Home Kritisch Korallenbleiche Ursachen und Lösungen: Hast du DAS gewusst?

Korallenbleiche Ursachen und Lösungen: Hast du DAS gewusst?

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Gunda von sorong-westpapua.com

Korallen. Sie kreieren eine unwirkliche Unterwasserwelt, wie von einem anderen Planeten.

Sie sind verantwortlich für gigantische Riffe, die noch vom All aus zu sehen sind.

Sie erstrahlen in den verrücktesten, schönsten Farben – von Neonfarben bis fluoreszierend und in allen Tönen des Regenbogens.

Jährlich reisen tausende von Urlaubern um die Welt, um sie zu bewundern. Der „Regenwald der Meere“ ist Heimat für mehr als eine Million Lebewesen und ein Viertel der weltweiten Fischpopulation.

Leider erleben wir mittlerweile Jahr für Jahr, wie Teile dieser bunten Unterwasserwelt einer bleichen, farblosen und trostlosen Geisterwelt weichen.

Das größte Problem besteht darin, dass nur ein geringer Prozentsatz unserer Menschheit diese (für unseren Planeten gravierende) Veränderungen hautnah miterlebt, da sie unter Wasser stattfinden.

In diesem Artikel erfährst du alles über die größten Baumeister unserer Zeit – und was du über die Korallenbleiche wissen musst.

korallenbleiche

Was steckt hinter der Korallenbleiche? Erfahre es in diesem Beitrag – Foto: Ishan @seefromthesky auf Unsplash

Das Korallenriff – ein komplexes, von Lebewesen erschaffenes System

Etwa 70 Prozent unseres Planeten sind von Wasser bedeckt.

Davon sind ungefähr 95 Prozent weitestgehend unerforscht.

Alleine das ist schon mehr als abgefahren, oder nicht?

Korallenriffe sind dabei die ältesten Ökosysteme der Welt – sie gibt es seit über 500 Millionen Jahren.

Wir kennen etwa 4000 Korallenarten und zusammen bilden sie eines der artenreichsten und größten Systeme, die je von Lebewesen geschaffen wurden.

Korallenriffe bieten Lebensraum für etwa eine Million Pflanzen- und Tierarten, die miteinander kooperieren.

Sie sind die „Kindergärten“ der Meere, denn in ihnen beginnt das Leben. Je komplexer sie sind, desto höher ist ihre Diversität. In einem gesunden Korallenriffsystem ist die gesamte Oberfläche mit Korallen bedeckt. Sie wachsen dicht an dicht über-, unter- und aufeinander.

Ähnlich wie in Städten haben alle Lebewesen in diesem System ihren Platz mit einer festen Aufgabe. Ein Riff schläft nie und so herrscht tagein, tagaus ein buntes, geschäftiges Treiben.

In vielen Korallen erkennen wir die gleichen Fische wieder. Shrimps und Krebse verstecken sich in Riffhöhlen und Muränen gehen mit Forellen jagen. Bunte Schwämme filtern das Wasser, fleißige Fische betreiben ihre eigene kleine Algenfarm und Putzergarnelen fungieren als Zahnärzte für größere Fische.

Als Gemeinschaft bilden sie ein unglaubliches System, in denen 25 Prozent der Unterwasserlebewesen zu Hause ist.

Und nicht nur das – auch Raubfische wie Barrakudas und Haie sind abhängig von den Riffen. Regelmäßig kommen sie aus dem offenen Meer, um zu jagen und sich mit Leckerbissen zu versorgen.

Gesunde Korallenriffsysteme sind demnach unersetzlich für unseren Ozean, der wiederum das Wetter, unser Klima und den Sauerstoffgehalt in der Luft kontrolliert.

Wird das hochempfindliche Gleichgewicht unter Wasser dauerhaft gestört, kann es fatale Folgen für unseren Planeten haben.

Wie entsteht also dieses komplexe System, das Lebensraum für viele Lebewesen und Klimaregulierer für unseren Planeten ist?

korallenbleiche-1

Korallen sind die „Kindergärten“ der Meere – Foto: Francesco Ungaro auf Unsplash

Korallen – die Basis für unsere Riffe

Die Grundlage für unsere dreidimensionale Unterwasserwelt bilden Korallen. Sie sind neben dem Menschen die einzigen Lebewesen, die ihre Umgebung und ihren Lebensraum selbst schaffen können.

Ja, genau – Lebewesen.

Die Koralle gehört zu den Blumentieren. Diese wiederum gehören zum Stamm der Nesseltiere, genau wie die Quallen. Eine Koralle mag nach außen hin einfach und bescheiden erscheinen, doch befindet sich in ihrem Inneren ein unglaublich komplexes System, das uns zum Staunen bringt.

Eine Koralle besteht aus einer Kolonie von unzähligen, kleinen Polypen, deren Basis fest an einer harten Oberfläche anheftet.

Polypen bestehen aus einem hohlen Zylinder und einer runden Mundöffnung, die von zahlreichen Tentakeln umgeben ist. Mit diesen Tentakeln erbeuten sie nachts Plankton, von dem sie sich ernähren. Ein Korallenindividuum kann übrigens aus Millionen von Polypen bestehen.

Im lichtdurchlässigen Gewebe der Polypen befinden sich kleine Pflanzen, Mikroalgen (sogenannte Zooxanthellen), die hochempfindlich auf Wärme reagieren. Pro cm² befinden sich etwa eine Million Mikroalgen im Gewebe der Polypen.

Diese Mikroalgen betreiben tagsüber Fotosynthese, bilden dadurch Kohlenhydrate und Sauerstoff und geben der Koralle ihre Farbe.

Der Clou liegt eigentlich darin, dass diese beiden Organismen, die Polypen und die Mikroalgen, eine überlebenswichtige Symbiose bilden. Sie haben sich angepasst und funktionieren miteinander. Ähnlich wie der Clownfisch in der Anemone können sie allein nicht überleben, sie überleben nur als Team.

Warmes Wasser ist nährstoffarm und somit bilden die Algen eine wichtige zusätzliche Nährstoffquelle für die Polypen. Die bei der Fotosynthese entstandenen Kohlenhydrate versorgen sie mit Energie. Außerdem entsteht bei diesen Prozessen Kalk, der notwendig für das Wachstum und die Skelettbildung der Korallen ist.

Die Polypen wiederum öffnen nachts ihre Tentakel und erbeuten so alles, was an ihnen vorbei schwimmt. Auf diese Weise versorgt sie die Alge mit genügend Nährstoffen und bietet gleichzeitig Schutz für sie. Das Tier wächst langsam über das Skelett im Inneren und bildet die Basis für unsere Riffe.

Ganze Inselstaaten werden durch dieses produktive Zusammenspiel gebildet. Von einfachen Korallen (die aussehen wie große Steine) bis hin zu komplexen Strukturen (wie die Fächerkoralle) ist alles dabei.

Millionen von Organismen, die abhängig von Korallen sind, finden in einem Riff ihr Zuhause.

Das Faszinierende: Korallen haben keine Lebensspanne. Sie leben, solange es die Konditionen und die Umwelt erlauben. Ist das nicht der absolute Oberknaller?

Die optimale Temperatur für die meisten Korallenarten liegt zwischen 20 bis 30 Grad. Die Wärmeempfindlichkeit der Mikroalgen haben eine geringe Toleranzgrenze zur Folge. Schon ein Temperaturanstieg von 1 bis 2 Grad kann gravierende Folgen haben.

Welche das sind, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

korallenbleiche-2

Korallen sind Lebewesen ohne eine genaue Lebensspanne – Foto: Francesco Ungaro auf Unsplash

Was genau passiert bei einer Korallenbleiche?

Befindet sich die Koralle in einer Umgebung mit optimalen Bedingungen – also in einem Ozean, der mit einem pH-Wert um die 8 leicht basisch ist und eine Temperatur von nicht mehr als 30 Grad hat – funktioniert das Zusammenspiel von Polypen und Mikroalgen einwandfrei.

Erhöht sich jedoch die Temperatur im Ozean, regieren die wärmeempfindlichen Mikroalgen sofort. Sie entwickeln giftige Stoffe und können keine Fotosynthese mehr betreiben.

Ähnlich wie bei einem Virus, versuchen die Polypen, die nun nutzlosen und gefährlichen Algen loszuwerden.

Obwohl sie überlebenswichtige Partner sind, werden sie von den Polypen somit abgestoßen.

Mit ihnen verliert die Koralle ihre Farbe und zurück bleibt das nackte, transparente Gewebe. Das darunter liegende Skelett gibt den Korallen eine strahlend weiße Farbe.

Die Korallenbleiche ist eine hitzebeständige Stressreaktion, die bereits bei einer Erwärmung von 1 bis 2 Grad auftreten kann. Man kann es wie mit einem Fieber beim Menschen vergleichen. Vereinzelte Korallen, aber auch ganze Riffe können davon betroffen sein und auf einmal in sauberem Weiß erstrahlen.

Ausgebleichte Korallen sind noch nicht tot, doch sie benötigen eine sofortige Besserung der Umstände, um sich wieder zu erholen.

korallenbleiche-3

Korallenbleiche – Foto: Jan Lorenz © 123RF.com

Kann sich eine ausgebleichte Koralle erholen?

Erwärmt sich das Wasser um nicht mehr als 2 Grad und kühlt anschließend wieder schnell ab, besteht für die Koralle noch keine große Gefahr. Im Gegenteil – es macht sie sogar (ähnlich einer Erkältung bei Kindern) weniger anfällig für zukünftige ähnliche Situationen.

Die Mikroalgen kehren wieder in das Gewebe der Polypen zurück und versorgen die Koralle weiter mit wichtigen Nährstoffen.

Bleibt die Temperatur jedoch über eine längere Zeit erhöht (mehr als zwei Grad wärmer als normal), verliert das Tier seine wichtige Essensquelle und verhungert langsam.

Das saubere Weiß weicht einem leichten Braun, bis irgendwann nur noch das tote, steinähnliche Skelett übrig ist.

Der Netflix-Film „Chasing Coral” zeigt in einer schockierenden Dokumentation, wie schneeweiße Korallen innerhalb von zwei Monaten (!) zu grauen, leblosen Steinskeletten mutieren. Das sind 60 Tage, in denen eine mehrere tausend Jahre alte Koralle vom Erdboden verschwindet.

Einfach so.

Die Hauptursache der Korallenbleiche: Globale Erwärmung

Der Grund für den Temperaturanstieg unserer Ozeane ist ein Thema, das nicht mehr zu leugnen ist: unsere globale Erderwärmung.

Seit Beginn der Industrialisierung haben sich unsere Durchschnittstemperaturen sowohl an Land als auch im Meer um 1 bis 2 Grad erhöht. Auch wenn das nicht viel klingt, sind die Folgen fatal – vergleichbar wieder mit einem menschlichen Körper, der an Dauerfieber leidet.

Gerade in den vergangenen 20 Jahren sind die Auswirkungen spürbarer geworden als je zuvor. Unsere Polkappen und Gletscher schmelzen, das Wetter verändert sich und der Wasserspiegel auf der ganzen Welt steigt.

Eine Erwärmung von 1 bis 2 Grad ist an Land allerdings halb so tragisch wie im Ozean. Etwa 93 Prozent der gesamten Erwärmung wird vom Ozean aufgenommen (gäbe es unseren Ozean nicht, hätten wir an Land eine Temperatur von etwa 50 Grad).

Außerdem speichert Wasser die Wärme länger und so trifft es die sensiblen Riffe innerhalb von wenigen Monaten. Umso schlimmer, dass nur wenige Menschen davon überhaupt etwas mitbekommen.

coral-fever-1

Ursachen der globalen Erderwärmung

Grund für unsere Erderwärmung sind Treibhausgase, die über einen langen Zeitraum in die Atmosphäre geschleudert werden. Kohlenstoffdioxid (CO²), Methan und Dickstoffmonoxid sind Gase, die vor allem bei der Nutzung fossiler Energien entstehen (Verbrennung von Kohle, Öl, Holz und Gas).

Diese Gase steigen in die Luft und sammeln sich in der Erdatmosphäre. Gerade CO² ist ein Gas, das lange dort verweilt und den Treibhauseffekt verstärkt. Wärme kann nicht nach oben hin entweichen und unser Planet erwärmt sich, gefangen in einem Teufelskreis, immer mehr.

Übrigens ist die Nutzung fossiler Energien nicht der einzige Auslöser der globalen Erwärmung.

Die Abholzung der Wälder, die Tier- und Landwirtschaft sowie die Nutzung unserer Verkehrsmittel tragen ebenso dazu bei.

Ist die Korallenbleiche also die Folge menschlichen Handelns?

Wenn wir genau darüber nachdenken, ja.

Zwar gab es auch früher schon Anzeichen von Korallenbleichen, doch hatten diese stets genug Zeit, sich zu erholen und zu regenerieren. Unsere Temperaturen bewegten sich immer minimal auf und ab, doch sie blieben über einen langen Zeitraum in einem Durchschnittsbereich.

Die ersten Anzeichen einer Korallenbleiche gab es in den frühen 80ern. Die erste globale Massenbleiche erfolgte dann in den Jahren 1997/1998.

Während dieser Bleiche sind viele Korallen abgestorben. 2010 erfolgte die zweite globale Massenbleiche und 2014 dann die dritte, die bis dahin längste und gefährlichste Bleiche.

Mal ehrlich, hast du darüber Bescheid gewusst? Wir nicht.

Mittlerweile können wir davon ausgehen, dass sich globale Massenbleichen jährlich wiederholen, wenn sich an unserer Lebensweise nichts ändert.

Die immer kürzer werdenden Abstände geben den Korallen keine Zeit, um sich zu erholen. Sterben die Korallen, verschwinden die Fische und komplette Ökosysteme werden ausradiert.

Verschwinden einzelne Ökosysteme auf der Erde, kann unser gesamtes Ökosystem auf dem Planeten einbrechen – wie bei einem Kartenhaus.

korallenbleiche-6

Die Korallenbleiche hat gravierende Folgen für uns und unseren Planeten – Foto: Jakob Owens auf Unsplash

Was verstärkt eine Bleiche und beschleunigt ein Absterben der Korallen?

1) El Niño

Lange gingen wir davon aus, dass das Wetterphänomen El Niño die alleinige Ursache für Korallenbleichen war. Damals ergab das auch Sinn, denn während eines El Niño Jahres bleichten haufenweise Korallen aus.

Allerdings hatten sie dazwischen immer genug Zeit, um sich wieder zu regenerieren.

Mittlerweile wissen wir, dass die konstante, zu warme Wassertemperatur den Korallen zu schaffen macht und El Niño nur noch als Art Verstärker oder Beschleuniger fungiert. Die stellenweise drastische Erwärmung gibt den ohnehin gestressten Korallen den Rest und ein Absterben ist vorprogrammiert.

Was ist El Niño?

El Niño ist ein Phänomen, das erstmals im 16. Jahrhundert von peruanischen Fischern beobachtet wurde.

Um die Weihnachtszeit bemerkten sie vor der Küste Perus warme Wasserströmungen und gaben ihm aus diesem Grund den Namen El Niño („das Christkind“). Alle paar Jahre wiederholte sich dieses Phänomen entlang des Äquators im Pazifischen Ozean.

Heute wissen wir, dass unter normalen Umständen Passatwinde über dem Pazifischen Ozean konstant von Ost nach West wehen und warmes Meerwasser Richtung Westen drücken. Dieses sammelt sich in der asiatisch-australischen Region. Gleichzeitig wird an der Westküste Amerikas kaltes Wasser aus der Tiefe nach oben gedrückt, was Nährstoffe für Fische und gutes Wetter mit sich bringt.

El Niño stört diesen normalen Kreislauf. Die Winde sind schwächer als normal und drehen sich sogar teilweise. Die Folge davon ist die Verteilung von warmem Wasser im ganzen Ozean, da das kalte Wasser aus der Tiefe nicht nach oben steigen kann.

El Niño ist ein natürlicher Zyklus von Erwärmung und Abkühlung des Ozeans. Da das Wetter auf der ganzen Erde durch die Temperatur des Wassers beeinflusst wird, hat ein El Niño Jahr fatale Folgen: globale Temperaturanstiege (teilweise 5 bis 6 Grad wärmer), Überschwemmungen, Flutkatastrophen, Dürren, Waldbrände, Hurricanes und Kältezeiten sind nur einige davon.

Normalerweise dauert El Niño mehrere Monate an (meist um die Weihnachtszeit) und neutralisiert sich danach wieder.

Die Ursachen sind bislang unklar, doch wird davon ausgegangen, dass das Phänomen durch die globale Erderwärmung noch häufiger auftreten wird.

2) Versauerung der Ozeane

Ein weiteres Problem ist die Versauerung unserer Ozeane. Der erhöhte CO²-Gehalt in der Atmosphäre hat zur Folge, dass unsere Meere wiederum mehr CO² aufnehmen.

Durch diese Aufnahme ändert sich der pH-Wert des Wassers ins Saure. Die Kalkbildung der Korallen wird verhindert – und somit sind die Wiederbesiedelungen und der Neuaufbau von Korallenriffen in Gefahr.

3) Verunreinigungen des Wassers

Verunreinigungen und Verschmutzungen schädigen unserer Meere zusätzlich.

Die veränderte Wasserchemie macht Korallen anfällig für Bakterien-, Viren- oder Pilzbefall.

Auch die hohe Intensität der UV-Strahlung wirkt sich negativ auf gestresste Korallen aus.

korallenbleiche-5

Auch die Verunreinigung des Wassers schadet Korallen nachhaltig – Foto: Dustan Woodhouse von Unsplash

Die traurige Wahrheit

Egal von welcher Seite wir es betrachten, unsere Ozeane scheinen in jeder Hinsicht die Verlierer zu sein.

Täglich tragen wir dazu bei, dass CO² in die Atmosphäre gelangt und den Treibhauseffekt verstärkt. Die entstandene Wärme und das übermäßige CO² wird vom Meer aufgenommen.

Erwärmung, Versauerung, Verschmutzungen und Überfischung – es scheint ein grausamer Teufelskreis zu sein.

Dunkle Algen bedecken langsam ausgebleichte, gestresste Korallen. Das helle Weiß weicht einem verschwommenen Grau und ein dunkler Schleier legt sich auf das Riff. Die letzten einsamen Fische verschwinden. Braun, tot und farblos liegt das einst farbenfrohe Riff vor uns, wie eine trostlose Fläche nach der Abholzung eines Regenwaldes.

Warum gibt es keinen Aufschrei? Sind wir uns der katastrophalen Folgen nicht bewusst?

In den letzten 30 Jahren starben 50 Prozent aller Korallenriffe. Allein im Jahr 2016 starben am Great Barrier Reef – das mit über 2.000 km längste Riff der Welt – 30 Prozent aller Korallen.

Korallen in Neu Kaledonien leuchten während einer Bleiche in fluoreszierendem Gelb, Blau, Pink und Lila – wie ein letzter stummer Hilferuf vor dem Absterben.

Zahlreiche Länder auf der ganzen Welt berichten von Korallenbleichen, toten Riffen und immer wärmer werdenden Wassertemperaturen – die Liste ist endlos.

Was passiert, wenn dieses Ökosystem verschwindet? Lässt sich unser Planet noch am Leben erhalten, wenn die Meere ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können? Und was kannst du dagegen tun?

Darauf möchten wir im folgenden Abschnitt genauer eingehen.

korallenbleiche-hilferuf-1

Während einer Bleiche leuchten Korallen manchmal nochmal in fluoreszierendem Gelb, Blau, Pink und Lila – wie ein letzter stummer Hilferuf vor dem Absterben – Foto: THE OCEAN AGENCY / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY

korallenbleiche-ursachen

Was so wunderschön bunt und farbenfroh aussieht, ist leider nur ein letzter, bitterer Hilferuf der Korallen – Foto: THE OCEAN AGENCY / XL CATLIN SEAVIEW SURVEY

Die Bedeutung der Riffe für uns Menschen

Unsere artenreichen Riffe sind Heimat für mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten und 25 Prozent der weltweiten Fischpopulation.

Würden diese langsam aus den Meeren verschwinden, hätte das gravierende Folgen für uns und unseren Planeten.

1) Lebensgrundlage und Hauptnahrungsquelle

Für über eine halbe Milliarde Menschen ist Fisch eine Hauptnahrungsquelle. Gerade ärmere Länder sind auf Korallenriffe angewiesen, da sie ihnen eine wichtige Proteinquelle liefert. Außerdem spielt die Fischindustrie in diesen Ländern eine große Rolle – für Millionen von Menschen ist sie Lebensgrundlage.

Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Traditionen und Lebensweisen würden wegbrechen, wenn das Ökosystem Riff verschwindet.

2) Wichtige Medikamente

Wer hätte das gedacht? Viele wichtige Medikamente, die uns helfen, kommen aus dem Meer. So wird beispielsweise ein Krebsmedikament aus der Fächerkoralle gewonnen.

Korallenskelette können als verträglicher Knochenersatz verwendet werden.

Korallen, Algen, Schwämmen und Seegurken liefern wertvolle Stoffe. Experten gehen davon aus, dass aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung noch viele weitere Organismen aus dem Ozean hilfreich für uns Menschen sein könnten.

Somit liefert der Ozean nicht nur wichtige Nahrungsmittel, sondern hat auch eine große Bedeutung für die Pharmaindustrie.

3) Schutzfunktionen

Korallenriffe schützen unsere Küstenlinien vor Erosionen durch Stürme. Sie fungieren als Barriere bei hohen Wellen und beim Anstieg des Meeresspiegels.

Dass sie sich auch noch selbst wiederaufbauen können, macht sie zu einzigartigen Bauwerken. Würden sie von unserem Planeten verschwinden, wären ganze Orte entlang der Küste unbewohnbar.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Austausch von Gasen.

Zum einen geben unsere Ozeane Sauerstoff ab (etwa die Hälfte des Sauerstoffgehalts in der Atmosphäre stammt aus dem Meer) und zum anderen nehmen sie CO² aus der Luft auf. Dieses löst sich erst am Oberflächenwasser und wird dann von Meeresströmungen bis an den tiefen Grund getragen.

Ähnlich wie Regenwälder halten Ozeane unsere Luft sauber und lassen uns atmen.

Leider hat die CO²-Aufnahme auch negative Folgen. Wie bereits erwähnt, verändert sich der pH-Wert ins Saure und beeinträchtigt dadurch alle Organismen mit Kalkschalen und Skeletten.

4) Tauchtourismus

Ausgerechnet in ärmeren Ländern, in denen der Fischfang eine große Rolle spielt, bildet auch der Tauchtourismus eine wichtige Einnahmequelle.

Millionen von Menschen in tropischen Ländern, wie Indonesien, leben von Touristen, die Jahr für Jahr um die Welt reisen, um die einzigartige Unterwasserwelt zu bewundern. Auch in Deutschland ist der Tauchtourismus wirtschaftlich wichtig für Reiseveranstalter und Reisebüros. Ein Wegfall würde in vielen Länder deutlich spürbar sein.

5) Klimaforschung

Da unsere Riffe entscheidend für unsere Klimaprozesse auf der Erde sind, kann anhand ihrer Analyse Erkenntnisse über unsere Klimageschichte gezogen werden. Außerdem sind diese Erkenntnisse wichtig für Vorhersagen unseres zukünftigen Klimas.

Hierfür werden, ähnlich wie bei Bäumen, Querschnitte aus Korallen entnommen und ihr vergangenes Wachstum analysiert.

korallenbleiche-2

Welchen Gefahren sind Korallenriffe noch ausgesetzt?

Die Erwärmung der Ozeane hat zur Folge, dass diese weniger CO² aufnehmen können. Durch Verdunstung gelangt mehr Wasserdampf in die Atmosphäre, in der CO² den Treibhauseffekt verstärkt. Die Meere erhitzen sich weiter und das Spiel beginnt von vorne – ein Teufelskreis.

Zusätzlich drohen unseren Ozeanen noch weitere Gefahren.

1) Überfischung

Die industrielle Fischindustrie hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Gigantische Schiffe mit riesigen Schleppnetzen, Helikoptern und Sonar suchen nach den letzten großen Fischschwärmen im Ozean.

Fische können sich nicht so schnell fortpflanzen wie unsere Erdbevölkerung zunimmt.

Experten gehen davon aus, dass mittlerweile fast 30 Prozent unserer Fischbestände überfischt sind und Fischarten wie Thunfisch und Makrele besonders stark gefährdet sind.

Außerdem sind nicht nur unsere Fischbestände in Gefahr.

Industrielle Schiffe und deren riesige Netze hinterlassen ein Bild der Verwüstung auf dem Meeresgrund und tausende Seevögel, Schildkröten oder Delfine lassen als Beifang ihr Leben.

2) Verunreinigtes Wasser durch Sonnencreme, Abwässer und Müll

Vor allem in Entwicklungsländern gibt es kein ordentliches Abwassersystem und das meiste davon landet somit im Meer. Dies führt zu einer Überdüngung der Riffe und eine Überwucherung der Korallen mit Weichalgen.

Regenwaldabholzungen verstärken die Bodenerosion. Bei starkem Regen wird Bodenmaterial über die Flüsse ins Meer gewaschen und belastet die Riffe zusätzlich.

Chemikalien aus herkömmlicher Sonnencreme sind Gift für die Unterwasserwelt. UV-Filter und Inhaltsstoffe aus Sonnencreme können der Grund für eine Korallenbleiche sein oder zum direkten Absterben der Korallen führen.

Ein weiteres großes Problem ist der Plastikmüll. Er tötet nicht nur direkt unsere Meeresbewohner, sondern schädigt durch Weichmacher und umweltschädliche Stoffe den Ozean zusätzlich. Über den Verzehr von Fisch gelangen diese auch in die menschliche Nahrungskette.

3) Dynamitfischen

Beim Dynamitfische werden Explosivstoffe unter Wasser gebracht und gesprengt. Das zerstört nicht nur die nähere Umgebung im Riff, sondern tötet alle Lebewesen direkt mit ab. Auf einen Schlag werden ganze Korallenriffe ausradiert.

Obwohl diese Vorgehensweise international boykottiert wird, ist es in vielen Ländern noch völlig normal.

Auch in Indonesien sind viele Fischer darauf angewiesen. Die Methode ist schnell, einfach und bringt auf kurze Zeit viel Geld ein. Dass dadurch ihre eigene Existenzgrundlage zerstört wird, interessiert die meisten erst mal weniger (oder es ist ihnen nicht bewusst).

4) Geisternetze

Geisternetze sind inaktive Fischernetze, die entweder abgeschnitten wurden oder verloren gegangen sind.

Diese treiben millionenfach im Ozean umher, bis sie sich irgendwann in Korallen verfangen oder sich mit Müll ansammeln. Geisternetze gefährden Millionen von Lebewesen, die daran ersticken, qualvoll verhungern oder mitgetrieben werden.

5) Dornenkronenseesterne

Auch wenn die Dornenkrone zur Familie der Seesterne gehört, ist sie alles andere als schön. Sie ernährt sich nämlich von Steinkorallen und kann innerhalb eines Tages ein faustgroßes Stück verzehren. Pro Jahr frisst sie sich durch etwa 6 m² Riff.

Das Gefährliche ist, dass Dornenkronen ein halbes Jahr ohne Nahrung überleben. Die Bestände ihrer natürlichen Fressfeinde (Titan-Drückerfisch, Triton-Schnecke und Sternenkugelfisch) verringern sich aufgrund von Überfischung. Abwasser und Düngemittel treiben ihre Fortpflanzung voran. Eine Gefahr für sämtliche Korallenriffe!

6) Nicht umweltgerechter Tourismus

Tourismus kann einem Land nicht nur Gutes tun, sondern auch große Schäden hervorrufen.

Massive Hotelkomplexe in Küstennähe schädigen durch Abwasser und Bauschutt die Korallenriffe.

Absichtliche Fischfütterungen ändern das Verhalten der Tiere und bringen das System aus dem Gleichgewicht.

Berührung der Unterwasserlebewesen durch Taucher und Schnorchler zerstören die sensiblen Riffe.

Unangebrachtes Ankerwerfen oder die Produktion von Souvenirs aus umstrittenen Materialien sind weitere Gefahren.

dornenkronenseestern-1

Dornenkronenseesterne ernähren sich von Steinkorallen – Foto: Richard Whitcombe © 123RF.com

Das wird in Indonesien getan (und du kannst es unterstützen)

Falls du während deines Urlaubs direkt vor Ort aktiv werden möchtest, haben wir hier ein paar Vorschläge für dich.

Viele Tauchschulen und Umweltorganisationen bemühen sich darum, künstliche Riffe zu erstellen. Dafür gibt es verschieden Möglichkeiten.

Bei einer Korallentransplantation beispielsweise werden junge Korallen in geschützter Umgebung herangezüchtet, um sie anschließend in ein beschädigtes Riff zu pflanzen. Dort können sie einen neuen Lebensraum für andere Organismen bilden und das Ökosystem wiederaufbauen.

Biorock ist eine Methode, bei der ein metallenes Gerüst im Meer versenkt wird. Dieses wird von der Wasseroberfläche aus unter Strom gesetzt.

Dadurch kann sich Kalziumkarbonat am Metall absetzen, das als Grundlage für Korallenwachstum dient.

Coral Guardian Camp 

Coral Guardian ist eine NGO, die sich für den Erhalt der Korallenriffe einsetzt.

Als Freiwilliger auf Nusa Penida beziehungsweise Komodo lernst du, wie du die sensiblen Ökosysteme schützt, wiederherstellst und bewahrst.

ZU DEN CORAL GUARDIAN

Misool Foundation

Die Misool Foundation ist eine Organisation, die zum Misool Eco Resort gehört. Sie befindet sich im wunderschönen Raja Ampat und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die dort artenreichsten Riffe der Erde zu schützen.

Außerdem haben sie eine Recycling-Station am Festland errichtet. Durch Aufklärung und Integration der lokalen Bevölkerung zeigen sie, dass Nachhaltigkeit und Tourismus Hand in Hand gehen können.

ZUR MISOOL FOUNDATION

Biorock Indonesia

Biorock Indonesia ist eine Organisation, die mit der Methode Biorock neue Korallenriffe aufbaut, ältere erneuert und erhält, Schulen involviert und Workshops zum Thema anbietet. Du kannst sie unterstützen, indem du eine Koralle adoptierst oder direkt an die Organisation spendest.

ZU BIOROCK INDONESIA

Gili Eco Trust

Auch Gili Eco Trust nutzt die Methode Biorock, um Korallengärten wiederaufzubauen. Außerdem setzen sie sich für nachhaltigen Tourismus ein und organisieren verschiedene Recycling-Projekte.

ZU GILI ECO TRUST

Got Bag

Got Bag ist ein großartiges Projekt von zwei Freunden, die Rucksäcke aus Meeresplastik herstellen. Regelmäßige Clean-Ups zum Sammeln des Materials werden organisiert. Außerdem wird für jeden Rucksack, der verkauft wird, eine neue Koralle gepflanzt.

ZU GOT BAG

Sind wir noch zu retten?

Was vor 20 Jahren schon prognostiziert wurde, hat sich nun bestätigt. Wenn wir so weitermachen wie bisher, ist die Aussicht auf die nächsten 20 Jahre mehr als düster.

Wissenschaftlern zu Folge könnten in den nächsten 30 Jahren die meisten der Korallen weltweit verschwunden sein – eine erschütternde Prognose.

Die Intensität und Häufigkeit der Korallenbleichen werden steigen, bis sich die Korallen nicht mehr erholen können.

Bis 2100 werden die meisten Riffsysteme abgestorben sein, wenn wir die globale Erwärmung stoppen – viele von ihnen vielleicht schon viel früher.

Es gilt, zu handeln – und zwar so schnell wie möglich.

Allein unsere Generation wird noch deutliche Auswirkungen spüren. Die Änderung unserer Sichtweisen sowie ein neues Bewusstsein für den Klimaschutz ist nötig, um unseren Planeten zu retten und somit auch unsere Zukunft.

Korallenbleiche-Infografik-1

Infografik zu Korallenbleiche. Nutze die Infografik gerne. Beim Teilen bitte auf indojunkie.com verlinken.

Das kannst du gegen Korallenbleiche tun

Jeder von uns kann täglich einen kleinen Beitrag leisten, der langfristig große Veränderungen hervorrufen kann.

Die Hauptursache für die globale Erwärmung ist unser westlicher Lebensstil, der leider ein schlechtes Vorbild für viele der Entwicklungsländer ist.

Die Verbrennung fossiler Energien, unsere Ernährung sowie unsere verschwenderischen Lebensgewohnheiten tragen dazu bei, dass der CO²-Ausstoß nicht geringer wird.

Hier heißt es: informieren, Gewohnheiten überdenken, handeln.

1) Verkleinere deinen eigenen CO²-Fußabdruck

Regierungen und große Unternehmen werden nicht von heute auf morgen reagieren, vor allem, wenn viel Geld mit im Spiel ist. Dafür hast du täglich die Möglichkeit, Einfluss auf deine Umwelt zu nehmen.

2) Energie sparen

Das Thema „Energie sparen“ fängt bei uns im Haushalt an. Wasser, Strom und Wärme sind für uns selbstverständlich und werden häufig in vollen Zügen ausgenutzt.

In Deutschland wird immer noch über die Hälfte des Stromes aus nicht erneuerbaren Energien gewonnen. Öfter mal unnötige Lichter ausschalten oder den Duschhahn zudrehen, kann einen großen Unterschied machen.

Wer statt Kohle, Gas und Kernenergie lieber Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie nutzen möchte, wechselt zu Ökostrom.

3) Konsum von Lebensmitteln

Die industrielle Landwirtschaft ist energieintensiv und benötigt riesige Ackerflächen. Natürlicher Lebensraum wird zerstört und dabei Unmengen an CO² freigesetzt. Pestizide belasten zusätzlich die Atmosphäre und treiben den Klimawandel an.

Ein Umstieg auf biologische und regionale Lebensmittel ist nicht nur gesünder, sondern tut auch der Umwelt was Gutes. Wer dann noch beim eigenen Bio-Bauern einkaufen kann, ist definitiv auf der richtigen Seite.

Ein gelegentlicher Verzicht auf tierische Produkte (kurzzeitig oder langfristig), wird den größten Einfluss auf das Klima haben.

Um unserem übermäßigen Fleisch- und Milchkonsum nachzukommen, werden massive Waldflächen gerodet (die Tierwirtschaft ist verantwortlich für 91 Prozent der Zerstörung des Amazonas).

Außerdem wird bei der Intensivtierhaltung Methan freigesetzt, das schädlicher als CO² ist.

Laut dem Netflix-Film „Cowspiracy“ kommen 51 Prozent aller Treibhausgase aus der Tierwirtschaft, während nur 13 Prozent von allen Verkehrsmitteln zusammen entstehen (Zug, Auto, Schiffe und Flugzeuge).

Wer also sogar nur ab und zu auf Tierprodukte verzichtet, kann schon einen immensen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

4) Umstieg bei den Verkehrsmitteln

Öfter mal das Auto stehen lassen, sich auf den Fahrradsattel schwingen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder gemeinsam im Auto fahren, sind weitere Möglichkeiten für eine Reduzierung des CO²-Ausstoßes.

Auch Güter, die aus fernen Ländern importiert werden, haben einen langen Anfahrtsweg. Regionale Alternativen schaden der Umwelt weitaus weniger.

5) Nachhaltig reisen

Vor allem für umweltbewusste Indojunkies ist reisen ein schwieriges Thema. Wir sind uns alle bewusst, wie stark sich unser CO²-Fußabdruck bei jedem Langstreckenflug vergrößert. Ganz vermeiden lässt es sich aber trotzdem nicht.

Umso wichtiger ist es, vor Ort auf Nachhaltigkeit zu achten. Tauchschulen, Resorts und Reiseveranstalter, die ihr Angebot umweltfreundlich gestalten und nachhaltig operieren, gibt es zum Glück jede Menge.

Vor allem in Entwicklungsländern solltest du deinen Wasser- und Energieverbrauch herunterschrauben.

Vermeide schädigenden Wassermotorsport wie Jetski oder Wasserski. Steige außerdem (vor allem während des Urlaubs) auf umweltfreundliche Kosmetik und korallenfreundliche Sonnencreme um.

Reduziere deinen Müllverbrauch während des Urlaubs aufs Minimale – wie du es auch daheim tun solltest.

Oft wird der Müll aus Industrieländern in Riffregionen transportiert. Hinzu kommt, dass die meisten Indojunkies am eigenen Leib erfahren, wie Einheimische ihren Müll entsorgen. Gehe als gutes Beispiel voran und vermeide Müll, so gut geht!

6) Inspiriere andere

Auch wenn oft die Frage aufkommt, was wir als einzelne Menschen überhaupt ausrichten können, ist es die Gemeinschaft, die zählt.

Unterstütze Organisationen, die sich für unseren Planeten einsetzen. Schau dir die Dokumentationen „Chasing Coral“, „Before the Flood“ oder „Cowspiracy“ an. Sei ein Vorbild für andere, höre nie auf, dich selbst zu informieren und rede über das Thema. Du kannst nie wissen, wen du dabei inspirierst oder wo du einen Samen pflanzt, der später aufgeht.

Nur gemeinsam können wir unseren Planeten mit seiner wunderschönen Welt bewahren.

korallenbleiche-1

Nur gemeinsam können wir unseren Planeten mit seiner wunderschönen Welt bewahren – Foto: mihtiander © 123RF.com

Über die Autorin:

Autorenfoto Gunda mit Hartono

Gunda mit Freund Hartono

Gunda war mehrere Jahre in Südostasien als Tauchlehrerin unterwegs, bevor sie nach Indonesien kam. Hier fand sie nicht nur ihre neue Heimat, sondern auch ihre große Liebe. Nach der Leitung eines Tauchresorts in Raja Ampat, ist sie eher durch Zufall in Sorong „hängengeblieben“. Hier entstand die Idee zu ihrer Webseite sorong-westpapua.com. Momentan lebt Gunda noch in Sorong, aber ein Umzug auf die benachbarten Molukken ist in Planung. Dort möchte sie sich zusammen mit ihrem Lebensgefährten Hartono ein kleines Öko-Paradies aufbauen.

Wenn dir der Beitrag gefallen hat und du mehr über Indonesien erfahren möchtest, folge uns auch auf Facebook oder abonniere unseren Newsletter. Alle wichtigen Infos für deine Reise in Indonesien findest du in dem Beitrag „Alle Tipps für deine Reise nach Indonesien„.

Offenlegung: Dieser Beitrag kann Affiliate-Links und Werbung enthalten. Es entstehen dir keine zusätzlichen Kosten. Wir empfehlen nur Produkte, die wir selber nutzen, von denen wir 100% überzeugt sind oder die uns von einer fachkundigen Person empfohlen wurden. Durch Werbung und Affiliate-Links können wir die Zeit aufbringen diesen Blog zu gestalten und mit Liebe und Inhalten zu füllen. Peace, Love & Banana Pancake. Euer Indojunkie Team.

1 Kommentar

Ähnliche Artikel:

1 Kommentar

Miriam 5. März 2020 - 15:56

Danke für diesen informativen Beitrag! Wir haben selbst auf unserer reise durch Indonesien sehen müssen, wie weit fortgeschritten das Phänomen bereits ist und wie viele Riffe es bereits betrifft. Das hat uns wirklich sehr traurig gemacht – vielen Dank also vor allem für die Infos zu den Organisationen, die etwas dagegen unternehmen.

Antworte Miriam

Hinterlasse einen Kommentar