Du wolltest schon immer das Surfen ausprobieren, aber dich schrecken die Menschenmassen auf Bali ab? Du bist bereits erfahrener Surfer und auf der Suche nach neuen Erfahrungen? Wie wäre es, deinen nächsten Surfaufenthalt auf einer anderen Insel in Indonesien zu verbringen?
In diesem Artikel verraten wir dir 3 Surfalternativen zu Bali in Indonesien, an denen du dich bei deinem nächsten Abenteuer auf die Suche nach der perfekten Welle machen kannst!

(Foto: Moro Ma Doto)
Surfalternativen zu Bali
Die mit Abstand bekannteste Insel zum Surfen in Südostasien ist Bali. Die kleine Insel begeistert seit Jahrzehnten nicht nur die internationale Surfgemeinschaft, sondern bietet auch weitere Wassersportarten wie Tauchen, Kitesurfen, Parasailing und vieles mehr an. Kein Wunder, dass der Tourismus auf der Insel boomt.
Es gibt kaum einen Surfspot auf der Insel, der nicht bereits von zahlreichen Surfern besucht wird. Überfüllte Strände sind ebenfalls keine Seltenheit. Ein Grund mehr für uns, nach anderen Orten in Indonesien Ausschau zu halten. Im Folgenden stellen wir dir 3 fantastische Surfalternativen im Inselstaat vor, an denen du teilweise noch ohne einen anderen Menschen deine Wellen reiten kannst!

(Foto: Moro Ma Doto)
Surfalternativen zu Bali: Morotai (Nord-Molukken)
Die Insel Morotai gehört zu den Nord-Molukken und liegt an der nördlichsten Spitze der Inselgruppe. Weiter nördlich und östlich von Morotai befinden sich nur noch die Philippinen, der Inselstaat Palau – und der offene Pazifische Ozean. Während der Wellensaison im Nordpazifik, wenn der Swell auf die Insel trifft, verwandelt sie sich in ein Paradies für surfbegeisterte Abenteurer.
Menschenleere Strände, klares Wasser und Wellen, so weit das Auge reicht – und das in völliger Abgeschiedenheit und Ruhe! Denn der Tourismus auf Morotai steckt noch in seinen Kinderschuhen.
Mehr über die Insel erfährst du in unserem Beitrag über Morotai.

Die Wellen auf Morotai können je nach Spot zwischen 1 und 5 Metern betragen. Sie eignen sich somit sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Hier findest du größtenteils Lefthander, aber auch Righthander, und Reef Breaks, also Wellen, die vom Wasser aus gesehen nach links über felsigem Untergrund wie Korallen und Steine brechen.
Die besten Surfspots befinden sich an der Ost-, Nord- und Westküste: vor den Dörfern Sofi, Bido und Bere-Bere sowie Batu Kopi bei Posi-Posi-Rau. In unregelmäßigen Abständen finden Surfwettbewerbe für die lokale Jugend statt, die hier teilweise noch mit Holzbrettern das Surfen lernen.
Im Gegensatz zu Bali gibt es auf Morotai keine kontinuierlichen Wellen, einen Aufenthalt solltest du also entsprechend planen. Am besten eignen sich die Monate von Oktober bis März – eine Wetter-App wie Windy kann dir bei deiner Planung helfen.
Unser Unterkunftstipp für Morotai: Moro Ma Doto Resort
Das Moro Ma Doto ist ein exklusives Resort auf der Ostseite von Morotai. Die Anlage umfasst mehrere Hektar Land mit ursprünglichem Dschungel, Höhlen, tropischen Vögeln und unzähligen Tier- und Pflanzenarten. An einem Hang befinden sich 8 einzigartige Villen mit Privatpools und einer fantastischen Aussicht aufs Meer und den Sonnenaufgang, 4 einfache Zimmer mit Gemeinschaftspool sind ebenfalls verfügbar. Ein großzügiges Restaurant versorgt die Gäste mit hausgemachten Leckereien und Zutaten aus dem eigenen Biogarten.
Ein Surfguide für alle Levels ist während der Saison anwesend; gemietet werden können Short-, Medium- und Longboards sowie Foilsurfboards, SUP (Stand-up-Paddleboards) und Jetskis. Direkt vor dem Resort am hauseigenen Privatstrand befindet sich ein fantastischer Surfspot, zusätzlich können die oben beschriebenen Orte entweder mit dem Motorrad, Auto oder Booten angefahren werden. Taucher kommen hier das ganze Jahr auf ihre Kosten und werden in kleinen Gruppen begleitet, um einen hohen Erlebniswert zu gewährleisten. Private Angeltouren können ebenfalls gebucht werden.

Surfalternativen zu Bali: Rote Island (Nusa Tenggara Timur)
Die Insel Rote gehört zur Provinz Nusa Tenggara Timur und ist die südlichste Insel Indonesiens. Sie befindet sich abseits der Menschenmassen und üblichen Touristenpfade und wird noch häufig als „Bali vor 20 Jahren“ bezeichnet. Nicht zuletzt die einzigartige Kultur und die netten Locals machen diesen Ort zu einem Inselparadies, in dem du abschalten, erkunden und einen der besten Surfspots der Welt erleben kannst.
Zum Surfen eignet sich nur die Südwestküste, an der die Wellen meist um die 2,5 Meter hoch sind. Hier befindet sich die bekannteste Welle T-Land, eine der längsten und perfektesten Lefthanders Indonesiens. Sie kann über 300 Meter lang werden, wenn sie sich um die Riffe von Nemberala Beach herumschlängelt. Weitere Surfspots warten auf Fortgeschrittene und Experten, aber auch Anfänger können auf Rote ihre ersten Wellen reiten.
Die Surfspots gehören zu den besten Spots in Indonesien – allerdings nur mit einem Bruchteil der Menschenmassen, wie du sie auf Bali vorfindest. Mit etwas Glück befindet sich an manchen Orten niemand außer dir im Wasser.
Obwohl die Insel ganzjährig besuchbar ist, eignet sich zum Surfen nur die Trockenzeit von Mai bis August, wenn es weniger regnet und die Wellen dank der Winde ins Rollen kommen. Da Rote Island nicht die gleiche lange Südküste wie Sumba oder Sumbawa hat, ist die Insel auf die Südwestwinde aus der südlichen Hemisphäre und die östlichen Passatwinde angewiesen.


Unterkünfte auf Rote Island
Rote ist in den letzten Jahren in der Surfszene immer bekannter geworden, entsprechend entwickelt sich die Tourismusszene. Es entstehen immer mehr gehobene Lodges und Hotels, die auf Surfer ausgerichtet sind.
Wie lange die Insel ihrem Spitznamen „Bali vor 20 Jahren“ noch gerecht werden wird, bleibt abzuwarten. Je früher du das kleine Paradies besuchst, desto entspannter wirst du es vorfinden. Im exklusiven Seed Resort Rote beispielsweise erwarten dich einzigartige Boutique-Bungalows direkt am Strand mit Blick auf den weiten Ozean.

Surfalternativen zu Bali: Telo Inseln (Sumatra)
Die Telo Inseln sind ein kleines Inselarchipel vor der Westküste Sumatras zwischen Nias im Norden und den Mentawai Inseln im Süden. Das Archipel ist eine tolle Alternative zu den Mentawai Inseln und gilt mit seinen gleichmäßigen Wellen als eines der besten Surfziele Indonesiens. Eine entspannte Atmosphäre, freundliche Locals und eine reiche Kultur vervollständigen das tropische Paradies, in dem du außerdem schnorcheln, angeln oder an einem der weißen Sandstrände Sonnenbaden kannst.
Hier surfst du auf einer Vielzahl von Wellen und einer Mischung aus Lefthanders und Righthanders, die sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet sind. Aufgrund wechselnder Windbedingungen ist das Surfen fast täglich möglich und die meisten Spots innerhalb einer Stunde Bootsfahrt erreichbar. Die 100 Inseln des Archipels können über Kanäle und Lagunen befahren werden, die den nötigen Schutz vor Wind und den hohen Wellen des Indischen Ozeans bieten.
Die Wellen auf den Telo Inseln erreichen eine Höhe von 3 Meter oder mehr. Hochsaison ist von Mai bis Oktober, wenn der Wellengang am gleichmäßigsten ist. Aber auch in der Nebensaison darfst du dich auf tolle Wellen freuen und vor allem auf: weniger Menschen.

Unterkünfte auf den Telo Inseln
Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Orten sind die Telo Inseln weitaus bekannter, was sich in mehr Touristen und einer Vielzahl an verschiedenen Unterkünften widerspiegelt. Hier findest du von luxuriösen Familienresorts über einfache Surfunterkünften bis hin zu Surfcamps und -chartern eigentlich alles.
Die Telo Surf Villa im Norden der Inseln bietet 5 klimatisierte Schlafzimmer inmitten eines großen Gartens, der vom tropischen Dschungel umgeben ist. Eine perfekte Welle befindet sich direkt vor der Tür, mit eigenen Schnellbooten werden in kleinen Gruppen alle Wellen im Umkreis angefahren.

Surfalternativen zu Bali: Fazit
Die perfekte Welle kannst du in Indonesien auf zahlreichen Inseln finden – vor allem, wenn du eine Auszeit vom Trubel und der Hektik auf Bali brauchst. Menschenleere Strände, einsame Surfbreaks und hilfsbereite Locals warten im gesamten Inselarchipel auf dich. Mit etwas Glück, Geduld und Abenteuerlust kannst du diese Orte sogar völlig allein genießen.
Hast du weitere Empfehlungen für uns und die Surfcommunity? An welchen Orten in Indonesien außer Bali warst du bereits surfen? Und wie hat es dir dort gefallen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!
Über die Autorin:

Gunda kommt aus der Tauch- und Tourismusbranche und war einige Jahre in Südostasien unterwegs, bevor sie ihr Herz an Indonesien verlor. Hier fand sie nicht nur ihre neue Heimat, sondern auch ihre große Liebe. Nach der Leitung eines Tauchresorts in Raja Ampat machte sie sich als Autorin und Auswanderberaterin selbstständig. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann Hartono auf Morotai, wo die beiden sich eine kleine Selbstversorgerfarm aufbauen. Auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie Einblicke, und im Indonesien-Podcast spricht sie über das Leben und Arbeiten in Indonesien. Sie ist außerdem die Verfasserin unseres Auswanderguides. Mehr von dieser Autorin lesen








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