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Yogyakarta Strand Guide: Die 6 schönsten Strände rund um Yogyakarta

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Klara Weidemann

Tempel, Reisfelder, Höhlen: Die Strände der Region Yogyakarta stehen oft im Schatten der großen Touristenattraktionen. Dabei erwarten Reisende hier unzählige unentdeckte Oasen. 

Nein, Parangtritis ist keine Krankheit. Sondern ein Strand. Dieses Missverständnis kam regelmäßig auf, wenn ich meinen entgeistert schauenden BesucherInnen aus Deutschland vorschlug, Parangtritis (auf Javanisch so viel wie „Wasser das von einem Felsen tropft“) zu besuchen.

Ich wohne in Yogyakarta, Zentral-Java, und natürlich wollen meine Freunde immer als erstes die weltberühmten Tempel Borobodur und Prambanan besichtigen.

Das Sultanat Yogya hat aber einiges mehr zu bieten – zumal die Tempel nicht gerade ein günstiges Vergnügen sind, um sie jedes Wochenende zu besuchen. Also machte ich mich auf die Suche nach alternativen Touristen-Programmen.

Eine glückliche Fügung: erst so wurde mir bewusst, was für unglaubliche Natur-Spektakel rund um mein Zuhause zu finden sind.

Gerade mal eine Stunde südlich von Yogya zieht sich die Südküste Javas entlang und wartet mit unzähligen kleinen und großen Stränden, Buchten und Klippen, die teilweise menschenleer und unerschlossen sind.

Abseits des Massentourismus können abenteuerlustige Reisende hier noch echte Juwelen der Natur finden.

Auch wenn einige Strände mittlerweile gut von lokalen Touristen und indonesischen Anwohnern besucht sind, gewähren sie Ausländern genau dadurch einen Einblick in den typischen javanischen Spirit: Gemeinschaft, viel Essen, Sonne und Meer.

Im Folgenden stelle ich euch meine Highlights vor.

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Auf geht’s auf Strand-Suche rund um Yogyakarta

1) Parangtritis Beach

Der nächste und bekannteste Strand von Yogyakarta, mit dem bereits erwähnten, klangvollen Namen Parangtritis, liegt gerade mal 40 Minuten südlich der Stadtgrenze.

Er ist definitiv kein (!) Geheimtipp mehr: unzählige BesucherInnen, vor allem aus dem Inland, tummeln sich hier am Wochenende.

Der Strand ist voller Menschen, fliegender Händler, spielender Kinder und karrenziehender Tiere.

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Typisches Bild von Parangtritis

Eines der beliebtesten Postkartenmotive der Region sind die Büffel im Sonnenuntergang von Parangtritis.

Trotz des Trubels eignet sich der Ort ideal, um außerhalb der typischen Resort-Bubble ein bisschen echten, indonesischen Lebensgeist zu schnuppern.

So werden hier regelmäßig religiöse Zeremonien und kulturelle Events wie Tanzshows veranstaltet.

Besonders beeindruckend sind auch die umliegenden, über 20 Meter hohen Klippen.

Auch von dort lassen sich die atemberaubenden Sonnenuntergänge Javas ideal betrachten.

Mein Tipp: Im „Hotel Queen of the South“ dürfen auch Nicht-Hotelgäste gegen eine kleine Gebühr den Infinity-Pool an der Klippe nutzen. Dort kann man das Treiben am Strand, den Sunset und die Aussicht entspannt bei einem Aperitif (Alkohol ist in dieser Gegend gar nicht so einfach zu bekommen!) genießen. Der Name des Hotels geht übrigens auf die Sage der berüchtigten Meereskönigin zurück, die rund um Java ihr Unwesen treiben soll.
Klippen Parangtritis

Die Buch von Parangtritis – Foto: Lena Keller-Bischoff

2) Timang Beach

Der Timang Strand ist eigentlich kein Strand, sondern besteht aus zwei kleinen Buchten mit einem riesigen Felsklotz vor der Küste.

Der Klotz hat es aber in sich: über eine wackelige Hängebrücke, die geradewegs einem Indiana-Jones-Film entsprungen zu sein scheint, und eine Seilbahn ist das Eiland mit dem Festland verbunden.

Drum herum reihen sich ein paar kleine Warungs und Getränkestände zwischen Bambus-Brücken und Aussichtsplattformen.

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Aussichtsplattformen am Timang Beach

Die eigentlichen Strandbuchten beachtet hier kaum jemand, sind die meterhohen Wellen, die gegen die Steinklippen klatschen, doch die eigentliche Attraktion.

Dieser Ausblick erfordert einige Mühe: fast 2,5 Stunden Fahrt müssen BesucherInnen für die Anreise einplanen. Das letzte Stück Straße lässt sich nicht mal mit dem Auto bestreiten: entweder mieten Reisende sich hier einen Jeep (inklusive Fahrer natürlich) für die letzten Kilometer (der Preis liegt bei knapp 300.000 IDR).

Oder sie bestreiten den holprigen Ruckelpfad mit dem Motorcross, fest auf dem Rücksitz an einen Fahrer geklammert. Die Jungs, die die Fahrzeuge bedienen, kommen meist aus den umliegenden Dörfern und freuen sich immer über Gelegenheiten, ihr Englisch zu trainieren. Das Motorrad ist mit 60.000 IDR um einiges preiswerter als der Jeep. Fragt hierfür euren Fahrer einfach nach „Ojek“.

So beschwerlich die Anreise, umso lohnenswerter der Ausblick des Timang Beach.

Mit einer Kokosnuss bewaffnet, lassen sich hier gut einige Stunde nur mit der Aussicht verbringen.

Ein weiterer Pluspunkt: Bereits auf dem Weg zieht die immergrüne Landschaft der indonesischen Tropen vorbei mit saftig grünen Reisefeldern, wo Bauern mit traditionellen Bambushüten beschäftigt sind.

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Würdest du dich über diese Brücke am Timang Beach trauen?

3) Sundak Beach + Pok Tunggal Beach

Für einen Wochenendausflug mit Übernachtung eignen sich der Sundak Beach und der Pok Tunggal Beach wunderbar.

Die Strände liegen 2,5 Stunden von Yogyakarta entfernt und bietet unzählige lokale Homestays und Gästehäuser zu günstigen Preisen. Eine kleine Auswahl findest du hier.

Viele Bewohner der Millionenstadt Yogyakarta nutzen die ruhige Gegend, um dem Trubel der Stadt für ein paar Tage zu entfliehen.

Nicht selten trifft man abends kleine Grüppchen junger Leute um ein Lagerfeuer verteilt, bei Gitarre und BBQ.

Das Besondere hier: im Gegensatz zu den meisten Stränden Javas findet ihr hier weißen, und keinen schwarzen Pulversand.

Normalerweise sind die Strände in der Region Yogyakarta nämlich durch die vielen Vulkane und deren Asche hauptsächlich dunkel gefärbt.

Der Sundak Strand gilt als besonders sauber und ruhig für die Region, obwohl er ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Dafür ist die Infrastruktur gut ausgebaut, weshalb sich Reisende einfach selber einen Motorroller mieten und die Gegend erkunden können. Die ist typisch atemberaubend für Java: immergrüner Dschungel, Palmen und Reisfelder.

Zum Schwimmen ist der Sundak Beach hingegen nicht (!) besonders gut geeignet, aufgrund der vielen Korallen und hohen Wellen.

Grundsätzlich ist Java kein Paradies für Badenixen: wegen der schroffen Küstenlandschaft kommen hier eher Surfer auf ihre Kosten. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Java muslimisch geprägt ist. Hier im Bikini neben verschleierten Frauen baden zu gehen, empfinden westliche Besuchende eher als unangenehm.

→ günstige Homestays rund um den Sundak Beach und Pok Tunggal Beach findest du u.a. auf der Tepus Region Übersichtsseite von booking.com.
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Der Pok Tunggal Beach liegt gleich um die Ecke vom Sundak Beach

4) Wedi Ombo Beach

Der Wedi Ombo Beach (auch Wediombo geschrieben) gehört ebenfalls zu den wenigen Stränden Javas mit weißem Sand.

Er liegt in einer halbmondförmigen Bucht, die von großen, runden Steinen unterbrochen wird, auf denen man spazieren gehen kann.

Manchmal sitzen hier Angler aus den umliegenden Dörfer und fischen in den kleinen Naturbecken. Diese Fischer genießen sogar überregionale Berühmtheit, aufgrund ihrer speziellen Angeltechnik mit Moskitonetzen, sowie ihren spirituellen Ritualen beim Fischfang.

Die Küste des Wedi Ombo Beach geht sehr flach ins Meer über. Bei Ebbe und während des Sonnenuntergangs wirkt der Strand unendlich lang, wenn sich die Sonne im Wasser spiegelt.

Er gilt als guter Surfspot, obwohl ich selber bei meinen Besuchen nie irgendwelche Wellenreiter angetroffen habe.

Allgemein gehört Wedi Ombo zu den ruhigsten Ecken des Sultanats Yogyakarta, im Vergleich zu Parangtritis und Sundak geht es hier wahrhaft ländlich und beschaulich zu.

Lediglich ein Parkplatz mit einem kleinen Snackstand (einmal parken kostet hier 5.000 Rupiah / 31 Cent) empfängt Besucher hier, ansonsten wurde die Landschaft ganz der Natur überlassen.

Auch andere Touristen sind kaum zu sehen. Das liegt möglicherweise an der langen Anreise: mit dem Motorroller dauert die Fahrt über zwei Stunden, der Küstenstreifen liegt knapp 80 km vom Stadtzentrum Yogyas entfernt.

Die Anfahrt eignet sich jedoch ideal, um die kleinen Wasserfälle oder Höhlen auf dem Weg zu erkunden, sowie traditionelle, indonesische Dorfkultur zu erleben.

Wem das Dümpeln an den Strandtümpeln zu langweilig wird, kann sich auch auf den Weg zur 1,5 km östlich gelegenen Kalong Island (Fledermausinsel) machen. Wer sich über die filmreif aussehende Hängebrücke traut, kann das Eiland voller Fledermäuse besichtigen.

5) Jogan Beach

Unzählige sehenswerte Strände ziehen sich entlang der 71 Kilometer langen Küste der Urlaubsregion Gunung Kidul – südlich von Yogyakarta.

Besonders hervor sticht der Jogan Beach – vor allem durch seinen großen Wasserfall, der direkt am Ufer ins Meer stürzt.

Süßwasser trifft hier auf Salzwasser.

Weiter nördlich im Landesinnere entspringt der Fluss, der auch die typische Kalksteinküste Javas mitgeformt hat und sich am Jogan Beach ergießt.

Der Strand liegt ein kleines Stück westlich des berühmten Siung Beach, der vor allem bei Kletterern beliebt ist. Die gleichen Felsformationen wie dort finden sich jedoch auch am Jogan Strand, nur mit dem zusätzlichen Wasserspektakel.

Ein weiterer Vorteil: bis vor kurzem interessierte sich kaum jemand für diese Ecke des Strandes. Der Abschnitt ist noch relativ unbekannt und nur spärlich besucht. Inzwischen versuchen die Anwohner der nahegelegenen Dörfer jedoch, sich durch den Tourismus ein bisschen was dazu zu verdienen.

Der Eintritt zum Strand kostet 10.000 Rupiah (62 Cent), für einen Motorroller oder ein Auto kommen noch zwischen 2.000 und 5.000 Rupiah Parkkosten mit drauf. Dafür wird das Gelände gepflegt und sauber gehalten.

Hinweis: Der Wasserfall, sowie der sich zum Ufer schlängelnde Fluss, sind nur während der Regenzeit sehenswert. Zwar führt der Fluss auch zur Trockenzeit Wasser, das wird aber von den umliegenden Dörfern für ihren alltäglichen Bedarf fast vollständig abgeschöpft.

Aufgrund der Wetterbedingungen sind feste Schuhe empfehlenswert: während der Regenzeit kann der Abstieg zum Jogan Beach ziemlich rutschig sein.

6) Kukup Beach (Javas Tanah Lot)

Eineinhalb Stunden vom Stadtzentrum Yogyakartas entfernt und gerade mal einen Steinwurf vom Touristendörfchen des Baron Beach in einer kleinen Meeresbucht gelegen, findet sich der Kukup Strand.

Anwohner nennen ihn oft „Javas Tanah Lot“ und vergleichen ihn so mit dem weltberühmten Tempel auf Bali. Denn auch hier ragt ein kleines Gebäude einige Meter vor der Küste auf einem Felsbrocken in den Himmel. In der muslimisch geprägten Region Yogyakarta handelt es sich jedoch nicht um einen Tempel, sondern ein traditionell indonesisches Gazebo.

Um das Eiland zu betreten, müssen Besucher eine kleine Brücke überqueren – oder, wie auf Bali, durchs Wasser waten. Die Wellen sind jedoch wild und klatschen meterhoch an die Felsen. Hier ist Vorsicht geboten – nicht ohne Grund gibt es auf Java unzählige Sagen, die vor dem Meer warnen.

Anstelle von meterlangen Schlangen mit kamerabewaffneten Besuchern triffst du hier auf Kinder, Dorfbewohner und selten auch mal ein oder zwei Backpacker zum Sonnenuntergang. Der Rest des Strandes wird gern von den lokalen Fischern zum Stehfischen genutzt – ansonsten ist es meist ruhig.

Sollte es an den Wochenenden doch mal voll werden, befinden sich unzählige Aussichtspunkte rund um den Kukup Beach, von denen sich das Treiben aus der Höhe beobachten lässt. Hier kommen vor allem Wanderer und Kletterer auf ihre Kosten, die von den vielen unentdeckten Pfaden und Kletterrouten herausgefordert werden wollen.

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Pantai Kukup, Tanah Lotnya Gunung Kidul. . . Dulu sempet ada obrolan kecil2 ttg penamaan tempat yang suka menyamakan dengan lokasi lain, seperti misalnya, Kukup-TanahLotnya Gunkid. Atau Malele-Niagaranya Bandung. Atau Maratua-Maldivesnya Indonesia. Ada temen2 yang setuju, ada yang ngak. . Kalo saya sih, utk mempermudah menjelaskan ttg satu lokasi ya sah2 aja drpd ribet jelasin kan. Minimal org yang nanya lgs mendapat gambaran sekilas ttg lokasi yang dimaksud. Kalo menurut temen2 di sini gimana dengan penamaan yang seperti itu? . #instatraveling #instafriends #instanusantara #pantaikukup #gunungkidul #exploregunungkidul #visitjogja #kukupbeach #lightroompresets #lightroom #cool4myeyes #fujifilm_id #fujifilmxa10

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Über die Autorin:
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Klara ist 24, Münchner Kindl, bummelt aber gerne in anderen Ländern. Sie hat sich am unwahrscheinlichsten aller Orte in Indonesien verliebt: in Jakarta. Nichtsdestotrotz ist sie inzwischen nach Yogyakarta weitergezogen, um dort zwischen Tempeln und Reisfeldern zu studieren. Du kannst ihr auf Instagram oder auf ihrem Blog folgen.

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