Home Bali – Tipps für deinen Urlaub auf Bali Die bunte Unterwasserwelt von Bali

Die bunte Unterwasserwelt von Bali

von Melissa Schumacher

Gastbeitrag von Karina von ZauberhaftesAnderswo

Bali gilt bei Urlaubern als absolute Trauminsel. Neben zahlreichen wunderschönen Tempelanlagen, erwarten den Besucher Panorama-Blicke auf grüne Reisterrassen, eine faszinierende Vulkanlandschaft, eine Essenkultur die die Geschmacksnerven der Zunge zum Tango-Tanzen bringen und endlos lange Traumstrände.

Doch das Inselparadies hat noch mehr Vielfalt zu bieten: unter den glänzenden Wogen des türkisblauen Meeres verbirgt sich eine ganz andere Welt, die es auch zu entdecken gilt. Hier unten finden sich zahlreiche beeindruckende Geschöpfe. Wen genau ihr beim Tauchen in Bali so findet, das will ich euch heute zeigen.

Also: Flossen an und abgetaucht – auf geht’s in die Unterwasserwelt von Bali!

Manta Rochen

Tauchspot: Manta Point / Nusa Penida

Tauchtiefe: 7-15m

Manta Rochen

Manta Rochen am Manta Point

Sie sind die sanften Riesen der Meere und diese Bezeichnung tragen sie absolut zu Recht. Die Rede ist von Manta Rochen.

Diese Tiere können 5 bis 9 Meter lang werden(inklusive Schwanz) und erreichen eine Spannweite von bis zu 7 Metern. Mit diesen Ausmaßen gehören sie zu den größten Rochen der Welt. Es raubte mir schlicht und ergreifend den Atem, als 7 dieser Tiere majestätisch über mir im Wasser schwebten. Wie sie sich sanft treiben ließen und lautlos durchs Wasser glitten. Kaum hatten wir den einen aus den Augen verloren, kam aus einer anderen Richtung schon der nächste angeschwommen. Tauchen mit Manta Rochen ist ein wirklich einzigartiges Erlebnis!

Entgegen landläufiger Meinung sind Manta Rochen für den Menschen übrigens völlig harmlos. Sie ernähren sich hauptsächlich von Plankton und kleinen Fischen und besitzen keinen Giftstachel n. Leider stehen Manta Rochen mittlerweile auf der roten Liste gefährdeter Tierarten, da ihre Kiemen als traditionelles chinesisches Heilmittel verwendet werden und sie somit ein ertragreiches Jagdziel darstellen.

Wer selber nicht taucht, kann übrigens auch als Schnorchler eine Tour zum Manta Point machen. Auch von oben können diese einzigartigen Tiere beobachtet werden. Es ist nur eine kleine Prise Glück nötig, um wirklich ein paar Manta Rochen anzutreffen.

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Schwarzspitzenriffhaie

Tauchspot: Coral Garden (links)/ Tulamben

Tauchtiefe: 15-20m

Schwarzspitzen Riffhai

Schwarzspitzen Riffhai

Vor der Küste des kleinen Dorfes Tulamben im Osten von Bali gibt es tatsächlich 3 Schwarzspitzenriffhaie. Ich bin sehr stolz berichten zu können, dass ich sogar einen von ihnen gesehen habe. Meinen ersten Hai! Und nein – ich habe keine Foto davon. Ganz ehrlich: in dem Moment wo ich diesen Hai gesehen habe, ist mir einfach nur die Kinnlade runtergeklappt.

Mein Herz fing an zu rasen, der Puls beschleunigte sich, die Augen waren vor Faszination ganz groß und noch bevor ich alles richtig begriffen hatte, war er schon an uns vorbei geschwommen. In dem Moment habe ich nicht im Traum daran gedacht auch noch den Fotoapparat zu zücken und zu versuchen dieses einzigartige Tier auf ein Bild zu bannen.

Dennoch ist dies einer der Momente, die ich von unserem Bali-Urlaub ewig in Erinnerung haben werde.

Büffelköpfe

Tauchspot: USAT Liberty/ Tulamben

Tauchtiefe: 7m

Büffelköpfe

Büffelköpfe

Wem es nichts ausmacht morgens um 5 Uhr aufzustehen, ohne Frühstück und Kaffee in die Tauchsachen zu schlüpfen und noch vor Sonnenaufgang ins Wasser zu waten, der wird am Wrack der USAT Liberty mit einem Schwarm Büffelköpfen belohnt. Hier unten neben dem Schiffswrack übernachten diese Tiere regelmäßig.

Wir sind im Dunkeln bis zur Liberty getaucht und während draußen langsam die Sonne aufging, wurde es auch unter Wasser immer heller. Dabei ist uns dann recht schnell aufgefallen, dass wir direkt im Schlafzimmer eines ganzen Schwarms von Büffelköpfen saßen! Das war der absolute Hammer.

Hautnah durften wir miterleben, wie diese Tiere aufwachen und sich auf den Tag vorbereiten: erst wurde vorsichtig das eine Augenlid gehoben – dann schnell wieder geschlossen. Danach gähnte der Büffelkopf neben mir erstmal herzhaft, bevor er einen weiteren Versuch startete das Auge zu öffnen. Als er mich entdeckte, hat er mich mit leicht verwirrtem Blick angeschaut:

Was machst du denn hier in meinem Schlafzimmer?

Wir haben es nicht gewagt uns zu bewegen, aus Angst die Tiere zu verscheuchen. Langsam setzte sich der ganze Schwarm in Bewegung. Sie schrubbelten sich aneinander oder auch am Boden – es war einfach ein sehr beeindruckendes Schauspiel.

Die Büffelköpfe gehören übrigens zur Gattung der Papageifische. Sie können bis zum 1,3m groß werden und ernähren sich von lebenden Korallen. Wenn ihre tagsüber einem der Tiere begegnet und ein lautes knackendes Geräusch hört, dann ist das meist ein Büffelkopf, der soeben eine Koralle verspeist.

Wenn ihr mich fragt, sind genau solche Momente der Grund, weshalb ich das Tauchen so liebe. Wann hat man sonst schon mal die Chance so etwas Tolles hautnah mitzuerleben?

Kugelfische

Tauchspot: Temple Garden/ Tulamben

Tauchtiefe: 15-20m

Kugelfisch

Kugelfisch

Kennt ihr die folgende Szene: eine Frau betritt den Raum und sieht ein Baby/ einen Hundewelpen/ ein kleines Kätzchen. Was passiert? Mit einer Wahrscheinlichkeit von grob 90% (bitte nagelt mich nicht darauf fest!) wird sie fast direkt mit einem „Ohhhh, wie nieeedlich!!!“  freudestrahlend auf das Objekt der Begierde stürzen. Habt ihr das Bild?

So in etwa sehe ich aus, wenn ich unter Wasser Kugelfische sehe. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich meiner Freude auf Grund des Atemreglers im Mund nicht so wirklich Ausdruck verleihen kann. Ich strahle also übers ganze Gesicht – wobei mir selbstverständlich die Maske voll läuft – zeige wild gestikulierend auf das Objekt meiner Begierde und bewege mich nicht mehr von der Stelle, bis das Kugelfischlein davon schwimmt.

Ich liebe diese Tiere. Und zu meiner großen Freude, gibt es Kugel- und Kofferfische in Indonesien in allen erdenklichen Formen, Farben und Größen. Wie sie da so vor sich her schwimmen, so kugelig und ein wenig unbeholfen…  da habe ich sie einfach in mein Herz geschlossen.

Harlekin-Garnelen

Tauchspot: Seraya

Tauchtiefe: ca. 25m

Harlekingarnelen

Harlekingarnelen

Vor unserem Bali-Urlaub hatte ich noch nie etwas von Harlekin-Garnelen gehört. Und selbst wenn ich mir heute noch die Fotos anschaue, kann ich es immer noch kaum fassen, dass es so faszinierende kleine Wesen gibt.

Harlekin-Garnelen sind nur etwa 3-4cm groß und sehen irgendwie bizarr aus mit ihren rosa und weiß gefleckten Körpern.  Diese putzigen Tiere sehen nicht nur irre genial aus, sie haben auch eine sehr spannende Lebensweise. Anzutreffen sind sie normalerweise nur zu zweit. In dieser Pärchenform leben sie zusammen bis an ihr Lebensende.  Gemeinsam jagen die Harlekingarnelen nach Seesternen.

Wir haben daher auf dem Weg zu den Garnelen fleißig Seesterne eingesammelt, um sie dann dort zu „füttern“. Nachdem ich fast an ihnen vorbeigetaucht bin, weil sie einfach wirklich so winzig sind, wollte ich mich aber eigentlich nicht wieder von der Stelle bewegen. Diese Tiere sind einfach unglaublich faszinierend!

Mein Fazit

Die Liste all der Meeresbewohner, denen ihr in der Unterwasserwelt von Bali begegnen könnt, könnte ich noch ewig weiterführen. Aber da ich ja jetzt keinen endlos-Bericht schreiben möchte, schlage ich folgendes vor: Wenn ihr das nächste Mal auf Bali seid, dann gibt es einfach keine Ausreden.

Egal ob Taucher oder Schnorchler: Flossen angezogen, Maske aufgesetzt und ab in den indischen Ozean – diese faszinierende Unterwasserwelt sollte jeder mit eigenen Augen erleben!

Nützliche Zusatzinformationen

Fast alle hier aufgeführten Tauchspots sind auch für Anfänger gut geeignet.

Um Kugelfische und Mantarochen zu sehen, ist es notwendig vom Boot aus ins Wasser zu hüpfen, was mit ein wenig Übung problemlos klappt. Bevor ihr euch zu den Harlekin-Garnelen wagt, solltet ihr außerdem an eurer Tarierung gearbeitet haben. Dort unten ist hauptsächlich Sandboden – nachfolgende Mit-Taucher und Unterwasserfotografen werden es euch danken, wenn ihr den Boden NICHT komplett aufwirbelt. 😉

Wir haben alle Tauchgänge von unserer Tauchbasis in Tulamben aus gemacht. Dieses kleine Dörfchen im Osten von Bali beherbergt zahlreiche tolle Tauchbasen, viele auch mit deutschsprachigem Personal. Hier gilt: am besten einfach umschauen, welches Resort euch am meisten zusagt und welche Tauchschule euch am sympathischsten ist. Auch Amed ist ein guter Anlaufpunkt für die hier genannten Spots.

Unsere Tauchbasis-Empfehlungen für Indonesien gibt es hier.

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3 Kommentare

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3 Kommentare

Hella Binder 13. Januar 2014 - 10:42

Oh, ja, diese „Fische“ sind einfach faszinierend.
Meine absoluten Lieblinge sind Frogfishs in allen Größen und Farben sowie Schnecken und das ganze „Kleinzeug“. Ich habe inzwischen bereits einige Gebiete betaucht und bin bei Rückkehr nach Bali immer wieder fasziniert über die Vielfalt. Besonders die Tauchspots rundum Padangbai sind sehr gut.

Antworte Hella
Karina 14. Januar 2014 - 7:21

Liebe Hella,
eins ist sicher: seit Bali bin ich ein echter Makroliebhaber geworden (für alle Nichttaucher: also jemand, der Schnecken, Krebse und Krabben unglaublich liebt und im Sand unter Wasser nach diesem „Kleinzeug“ sucht)!
Und was den Frogfish angeht… laut unserem Tauchguide habe ich einen direkt vor der Nase gehabt. Ich hab wohl auch registriert, dass mir der Guide gezeigt hat, dass da was ist – aber der Fisch war einfach so gut getarnt – ich hab ihn nicht erkannt…
Das nächste Mal vielleicht. 🙂
Liebe Grüße!
Karina

Antworte Karina
Hella Binder 14. Januar 2014 - 19:45

Den Makroblick bekommt man mit der Zeit und auch dann dauert es ewig bis man die gut getarnten Lebewesen entdeckt.

Antworte Hella

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