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Tauchschein auf Bali? Wie Tauchen zu unserer neuen Sucht wurde

von Sebastian Würfel

Ein Beitrag von Stefanie van Lier

Du möchtest deinen Tauchschein auf Bali machen? Dann tauch mit uns in die Unterwasserwelt von Bali ab und erfahre mehr über unsere ersten Atemzüge unter Wasser.

Ach Bali, du wundervolle Insel. Verliebt haben wir uns während unseres 3-wöchigen Urlaubs. Bali faszinierte uns, die Menschen, die Kultur, der Duft von Räucherstäbchen und die Unterwasserwelt.

Wir lasen vor unserer Reise viel über die tollen Tauchspots, sodass wir beschlossen, die Chance zu nutzen und auf Bali unseren Tauchschein zu machen. Wir nahmen Kontakt zu mehreren Tauchstationen auf und entschieden uns letztendlich für die deutsche Tauchschule Water WorxX in Padang Bai. Claudia, Peter, David und ihr super Team lesen einem jeden Wunsch von den Augen ab und organisieren unvergessliche Tauchausflüge.

Padang Bai, ein verschlafener Ort an der Ostküste Balis, stellte sich als guter Standort heraus. Hier ist es touristisch nicht überlaufen und die besten Tauchspots von Padang Bai liegen in unmittelbarer Nähe. Viele nutzen diese Stadt nur als Durchgangsort um auf die Gili-Inseln oder nach Lombok zu kommen. Wir blieben fünf Tage.

Schon von zu Hause aus konnten wir den theoretischen Teil des SSI Open Water Diver-Tauchscheins online absolvieren. Nachdem wir in der Tauchbasis angekommen waren, mussten wir unser theoretisches Wissen in einem Test unter Beweis stellen. Danach konnten wir direkt mit dem praktischen Teil loslegen.

Immer wieder konnten wir unser theoretisches Wissen in der Praxis üben: Equipment zusammenbauen, Equipment checken und natürlich der Buddy-Check. Das Team von Waterworx führte uns behutsam an die völlig fremde Unterwasserwelt heran.

Anbei findest du noch ein kleines Video von dem Tauchschein, den Petra auf den Bunaken gemacht hat 2014.

Das erste Mal unter Wasser atmen

Voller Aufregung starteten wir mit unserem ersten Pool-Tauchgang. Das erste Mal mit Hilfe eines Atemreglers unter Wasser atmen: Das war schon ein komisches Gefühl, da du komplett von der Funktionsfähigkeit dieses Tools abhängig bist.

Es folgten die ersten Bewegungen unter Wasser mit voller Ausrüstung. Puh, so eine Sauerstoffflasche ist ganz schön schwer und irgendwie sind wir gar nicht so beweglich wie gedacht. Aber es ist trotzdem toll, auch wenn wir vorerst nur die Kacheln im Pool bestaunen können.

Natürlich hatten wir viele Fragen:

  • Wie verständige ich mich unter Wasser?
  • Wie werde ich das Wasser in meiner Maske wieder los?
  • Wie reagiere ich, wenn ich plötzlich keine Luft mehr aus meinem Atemregler bekomme?
  • Was mache ich, wenn ich meine Maske oder meinen Atemregler unter Wasser verliere?

Die Antworten erhielten wir prompt und übten die verschiedenen Situationen den ganzen Tag über verteilt.

Am nächsten Tag war es soweit und wir sollten das erste Mal im Meer tauchen. Zuerst wurde bei einem Kaffee der folgende Tauchgang besprochen. Was erwartet uns, wie tief und wie lange wird getaucht und was gibt es für Fische zu sehen? Das waren alles Punkte, die wir gemeinsam besprochen haben.

Mit einem traditionellen Jukung-Boot fuhren wir daraufhin zu unserem Tauchspot aufs Meer hinaus. Vom Boot aus ließen wir uns ins Wasser fallen. Es ging los: Tauchgang Nr. 1 in Bali. Here we come!

Never hold your breath

Wow, wir befinden uns im Indischen Ozean vor Bali und tauchen hier so herum. Das war unser erster Gedanke, als wir uns ins Wasser fielen ließen. Und da, ein Fisch. Da, noch einer und da und da und da. Da blieb uns fast für einen kurzen Moment die Luft weg.

Aber wir hatten ja gelernt: Niemals die Luft anhalten unter Wasser.

Nach ein paar Minuten hatten wir uns wieder einigermaßen beruhigt und konnten  die Zeit unter Wasser voll und ganz genießen. Natürlich führten wir auch hier unsere Übungen vom Vortag durch. Gerade die Maske abzusetzen fiel uns schwer und sollte zur unbeliebtesten Übung für uns werden.

Aber Claudia und Peter brachten uns trotzdem jedes Mal dazu, diese Übung mitzumachen. Wir konnten ihnen vertrauen und sie waren direkt zur Stelle, wenn wir mal nicht alleine zu recht kamen.

Die Bewegungen unter Wasser stellten sich teilweise kniffeliger dar als gedacht. Es ist gar nicht so einfach, sich unter Wasser gescheit zu tarieren. Entweder wir ließen zu viel Luft in unsere Jackets und stiegen auf oder wir ließen zu viel Luft aus unseren Jackets ab und sanken.

Übung macht den Meister

In zwei Tagen machten wir insgesamt vier Tauchgänge an unterschiedlichen Tauchspots. Von Minute zu Minute fiel es uns einfacher uns unter Wasser zu bewegen.

Im letzten Tauchgang mussten wir in einer kleinen Prüfung zeigen, was wir in den letzten Tagen gelernt hatten. Und dann waren wir offizielle Open Water Diver.

Wir blieben noch einige Tage und machten entspannte Tauchgänge ohne die teilweise verhassten Übungen. Allerdings waren wir froh zu wissen, wie wir reagieren müssen, wenn uns z.B. mal die Maske flöten geht.

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Wrack der U.S.A.T. Liberty

Die U.S.A.T. Liberty ist ein Schiffswrack, welches im 2. Weltkrieg gesunken ist. Es liegt vor Tulamben. Die Besonderheit ist, dass das Wrack ganz bequem vom Strand aus zu betauchen ist.

So stiefelten wir also voll bepackt vom Strand aus Richtung Meer. Wir steckten unsere Köpfe unter Wasser, atmeten einige Male und dann das:

Ein Hai!!!

Ein Weißspitzenriffhai war direkt im seichten Wasser am Strand zu sehen. Ok, es war zwar noch ein junger Hai und er war auch maximal einen Meter lang, aber ein HAI…!

Von dieser überraschenden Begegnung mussten wir uns erst einmal kurz über Wasser erholen. Unser Tauchguide Wayan flippte völlig aus und freute sich total, dass wir einen Hai gesehen haben. Als wir uns kurze Zeit später vom ersten Schreck erholt hatten, konnte unser Tauchgang am Schiffswrack starten.

Insgesamt tauchten wir zweimal am Wrack. Zwischen den Tauchgängen aßen wir eine Kleinigkeit und lauschten Wayan bei seinen Geschichten zu. Die Tauchgänge waren toll und das Schiffswrack sowie die Meeresbewohner super interessant. Es gab so viel zu sehen. Nach der Session fuhren wir zufrieden mit dem Minivan wieder Richtung Padang Bai.

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Ja, wo sind denn jetzt die Mantarochen?

Unser Highlight sollte ein Tauchgang am Mantapoint vor der Insel Nusa Penida werden. Hier besteht ganzjährig die große Chance Mantarochen zu beobachten. Die ließen aber erst einmal auf sich warten.

Die Anfahrt zum Tauchspot dauerte circa eine Stunde und war ganz schön schaukelig. Deswegen waren wir froh, als wir endlich im Wasser waren. Beim ersten Tauchgang sahen wir außer ein paar Fischen fast nichts. Keine Mantas. Wir machten uns schon Sorgen, dass die schaukelige Anfahrt umsonst war.

That’s the ocean…

Unser Hoffen, Bangen und Warten wurde dafür beim zweiten Tauchgang an der Manta Bay belohnt. Wir sahen die Mantarochen bereits an der Wasseroberfläche vom Boot aus. Als wir endlich – nach unserer Oberflächenpause – ins Wasser springen konnten, trauten wir unseren Augen kaum.

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Acht Mantarochen mit einer Spannweite von bis zu fünf Metern glitten direkt vor unseren Augen durch den Ozean. Wir tauchten ab und ließen uns von den Wellenbewegungen sanft hin und her schaukeln. Dabei bestaunten wir die imposanten und majestätischen Tiere.

Je länger wir uns als Besucher in ihrer Welt aufhielten, desto näher glitten sie an uns vorbei. Nach einer Stunde ging uns so langsam die Luft aus und wir mussten unsere neu gewonnenen Freunde verlassen. Völlig überwältigt fuhren wir mit dem Boot zurück zur Küste.

Taucher-T-Shirts: Wir sind solche Manta Fans, dass wir unsere eigenen Manta T-Shirts und Hoodies designed haben. Schau doch mal in unserem Spreadshirt Shop vorbei.

Unsere neue Sucht: Tauchen…

Wir waren so euphorisch und glücklich. Eigentlich wollten wir hier nie wieder weg und immer weiter tauchen. Die Welt unter Wasser eröffnete uns eine spannende und neue Sicht. Aber irgendwann war auch unsere Zeit um und wir verließen Padang Bai. Allerdings mit dem Wissen:

Wir kommen wieder.

Im März 2017 ist es endlich wieder soweit und wir werden nach Bali, nach Padang Bai und zu den liebgewonnenen Menschen zurückkehren. Wir freuen uns jetzt schon wieder riesig, den Indischen Ozean unsicher zu machen.

Tauchbasen auf Bali: Unsere Empfehlungen für Tauchbasen in Indonesien findest du auf indojunkievibes.com.

Text und Fotos: Stefanie van Lier

indojunkie-autor-stefanie-loomanÜber die Autorin: Steffi kommt aus Münster und hat chronisches Fernweh. Mit ihrem Mann reist sie so viel, wie der Urlaub auf der Arbeit hergibt. Demnächst starten sie eine 8-wöchige Südostasienreise. Beide sind sie abenteuerlustig, tauchen gerne und lieben es auf Reisen zu sein.

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5 Kommentare

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5 Kommentare

Jules 11. April 2017 - 8:14

Hallo Stefanie,

vielen Dank für die Informationen. Mich würde interessieren, ob ihr ein ärztliche Attest über die Tauchtauglichkeit vorweisen musstet? Habt ihr das in Deutschland machen lassen? Und wie genau hat das funktioniert mit dem theoretischen Teil, den ihr vorher online absolviert habt? Haben sich dadurch eure Kosten für den Tauchschein reduziert?

Vielen Dank im Voraus!

Antworte Jules
Steffi 30. September 2017 - 13:06

Hallo Jules,
sorry für die späte Antwort.
Wir waren vorher nicht bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Die Frau von David, der die Basis gegründet hat, ist Ärztin.
Wir haben einen online Zugang von SSI bekommen und konnten da die Kapitel durchgearbeitet und nach jedem Kapitel die Testfragen beantwortet. Auf Bali konnten wir dann noch Fragen klären und haben da den theoretischen Test gemacht. Zusätzlich haben wir uns ein SSI OWD Buch gekauft um auch mal im Flieger oder am Strand vor dem Tauchkurs zu lesen.
In der Praxis wiederholt sich aber alles nochmal. Günstiger war die Variante glaube ich nicht. Uns war es nur wichtig nicht 3 Urlaubstage mit Theorie pauken zu verbringen.
Schöne Grüße

Antworte Steffi

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