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Pacitan auf Java: Unberührte Natur auf eigene Faust erkunden

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Lara Braun von laradewi.com

Pacitan ist ein kleiner Ort in Ost-Java, der in ca. 4-5 Stunden mit einem lokalen Bus („Travel“) von Yogyakarta zu erreichen ist.

Dort gibt es eine große Bucht, die sich super zum Surfen eignet. Vor allem wenn du das Surfen noch lernen möchtest bzw. Anfänger*in bist, kannst du hier einen Surf-Kurs buchen oder dich auf eigene Faust in die Wellen von Pacitan begeben.

Als Bleibe kann ich dir La Calypso empfehlen. Ein Surf-Guesthouse direkt am Meer mit angenehmem Ambiente und einer kleinen Dachterrasse, die zu einem abendlichen Bintang Bier einlädt.

Auf eigene Faust die Umgebung von Pacitan erkunden

Wenn du nicht nur zum Surfen nach Pacitan kommst, sondern auch die schöne Umgebung erkunden möchtest, empfehle ich dir, einen eigenen Roller zu mieten.

Das läuft sehr unkompliziert ab und ist in der Regel über deine Unterkunft möglich. Wichtig hierbei ist, dass du einen Helm verlangst, da dieser nicht immer automatisch dabei ist.

Am geschicktesten ist es, wenn du eine indonesische Simkarte besitzt, damit du dich ganz unkompliziert mit Google Maps leiten lassen kannst.

Ansonsten ist die Ausschilderung auf den Straßen auch nicht schlecht.

Empfehlen würde ich dir die Stopps in der folgenden Reihenfolge:

1) Sungai Maron am Morgen

2) Pantai Watukarung zur Mittagszeit

3) Pantai Srau zum Sonnenuntergang

Die Route eignet sich perfekt für einen Tag – du kannst sie aber natürlich auch auf mehrere Tage aufteilen.

Sungai Maron: Bootstour auf dem majestätischen Fluss

Sungai Maron ist ein kleiner Fluss, der ins Meer mündet und wirklich eine atemberaubende Szenerie bietet.

Du kannst den Fluss mit einem Boot entlangfahren und am Ende aussteigen, um den Strand zu genießen und die Mündung zu bestaunen.

Am besten machst du dich gleich morgens auf den Weg zum Sungai Maron. Der Weg auf dem Roller von Pacitan dauert etwas über eine Stunde und ist am Ende wirklich sehr holprig und steil. Selbst als erfahrene*r Rollerfahrer*in, würde ich nicht zu zweit auf dem Roller fahren, da die Schlaglöcher eine echte Herausforderung sind.

Wenn du es geschafft hast, kannst du dich entweder erstmal mit einer frischen Kokosnuss oder einem Nasi Goreng von einem der Warungs (= kleines Restaurant) belohnen oder dir sofort ein Boot mit Fahrer für ca. 100.000 IDR mieten.

Jetzt darfst du einfach nur die bezaubernde Fahrt genießen. Wenn du nett fragst, kannst du auch kurz in den Fluss springen und ein bisschen baden – aber Achtung: hier gibt es Schlangen!

Am Ende des Flusses kann man aussteigen und zum Meer laufen.

Neben dem weiten, verlassenen Sandstrand ist die Flussmündung ein ziemliches Spektakel. Dort fließen Salz- und Süßwasser zusammen und bilden einige kleine Strudel.

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Spaziergang am Strand in der Nähe des Maron Flusses

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Hier fließen Salz- und Süßwasser zusammen

Location Sungai Maron: Sungai Maron | Dersono, Pringkuku, Maron, Dersono, Pringkuku, Kabupaten Pacitan, Jawa Timur 63552, Indonesien

Pantai Watukarung: Top-Surfspot & schöner Strand

Pantai Watukarung ist ein winziger Strandort, in dem sich hauptsächlich fortgeschrittene Surfer*innen aus aller Welt und einheimische Touris tummeln.

An dem Strand selbst reiht sich ein Warung nach dem anderen, die frische Kokosnüsse und indonesische Gerichte anbieten. Besonders empfehlenswert ist die Pizzeria mit echtem Steinofen – falls du mal wieder Lust auf europäisches Essen hast.

Wenn du nicht zum Surfen hier bist und dich bereits satt gegessen hast, empfehle ich dir den Weg am Strand weiter Richtung Südosten (nach links, wenn du auf den Horizont blickst) zu folgen. Dort kannst du entweder ein kleines Stück die Klippen hochlaufen und die Aussicht genießen oder links an den Klippen vorbeilaufen, dann kommst du zu einer kleinen einsamen Bucht. Hier kannst du dich auch ohne Probleme im Bikini sonnen. Am Hauptstrand ist das nicht so gerne gesehen, bzw. du musst damit rechnen angestarrt zu werden – Java ist überwiegend muslimisch, wo es einfach ungewöhnlich ist, mit Bikini am Strand zu liegen.

Location Pantai Watukarung: Pantai Watukarung | Pringkuku, Ketro, Watukarung, Pacitan, Kabupaten Pacitan, Jawa Timur 63552, Indonesien

Pantai Srau: Perfekt für den Sonnenuntergang

Pantai Srau besteht aus drei Stränden. An dem Hauptstrand, zu dem die Straße als erstes führt, reihen sich wieder einige Warungs, die frisch gegrillten Fisch oder Reis mit Tofu und Gemüse anbieten.

Die Bucht ist ziemlich groß und windig und eignet sich daher nicht ganz so gut zum Sonnen und Baden.

Empfehlenswerter ist es, den kleinen Weg an den Klippen entlang auf der rechten Seite des Strandes weiter zu folgen und die schöne Aussicht auf den Strand zu genießen.

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Aussicht auf den Pantai Srau

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Warung am Strand „Pantai Srau“

Wenn du wieder unten am Strand angekommen bist, kannst du dem Weg weiter folgen, der zu zwei weiteren Stränden führt.

Der hintere bietet sich perfekt für den Sonnenuntergang an: eine kleine verlassene Bucht, die genau nach Westen zeigt, wodurch die Sonne direkt vor dir untergeht. Zum Baden wahrscheinlich etwas zu felsig, aber für einen romantischen Sonnenuntergang genau das Richtige.

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Sonnenuntergang am Pantai Srau

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Pantai Srau Panorama

Location Pantai Srau: Pantai Srau | Candi, Pringkuku, Area Peswahan, Candi, Pacitan, Kabupaten Pacitan, Jawa Timur 63552, Indonesien

Tipps für die Rückfahrt

Der Rückweg im Dunklen nach Pacitan dauert noch ca. eine Stunde, weshalb du unbedingt darauf achten solltest, dass du Licht hast.

Außerdem würde ich eine dünne Jacke einpacken, da es abends auf dem Roller doch etwas kühl wird.

Und jetzt heißt es, gute Heimreise (ind. Selamat Jalan)!

Text und Fotos: Lara Braun

Bild_Lara

Über die Autorin

Da mein Vater aus Indonesien kommt, verbrachte ich bereits in meiner Kindheit einige Urlaube dort und habe viel von Land und Leuten mitbekommen. Aber erst mit meinem Studium lernte ich das Land so richtig kennen und lieben und verbrachte seither viele Monate dort. Neben diversen Reisen habe ich auch ein Semester in Yogyakarta studiert und bei einer javanischen Familie gelebt, zu der ich mindestens einmal im Jahr zurückkehre. Eine besondere Begeisterung hatte ich schon immer für traditionelle Stoffe, was mich zu meinem aktuellen Herzensprojekt verleitete, in dem ich ein kleines Taschenlabel aus indonesischen handgefertigten Stoffen aufbaue (www.laradewi.com). Da ich ziemlich enthusiastisch bin, wenn es um Indonesien geht, freue ich mich sehr für Indojunkie zu schreiben und meine Eindrücke mit euch zu teilen.

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