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Dokumentarfilmen auf Flores: Unsere Abenteuerreise mit der Kamera 

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Yannis Koschel

Erst hatten wir Bedenken, doch die Offenheit der Bewohner überraschte uns!

Unser Film, „Flores and it`s People“ widmet sich vor allem der Lebensweise der Menschen, weniger den touristischen Attraktionen, die es dort natürlich auch zu Hauf gibt.

Filmen ohne Strom

Wir, Sonja und Yannis, sind zwei Fotografen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und nun ein neues Hobby gefunden haben: Filmen! Da bot es sich natürlich an, auf unserer Indonesienreise, die wir gemeinsam bestritten, ein neues Projekt zu Starten: Dokumentarfilm.

Ich hatte bei meiner letzten Reise auf Sulawesi einen Indonesier (Vendi) kennen gelernt, der mich schon damals in sein Heimatdorf auf Flores eingeladen hatte. Nun, ein Jahr später war es dann wirklich so weit, dass er uns am Flughafen Labuan Bajo empfing und wir eine siebenstündige Rollerfahrt antraten, bis wir sein abgelegenes Dorf nahe Ruteng erreichten, das mitten in den Bergen im Dschungel, abseits von Zivilisation und einer Verbindung zum Stromnetz lag.

Letzteres war natürlich etwas unpraktisch für uns, da wir mit drei Kameras, Stativ, Licht und weiterem Kamera- und Filmequipment anreisten. Also ging es nun nicht nur darum, die eindrucksvollsten Momente einzufangen, sondern diese zu filmen bevor sich die Akkus und Batterien entleerten. 

Intime Momente Filmen – eine heikle Sache

Wir schliefen im Haus der Familie, die uns eingeladen hatte. Die Dorfbewohner empfingen uns mit lächelnden Gesichtern und unglaublich gutem, selbstgekochtem Kaffee, dessen Bohnen hinter der Hütte wuchsen. Das Erste was uns gesagt wurde war, dass zwei Tage zuvor eine Frau im Dorf gestorben sei und es am nächsten Tag eine Todeszeremonie gebe. Wir fragten uns, ob die Dorfbewohner es zulassen würden, dass zwei „Bule“ mit Kameras, solche intimen Momente der Trauer filmen dürften. Wir äußerten unsere Bedenken gegenüber Vendi, der kurzerhand beschloss, mit uns die Familie der Verstorbenen zu besuchen.
Als wir eintrafen, saßen alle im Kreis und trauerten. Vendi sprach das Thema mit den Kameras an. Ihre Antwort hat uns beeindruckt.

Sie sagten, es wäre ihnen eine Ehre und sie wären stolz, wenn wir die Zeremonie mit der Kamera begleiten würden und ihre Tradition der Welt zeigten.

Wow! Wir fühlten uns geehrt, solch einen tiefen Einblick in die Bräuche des Dorfes zu bekommen und ihn weltweit zu teilen.  

Nachdem wir die Zeremonie aufgezeichnet hatten, machten wir gleich weiter mit den Interviews der Dorfbewohner. Gar keine so einfache Sache ein Interview zu führen, wenn das halbe Dorf drum herum sitzt und zuschaut. Zum einen sind die Interviewten zu Beginn furchtbar aufgeregt und sehr verlegen, zum anderen ist es schwer alle Zuschauer so still zu halten wie nur möglich. 

Technische Herausforderungen beim Filmen in Indonesien

Anschließend reisten wir rund um die Insel um weitere Aufnahmen einzufangen. Regelmäßig mussten die Objektive abgenommen und getrocknet werden, da sie durch die hohe Luftfeuchtigkeit ständig anliefen. Auch unbekannte Kamerafehler brachte das Klima mit sich; es musste immer wieder improvisiert werden. Dank der Offenheit und Kooperationsfreude der Menschen, hat das Improvisieren allerdings unglaublich viel Spaß gemacht. 

Natürlich haben wir nicht nur „gearbeitet“ sondern auch ganz vieles einfach nur genossen. Besonders ist uns noch das schwer erreichbare Riung im Norden mit seiner vorgelagerten Inselgruppe im Sinn geblieben und natürlich die Hauptstadt Labuhan Bajo. Für den Film waren die Aufnahmen der Komodo-Warane auf Komodo Island wirklich wertvoll, aber wenn wir ehrlich sind, lohnt sich der meist teure Trip ins Naturschutzgebiet der Komodo-Warane eher weniger. 

Text und Fotos: Yannis und Sonja

Über die AutorenYannis ist selbstständiger Fotodesigner aus Stuttgart. Seine Freundin Sonja aus Frankfurt, steckt noch mitten im Fotodesignstudium. Gemeinsam bereisen sie die Welt und arbeiten gerne zusammen an immer neuen Projekten und Ideen. 

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