulinarische Angebot von Surabaya

essen surabaya

Nasi Soto Surabaya

Wenn man Surabaya nicht nur sehen, sondern auch schmecken möchte, dem empfehle ich eines der zahlreichen Restaurants mit traditionellem indonesischen Essen aufzusuchen. Das am meisten besuchte davon mit indonesischer Küche ist das „BU kris“, benannt nach dem Krummdolch KRIS. Hier und anderswo kann man die traditionelle Suppe (soto, sop) aus Kohl, Nudeln und Hühnerfleisch genauso probieren, wie gebratenes Huhn (ayam) mit einheimischen Gewürzen, „Akma bakar“ genannt.

Auch Suppe aus Tofu in besonders guter Qualität kann man hier genießen. Bakwan, die Frikadelle, ist ebenso beliebt in der Stadt.

Ein weiterer Tipp für ein tolles Restaurant ist das „Tempo Doeloe“. Hier bekommt man sowohl Delikatessen auf den Teller als auch Gerichte der preiswerten Kategorie, die nicht mehr als 10 US$ kosten. Na dann, „selamat makan“ (Guten Appetit)!

Der Foodcourt am alten Campus der UNESA ist gemütlich und lecker (Footcourt UNESA Ketintang). Da kann man schön die Gegend und die kleinen Straßen/Gassen erkunden.

Auf der Embong Kenongo gibt es ein sehr gutes Thailändisches Restaurant, namens Bodaeng Thai.

Wenn man ausgehen oder etwas Trinken gehen will bietet sich die Ourbar an oder der Pub vom Majapahit Hotel. Lounge-feeling kommt im Domicile auf.

Surabaya Tipp 6: Triff dich mit Sura und Baya

Die Legende lebet! Zumindest als eine Sehenswüdrdigkeit in der Stadt

Sura und Baya sind die „Ikonen“ der Stadt

Laut der Legende stritten sich Sura (ein Hai vom Javanischen „Suro“) und Baya (ein Krokodil vom Javanischen „Boyo“) auf dem heutigen Gebiet der Stadt Surabaya darum, wer der Herrscher des Gebietes war.

Eigentlich einigten sich die beiden darauf, dass Sura das Meer bekommt und Baya das Land. Doch eines Tages schwamm Sura zum Jagen in einen Fluss, den Baya als Teil des Landes, und damit seines Territoriums, ansah. Es kam zu seinem langen Streit, der schließlich damit endete, das Sura von Baya ins offene Meer vertrieben wurde und das Krokodil seitdem die Stadt beherrscht.

Noch heute sind Sura und Baya in der Stadt oft anzutreffen, zum Beispiel als eine der Statuen.

Surabaya Tipp 7: Besuche das Monumen Kapal Selam

Das U-Boot war jahrzehntelang im Einsatz, bevor es zu einer Sehenswürdigkeit von Surabaya wurde

Heute ist es ein Museum, früher benutzte es die Indonesische Navy

Das U-boot von innen zu sehen ist atembetraubend.

Platzangst durfte man als Crew-Mitglied sicher nicht haben….

Das U-Boot  wurde von 1962 bis 1990 von der Indonesischen Navy benutzt, um die Gewässer rund um die Stadt zu kontrollieren und zu sichern.

Seit 1998 steht es als Monumen Kapal Selam (U-Boot-Monument) an seinem heutigen Standort, nahe des BMX & Skate-Parks Surabayas (Jl. Pemuda No.39).

Der Besuch kostet etwa 10.000 Rupiah und verschafft dir einen tollen Eindruck vom beengten Leben unter Wasser.

Surabaya Tipp 8: Kaufe die besten Mitbringsel

Souvenirs aus Indonesien findest du hier en Masse...

Du suchst noch nach Mitbringseln? Hier wirst du sicher fündig!

In Surabaya gibt es, wie in jeder Indonesischen Stadt, typische Mitbringsel. Besonders zu empfehlen für Souvenirs aus Indonesischen zweitgrößter Stadt ist der Shop (plus Café) Mirota Batik & Handicraft (Jalan Sulawesi 24).

Hier bekommst du von Masken über Taschen und Gemälden bis hin zu wunderschöner Batik alles – und das noch zu sehr günstigen Preisen!

Surabaya Tipp 9: Halte die Augen auf nach Streetart

surabaya-streetart-1 Surabaya Streetart 2In Surabaya gibt es wahnsinnig viel Streetart. Schriftzüge, Graffiti oder bunte Gemälde – hier findest du quasi an jeder Ecke etwas! Halte also die Augen auf bei deinem Spaziergang in der Stadt.

Streetart ist keine Sehenswürdigkeit, die in Reiseführern steht, aber sie verschafft der Stadt ein kunterbuntes und junges Image!

Surabaya Tipp 10: Sieh dir den Präsidentenpalast an

surabaya-praesidentenpalast

Das Gedung Grahadi strahlt am Nationalfeiertag in den indonesischen Farben Rot und Weiß

Der Präsidentenpalast Gedung Grahadi in der Jalan Gubernur Suryo ist besonders an den Tagen um den indonesischen Nationalfeiertag am 17. August eine tolle Sehenswürdigkeit in Surabaya: Hier kannst du das Training für die Paraden schon Tage vor der eigentlichen Feierlichkeit beobachten.

Am Nationalfeiertag selbst gibt es dann eine Besuchertribüne gegenüber des Gedung Grahadi, damit auch niemand etwas von dem beeindruckendem Schauspiel verpasst.

Surabaya Tipp 11: Besuche den Freizeitpark „Surabaya Youth Park“

Wenn du auf Achterbahnen, Karaoke und Jahrmärkte stehst, solltest du dem Surabaya Youth Park einen Besuch abstatten. Du findest ihn ziemlich zentral in Surabaya auf der Jalan Kusuma Bangsa No. 112 bis 114. Der Freizeitpark ist zwar nicht der jüngste, aber dafür relativ günstig. Für 50.000 Rupiah kannst du alle Achterbahnen nutzen. Erwarte aber nicht allzu viel. Der Park ist täglich von 17:00 Uhr bis 01:00 Uhr geöffnet.

Text und Fotos: Isabelle Eitmann

Über die Autorin: „Ich lebe in Karlsruhe und mich hat seit vielen Jahren das „Indonesienfieber“ gepackt. Ich bin begeistert von den freundlichen Menschen, der schönen Natur und dem leckeren Essen. In Deutschland arbeite ich als Lehrerin in einer Grundschule und habe für Indonesien einen Verein gegründet, der sich die Bildungsförderung in Indonesien als Ziel gesetzt hat. Es macht Spaß das Angenehme (Reisen in ferne Länder) mit dem Nützlichen (Hilfe zur Selbsthilfe an Schulen) zu verbinden.

Fotos: Masjid Al Akbar: Wikipedia, Suramadu Nationalbrücke: Pixabay / farisshidqi

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5 Kommentare

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5 Kommentare

Michael 26. September 2019 - 11:14

Ich war nun gerade einige Tage in Surabaya und kann sagen, das sie die häßlichste Stadt ist, die ich je gesehen habe. Verkehr der seines gleichen sucht und sich durch Architektur windet, der jegliche Ästhetik abgeht. Meistens stinkt es aber entsätzlich, da das Abwasser in offenen Kanälen geführt wird und dann in ehemalige Flüsse geleitet wird. Sehenswürdigkeiten, die diesen Namen verdienen, gibt es eigentlich nicht. Eines der üblichen Militärmuseen, die es in jeder grossen jananesischen Stadt gibt und das indonesische Militär lobpreist, steht in den einschlägigen Ratgebern oft an erster Stelle, die Brücke nach Madura ist beeindruckend lang, ja, aber soetwas kennen wir. In Madura angekommen kann man dann wieder rote Erde mit Plastikmüll dekoriert bewundern.
Was bleibt sonst? Die obrigen Tipps mag dann jeder selber beurteilen, für Enttäuschung wird gesorgt.
Meine Empfehlung: unbedingt meiden!

Antworte Michael
Franzi 17. Juli 2018 - 21:39

Hallo 🙂 Wie viele Tage oder Nächte in Surabaya würdet ihr denn empfehlen? Ich suche noch ein Stopp zwischen Yogyakarta und Mount Bromo und bin dabei auf Surabaya gestoßen. Danke für einen Tipp! Viele Grüße Franzi

Antworte Franzi
Oli 15. Oktober 2016 - 21:16

Was ich an Surabaya recht spannend fand: In der Stadt gibt es total unterschiedliche Viertel, in denen verschiedene Minderheiten leben. Ich war im China-Town und im arabischen Teil. Wenig überraschend ist die Architektur jeweils stark unterschiedlich.

Antworte Oli
Moritz 26. August 2016 - 11:33

Schön, dass auch Surabaya mal Erwähnung findet! Im Artikel wird allerdings manches verwechselt, z.B. ist die Jembatan Merah nicht die Suramadu (sondern im Zentrum an der Jl. Kembang Jepun) und die Ampel-Moschee ist nicht die Masjid Al Akbar.

Antworte Moritz
Melissa 26. August 2016 - 11:48

Lieber Moritz! Danke für die Richtigstellung. Magst du mir kurz nennen, ob es jetzt stimmt. Dies ist ein Gastbeitrag, da ich selber noch nicht in Surabaya war. Hast du noch weitere Tipps und würdest uns helfen den Artikel zu verbessern? 🙂

Antworte Melissa

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