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Meine schlechten Erfahrungen als Backpacker in Indonesien

von Melissa Schumacher

Indonesien ist ein wundervolles Land. Und wir schreiben hauptsächlich über die schönen Dinge des Landes.

In jedem Land gibt es Kriminalität. In jedem Land gibt es Probleme. In jedem Land gibt es Betrüger. Und im jedem Land gibt es Opfer.

Auch ich wurde betrogen. Auch ich habe die anderen Seiten des Reisen erlebt und möchte heute darüber sprechen. Denn immer mehr Leser schreiben mir, dass ich auch jene Themen ansprechen sollte. Und ja, sie haben Recht. Ich nenne bewusst keine Orte oder Namen, weil ich hier niemanden ins schlechte Licht rücken möchte und weil ich denke, dass all jene Geschichten überall auf der Welt passieren können.

Außerdem habe ich durch all jene Erfahrungen etwas dazu gelernt, was ich hier mit euch teilen möchte!

„Ich hatte einen schlechten Ojek-Fahrer“

Es war ein großartiger Abend. Wir tranken viel Reiswein. Wir spielten Gitarre mit den Jungs. Wir lachten viel – wie an so vielen Abenden in Indonesien.

Ich wurde müde und fuhr mit dem Roller ins Homestay zurück. Eine französische Freundin, mit der ich zu der Zeit reiste, wollte noch etwas bleiben. Ich trank noch ein letztes Bintang mit dem Staff vom Homestay und beobachtete die Straße. Zu Dritt auf dem Roller kam meine Freundin an mir vorbeigerast. Ich dachte mir nichts dabei. Auch als ich müde ins Bett fiel, waren meine Gedanken noch sanft. Der Morgen brach ein, der Platz neben mir war jedoch immer noch leer. Langsam machte ich mir Sorgen.

Früh morgens gegen acht Uhr öffnete sich meine Zimmertür. Sie kam rein. Eine versteinerte Miene, aufgekratzte Beine. Sie sagte nur: „Ich hatte einen schlechten Ojek-Fahrer“ (In vielen Gebieten Indonesiens nutzt man gerne und häufig Ojeks für kurze Wege als Alternative zum Taxi. Ojeks sind Motorradtaxis).

Zu Dritt fuhren sie nach der Party nach Hause. Ein anderer Reisender wurde zuerst abgesetzt. Meine Freundin musste nochmal zurück in die Bar, weil sie ihr Handy dort vergessen hatte. Sie war leicht angetrunken. Diese Situation erschien dem Ojek-Fahrer als wunderbare Einladung für eine schnelle Nummer. Meine Freundin war bereits Anfang 30, kein naives Mädchen auf ihrer ersten Reise. Sie konnte sich wehren und schlug den Mann in die Flucht. Er lies sie dann im stockdunkeln im Wald zurück. Sie versuchte sich zu orientieren, zurück zur Straße zu finden, vergeblich. Mit ihrer Kamera schoss sie Bilder um feststellen zu können, wo sie sich befindet. Immer noch vergeblich.

Sie gab auf und schlief im Wald – voller Angst, dass der Mann zurück kommt. Er kam nicht zurück. Als die Sonne aufging machte sie sich zu Fuß zurück auf den Weg zum Homestay.

Sie hatte Glück im Unglück. Die Erfahrung hat sie jedoch sehr geprägt.

Ich sah nur die Fotos auf ihrer Kamera und spüre heute noch die Gänsehaut am ganzen Körper.

Als Frau muss man sich einfach bewusst sein, dass es gefährlich sein kann, nach Sonnenuntergang in verlassenen Gebieten allein unterwegs zu sein. Es ist egal wo man ist. Männer sind auf der ganzen Welt gleich. Es gibt solche und solche.

Verzichte auf Motorrad-Taxis im Dunkeln. Verzichte auf betrunkene Alleingänge. Sei dir bewusst, dass du eine fremde, „exotische“ Frau in einem anderen Land bist.

F***, hörst du das?

2 Monate lebten wir in einer wunderbaren, relativ einsamen Gegend in Indonesien. Es war eine der schönsten Zeiten meines Lebens. Verdammt minimalistisch, aber wahnsinnig intensiv.

Wir schliefen oftmals bereits gegen 9 Uhr, weil hier nichts mehr nach Sonnenuntergang los war. Der Tag begann früh und endete früh. Und das war gut so.

Das einzige was du am Abend durch die Bungalows hörst, sind Hühnergegacker und ab und an ein vorbei fahrendes Moped. Eines Abends hörten wir jedoch mehr – mehr als uns lieb war…

Es begann mit Männergeschnatter. Es folgten Hundegebelle und nervöses Frauengeflüster. Die Männer wurden leiser, die Frau (oder Frauen?) lauter. Ein hysterischer Schrei folgte. Hundegejaule blieb. Dann nur noch Stille.

Jemand lief um unser Bungalow. Ich schlich zu meiner Zimmernachbarin. Verkroch mich in ihr Bett. Leise mussten wir sein – aus Angst, jemand könnte uns wahrnehmen. Heimlich tippten wir eine SMS „Come to our bungalow. Something happened. We are scared“ an den Tauchlehrer der Tauchbasis. Nach etlichen Minuten, die uns wie Stunden – voller Angst – vorkamen, wurden die Geräusche wieder lauter. Diesmal hörten wir auch bekannte Stimmen. Wir öffneten leise die Tür von unserem Bungalow.

Alles war voller Militär. Aber keiner konnte – oder wollte – uns sagen, was passiert ist. Bis heute weiß ich nicht genau, was mit der Frau (oder den Frauen?) passiert ist. Aber angeblich wurde ein Diebstahl mit Selbstjustiz bestraft.

Man sagte uns, als Touristen sei man sicher, denn Indonesien darf sich keine schlechten Geschichten mit Touristen erlauben, weil sonst eine ganze Gegend darunter leiden würde, da viele Gegenden einfach vom Tourismus abhängig sind.

Aber da viele Einheimische nicht auf die Polizei vertrauen, regeln sie Dinge einfach unter sich. Und in vielen Orten wird Diebstahl sehr unschön bestraft.

Wirklich wohl habe ich mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in meiner Hütte gefühlt.

Eine Rollerfahrt mit Folgen

Ich fahre oft und gerne mit dem Roller in Indonesien. Zu Beginn auch mutig und sicher.

Auch an jenem Tag genoss ich die Fahrt durch das saftige Grün Indonesiens. Es war Regenzeit und es regnete viel. Die Straßen waren nass. Ich entdeckte ein Loch in der Straße, reagierte zu spät, machte eine Vollbremsung, mein Hinterreifen rutschte weg und schwups, passierte es.

Ich schliff eine Weile über die Straße und mein Roller rutschte Richtung Graben. Einige Locals kamen auf mich zu und starrten.

Rollerunfälle sind keine Seltenheit in Indonesien. Ich habe bereits viele gesehen und Indonesier noch um einige mehr. Auf Indonesisch bat ich die Leute darum mir zu helfen. Ob jemand ein Auto hat, wollte ich wissen. Ein Freiwilliger bat sich an, aber nur gegen eine kleine Bezahlung (mit rund 50 Euro). Ich wurde verdammt sauer. Hier wollte jemand Geschäfte mit einem Notfall machen. Ich diskutierte rum und wir kamen auf keinen gemeinsamen Nenner. Aber auf einen Roller wollte ich mich auch nicht mehr setzen.

Nach einiger Zeit (ich lag immer noch auf der Straße) kam ein chinesischer Touristenführer vorbei, hielt an und reagierte sofort. Er trug mich ins Auto (trotz blutiger Beine und beiger Ledersitze).

Was ist mit meinem Roller?

Ich drückte einem der Jungs ein paar Rupiah in die Hand und bat ihn darum, uns mit dem Roller zu folgen (der noch in Ordnung aussah). Wir fuhren zum nächsten Krankenhaus.

Und schwups. Da war der Roller hinter uns verschwunden.

Mittlerweile waren auch meine Freunde am Unfallort eingetroffen und erblickten den jungen Mann, der sich mit meinem Roller aus den Staub machen wollte und fuhren ihm nach. Angeblich hätte er eine Abkürzung nehmen wollen. Blödsinn!

Ich war sehr enttäuscht.

Mir erklärte man im Nachhinein, dass es in vielen Gegenden Indonesiens ein Problem im Gesundheitssystem gibt. Oftmals ist es so: Wenn man einen schwerverletzten ins Krankenhaus bringt, muss man dessen Rechnung zahlen. Vielleicht hatten die Menschen davor Angst, und halfen mir deswegen nicht.

Flirten im Krankenbett

Ich hatte selten Magenprobleme in Indonesien. Aber einmal traf es mich so richtig. Mir ging es verdammt dreckig. Mir wurde ständig schwarz vor Augen, ich musste mich am laufenden Band übergeben und tierische Schmerzen begleiteten das Spiel.

Ein Mann aus der Gegend kam zu mir und versuchte mit Knoblauch und Spucken die „bösen Geister in mir“ zu vertreiben. Er rieb wie wild auf meinem Bein mit der Knoblauchzehe rum, spuckte auf meinen Bauch und sang beruhigende Worte. Tatsächlich verbesserten sich meine Kreislaufprobleme, sodass ich in der Lage war ins Krankenhaus mit dem Roller gefahren zu werden (vorher wäre ich einfach so runter gefallen).

Im Krankenhaus angekommen wurde ich ins Bett gelegt und eine Transfusion wurde angebracht. Der Arzt setzte sich neben mich ans Bett, fragte was los sei. Ich erklärte – so gut es ging – meine Situation.

Statt medizinischer Ratschläge bekam ich Komplimente und wurde nach meiner Handy-Nummer gefragt. Okay, ich fantasiere. Aber nein. Tatsächlich nutzte der Arzt diesen großartigen Moment mit einer westlichen Dame eine Runde zu flirten. Ich erwiderte nur, dass ich nicht mehr im Stande sei zu reden und ob er bitte etwas tun könnte. Er verabreichte mir ein paar Medikamente, aber der Small Talk ließ nicht nach. Irgendwann schlief ich ein.

Als ich aufwachte saß eine alte Dame an meinem Bett. „Man darf nicht alleine krank sein„, flüsterte sie und hielt meine Hand… Mir ging es schnell besser und am nächsten Tag konnte ich bereits am Nachmittag wieder raus.

Ob es jetzt böse Geister oder eine Nahrungsmittelvergiftung war? Die Krankenhausrechnung war zumindest nicht gerade klein.

Fiese Kinderstreiche

Es regnet wie aus Eimern. Wir verkriechen uns ins Zimmer und spielten mit dem Handy. Ein kleiner Junge guckt ins Fenster rein (welches keine Gläser hatte). „Darf ich rein kommen? Mir ist kalt„, fragte er frech. Draußen gab es jedoch genug Möglichkeiten für einen Unterschlupf und uns war die Situation unangenehm. Deswegen verneinten wir.

Als der Regen nachließ verließen wir das Zimmer zum Aufenthaltsraum. Als wir zurück gingen war das Handy weg. Wir lassen oft unsere Wertgegenstände im Zimmer. Und das Handy lag – relativ einfach zu greifen – in der Nähe des Fensters. Die Bungalows standen jedoch im Nirgendwo und daher hatten wir eigentlich keine Sorge, dass etwas wegkommen könnte.

Wir dachten natürlich sofort an den Jungen. Er hatte uns mit dem Handy gesehen. Er hat uns vermutlich beobachtet, als wir das Bungalow verließen. Wir sprachen den Bungalowbesitzer darauf an. Jeder kannte den Jungen aus dem Dorf.

Wenn man jedoch einen Menschen in Indonesien zum Diebstahl beschuldigt, kann das ziemlich fiese Folgen für den vermeintlichen Dieb haben. Es ist eine Schande für die Eltern. Also sei dir dessen bewusst und beschuldige erst dann jemandes des Diebstahls, wenn du dir wirklich sicher bist!

Trotz allem gingen wir das Risiko ein, weil wir uns ziemlich sicher waren. Ein diskretes Treffen fand mit den Eltern des Jungen statt. Sie versprachen uns nach dem Handy zu suchen.

Die Familie des Jungen erklärte dem Resort-Besitzer, wo das Handy zu finden sei. Da lag es dann wirklich! Die Familie hatte das gestohlene Handy an eine bestimmte Stelle platziert, aber wollten nicht direkt überführt werden.

Beim Durchsehen der Handy-Fotos am nächsten Tag fanden wir ein Selfie des Jungen. Ironie des Schicksals nennt man das wohl.

Es gibt noch einige mehr Erfahrungen, die ich auf Reisen gemacht habe. Aber all jene Erfahrungen halten mich nicht davon ab immer wieder zurück zu gehen. Denn all diese Dinge können überall auf der Welt passieren.

Was für Erfahrungen musstest du auf Reisen machen? Manchmal hilft es darüber zu sprechen um andere Reisende vor der gleichen Situation zu bewahren…

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28 Kommentare

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28 Kommentare

Carsten S 25. September 2016 - 18:31

Also insgesamt ist es ja ok auch negative Erfahrungen publik zu machen. Die Schilderungen der Erlebnisse deuten aber doch auf eine – sorry – gewisse Blauäugigkeit hin. Als Frau alleine nachts, angetrunken mit fremdem Rollertaxifahrer ? Also da gibt es ja sowas wie eine Grundtendenz, die Freundin nicht allein zu lassen, zumal insbesondere alkoholisierte Frauen nicht gerade einen hohen Stellenwert in manchen Kulturen haben. Man kann es eben nicht mit unserem Denken vergleichen und sollte nicht voraussetzen das dies wie in einer westlichen Kultur gesehen wird. Unfälle passieren überall. Fahrerfluchten sieht man sowohl in asiatischen, auch arabischen Ländern eben nicht so eng, das Fahrzeug ist eher ein Gebrauchsgegenstand und die eine oder andere Delle interessiert halt nicht. Ok, in D wird jeder Lackkratzer zur Anzeige gebracht, aber dort ist es normaler „Verschleiß“. Das man in „armen“ Ländern oftmals auf Geld der Touristen aus ist – was würdest du in deren Situation machen ? Ein Handy am offenen Fenster ? Das wäre auch in D eine Einladung für jedermann. Das soll nun nicht das unschöne Verhalten entschuldigen, aber wenn man wirklich bewusst Gefahrenlagen versucht zu verhindern, fährt man schon recht gut.

Antworte Carsten
Sandi 6. März 2017 - 19:30

Darf ich als Frau also nachts nie alleine raus? Oder wenn ich es doch tue, bin ich selber Schuld? Finde das ziemlich krass. Ich war schon oft alleine unterwegs, naiv und nlauäugig, wie du das nennst. Es waren tolle Erlebnisse und ich will sie nicht missen müssen, nur weil gerade niemand Zeit hatte, Händchen zu halten.

Antworte Sandi
Annika 6. August 2017 - 13:54

Stimme ich dir zu, Sandi! Mir ist etwas ähnliches wenn auch nicht so drastisch auch schon in Bali passiert. Da meinte mein GoJek Fahrer mir auf einmal ans Knie fassen zu können und da wir allein im Dunkeln in den Reisfeldern waren habe ich nichts gesagt und das war es dann zum Glück. Aber wie kommt man sonst nach Hause wenn der Weg weit ist? Und ja was ist die Alternative – zuhause bleiben? Wir müssen aufhören, den Fehler bei den Frauen zu suchen (Naivität in diesem Fall) anstatt bei den Männern, die sich scheisse verhalten.

Antworte Annika
Anja 14. Juni 2019 - 21:54

Dann erzähl das mal den Männern dort wenn du wirklich so taff bist.

Antworte Anja
Solo Archer 16. Mai 2016 - 5:02

Finde das nicht fair, dass du schreibst, dass alle Männer (bzgl. Vergewaltigung) gleich seien. Dieses Problem ist in muslimischen Ländern wie Indonesien oder Malaysia viel stärker ausgeprägt. Es ist nicht fair den Vietnamesen, den Thailändern, den Kamboschanern etc. und natürlich auch den Kaukasiern gegenüber. In Malaysia hat das auch einer bei meiner Freundin versucht. Ist mit ihr in die falsche Richtung gefahren, hat ihr auf einem verlassenen Feld einen Liebesantrag gemacht, sie schaffte es zu flüchten.
Ich möchte nicht noch mehr politische Incorrectness verbreiten, aber liebe Frauen, seid beim Rollerfahren sehr vorsichtig. Es sieht einfach aus, ist es meist auch, aber wenn man wenig Erfahrung mit brenzligen Situationen hat, geht das sehr schnell schief. Meine Freundin hats hingekriegt uns nach 5 Sekunden gegen einen Baum zu setzen. Eine andere sah ich über die Klippe brettern. Ich bin seit 3 Jahren am Reisen und könnte die Liste beliebig fortsetzen. Folgendes bitte verinnerlichen: Nur die linke Bremse benutzen. Ist der Untergrund problematisch (Schlaglöcher, Sand etc) reisst die Rechte das Bike sofort zu Boden. Ist sicher das was dir passiert ist… Das andere: rechts das Gas loslassen, wenn das Bike zusehr beschleunigt. Stichwort Whisky-Throttle – blöd wenn man das bei ner Klippe tut, oder gegen nen Baum…

Antworte Solo
Ela 7. Dezember 2015 - 12:19

Finde es gut und wichtig, auch über die schlechten Seiten des Reisens zu sprechen. Bei so manch einem Reiseblog bekommt man das Gefühl, es wäre alles immer nur perfekt – das kann ich nicht glauben… Ich bin schon viel gereist und hab auch viele nervige und schlechte Erfahrungen gemacht, teils spiegelt sich das in meinen Beiträgen wieder (vor allem die über unsere Borneo-Reise, die von vorn bis hinten eigentlich ein ziemlicher Horror war).
Liebe Grüße,
Ela

Antworte Ela
Oli 1. August 2015 - 13:24

„Männer sind auf der ganzen Welt gleich.“ Einspruch! So formuliert ist das sexistisch und männerfeindlich! Da hab ich als Mann gar keine Lust mehr, weiterzulesen.

Antworte Oli
Biki 1. August 2015 - 21:04

Aber so ist es doch wirklich: es gibt die netten, die fürsorglichen, die charmanten, die grenzüberschreitenden, die gemeinen, die langweiligen usw. Überall gibt es die unterschiedlichsten Männer. Und man muss ein bisschen schauen, an welche davon man gerät.
Hier geht es mal mehr um die fiesen.

Keine Sorge, für mich z.B. ist völlig klar, dass die meisten nett sind und Frau gerne mit ihnen Zeit verbringt.

Antworte Biki
Milena 14. März 2017 - 9:46

Ja, das ist schon so, als Frau muessen wir immer achten an welche =maenner wir greaten. Natuerlich sind nicht alle Maenner gemein. Ich habe die Erfahrung gemacht, ueberall wohin ich gehe sind die Maenner aehnlich gegenueber mir als Frau. Die einen bandeln mich als Sexspielzeug und die anderen sind sehr nett und zuvorkommend. Als Frau allein zu reisen ist nicht einfach.

Antworte Milena
Ben Joseph 31. August 2015 - 8:27

Servus Oli,
Du hättest aber weiterlesen sollen *lach*,
denn dort steht direkt dahinter: „Es gibt solche und solche.“ Und an der Feststellung ist ja nichts auszusetzen. 🙂

Antworte Ben
Kim 25. Juli 2015 - 16:19

Ich wurde in Bali auf dem Heimweg in Berawa mal ca. um 23:00 von zwei balinesischen Jungs auf dem Moped angegrabscht. Kamen von hinten angefahren, nah an mich dran und der eine hat mir unter meinem Arm durch an die Brüste gefasst. Und nur vorweg: Nein, ich hatte keine unsittliche Kleidung an, sondern war mit Jacke und Schal und langen Hosen unterwegs. Aber in den fast zwei Jahren, die ich in Bali im ganzen gelebt habe, ist mir fast nie was passiert. Habe so viele tolle und hilfsbereite Leute kennengelernt.

Antworte Kim
Swan Liong Be 21. Juli 2015 - 9:01

Selbsjustiz ist vor allem auf Java weitverbreitet, allmählich auch in anderen Teilen Indonesiens. Wenn Du jemanden mit dem Auto oder Motorrad angefahren hast , vor allem in ländlichen Gegenden, bitte nicht anhalten sondern weiter bis zur nächsten Polizeidienststelle fahren und dort den Unfall melden; das ist noch die beste Option, denn wenn man anhält um nach den Rechten zu schauen, dann ist es um Dich geschehen!

Antworte Swan
Caira Münch 7. Dezember 2015 - 20:37

Als Verantwortung bewusster Menschen,man muss eben die verletzen helfen.Ich habe noch nicht gesehen,das Jemandem die Andere überrollt oder Unfall verursachen regelrecht geschlagen(Selbst Justiz)genannt .Wenn alle denken wie du das ist Katastrophe.

Antworte Caira
Masbas 21. Juli 2015 - 3:01

Interessante und spannende Geschichten. Finde es lobenswert dass du die beteiligten nicht in den Dreck ziehen möchtest, aufgrund der Heterogenität des Landes was Kultur und Bräuche betrifft wäre es aber dennoch interessant zumindest grob zu erfahren wo sich eine Geschichte wie z.b. die mit der Selbstjustiz abgespielt hat.
Ebenso was den Unfall betrifft. Ein Kommilitone von mir wurde während unseres Semesters in Yogya von hilfsbereiten Locals mit gebrochenem Bein ins Krankenhaus gebracht und niemand musste in Vorleistung treten.

Und eine weibliche Ojek oder Taxi Fahrerin wäre mal ein absolutes Novum für mich. Der Name dieser App würde mich auch mal interessieren.

Antworte Masbas
Egon 25. Juli 2015 - 11:54

http://www.go-jek.com/ Jetzt auch in Bali ….

Antworte Egon
Mario 20. Juli 2015 - 21:51

Hey, sehr cooler Artikel. Habe ich auch gerne mal gelesen. Mir ist nämlich etwas ähnliches passiert, als ich auf den Philippinen unterwegs gewesen bin.

Vorher hatte ich einen ähnlichen Fall in einem Reiseratgeber gelesen und konnte die Situation somit besser einschätzen.

Ich stand alleine vor einem Park und hatte auf eine Freundin gewartet. Dort muss ich wie das gefundene Fressen für ein Dieb gestanden haben. Anfangs bin ich auch noch naiv mit Markenkleidung und Rayban Sonnenbrille durch die Gegen gelaufen – ohne mir da großartig Gedanken zu machen. (Das habe ich schnell geändert)

Er kam auf mich zu und begrüßte mich mit „Hey friend…“ und tat so, als ob man sich aus dem Hotel kenne. In dem Moment will man ja nicht unhöflich sein und jeden Partygast hat man ja auch nicht auf dem Schirm.

Wir quatschten nett, gingen ein paar Schritte und er bestand darauf, dass wir zusammen in den Park gingen (?)

Darauf blockte ich das Gespräch ab und maschierte schnell in die andere Richtung, da ich genau von der Masche gelesen hatte.

Er suchte wohl einen guten Moment, wie zum Beispiel im Park, wo es dunkel ist und wir nicht so sehr unter Beobachtung stehen.

Antworte Mario
Luisa 20. Juli 2015 - 14:48

Ich mache gerade ein Auslandssemester in Bali und viele meiner Kommilitonen haben schlechte Erfahrungen gemacht. Fahrerflucht beim Rollerunfall ist normal. Wahrscheinlich aus den bereits genannten Gründen. Gilt übrigens auch für das chinesische Gesundheitssystem. Patienten werden im Krankenhaus erst behandelt, wenn die Bezahlung Zweifelsfall geklärt ist. Das gilt auch für Notfälle. Vor einem Jahr ist deshalb eine Studentin nach einem Unfall verblutet, obwohl sie hätte gerettet werden können. Nur doof wenn man allein und bewusstlos ist und keine Unterlagen bei sich hat. Von mehreren Studentinnen habe ich jetzt gehört, dass man nachts versucht hat, ihnen die Tasche zu stehlen. Üblicherweise wird die einem von vorbeifahrenden Typen auf dem Roller entrissen. Sollte man dabei selbst gerade auf dem Roller sitzen, wird man einfach runtergeschubst. Als Tourist wird man pausenlos über den Tisch gezogen. Eigentlich geht es inner nur ums Geld. Je mehr davon fließt, desto freundlicher. Ich hab eine ganze Weile Danke gehadert und war enttäuscht von Bali. Trotzdem habe ich diese Insel in mein Herz geschlossen und werde die nur schweren Herzens verlassen können. Man lernt mit den schlechten seiten umzugehen und die schönen überwiegen schlussendlich. Wie du sagst, schlechte Erfahrungen, kann man überall machen. Das liegt nicht an Indonesien an sich, wenn man mal die Politik außen vor lässt.

Übrigens hab ich mir sagen lassen, dass man zumindest auf java auch ausdrücklich weibliche ojek fahrerinnen per app bestellen kann und ansonsten kann ich uber als taxiersatz empfehlen. Da weißt du genau Namen und Kennzeichen des Fahrers, kannst ihn bewerten und melden und er wird die ganze Zeit per gps getrackt.

Antworte Luisa
Melissa 20. Juli 2015 - 14:51

Hi Luisa,

das ist ja ein super Tipp mit uber, und den weibl. Ojekfahrern. Kennst du das App, was in Jakarta viel benutzt wird beim Namen? Nutzt du Uber selber auf Bali? 🙂 Das wäre echt mal ein Bali Life Hack 😉

Antworte Melissa
Jakarta Ojek 21. Juli 2015 - 21:10

GoJek und GrabBike als Apps für Ojek in Jakarta und anderen Städten, Tendenz schnell wachsend.

Antworte Jakarta
Annika 6. August 2017 - 13:57

Das Problem zumindest in Bali ist, dass Uber in viele Gegenden wegen der Taximafia nicht rein darf. Das mit den weiblichen Fahrern bei Ojek ist toll – das merke ich mir fürs nächste Mal!

Antworte Annika
Felix 20. Juli 2015 - 13:42

Das mit den Krankenhausrechnungen ist mir auch in Thailand gesagt worden und ich bin davor gewarnt worden keinen Thai ins KH weil ich sonst der doofe bin und zahlen muss. Aber bevor jemand auf der Straße verreckt wäre mir das glaub auch wurscht.

Antworte Felix
Narfzort 8. Dezember 2015 - 9:35

Fuer Thailand ist das aber Quatsch, es gibt eine allgemeine Krankenversicherung unter die 99,5% der Bevoelkerung fallen (laut Weltbank): http://www.worldbank.org/en/news/feature/2012/08/20/thailand-sustaining-health-protection-for-all

Antworte Narfzort
Barbara Hettegger 6. August 2017 - 16:06

Danke, das hab ich jetzt gebraucht:-)

Antworte Barbara
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