Eigentlich will man solche Orte ja für sich behalten, aber die Banggai-Inseln von Sulawesi sind einfach zu schön: Während sich woanders die Roller stauen, stehst du hier am Pier und merkst sofort: hier steht die Zeit noch still.
Es ist irgendwie dieses rohe, echte Indonesien.
Ja, die Anreise auf die Banggai-Inseln ist ein kleiner Ritt und man muss es wirklich wollen. Aber genau das hält den Massentourismus fern.
Spätestens wenn du dann im Paisu Pok Lake landest oder dein Boot durch das fast schon surreal türkise Wasser steuert, weißt du: Jede Flugstunde hat sich gelohnt.
Rund um die Banggai-Inseln gibt es keine Beachclubs, keine Schlangen für das perfekte Foto, nur du und diese absurde Natur.

Unterkunfttipps auf den Banggai-Inseln in Sulawesi:
NATA homestay
Ein sehr einfaches Homestay mit herzlicher Atmosphäre, geführt von einer äußerst gastfreundlichen indonesischen Familie. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, verfügen jedoch über einen Ventilator und ein Moskitonetz. Das absolute Highlight ist die Lage direkt am Meer – der Ausblick ist einfach traumhaft.
KIA Homestay
Dieses Homestay bietet euch eine traumhafte Lage direkt am Meer und in unmittelbarer Nähe zu einem wunderschönen Korallenriff. Die herzliche Gastgeberin sorgt dafür, dass ihr euch sofort willkommen fühlt. Die Zimmer sind schlicht, aber mit allem ausgestattet, was man braucht. Ob Ausflüge, Schnorcheltouren oder die Weiterreise – bei Fragen und der Organisation wird euch gerne geholfen. Jeden Morgen erwartet euch zudem ein frisch zubereitetes Frühstück.
Tinangkung: Sidapore Homestay
Ein einfaches Hotel in guter Lage mit zahlreichen Restaurants in unmittelbarer Nähe. Der Hafen von Salakan ist bequem zu Fuß erreichbar und macht die Unterkunft zu einem praktischen Ausgangspunkt für An- und Weiterreisen.
Paisu Pok Lake: Blessing Homestay
Ein wunderschönes, kleines und authentisches Homestay direkt über dem Meer. Die herzliche Gastfamilie sorgt dafür, dass man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Die Lage ist einfach traumhaft: Der Blick auf das Meer ist atemberaubend und besonders bei Sonnenauf- oder -untergang ein echtes Highlight. Perfekt für alle, die Ruhe, Natur und das authentische Inselleben erleben möchten.
Für wen sind die Banggai-Inseln das richtige Reiseziel?
Die Banggai-Inseln von Sulawesi sind das perfekte Revier für echte Abenteurer und Backpacker, die kein Problem damit haben, dass der Weg das Ziel ist und der Reiseplan eher als grobe Empfehlung dient.
Wenn du Bock hast, in lokalen Homestays zu schlafen und auf Plastikstühlen am Hafen zu essen, wirst du diesen Ort lieben.
Ganz ehrlich:
Die Banggai-Inseln sind nichts für Leute, die einen durchgeplanten Urlaub mit Handtuchservice am Pool suchen. Hierher kommst du, wenn du den „Urlaub von der Stange“ satt hast.

Für Insel-Hopper ist die Region rund um die Banggai-Inseln ein einziger Spielplatz. Du kannst dir ein Boot klarmachen und von einer einsamen Bucht zur nächsten schippern. Dieses klassische Robinson-Crusoe-Feeling hast du hier an jeder Ecke.
Auch wenn du Unterwasser-Fan bist (ich bin nur geschnorchelt), kommst du voll auf deine Kosten. Es gibt zwar keine riesigen Tauchbasen mit High-End-Equipment an jeder Ecke, aber dafür hast du die unberührten Riffe und die seltenen Kardinalfische oft komplett für dich allein.
Und wenn du mal wirklich Ruhe brauchst – so richtig mit Digital Detox, weil das Netz sowieso macht, was es will – dann ist Banggai dein Ort.
Die Banggai-Inseln sind perfekt, um den Kopf mal komplett freizupusten und die Freiheit zu spüren, die man auf den ausgetretenen Pfaden längst verloren hat. Wer bereit ist, auf den üblichen Luxus zu verzichten, bekommt hier ein Abenteuer zurück, das man so heute nur noch selten findet.

Wo liegen die Banggai-Inseln?
Geografisch liegen die Banggai-Inseln im Osten von Zentral-Sulawesi in Indonesien. Der Archipel erstreckt sich dort, wo das Festland Sulawesis in die Weite der Molukkensee übergeht. Eingebettet zwischen dem Golf von Tolo und der Molukkensee bilden die Inseln eine der abgelegensten und zugleich schönsten Regionen des Landes.
Zu den größten Inseln des Archipels zählen Peleng, Banggai Laut und Kurudu. Daneben gehören zahlreiche kleinere, oft unbewohnte Inseln und Sandbänke zur Inselgruppe.
Verwaltungszentrum der Region ist die Stadt Banggai, doch das eigentliche Highlight sind die unberührten Strände, türkisfarbenen Lagunen und die ursprüngliche Natur der Inselwelt.
Gerade die abgeschiedene Lage macht die Banggai-Inseln zu einem besonderen Reiseziel. Während viele andere Regionen Indonesiens längst vom Massentourismus entdeckt wurden, gelten die Banggai-Inseln noch immer als echter Geheimtipp für Reisende, die Natur, Ruhe und authentische Erlebnisse suchen.
Überblick über die wichtigsten Banggai-Inseln:
– Labobo
– Peleng
– Banggai

Anreise nach Banggai
Wenn du den direkten Weg ins Herz der Insel Peleng suchst, ist die Verbindung von Luwuk nach Leme-Leme genau dein Ding. Das ist oft der schnellere Einstieg, wenn man nicht erst den Umweg über die Stadt Banggai machen will.
Von Luwuk aus nimmst du am besten das Speedboot (Kapal Cepat). Die Fahrt dauert in der Regel nur etwa 1,5 bis 2 Stunden, je nach Wellengang. Die Boote starten meistens am Vormittag am Hafen in Luwuk – check die Abfahrtszeiten aber am besten einen Tag vorher direkt vor Ort, da sie oft erst losfahren, wenn sie voll genug sind oder das Wetter passt.
Sobald du dich der Küste von Peleng näherst, siehst du schon das dichte Grün und das glasklare Wasser. Leme-Leme selbst ist klein, super entspannt und eigentlich der perfekte Startpunkt. Eigentlich.
Wer diese Überfahrt macht, lässt den letzten Rest Zivilisation hinter sich.

Meine eigene Anreise war direkt ein verdammt wildes Abenteuer: Ich kam erst am Nachmittag in Leme-Leme an, und pünktlich zur Ankunft öffnete der Himmel seine Schleusen. Strömender Regen. Ich musste an dem Tag aber noch weiter und hatte eine dreistündige Fahrt quer über die Insel vor mir. Das bedeutete: Drei Stunden im Dunkeln durch den absoluten Sturzregen.
Spätestens in diesem Moment merkst du, dass du abseits der normalen Touristenpfade bist. Die Straßen auf Peleng haben logischerweise keine Straßenbeleuchtung, und die Funzel von meinem Mietroller war alles andere als ein High-Tech-Scheinwerfer. Du siehst quasi nichts, spürst nur den Regen und konzentrierst dich einfach nur darauf, den Roller auf der Straße zu halten.
Mein dringender Tipp für dich:
Versuche, das Boot so früh wie möglich zu erwischen, damit du deine Weiterreise über die Insel komplett bei Tageslicht schaffst. Wenn nicht, stell dich auf ein echtes, ungeschöntes Abenteuer ein, man vergisst es auf jeden Fall so schnell nicht wieder!
Die schönsten Orte & Highlights in Banggai auf Sulawesi
Paisu Pok Lake
Wenn es einen Ort gibt, der sich anfühlt als wäre er direkt aus einem Fantasy-Film entsprungen, dann ist es der Paisu Pok Lake.
Vergiss alles was du über normale Seen weißt. Das Wasser hier ist so absurd klar und tiefblau, dass man fast vergisst dass es echt ist. Wenn du mit einem kleinen Holzkanu über die Oberfläche gleitest, hast du das Gefühl du würdest über Glas schweben. Du siehst jeden Ast, jeden Stein und jedes Detail am Grund, als gäbe es kein Wasser dazwischen.
Der See liegt versteckt im dichten Dschungel von Peleng und ist umgeben von tiefgrünen Farnen und riesigen Bäumen. Es ist dieser Kontrast aus dem dunklen Grün des Waldes und diesem leuchtenden, fast schon elektrischen Blau des Wassers, der einen sprachlos macht. Es gibt keine lauten Motoren, kein Chichi, nur das leise Eintauchen deines Paddels und die Stille der Natur.
Wer hier einmal reingesprungen ist, weiß dass das kein normaler Badesee ist. Das ist einer dieser seltenen Orte auf der Welt, die sich noch komplett unberührt und absolut magisch anfühlen. Ein absolutes Muss, wenn man es bis nach Banggai geschafft hat.

Poganda Beach
Poganda Beach ist im Grunde die Definition von Kitsch, nur in echt. Der Sand ist so weiß, dass er fast blendet, und das Wasser hat diesen helltürkisen Ton, den man sonst nur von Filtern kennt.
Was ich dort so liebe, ist die totale Ruhe. Es gibt keine Sonnenliegen oder nervige Verkäufer. Stattdessen hast du Palmen, die sich so tief über den Strand biegen, dass sie fast das Wasser berühren. Du liegst im flachen Wasser, schaust den Fischerbooten am Horizont zu und vergisst komplett die Zeit.
Es ist der perfekte Ort, um nach der Reise durch den Dschungel mal so richtig runterzukommen und die Welt um sich herum auszuschalten. Einfach purer, unaufgeregter Inselvibe.
Mandel Beach
Mandel Beach ist für mich die absolute Krönung. Wenn Poganda schon schön ist, dann setzt Mandel noch mal einen obendrauf. Er ist mein absoluter Favorit unter den Stränden in Banggai, weil er sich einfach so anfühlt, als hätte man sein eigenes privates Paradies gefunden.
Der Vibe dort ist kaum zu beschreiben. Der Sand ist unglaublich hell und das Wasser leuchtet in einem Blau, das fast schon wehtut, so intensiv ist das. Was Mandel aber so besonders macht, ist diese krasse Abgeschiedenheit. Oft bist du dort wirklich die einzige Seele weit und breit. Du stehst da, schaust auf den Ozean und fühlst dich wie der erste Mensch, der diesen Strand entdeckt hat.
Es gibt dort keinen Schnickschnack, nur die Natur in ihrer reinsten Form. Wenn ich an meine Zeit in Banggai zurückdenke, ist Mandel Beach genau das Bild, das ich im Kopf habe: diese perfekte Mischung aus Freiheit, Einsamkeit und einer Kulisse, die so schön ist, dass man sie eigentlich gar nicht fotografieren kann, weil kein Bild der Realität gerecht wird. Ein absoluter Pflichtbesuch, wenn du dort bist.
Teduang Beach
Was Teduang Beach so einzigartig macht, ist der verspielte Look direkt im Wasser. Die Leute vor Ort haben sich da richtig Mühe gegeben und mit Steinen oder Holzpfählen verschiedene Symbole im flachen Wasser aufgebaut. Da liegt zum Beispiel ein riesiges Herz und andere Zeichen im Sand, die man besonders gut sieht, wenn das Wasser niedrig ist oder man eine Drohne dabei hat.
Das gibt dem Ganzen einen fast schon künstlerischen Touch, den man an so einem abgelegenen Ort gar nicht erwartet. Es ist der perfekte Fotospot, aber auf eine sehr charmante, lokale Art. Du läufst durch das knietiefe, glasklare Wasser zu diesen Symbolen und merkst einfach, mit wie viel Liebe die Menschen hier ihr Paradies teilen.
Es ist dieser Mix aus Natur und kleinen, handgemachten Details, der Teduang so besonders macht.

Teluk cinta pulau
Und dann ist da noch Teluk Cinta, die Liebesbucht. Der Name ist hier Programm, aber nicht, weil es dort kitschige Hotels gibt, sondern weil die Natur selbst ein Romantiker ist. Wenn du von oben draufschaust – egal ob mit der Drohne oder von einem der Aussichtspunkte – siehst du es sofort: Die Bucht hat fast perfekt die Form eines Herzens.
Es ist einer dieser Orte, an denen du einfach nur dasitzt und den Kopf schüttelst, weil du nicht glaubst, dass die Natur so was von alleine hinkriegt. Das Wasser in der Bucht ist extrem ruhig und leuchtet in den krassesten Türkistönen, eingerahmt von dichtem, sattem Grün.
Was ich dort so liebe, ist dieser totale Frieden. Du gleitest mit dem Boot in die Bucht hinein und es fühlt sich an, als würde dich der Ort einmal fest umarmen. Es ist der perfekte Spot zum Schnorcheln oder um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Teluk Cinta ist für mich das heimliche Symbol für die Banggai Inseln: ein verstecktes Herz mitten im Nirgendwo, das man erst mal finden muss, aber dann nie wieder vergisst.
Pantai lalong
Wenn du auf der Ostseite von Peleng unterwegs bist, kommst du an Pantai Lalong eigentlich nicht vorbei und das solltest du auch auf keinen Fall.
Der Strand ist ein echtes Brett: ewig lang, mit Sand, der so hell und fein ist, dass er fast wie Puderzucker aussieht.
Was ich an Lalong so feiere, ist diese Weite. Während viele Buchten in Banggai eher klein und versteckt sind, hast du hier richtig Platz zum Atmen. Das Wasser ist auch hier dieses typische Banggai-Türkis und lädt eigentlich dazu ein, den ganzen Tag gar nichts zu machen, außer zwischen Schattenplatz und Meer hin und her zu wandern.
Es ist einer dieser Orte, an denen du die Kamera eigentlich direkt wieder wegpacken kannst, weil du merkst, dass du diese Dimensionen und das Licht sowieso nicht eingefangen bekommst. Ein riesiges Stück unberührte Natur, das dir zeigt, wie vielseitig die Insel Peleng eigentlich ist.

FAQ
Ist Banggai teuer?
Kurz gesagt: Nein, absolut nicht. Banggai ist für den Geldbeutel ein Traum, eben weil es hier noch extrem lokal zugeht.
Es gibt keine Hipster-Cafés, keine westlichen Restaurants oder teuren Beach-Clubs. Du isst in einfachen Warungs, kaufst auf dem Markt ein und schläfst in Homestays. Das bedeutet: Du zahlst überall noch die echten, lokalen Preise ohne den typischen Touristen-Aufschlag.
Das Einzige, was etwas teurer werden kann, sind private Bootscharter für Ausflüge zu den abgelegenen Stränden. Wenn du dich aber auf das lokale Leben einlässt, reist du hier unglaublich günstig.

Unterkunfttipps auf den Banggai-Inseln in Sulawesi:
NATA homestay
Ein sehr einfaches Homestay mit herzlicher Atmosphäre, geführt von einer äußerst gastfreundlichen indonesischen Familie. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, verfügen jedoch über einen Ventilator und ein Moskitonetz. Das absolute Highlight ist die Lage direkt am Meer – der Ausblick ist einfach traumhaft.
KIA Homestay
Dieses Homestay bietet euch eine traumhafte Lage direkt am Meer und in unmittelbarer Nähe zu einem wunderschönen Korallenriff. Die herzliche Gastgeberin sorgt dafür, dass ihr euch sofort willkommen fühlt. Die Zimmer sind schlicht, aber mit allem ausgestattet, was man braucht. Ob Ausflüge, Schnorcheltouren oder die Weiterreise – bei Fragen und der Organisation wird euch gerne geholfen. Jeden Morgen erwartet euch zudem ein frisch zubereitetes Frühstück.
Tinangkung: Sidapore Homestay
Ein einfaches Hotel in guter Lage mit zahlreichen Restaurants in unmittelbarer Nähe. Der Hafen von Salakan ist bequem zu Fuß erreichbar und macht die Unterkunft zu einem praktischen Ausgangspunkt für An- und Weiterreisen.
Paisu Pok Lake: Blessing Homestay
Ein wunderschönes, kleines und authentisches Homestay direkt über dem Meer. Die herzliche Gastfamilie sorgt dafür, dass man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Die Lage ist einfach traumhaft: Der Blick auf das Meer ist atemberaubend und besonders bei Sonnenauf- oder -untergang ein echtes Highlight. Perfekt für alle, die Ruhe, Natur und das authentische Inselleben erleben möchten.
Wie ist die Internetverbindung vor Ort?
Überraschend okay, aber erwarte keine Wunder. Mit Telkomsel fährt man hier am besten. In den Orten hast du meistens guten Empfang, aber draußen im Dschungel oder an abgelegenen Stränden ist das Netz auch schnell mal komplett weg.
In den Unterkünften gibt es meistens WLAN. Für Nachrichten oder ein paar Bilder reicht es locker, aber es ist eben nicht das schnellste.
Wer hierherkommt, sollte sich einfach auf ein bisschen Digital Detox einstellen, tut der Reise nur gut.
Gibt es Geldautomaten?
Ja, die gibt es. Du musst also kein Vermögen im Rucksack mitschleppen.
Verlass dich aber nicht blind darauf: Manchmal streikt ein Automat bei ausländischen Kreditkarten oder ist einfach leer.
Hol dir am besten direkt bei der Ankunft (z. B. in Luwuk) genug Bargeld, denn in den Homestays, Warungs und Booten läuft sowieso alles nur mit Scheinen.
Die besten (kostenlosen) Kreditkarten für Bali / Indonesien
Wise Debit Card (Debit Card) – unser Favorit!
Deutschland-Kreditkarte Classic (Kreditkarte)
TF Mastercard Gold (Kreditkarte)
C24 Mastercard (Debit Card)
DKB (Debit Card)
Ist Banggai sicher?
Ja, absolut. Ich habe mich während der gesamten Zeit komplett sicher gefühlt und nichts auch nur ansatzweise Gefährliches bemerkt. Die Menschen hier sind unglaublich gastfreundlich, entspannt und eher neugierig als alles andere.
Allgemein gilt ja für Indonesien, dass man hier oft viel sicherer unterwegs ist als in vielen anderen Reiseländern und Banggai macht da keine Ausnahme. Weil es noch so untouristisch ist, gibt es hier auch keine typische Abzocke oder Kriminalität, die auf Reisende abzielt. Die größte „Gefahr“ ist höchstens, dass du mal stolperst oder dich ein bisschen verfährst. Du kannst hier also völlig unbesorgt reisen.
Wie viele Tage sollte man einplanen?
Ich würde auf jeden Fall mindestens 6 Tage einplanen. Weniger lohnt sich kaum, weil die Anreise doch etwas Zeit frisst und man das langsame Inseltempo erst mal annehmen muss.
Dann hast du genug Zeit, um die Highlights auf Peleng zu sehen und auch die kleineren Inseln drumherum per Boot zu entdecken. Wenn du es noch entspannter angehen und wirklich jeden versteckten Strand mitnehmen willst, kannst du hier aber auch locker 10 Tage oder mehr verplanen, ohne dass dir langweilig wird.
Braucht man einen Roller?
Ja, absolut. Ohne eigenen fahrbaren Untersatz bist du hier ziemlich aufgeschmissen, weil es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt.
Ich habe mir meinen Roller direkt am Pier in Leme-Leme ausgeliehen. Das ist super unkompliziert und der beste Weg, um flexibel zu sein. Die Straßen auf Peleng sind zwar an vielen Stellen überraschend gut, aber es gibt auch immer wieder holprige Abschnitte mit größeren Schlaglöchern. Wenn du selbst fährst, bist du einfach frei, kannst die Insel im eigenen Tempo erkunden und genau da anhalten, wo es dir gefällt. Ein Roller gehört zum Banggai-Abenteuer definitiv dazu! Zumal ich gefühlt alles mit dem Roller in Indonesien mache.
Kann man dort tauchen?
Ja, das kann man auf jeden Fall. Die Banggai-Inseln haben eine megagute Unterwasserwelt und sind unter Tauchern vor allem für den seltenen Banggai-Kardinalfisch bekannt.
Ich selbst war allerdings nur schnorcheln. Aber selbst das reicht hier völlig aus, um sprachlos zu werden: Das Wasser ist glasklar und du hast oft direkt vom Strand aus eine Sicht wie im Aquarium, mit richtig intakten Korallen und super vielen Fischen. Wer richtig tief runter will, findet hier definitiv seine Spots, aber auch als Schnorchler kommt man voll auf seine Kosten.

Beste Reisezeit für Banggai?
Ich war im März da und es war alles super. Grundsätzlich kannst du die Banggai-Inseln das ganze Jahr über bereisen, da es hier keine extrem krasse, durchgehende Regenzeit wie in anderen Teilen Indonesiens gibt.
Die trockensten Monate sind meistens von September bis November, aber wie gesagt: Lass dich von der Nebensaison nicht abschrecken. Es kann immer mal ein kurzer Schauer runterkommen, aber das zieht meistens schnell vorbei und trübt das Inselabenteuer überhaupt nicht. März hat für mich jedenfalls perfekt funktioniert!
Unterkunfttipps auf den Banggai-Inseln in Sulawesi:
NATA homestay
Ein sehr einfaches Homestay mit herzlicher Atmosphäre, geführt von einer äußerst gastfreundlichen indonesischen Familie. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet, verfügen jedoch über einen Ventilator und ein Moskitonetz. Das absolute Highlight ist die Lage direkt am Meer – der Ausblick ist einfach traumhaft.
KIA Homestay
Dieses Homestay bietet euch eine traumhafte Lage direkt am Meer und in unmittelbarer Nähe zu einem wunderschönen Korallenriff. Die herzliche Gastgeberin sorgt dafür, dass ihr euch sofort willkommen fühlt. Die Zimmer sind schlicht, aber mit allem ausgestattet, was man braucht. Ob Ausflüge, Schnorcheltouren oder die Weiterreise – bei Fragen und der Organisation wird euch gerne geholfen. Jeden Morgen erwartet euch zudem ein frisch zubereitetes Frühstück.
Tinangkung: Sidapore Homestay
Ein einfaches Hotel in guter Lage mit zahlreichen Restaurants in unmittelbarer Nähe. Der Hafen von Salakan ist bequem zu Fuß erreichbar und macht die Unterkunft zu einem praktischen Ausgangspunkt für An- und Weiterreisen.
Paisu Pok Lake: Blessing Homestay
Ein wunderschönes, kleines und authentisches Homestay direkt über dem Meer. Die herzliche Gastfamilie sorgt dafür, dass man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt. Die Lage ist einfach traumhaft: Der Blick auf das Meer ist atemberaubend und besonders bei Sonnenauf- oder -untergang ein echtes Highlight. Perfekt für alle, die Ruhe, Natur und das authentische Inselleben erleben möchten.
Wie kommt man auf die Inseln?
Die Anreise ist ein kleines Abenteuer für sich, aber gar nicht so kompliziert. Der wichtigste Knotenpunkt auf dem Festland ist Luwuk (mit dem Flughafen Luwuk – LUW).
Von Luwuk aus hast du dann zwei Optionen, um auf die Inseln zu kommen:
Fähre (Public Boat): Vom Hafen in Luwuk fahren regelmäßig öffentliche Fähren rüber nach Peleng (z. B. nach Leme-Leme oder Salakan) und weiter nach Banggai-Insel. Das dauert ein paar Stunden, ist super günstig und total authentisch.
Speedboot: Wenn du schneller sein willst, kannst du dir auch ein Speedboot chartern oder schauen, ob feste Verbindungen erreichbar sind. Das spart ordentlich Zeit, kostet aber natürlich etwas mehr.
Sobald du am Pier (wie bei mir in Leme-Leme) ankommst, leihst du dir einfach direkt den Roller und das Abenteuer startet!
Lesetipp: Roller mieten Bali / Indonesien: Tipps zum Roller fahren im Inselreich
Fazit: Lohnt sich Banggai?
Ganz klare Antwort: Ja, absolut!
Aber nur, wenn du den richtigen Mindset mitbringst.
Wenn du Luxus Resorts, westliche Cafés und eine perfekte Infrastruktur brauchst, wirst du hier wahrscheinlich nicht glücklich. Aber genau das ist der Punkt. Für mich lohnt sich Banggai gerade deshalb, weil es eben nicht auf der normalen Route liegt. Es ist einer dieser seltenen Orte, für die man sich die Reise noch ein bisschen „erarbeiten“ muss.
Du tauschst Komfort gegen Freiheit. Du tauschst durchgetaktete Touren gegen echte Abenteuer und Begegnungen, die nicht im Reiseführer stehen.
Ob es das absurde Blau vom Paisu Pok Lake ist, die einsamen Stunden am Mandel Beach oder das Gefühl, mit dem Boot in eine herzförmige Bucht wie Teluk Cinta einzufahren. Das sind Momente, die du auf den ausgetretenen Pfaden Südostasiens so kaum noch findest.
Wer bereit ist, sich auf das Tempo der Einheimischen einzulassen und auch mal einen Tag ohne Highspeed Internet auskommt, wird mit einem Indonesien belohnt, das ursprünglicher nicht sein könnte. Banggai ist für alle, die das Unverfälschte suchen und mal wieder spüren wollen, wie groß und magisch die Welt eigentlich ist.
Für mich war es jedenfalls nicht das letzte Mal. Wer das echte Abenteuer sucht, sollte nicht zu lange warten, denn so ein Geheimtipp bleibt selten ewig einer.
Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:








(5 votes, average: 4,00 out of 5)







Schreibe einen Kommentar