Yoga Retreat auf Bali: 6 Tage Yoga, Rohkost und Ich

Yoga Retreat Bali

Auf Bali gibt es eine fantastische Yoga-Community: Ob Acro-Yoga-Jams am Strand von Canggu oder yogische Meet-Ups in Ubud – auf dieser kleinen Insel im größten Inselreich der Welt haben sich wundervolle Persönlichkeiten angesiedelt, die einfach nur gemeinsam Yoga machen wollen und das Leben bewusst genießen möchten.

Neben dieser stetig wachsenden Yoga-Community gibt es mittlerweile auch ein RIESIGES Angebot für Spirit-Junkies – von unzähligen Yogaschulen, über Yoga Retreats bis hin zu Yoga Festivals und Yogaläden mit Yogakleidung, Yogamatten & Co.

Die „kostenlose” Yoga-Community-Seite von Bali kenne ich bereits. Nun wollte ich auch mal in die etwas luxuriösere Retreat-Variante hineinschnuppern.

“Das erste Mal, dass ich solchen Luxus empfinde. Ich muss zugeben, ein bisschen fühle ich mich wie Julia Roberts in dem Film „Eat. Pray. Love“, den ich bis dato immer verteufelt habe.”

Bali und Luxus? Eigentlich passt das für mich nicht zusammen. Die meisten Balinesen könnten sich NIEMALS ein Spa leisten oder gar ein Yoga Retreat. Trotz all meiner Vorurteile habe ich es getan. Ich habe mich für ein Yoga Retreat etwas außerhalb von Ubud entschieden: Das “Pleasure the Senses Retreat“ von One World Retreats im Kumara Sakti Resorts.

Was es dort zu erleben gibt? Lies hier.

Absolut magisches Morgenritual

Yoga Retreat Bali Ubud

Morgens um 06:30 wirst du mit einer kleinen „wandernden“ Glocke wach geklingelt. Ein Mitarbeiter der Kumara Sakti Resorts geht von Bungalow zu Bungalow und klingelt die Retreat-Teilnehmer nach und nach wach. Es ist um einiges schöner, von einer kleinen Glocke geweckt zu werden, die immer näher kommt und lauter wird, als von dem blöden blechernden Smartphone neben dir auf dem Kopfkissen.

Und ab dem Punkt beginnt dein Yoga. Alles was du ab jetzt machst, machst du bewusst und aufmerksam: Sich strecken, die Türen auf machen, einen tiefen Atemzug nehmen, den dämmernden Himmel am Horizont der Reisfelder betrachten, Zähne putzen, Yogaklamotten an und ab durch den Dschungel zum offenen Yogaspot mit Blick auf die Reisfelder. Ein wundervolles, absolut magisches Morgenritual.

Kontinuität und Routine: Das tägliche Yoga

Yoga Bali

Der wichtigste Bestandteil eines Yoga Retreats ist natürlich die Yoga-Praxis. Jeden Morgen von 7 Uhr bis 9 Uhr geht es bei den Oneworld Retreats auf die Matte. Wayan, ein wundervoller balinesischer Yogalehrer, beginnt die zweistündigen Morgensessions mit abwechselnden Meditationen, woraufhin Pranayama-Übungen den Kreislauf in Schwung bringen um dann in die Asana-Praxis überzugehen.

Die Yoga-Praxis eignet sich für Fortgeschrittene und Anfänger. Wayan erklärt viele Hintergründe und bietet immer Alternativen für die verschiedenen Level an. Hier geht es nicht um die verrücktesten Asanas und den besten Kopfstand. Einfach sein, reflektieren, seinen Körper wieder fühlen lernen – darum geht es hier.

Das Yoga-Programm ist sehr abwechslungsreich. Ich durfte neben wunderbaren Vinyasa Yoga Flows, Yin Yoga Sequenzen, Chanting-Sessions und einer geführten Meditation mit dem großartigen Musiker Carlo Alberto Canevali auch den Besuch eines balinesischen Priesters miterleben.

Das Highlight ist die Yogasession mit Blick auf den Gunung Batur um 05:30 am frühen Morgen beim Sonnenaufgang. Während du Sonnengrüße machst, kommt die Sonne langsam hinter dem Vulkan hervor. Gänsehaut!

Irgendwie passen Bali und Yoga sehr gut zusammen

Yoga und Bali

Yoga kommt eigentlich aus Indien. Was macht Yoga also auf Bali?

Yoga hatte nie einen Platz in der balinesischen Kultur. Der Westen brachte vor einigen Jahren die yogische Philosophie und Praxis nach Bali und das Business-Potential wurde schnell erkannt. Spätestens nach dem Film „Eat. Pray. Love“ boomte der „Selbstfindung-, Wohlfühl- und Inspirationstourismus” auf Bali.

Auch wenn Balinesen eigentlich keine Ur-Yogis sind, haben sie durch ihre Kultur und Religion eine unglaublich tiefe Verbundenheit zur Natur. Sie glauben an weiße und schwarze Magie und an eine unzählige Anzahl an Göttern. Eine Parallele zur yogischen Philosophie findest du in vielen Bereichen des täglichen Lebens auf Bali. Der Spirit der Insel ist überall vertreten. Und trotz der vielen Touristen ist er geblieben!

Diese Magie spürst du auch beim Yoga praktizieren auf Bali (vor allem in den kleinen isolierten Yoga Retreats mitten in der Natur).

Roh + Gesund: Auf dem Speiseplan steht Rawfood

Meine bisherige Zeit auf Bali war meistens alles andere als gesund: Zu viel Bintang, Glutamat, Arak und Kretek. Natürlich liegt diese Kombination an mir, aber man muss leider sagen, dass die indonesische Küche nicht immer gesund ist. Es wird viel frittiert und viel zu viel Glutamat genutzt.

Auf Bali gibt es jedoch seit einiger Zeit einen absoluten „Healhty-Food-Trend“: Neben Veggie-Restaurants, und Smoothie-Palästen findest du Rawfood-Tempel und Detox-to-go. Meistens jedoch viel zu überteuert und für Locals kaum erschwinglich.

Das „Pleasure the Senses Retreat” ist ein “Yoga-Rawfood-Retreat“. Natalie ist Rohkost-Expertin und gibt während der Retreat-Woche viele Insights rund um die Ernährung mit rohen Lebensmitteln. Auch ein Rohkost-Kochkurs und Saftfasten stehen auf dem Programm. Was ich gelernt habe? Schokolade ist mega gesund!

Außerdem werden zu 90% Rohkost-Mahlzeiten serviert. Vom Quiche, über Patthai bis hin zur Lasagne – es gibt so gut wie alles in der Rohkost-Variante. Die Kombination aus Yoga, Mediation und der Rohkost-Ernährung macht diese Woche zu einer fantastischen Detox-Woche. Denn Yoga ist mehr als das Praktizieren von Asanas. Yoga ist das komplette Paket von Body, Mind & Soul.

Stille: Die ruhige Seite auf Bali

Yoga Retreat Bali 3

Still ist man auf Bali selten. Ständig hältst du Small-Talk: „Mau ke mana“, „Hey Miss“, „Apa Kabar?”. In den touristischen Gegenden wird dir an jeder Ecke etwas angedreht – vom Batik-Shirt, über die Yogamatte bis hin zu den etlichen Holzschnitzereien. Ja, still ist man (und ist es) hier selten.

Bei den morgendlichen Yoga Session hörst du jedoch nur die Hühner krähen und die kleinen Eichhörnchen-artigen Wesen, die von Palme zu Palme springen. Na gut, ab und an hörst du auch ein Motorrad vorbei ziehen.

Am Abend kannst du im Shavasana die Rufe des Geckos zählen (wenn du einen Gecko 9 Mal rufen hörst, soll es Glück bringen). In vielen Yoga Retreats ist zudem ein „Silent-Day“ Teil des Programms. Eine interessante Erfahrung, die jeder mal gemacht haben sollte.

Wie kommt diese Ruhe zustande? Naja, die meisten Yoga Retreats befinden sich in den (noch wenig vorhandenen) abgelegenen Gebieten Balis – ob im „Dschungel” oder mitten in den Reisfeldern. Hier ist man isoliert, in einer wundervollen Oase, und kann sich für wenige Tage nur um die eigene Seele kümmern.

Luxus ist nicht gleich Luxus

Yoga Retreat Bali 2Ich bin eigentlich kein Luxusfan. Ich empfinde Luxus oftmals als kalt und vor allem in „ärmeren“ Ländern als unangebracht.

Aber mittlerweile kenne ich den Unterschied zwischen „liebevollen“ Luxus und „kaltem“ Luxus. In dem Yoga Retreat habe ich Ersteres erfahren.

Spätestens nach dieser Woche weißt du, warum viele Retreats so teuer sind – vermutlich wegen den großartigen Massagen und Spa Treatments, wegen den liebevoll eingerichteten Wohlfühl-Zimmern mit großartig gelegene Balkonen und verstecktem Pool mitten im Wald, wegen dem absolut yammi Essen, wegen dem großartigen Personal, wegen dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm vom Biking durch Bali, über den Besuch einer Schokoladenfabrik bis hin zur Yoga-Session vor dem Gunung Batur. Und vielleicht wegen den vielen kleinen liebevollen Aufmerksamkeiten, die du ständig und überall in dieser kleinen Oase bekommst.

Ich muss zugeben: Ich habe es ziemlich genossen. Scheiß auf meine Vorurteile. Ich fühle mich großartig – und das vor allem vom tiefsten Inneren!

Mehr zu meinem Retreat findet ihr hier. Die One World Retreats bieten jede Woche verschiedene Retreats mit unterschiedlichen Yogalehrern an. Das Programm könnt ihr auf der Website (www.oneworldretreats.com) nachschauen.

Peace & Love from Bali

Oneworld Retreats

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6 Comments
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