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Stichheiler bei Insektenstichen: Sinnvoll oder nicht?

von Gunda Wörlein

Egal, wie gut wir uns im Urlaub oder im Sommer schützen – meist passiert es doch und vereinzelte Stechmücken finden ihren Weg auf unsere Haut. Schwellung, Rötung und ein langanhaltender Juckreiz sind nur einige Folgen davon.

Stichheiler bzw. Insektenstichheiler versprechen für solche Fälle schnelle Abhilfe – und das ganz ohne chemische Wirkstoffe oder unangenehme Nebenwirkungen.

Doch wie genau funktionieren Stichheiler und halten sie, was sie versprechen?

Wir haben nachgeforscht und erklären dir in diesem Artikel, warum wir nie wieder ohne Stichheiler verreisen werden!

Unsere Empfehlung: Der thermische Stichheiler von bite away (auf amazon ansehen)

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Was passiert bei einem Mückenstich?

Bevor wir uns genauer damit befassen, wie Stichheiler funktionieren, werden wir herausfinden, was bei einem Mückenstich eigentlich passiert.

Verantwortlich für Stiche sind die weiblichen Stechmücken, die für die Produktion ihrer Eier im Blut vorhandene Proteine benötigen. Im Gegensatz dazu ernähren sich männliche Stechmücken von Pflanzensäften und Nektar aus der Natur.

In Indonesien sind Stechmücken meist rund um die Uhr im Einsatz, da es außer den nachtaktiven auch tagaktive Mücken (z. B. die Asiatische Tigermücke) gibt.

Das Tückische ist: Der Stich selber wird meist gar nicht bemerkt, da er in vielen Fällen nicht weh tut. Erst die kleine Schwellung um die Einstichstelle sowie der langanhaltende Juckreiz erinnern uns noch Tage danach an die Anwesenheit der lästigen Mücken.

Der Auslöser dieser Reaktion ist nicht etwa ein Gift, sondern der Speichel der Mücke. Dieser wird vom Insekt unter die Haut gebracht, um eine Blutgerinnung zu verhindern und während des Saugens einen guten Blutfluss zu gewährleisten.

Unser Körper reagiert auf den körperfremden Stoff mit einer Abwehrreaktion. Das Immunsystem schüttet – ähnlich wie bei einer allergischen Reaktion – vermehrt Histamine aus. Juckreiz, Rötung und Schwellung sind die Folgen davon.

Die Reaktion kann hierbei unterschiedlich stark ausfallen – abhängig von der Menge des injizierten Speichels.

Unser Körper reagiert auf den Speichel von Mücken mit einer Abwehrreaktion – Juckreiz, Rötung und Schwellung sind die Folge.

Was ist ein Stichheiler?

Ein Stichheiler ist ein kleines, handliches Gerät, das – meist mit Batterie betrieben – schnell viel Hitze erzeugen kann. Er verspricht schnelle Linderung durch lokale Wärmeeinwirkung und konzentriert sich dabei auf den Speichel der Mücken. Für einen guten Stichheiler solltest du ca. 20 Euro investieren.

Wie funktioniert ein Stichheiler?

Stichheiler werden in der Regel per Knopfdruck erhitzt und für ein paar Sekunden punktuell auf den möglichst frischen Stich gehalten. Dabei erhitzt sich das Gerät auf rund 50 Grad.

Durch die konzentrierte Hitzeeinwirkung gerinnt der eiweißhaltige Speichel der Mücken und kann sich nicht weiter im Körper ausbreiten.

Weiteres Anschwellen der Einstichstelle wird verhindert, die Ausschüttung von Histamin gestoppt und der lästige Juckreiz lässt nach ein paar Sekunden nach.

Bei Bedarf kann die Anwendung beliebig oft wiederholt werden.

Die Hitzeeinwirkung von 50 Grad lässt den Speichel der Mücke gerinnen und stoppt den lästigen Juckreiz.

Was ist der Unterschied zwischen einem elektrischen und thermischen Stichheiler?

Insektenstichheiler gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Sie ähneln sich in ihrer Anwendung, doch ihre Wirkungsweise ist unterschiedlich.

Thermische Stichheiler wirken mithilfe direkter Hitzeeinwirkung. Dabei müssen sie nur kurz auf die betroffene Stelle gehalten werden, da sich die Hitze auf der ganzen Kontaktfläche ausbreitet.

Elektrische Stichheiler schicken kleine elektronische Impulse unter die Haut. Diese müssen häufig mehrmals über die ganze Einstichstelle verteilt werden. Jeder Impuls fühlt sich dabei wie ein kleiner Stich an, was vor allem für schmerzempfindlichere Menschen etwas langwierig sein kann.

Abhängig von der Insektenart ergibt sich außerdem eine unterschiedlich lange Anwendung.

Ist die Behandlung mit einem Stichheiler schmerzhaft?

Die Anwendung mit einem thermischen Stichheiler ist in der Regel leicht zu ertragen. Spürbar ist nur ein kurzfristiger Schmerz für ein paar Sekunden. Dieser lässt nach, kurz bevor es „zu heiß“ wird.

Thermische Stichheiler sind weitaus freundlicher in der Anwendung als elektrische Stichheiler, da sie meist nur einmal pro Stich angewendet werden müssen und damit auch für Kinder besser geeignet sind.

Vorsicht bei Allergikern!

Stichheiler können keine allergischen Reaktionen heilen, sie schränken lediglich allergische Symptome ein. Aus diesem Grund sollten Allergiker auf Insektenstiche trotzdem ihre Notfallmedikamente bei sich haben. Stichheiler können dabei als zusätzliche Unterstützung den Juckreiz verringern.

Die Vorteile eines Stichheilers auf einen Blick

  • Schnell und effektiv gegen Juckreiz, Schwellung und Schmerzen
  • Einfach und leicht in der Anwendung
  • Praktisch und handlich zum Mitnehmen auf Reisen und Ausflügen
  • Ohne chemische Wirkstoffe – im Gegensatz zu Salben und Cremes, die häufig erst nach viele Stunden wirken.
  • Keine Nebenwirkungen
  • Auf Dauer günstiger als vergleichbare Alternativen
  • Kann bei vielen Arten von Insektenstichen und -bissen eingesetzt werden, u. a. Stechmücken, Bienen, Hornissen, Wespen, Bremsen, Bettwanzen, Quallen

Unsere Empfehlungen

Mittlerweile gibt es eine Reihe von verschiedenen Stichheilern, die online und im Handel erhältlich sind.

1) Der Klassiker: Stichheiler bite away

Der Stichheiler von bite away ist bereits seit vielen Jahren auf dem Markt und gilt als Klassiker unter den Produkten. Auch von uns wird er bereits seit vielen Jahren genutzt und lässt sich mit gutem Gewissen weiterempfehlen! Ob auf Indonesien-Reisen oder an warm europäischen Sommerabenden – der bite away Stichheiler ist stets mit dabei.

Er ist leicht in der Handhabung und passt dank seiner kleinen, handlichen Größe in jede Handtasche. Der Stichheiler wird mit Batterien betrieben, die ihn jederzeit und an jedem Ort einsatzbereit machen.

Verfügbar sind zwei wählbare Zeiten: drei Sekunden für Kinder und sechs Sekunden für Erwachsene.

Nach dem Knopfdruck wird die keramische Kontaktfläche auf die Einstichstelle platziert und so lange gehalten, bis die Temperatur nachlässt. Eine Eigenanwendung wird bei Kindern ab 12 Jahren empfohlen.

2) Der Moderne: heat_it als Handy-Gadget

Der heat_it ist ein High-Tech-Gadget aus Deutschland, das eine sekundenschnelle Behandlung mithilfe des Smartphones garantiert.

Der heat_it Stichheiler ist so klein und leicht, dass er an jeden Schlüsselbund passt. Er hat einen USB-C-Anschluss, der ganz bequem an jedes Smartphone gesteckt werden kann. Für Micro-USB-Anschlüsse ist ein Adapter verfügbar.

Mithilfe einer App wird der heat_it mit Energie versorgt und gesteuert. Dabei kann er auf individuelle Bedürfnisse angepasst werden und eignet sich auch für Kinder ab 4 Jahren.

Der große Vorteil: Der heat_it kommt ganz ohne Batterien aus, da er über das Smartphone mit ausreichend Strom versorgt wird.

Einzige Nachteile: Der Stichheiler ist so klein, dass er leicht verloren gehen kann. Außerdem musst du für den Gebrauch immer ein Smartphone dabei haben.

Fazit: ein unverzichtbarer Begleiter für den Sommer und im Urlaub!

Für uns ist eins klar: Ein Stichheiler ist die optimale Wahl, um dich schnell und effektiv von lästigem Juckreiz zu befreien – egal für welches Produkt du dich entscheidest!

Dank seiner praktischen Größe passt er in jede Handtasche und lässt dich auch in unvorhergesehenen Momenten nicht im Stich – ganz ohne Chemie und unangenehmen Nebenwirkungen!

Benutzt du bereits einen Stichheiler? Wie ist deine Erfahrung damit? Teile es uns mit in den Kommentaren!

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Über die Autorin:

Autorenfoto Gunda mit Hartono

Gunda kommt aus der Tauch- und Tourismusbranche und war einige Jahre in Südostasien unterwegs, bevor sie ihr Herz an Indonesien verlor. Hier fand sie nicht nur ihre neue Heimat, sondern auch ihre große Liebe. Nach der Leitung eines Tauchresorts in Raja Ampat, entstand die Idee zu ihrer Webseite. Mittlerweile lebt sie als freie Autorin und Podcasterin mit ihrem Mann Hartono auf Morotai, wo die beiden sich eine kleine Selbstversorger-Farm aufbauen möchten. Mehr von dieser Autorin lesen.

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