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Togian Inseln Sulawesi: Auf zu neuen Ufern

von Barbara Nickl

Ein Beitrag von Stefanie Daena

Am 16.1.2015 halte ich meine letzte Unterrichtslektion als Lehrerin an der Oberstufe. Schon am 20.1. sitze ich im Flieger nach Jakarta.

Mein Ziel: die Togian Inseln.

Im Gepäck: Ole-Ole (Mitbringsel) für meine indonesischen Freunde und mein Bikini, mein E-Reader und Material für meine zukünftige Beschäftigung: zwei Zelte, vier Rettungswesten, ein Laptop und genügend Schnorchelausrüstung.

Rückblick: Das eigene Boot auf den Togian Inseln

Togian Inseln und SteffiAnfang letzten Jahres reiste ich, während einer sechsmonatigen Auszeit, u.a. nach Indonesien. Und wie so vielen anderen vor mir, hat auch mich dieses Land in seinen Bann gezogen.

In Sulawesi, auf den Togian Inseln bin ich schlussendlich hängen geblieben. Ich wollte mehr sehen von der Inselwelt und erkundigte mich nach der Möglichkeit ein Boot für 2 bis 3 Wochen zu mieten. Mir wurde ein Boot für täglich 500.000 IDR zur Miete angeboten, was ich dankend ablehnte.

Bald schon hatte ich die Idee, ein Boot zu kaufen, einen lokalen Guide anzuheuern und auf eigene Faust den 56 Insel umfassenden Inselarchipel zu entdecken. Und das tat ich dann auch.

Togian Inseln Boot

Stefanies eigenes Boot auf den Togian Inseln

Als Werklehrerin konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen das Boot erstmal wieder flott zu machen und ihm einen neuen Anstrich zu verpassen.

So wurde aus dem „Banana-Cheesecake-Boat“ nach rund einer Woche die „Basilea“.

Togian Inseln

Stefanies Boot mit neuem Anstrich

Nach drei Wochen herumschippern auf den Inseln brachte ich es dann doch nicht übers Herz mein Boot zu verkaufen. So ließ ich das Boot in der Obhut von meinem indonesischen Freund Ikbal in Indonesien und reiste zurück in die Schweiz.

Dort nahm ich meine Tätigkeit als Lehrerin wieder auf, doch schon im Oktober war mir klar: ich muss so bald wie möglich zurück und dieses Mal für längere Zeit!

Zurück im Paradies – ohne Gepäck

In Jakarta wartet beim Gepäckband ein freundlich lächelnder Mann mit einem Schild auf dem mein Name steht. Ich spreche ihn an und er erklärt mir, weiterhin nett lächelnd

We lost all your bags.

Im Lost & Found Office stellt sich dann heraus, dass es immerhin drei Gepäckstücke nach Jakarta geschafft haben. Die Rettungswesten sind aber immer noch in Zürich.

Ich erkläre, dass mein Flug in rund 1,5 Stunden (mein Flug aus Singapur war bereits mit 30 Minuten Verspätung gelandet) nach Gorontalo geht. Die Mitarbeiter sind wenig beeindruckt und erledigen in einer Seelenruhe, was erledigt werden muss. Ich renne mit dem Wisch und meinem Gepäck los und wechsle das Terminal.

Der Flug geht um 12:10, um 11:50 stehe ich am Check-In mit meinem Übergepäck. Alles kein Problem, in derselben Seelenruhe, wie die Mitarbeiter vom Lost & Found, checkt mich der Mitarbeiter ein und schickt mich zum Cashier um das Übergepäck (Lion Air, ca. 20.000 IDR pro Kilo) zu bezahlen.

Tatsächlich erwische ich meinen Flug, stehe dann noch zwei Stunden auf dem Rollfeld in Makassar und erreiche endlich Gorontalo – nach einer 30-stündiger Reise. In den nächsten zwei Tagen werden dann in Gorontalo noch die letzten Einkäufe erledigt und Geld gewechselt.

Shoppingtipps Gorontalo

Matahari Mega Mall: Im Untergeschoss befindet sich der Matahari Megastore in dem man von Lebensmitteln über Klamotten, Hygieneartikeln und Möbeln fast alles findet (Matahari Department Store Gorontalo Mal, Jln. Sultan Botutihe, Gorontalo)

BCA Bank: Money Exchange, akzeptiert nur makellose Scheine – ausschließlich 100 USD Noten (1 ,5, 10, 20 und 50 Dollarscheine werden nicht gewechselt), Pass mitbringen (BCA Bank, Jln. A. Yani, Gorontalo)

PRIMAS Toki Pancing: Fischereizuberhör, z.B. Angelruten, Köder, Schnorchelmasken, Haken etc. (PRIMAS Toko Pancing, Jln. Jeno. Suprapto No. 10, Gorontalo)

Bintang Sport: Gitarren und Zubehör, Spiel- und Sportsachen (Bintang Sport, Jln. Teuku Umar, Gorontalo)

Bootstour rund um die Togian Inseln

Mit der Tuna Tomini Fähre lege ich am Abend in Gorontalo ab und erreiche nach der 12 Stunden Überfahrt am nächsten Morgen Wakai, den Hauptort der Togian Inseln.

Mit der „Puspita Sari“ geht es dann zu meiner finalen Destination: Pulau Malenge. Und das Geschenk auf dieser Etappe: ein herrlicher Sonnenuntergang.

Aus meiner dreiwöchigen Bootstour rund um die Inseln ist die Idee entstanden, solche Bootstouren für Touristen anzubieten.

Gemeinsam mit dem erfahrenen Bootsführer Ikbal und mindestens einem weiteren Crew-Mitglied reisen unsere Gäste von Unterkunft zu Unterkunft. Auf dem Weg bieten sich genügend Möglichkeiten um zu Schnorcheln, einen Besuch bei den Bajos (Seenomaden) zu machen und die wunderschöne Landschaft zu genießen.

Wer will, kann auch im Zelt am Strand übernachten und am Abend den selbst gefangenen Fisch auf dem Grill braten. Wir bieten 3 bis 10-tägige Bootstrips rund um die Togian Inseln an.

Momentan sind wir dabei Kontakte zu knüpfen und unseren Webauftritt aufzubauen. Ausserdem braucht das Boot ein neues Dach. Dieses Jahr ist die Mangoernte reichlich ausgefallen und einige überreife Früchte sind vom Baum auf das Dach gefallen und haben dabei Löcher durchgeschlagen.

Ich werde euch ab nun regelmässig mit News von den Togian Inseln versorgen und freue mich auch über Besuch von euch!

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Sulawesi_Reisefuehrer-1Wenn du noch mehr großartige Tipps rund ums Reisen, Tauchen und Essen in Sulawesi suchst, dann sicher dir ein Exemplar unseres Sulawesi Buchs oder Sulawesi E-Books. Komm mit auf die indonesische Insel Sulawesi, wo Abenteuer noch möglich sind!

Text und Fotos: Stefanie Daena

Über die Autorin: Stefanie entdeckte das Reise erst relativ spät für sich. Anfang 2014 beschloss sie, ein halbes Jahr Auszeit zu nehmen und mit dem Rucksack Südostasien zu bereisen. Indonesien gefiel ihr so gut, dass sie ganze drei Monate blieb. Mittlerweile lebt sie auf der Insel Malenge auf den Togian Inseln und arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann Ikbal an ihrem Herzens-Projekt. Städte und größere Siedlungen sind für sie ein Horror. Unter ihr das Meer, über ihr der Himmel und rundherum die Natur, da fühlt sie sich am wohlsten.

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14 Kommentare

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14 Kommentare

stéphanie 5. Februar 2016 - 21:41

hallo stefanie. ich bin gerade auf dem weg nach indonesien und bin durch diesen artikel von dem was du machst und den togian inseln äusserst fasziniert und würde ev gerne sone bootstour machen. schreib mir doch ne mail mit nem kontakt und wie ich von bali aus am besten dahin komme. würd mich freuen.
liebe grüsse
stéphie
versus-grafix@gmx.ch

Antworte stéphanie
klaus 9. Juli 2015 - 2:47

Pagi, gibt es das ganze -pdf, ebook, website, facebook site, blog etc- auch auf enlisch?
🙂

Antworte klaus
Melissa 9. Juli 2015 - 10:55

Leider nein. Vielleicht in der Zukunft 🙂

Antworte Melissa
Chris 5. April 2015 - 3:36

Glückwunsch. !!
ps. das mit der Arbeitsgenehmigung interessiert mich auch, um ein Unternehmen in indo zu gründen, braucht man 25000euro und ein menge Geduld mit den government:)

Antworte Chris
Andreas Leipziger 4. April 2015 - 15:32

Hallo Stefanie,
bin auch Lehrer…- aus Deutschland…;-) Sport und Geschichte. Reise viel und gern und war letztes Jahr das erste mal in Indonesien (Ostjava,Lombok, Gili`s) und werde dieses Jahr wieder hinfahren…-Zentarljava,Sumatra).2016 wollte ich gern mal Sulawesi in Angriff nehmen und würde dann sehr gern Deine Bootstouren in die Planung mit aufnehmen.
Abgesehen davon interessiert mich Deine Geschäftsidee…, das klingt sehr gut. Vielleicht können wir ja mal in Kontakt kommen.
Schöne Grüße Andreas

Antworte Andreas
Stefanie 15. April 2015 - 3:29

Lieber Andreas,
ja klar meld dich doch einfach, sobald deine Sulawesi-Reiseplanung konkreter wird! Über unserer Website kannst du uns gerne deine Buchungsanfrage zukommen lassen.
Ich wünsche dir einen ganz tollen Urlaub in Zentraljava und Sumatra!
Liebe Grüsse, Stefanie

Antworte Stefanie
Wolfgang 4. April 2015 - 11:07

Hallo Stefanie, klingt gut, macht neugierig!
Ich war schon 3 mal in Sulawesi, aber auf die Togians habe ich es nie geschafft. Ich überlege nächstes Jahr im März nochmal nach Zentral-Sulawesi zu reisen, u.a. auch um die totale Sonnenfinsternis am 9.3. in Luwuk zu beobachten und zu fotografieren.
Ein paar Fragen an Dich: Gibt es in Gorontalo keine ATMs? Gibt es auf den Togians irgend eine Möglichkeit Geld zu wechseln? (Auf einen ATM dort wage ich ja kaum zu hoffen)
Gibt es aktuell regelmäßige Fährverbindungen auf die Togians von Luwuk / Pagimana und Ampana?
Was sollen Deine 3-5-Tages Bootstouren kosten?
Kommst Du mit diesem Angebot nicht in Konkflikt mit indonesischen Recht? Braucht man nicht eine Arbeitsgenehmigung um solche Touren anbieten zu können?

Antworte Wolfgang
Stefanie 15. April 2015 - 3:24

Lieber Wolfgang,
entschuldige die späte Antwort. Es ist ziemlich schwierig auf den Inseln Datenverbindung zu bekommen. Jetzt bin ich auf dem Festland und habe ungeschränkten Internetzugriff.
In Gorontalo gibt es selbstverständlich auch ATM’s. Ich bevorzuge das Geldwechseln, da ich bei jedem Bargeldbezug 50’000 IDR Gebühren bezahlen muss und der Maximalbetrag für einen Bargeldbezug bei 2,5 Mio. Rupiah liegt. Auf den Togians selber kann man weder Geld wechseln, noch hat es einen ATM. Unbedingt genügend Bargeld mitbringen (ca. 200’000-400’000 IDR/Person/Tag würde ich rechnen, ohne Tauchen!).
Von Pagimana/Luwuk gibt es keine Fährverbindungen zu den Togians. Von Ampana aus verkehren Regelmässig Fähren auf die Togians. Der Flughafen in Ampana ist seit diesem Monat geöffnet. Wingsair bietet 1x wöchentlich Flüge von/nach Gorontalo, Poso und Luwuk an.
Weitere Informationen zur Anreise, Unterküfnten, sowie Preise zu den Boattrips findest du auf unserer Website http://www.togianboattrip.com
Zum rechtlichen Teil: das Business gehört meinem Partner, da er keine Unterkunft anbietet braucht er keine spezielle Genehmigung.
Ich freue mich auch schon auf die Sonnenfinsternis nächstes Jahr, vielleicht lässt du mir ja ein Bild davon zukommen? Würde mich interessieren, wie du das mit der Kamera festhälst!
Liebe Grüsse, Stefanie

Antworte Stefanie
Hella 4. April 2015 - 10:13

Coole Idee. Wünsche dir sehr viel Glück und viele nette Gäste.
Hoffe, du arbeitest mit den Locals zusammen und gibst ihnen auch einen entsprechenden Anteil ab. Du weißt ja sicher, das Leben besteht aus Geben und Nehmen. Allerdings vergessen viele Westler das „Geben“.
Ich bin selber bereits 2x auf den Togians gewesen. Hat mir sehr gut gefallen!
OK, das Tauchen ist suboptimal, da viele Korallenriffe durchs Dynamitfischen sowie durch den Thorny Sea Star zerstört wurden. Auch Fischaufkommen ist nicht so großartig.
Übrigens haben die Betreiber von „Fadilah Cottages“ eine NGO gegründet und bekämpfen den Thorny Sea Star und klären die Locals über Umweltverhalten auf (kein Plastik wegschmeissen, Strände säubern usw.).
Viel Erfolg!
LG Hella

Antworte Hella
Stefanie 15. April 2015 - 3:07

Liebe Hella
Entschuldige die späte Antwort. Es ist ziemlich schwierig auf den Inseln Datenverbindung zu bekommen. Jetzt bin ich auf dem Festland und habe ungeschränkten Internetzugriff.
Ich arbeite ausschliesslich mit Locals zusammen: Die Bootstouren werden von Ikbal und einem weiteren, erfahrenen Local durchgeführt. Meine Rolle spielt sich eher im Hintergrund ab. Ich bin zuständig für Martketing und Kommunikation sowie Sponsoring. Den Lohn erhalten die beiden Bootsführer, ich bekomme lediglich Kost und Logis. Deine Beobachtungen zum Thema Zusammenarbeit Locals-Westler teile ich. Auch ich habe schon einige Beobachtungen/Erfahrungen gemacht die mir nicht gefallen haben.
Die Köpfe hinter der EVERTO Organisation kenne ich persönlich gut. Ich helfe ihnen hie und da bei ihren Projekten. Zurzeit sind sie gerade dabei ein Mülltrennungssystem in Katupat einzuführen.
Vielleicht kommst du ja mal wieder vorbei auf den Togians, es hat sich bestimmt einiges Verändert seit deinem letzten Besuch…!
Liebe Grüsse, Stefanie

Antworte Stefanie

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