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Tauchen Indonesien: Die schönsten Tauchziele im Inselreich

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Goni Boller von morefundiving.com

Indonesien bietet weltklasse Tauchen an den schönsten und unberührtesten Riffen der Welt. Das Inselreich ist ein wahres Paradies für Taucher.

In Indonesien gibt es jede nur erdenkliche Art an Unterwasserkreaturen in allen Grössen, Farben und Formen. Von seltenen klitzekleinen Schnecken bis hin zu riesigen Walhaien kann man hier alles finden.

Die Tauchgebiete liegen inmitten des Korallendreiecks, demnach findet man zwischen den vielen Inseln die grösste Biodiversität weltweit. Dies bedeutet, dass hier mehr unterschiedliche Korallen- und Fischarten leben als irgendwo anders auf der Welt. So gibt es in Indonesien etwa doppelt so viele Arten wie im Roten Meer und drei Mal so viele wie in der Karibik.

Einige meiner eindrücklichsten Unterwasserabenteuer habe ich in Indonesien erlebt. Sei es mit Mola Molas auf Bali, zwischen riesigen Fischschwärmen in Raja Ampat, in den verrückten Strömungen Komodos oder bei der Suche nach den unglaublichsten Kreaturen in der Lembeh Strait.

Auch ist es in Indonesien immer noch möglich fernab vom Tourismus unberührte Regionen zu entdecken, wenn man etwas mehr Zeit und Abenteuerlust mitbringt!

In diesem Artikel erhältst du die wichtigsten Informationen zu den bekanntesten und schönsten Tauchregionen Indonesiens.

tauchen-indonesienDie beste Zeit zum Tauchen in Indonesien

Das Klima in Indonesien ist überall sehr angenehm. Es wird selten kälter als 20°C, was die Taucher auch nach Nachttauchgängen vorm Frösteln beschützt.

Tagsüber bewegen sich die Temperaturen irgendwo zwischen 25°C und 35°C – je nach Jahreszeit und Region.

Anders verhält sich dagegen die Wassertemperatur. Diese kann sich zwischen angenehm warmen “Shorty-Temperaturen” von 30°C bis unter 20°C bewegen. Das kälteste, was ich persönlich erlebt habe waren 17°C.

Kalte Strömungen mit Temperaturen unter 20°C können in Bali (Padang Bai, Nusa Penida und Nusa Lembongan), in Komodo und in Alor auftreten.

In den anderen Tauchregionen Indonesiens  bewegen sich die Temperaturen eher in den höheren 20ern. Doch kann es auch mal an unerwarteten Orten kühlere Temperaturen geben – sogar in Raja Ampat. So ist es bestimmt immer eine gute Idee einen 5 mm Anzug mit dabei zu haben und nicht nur einen Shorty.

Außerdem kühlt man bei langen Tauchgängen mit wenig Bewegung schnell aus, zum Beispiel beim Muck Tauchen in Lembeh oder Ambon.

Tauchen kann man das ganze Jahr über, nur wenige Regionen empfangen zu gewissen Zeiten keine Gäste.

Besuchst du eine Region in der Regenzeit, sollte dir bewusst sein, dass die Sicht vermutlich schlechter und das Meer rauer sein wird – dafür hat es weniger Taucher.

Auch zu bedenken gibt es, dass in der Regenzeit dein Tauchequipment nicht mehr trocken wird (aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit), ausser du hast ein klimatisiertes Zimmer.

Nach regenreichen Tagen wird zudem mehr Müll in die Riffe gespült.

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In Indonesien erwartet dich die grösste Biodiversität der Welt

Tauchen in Indonesien: Karte

In folgender Map findest du die beliebtesten Tauchplätze von Indonesien. Weiter unten gehe ich detailliert auf die einzelnen Tauchregionen ein.

Organisierte Tauchreise, Tauchsafari oder auf eigene Faust?

Was ist die beste Art, um Indonesien zu betauchen? Nun, das kommt darauf an.

Organisierte Tauchreise nach Indonesien

Wenn du sichergehen möchtest, dass alles perfekt organisiert ist und du möglichst oft tauchen gehen möchtest und keine langen Wartezeiten oder andere unerwünschten Zwischenstopps wünschst, dann bietet sich eine organisierte Tauchreise an.

Dabei übernimmt der Tauchreise-Veranstalter die komplette Organisation der Reise. Denn nicht jeder hat Zeit und Muße für umfangreiche Urlaubsrecherchen. Und für eine Tauchreise nach Indonesien sollte man ein wenig Zeit in die Urlaubsplanung investieren. Vorkenntnisse von den Gegebenheiten und Abläufen vor Ort sind von Vorteil – von der richtigen Tauchsaison, über Fahrpläne für Fähren bis hin zu Optionen für eine Zwischenübernachtung.

Die Tauchreise-Veranstalter haften zudem oftmals für Flugverspätungen oder Flugstornierungen. In vielen Fällen übernehmen sie zusätzlich anfallende Kosten. Ein gutes Beispiel dafür war die Vulkan-Situation auf Bali. Organisierte Tauchreisen nehmen einen jedoch die Spontanität vor Ort.

Es gibt verschiedene Anbieter im deutschsprachigen Raum, die sich auf Tauchreisen spezialisiert haben. SAMreisen organisiert seit mehr als 20 Jahren individuelle Tauchreisen und Tauchsafaris zu den schönsten Tauchplätzen von Indonesien. Dabei arbeitet die Crew mit einem ausgewählten Angebot an Tauchhotels, Tauchbasen und Tauchschiffen auf den verschiedenen indonesischen Inseln → zu den Indonesien Tauchreisen von SAMreisen (Anzeige)

Tauchsafaris in Indonesien

Tauchsafaris gibt es einerseits in den beiden beliebten Gebieten Komodo und Raja Ampat. Auch gibt es einige andere Touren in abgelegenere Gebiete und die Übergangstouren zwischen Komodo und Raja Ampat, die in Alor, Ambon und Banda vorbeikommen.

→ Tauchsafari im Komodo Nationalpark: Auf dem Liveaboard durch das Paradies

Der Nachteil bei diesen Touren ist, dass die Crew nicht immer wissen kann, wo gerade welche Kreatur zu finden ist. Dies liegt daran, dass die Tauchguides keine lokalen Experten sind. Stattdessen besitzen sie ein durchschnittliches Wissen zu einer Fülle an Spots.

Dafür bekommst du eine schöne Übersicht über die verschiedene Tauchgebiete im östlichen Indonesien und weißt, wo du das nächste Mal intensiver tauchen gehen möchtest. Und außerdem ist das Reisen via Liveaboard natürlich selbst schon ein Abenteuer an sich! Einige Liveaboard-Empfehlungen findest du hier.

Auf eigene Faust nach Indonesien

Wenn du gerne auf eigene Faust unterwegs bist, dann bietet sich Indonesien dafür auf jeden Fall an.

Es gibt viele günstige Inlandflüge, die einen von einem Tauchgebiet zum nächsten bringen können. Hilfreich dafür ist die Seite tiket.com, bei der du auf einen Blick sehen kannst, wie viel Freigepäck du hast.

Behalte dabei im Hinterkopf, dass du auf manchen Flügen einen Zuschlag für das Tauchgepäck bezahlen musst. Bei Garuda Indonesia gibt es die besten Konditionen für Taucher!

→ Eigene Tauchausrüstung in Indonesien: Tipps fürs Tauchgepäck

An den meisten Orten gibt es in Form von der Kombination aus Homestay und Tauchbasis eine günstige Alternative zu Tauchsafaris, Tauchurlaub und Tauchresorts. Unsere Empfehlungen für Tauchschulen gibt es hier.

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Tauchen in Bali

Bali ist Indonesiens beliebtestes Tauchreiseziel aus einem guten Grund. Die verschiedenen Tauchplätze bieten etwas für jeden Geschmack. Es gibt Tauchplätze für jedes Erfahrungslevel und viele ganz besondere Bewohner.

Zu den Hauptreisezeiten kann es bei den bekanntesten Tauchplätzen (Liberty Wrack oder Manta Point) auch mal sehr voll werden. Dort empfiehlt es sich früh morgens oder spät abends tauchen zu gehen.

Wenn du ein Anfänger bist, dann kommst du auf Bali auch voll auf deine Kosten aufgrund der sehr günstigen Open Water Kurse und den vielen schönen Tauchplätzen, die für weniger erfahrene Taucher geeignet sind.

Daneben gibt es viele Tauchplätze die das Herz des Makrofans und Unterwasserfotografen höher schlagen lassen.

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Mantarochen vor Nusa Penida

Wissenswertes zum Tauchen auf Bali

Die Wassertemperatur variiert sehr stark stark auf Bali. Meist gibt es angenehm warme Temperaturen mit 27°C bis 30°C, doch kann es von Juli bis Oktober im Osten Balis in Sprungschichten bis unter 20°C kalt werden. Auch im Nordosten kann es kühle Sprungschichten mit etwa 25°C geben. Im Secret Bay im Nordwesten sind solche Temperaturen eher die Regel als die Ausnahme.

Die Sicht beträgt in der Trockenzeit (Mai bis Oktober) 20 bis 30 Meter und in der Regenzeit (November bis April) 15 bis 20 Meter. Nach starken Regenfällen sinkt die Sicht in Küstennähe weiter.

Tauchen im Nordosten von Bali

Tulamben

In Tulamben liegt einer der bekanntesten Tauchplätze Balis: das Wrack der USAT Liberty.

Während es dieses immer wieder auf alle möglichen Listen der besten Wracktauchgänge schafft, ist es nicht das Wrack selbst, warum dies ein weltklasse Tauchplatz ist. Vielmehr ist es alles drumherum.

Das Wrack ist mit den unterschiedlichsten bunten Korallen bewachsen und es wimmelt nur so von verschiedenen Fischen und anderen Unterwasserkreaturen. Auch ist es perfekt zwischen 5 und 30 Meter gelegen, wo vom Schnorchler bis zum erfahrenen Taucher jeder auf seine Kosten kommt.

Es gibt auch einige sehr spezielle Bewohner, wie eine Schule von Büffelkopf Papageienfischen, die hier meist morgens beobachtet werden können, wie sie Sand produzieren. Wusstest du, dass Sandstrände zu einem grossen Teil aus Papageienfisch-Häufchen bestehen?

Oft kannst du rund um das Wrack auch Schwarzspitzenriffhaie erspähen.

Weiter gibt es in Tulamben eine Wand mit Korallen (Drop Off), die schön zu betauchen ist.

Und auch in dem schwarzen Vulkansand gibt es allerlei seltene kleine Kreaturen zu entdecken!

Ein grosses Plus der Tauchplätze rund um Tulamben ist die Erreichbarkeit vom Strand. Hier kannst du in einem der Resorts am Strand übernachten – so brauchst du morgens nur aus dem Bett zu fallen, runter zum Dive Shop zu torkeln, eine Flasche zu schnappen und schon kannst du dich in die Fluten stürzen. Ganz ohne Warten auf das Boot und lange Wege zu den Tauchplätzen.

→ Tulamben: Tipps zum Tauchen und Reisen rund um das Liberty Wrack

Tauchbasis und Tauchresorts vor Ort

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Eines der süßesten Nudibranches der Welt: Shaun The Sheep Nudibranch

Kubu

Nördlich von Tulamben gibt es noch ein weiteres Wrack in Kubu. In einer Ortschaft weiter südlich von Tulamben gibt es ein paar weitere Resorts und ganz viele Muck-Tauchplätze, die bekannt sind für ihre seltenen kleinen Bewohner.

Die bekanntesten dieser Tauchplätze sind unter anderem Seraya Secret, Batu Niti, Sidem und Melasti.

Wenn du deine Tarierung beherrschst und gerne nach kleinen Dingen suchst, dann sind dies die perfekten Tauchplätze für dich.

Amed 

Weiter südlich liegt Amed, wo deutlich mehr los ist und es mehr Restaurants und Übernachtungs-Möglichkeiten gibt. Auch hier kannst du vom Strand aus tauchen oder mit traditionellen Booten namens Jukung.

Es gibt einige künstliche Riffe, schwarzen Sand und ein kleines japanisches Schiffswrack. Auch kannst du von hier Ausflüge zum Tauchen nach Tulamben machen (oder umgekehrt).

Neben dem Tauchen per Boot ist es in der Region sehr verbreitet mit einem Pickup zu den Tauchplätzen zu fahren. Von Tulamben nach Amed brauchst du etwa eine halbe Stunde.

→ Amed in Bali: Schnorcheln, Tauchen und Entspannen

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

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Japanese Wreck in Amed

Tauchen im Osten von Bali

Im Osten Balis liegt die kleine Ortschaft Padang Bai und gleich nördlich davon Candidasa. Von beiden Ortschaften können die gleichen Tauchplätze angefahren werden.

Padang Bai kennen viele Reisenden hauptsächlich von ihrer Überfahrt auf die Gili Inseln. Jedoch lohnt es sich für Taucher auf jeden Fall ein paar Tage in der kleinen Ortschaft einzuplanen.

Speziell lohnend ist dies von August bis Oktober, wenn sich die Mola Molas (Mondfische) hier tummeln.

Während die Tauchplätze um die Inseln Mimpang und Tepekong noch vor ein paar Jahren als Geheimtipp galten, um die seltsamen Kreaturen anzutreffen, kann es hier mittlerweile auch mal etwas voller werden. Auch hier lohnt es sich früh aufzustehen, um die Mondfische ohne Menschenmengen vorzufinden.

Ein weiterer Top-Tauchplatz in der Region ist Jetty, ein Steg, welcher nicht für die Schifffahrt genutzt wird, sondern nur von Fischern und Tauchern. Die Pfähle sind mit Korallen bewachsen und es tummeln sich allerlei Fische darunter und drumherum.

Neben Schulen von kleinen Fischen und Welsen, gibt es viele süße Igelfische, riesige Anglerfische, Skorpionfische, Steinfische, Pfeiffenfische und die unterschiedlichsten Schnecken, manchmal auch die seltenen Rhinopias (Drachenkopf).

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Welse am Jetty von Padangbai

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Der seltene Rhinopias (Drachenkopf) am Jetty von Padangbai

Auch die anderen Tauchplätze rund um Padangbai haben einiges zu bieten. Die Riffe sind auch für unerfahrene Taucher geeignet. Für erfahrenere Taucher gibt es viele spezielle Kreaturen – und das nicht nur unter dem Jetty, sondern auch an anderen Plätzen in der Region.

Manchmal kann es kalte Strömungen geben, schlechte Sicht oder starke Strömungen. Dein Tauchguide wird wissen, welche Tauchplätze oder Tageszeiten je nach Konditionen geeignet sind.

→ Tauchen auf Bali: Padangbai Tauch Spots

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

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Tauchen am Jetty von Padangbai

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Tauchen im Norden von Bali

Der bekannteste Tauchplatz im Norden Balis ist der Nationalpark um die Insel Menjangan. Der Name bedeutet „Insel der Rehe“ und genau die gibt es dort auch. Zwischen den Tauchgängen ist es möglich die Insel zu besuchen und mit etwas Glück kann man die Vierbeiner bei der Abkühlung im Meer beobachten.

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Rehe vor der Insel Menjangan im Norden von Bali

Leider haben die Korallenriffe rund um die Insel unter dem warmen Wasser während des letzten El Niño gelitten und somit sind diese nicht mehr so beeindruckend wie vorher. Ein schöner Tagesausflug bleibt die Insel trotzdem.

Andere Highlights im Norden von Bali sind die künstlichen Riffe, der schwarze Sand mit vielem kleinen Getier rund um Pemuteran, sowie die Muck-Tauchplätze in Gilimanuk namens Secret Bay und der Spot Puri Jati, der auf dem Weg Richtung Lovina liegt.

→ Penyabangan: Tauchen im tiefsten Norden von Bali

Tauchbasis und Tauchresorts vor Ort

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Der Tauchspot „Secret Bay“ ist ein beliebter Spot unter Hobbyfotografen

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Eigenartige Kreaturen im Norden von Bali

Tauchen in Nusa Lembongan und Nusa Penida

Die beiden Inseln Nusa Lembongan und Nusa Penida werden noch zu Bali gezählt. Diese sind in einem Tagestrip von Padang Bai oder Sanur aus erreichbar. Alternativ lässt es sich dort super wohnen und die wunderschönen Sandstrände abends nach dem Tauchen geniessen.

Auch ist dies der beste Rat, um während der Hauptsaison von August bis Oktober die bekannten Tauchplätze Manta Point und Chrystal Bay etwas ruhiger zu erleben.

Die Tauchplätze rund um die Inseln sind bekannt für Mantas, Mola Molas, schöne Riffe und starke Strömungen.

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Du kannst hier das ganze Jahr über tauchen. Auch die majestätischen Mantas können an der Putzerstation unabhängig von der Jahreszeit vorgefunden werden. Die Manta-Sichtungen sind hier sehr zuverlässig und Taucher können fast jeden Tag Mantas finden – manchmal nur einzelne und manchmal tummeln sich über zehn Tiere gleichzeitig über dem unscheinbaren Felsen.

Die Mola Molas sind von August bis Oktober zu finden, wenn das Wasser kalt ist. Diese Kreaturen scheinen es kalt zu mögen. Oft kann man sie dabei beobachten, wie sie von Fischen geputzt werden.

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Mola Mola vor Nusa Penida

Strömungstauchen ist ebenfalls immer möglich. Dabei können Taucher die vorbeiziehenden Korallenriffe geniessen. Diese sind verglichen mit anderen Tauchregionen Indonesiens vielleicht eher durchschnittlich. Doch für jeden, der gerne in starker Strömung taucht, sind die Inseln auf jeden Fall einen Besuch wert.

Und da Indonesien ja eine der Regionen mit den allerschönsten Korallen der Welt ist, da liegt schon der Durchschnitt auf sehr hohem Niveau.

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

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Tauchen in Sulawesi

Vor allem der Norden von Sulawesi ist bekannt unter Tauchfreunden für zwei Highlights: die korallenbewachsenen Steilwände im Bunaken Marine Nationalpark und die verrücktesten Kreaturen in der Lembeh Strait.

Jedoch gibt es rund um Sulawesi noch viele weitere Gebiete zu erkunden.

Wissenswertes zum Tauchen in Sulawesi

In Sulawesi liegt die Wassertemperatur das ganze Jahr über bei 27°C bis 30°C.

Die Sicht ist in den meisten Regionen normalerweise 20 bis 30 Meter, in Lembeh hingegen eher unter 15 Meter. Regenzeit ist November bis April.

Bunaken Marine Nationalpark

Auf der Insel Bunaken selbst, sowie auf der benachbarten Insel Siladen, gibt es viele schöne Resorts und Inselvibes für die Taucher. Kaum andere Reisende verirren sich hierher.

Das Gebiet ist vor allem bekannt für die grosse Diversität an Korallen in allen Farben und Formen an den Steilwänden, die weit hinab in die Tiefen des Ozeans reichen.

Es fühlt sich an wie fliegen, wenn der Grund verschwindet und du die Fische draussen im tiefblauen Ozean beobachten kannst.

Oft tauchen auch grössere Besucher, wie Adlerrochen und Haie, aus den über 2.000 Meter tiefen Gewässern auf, um den Tauchern einen Besuch abzustatten.

→ Unsere Tipps für den Bunaken Marine Nationalpark

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

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Steilwände des Bunaken Nationalpark

Lembeh Strait

Die Lembeh Strait war eines der ersten Tauchgebiete, welches für seine kleinen Bewohner bekannt wurde.

Hier wurde Muck Diving, also das Tauchen über sandigem Grund ohne grossen Korallenbewuchs, erstmalig richtig gross.

Diese relativ neue Art des Tauchens erfreut sich einer immer grösseren Fangemeinde, besonders auch unter den Hobbyfotografen. So können mit den richtigen Objektiven auch die kleinsten Meeresbewohner sichtbar gemacht werden.

In Lembeh scheint die Anzahl verschiedener Kreaturen unendlich zu sein. Auf jedem Tauchgang gibt es etwas Neues zu erspähen.

Für das Muck-Tauchen ist es wichtig, dass du deine Tarierung sehr gut beherrschst und dich auch sonst unter Wasser zuhause fühlst, damit du die kleinen Kreaturen von Nahem bewundern kannst. Die Schwierigkeit dabei ist, nicht mit den Flossen oder sonstigen Körperteilen den Grund zu berühren und den Sand aufzuwirbeln.

→ Lembeh Strait: Ein Mekka für Taucher

Ein Wort der Warnung betreffend Müll muss ich für die Lembeh Strait noch loswerden. Ich gehe am Ende des Artikels tiefer auf die Problematik ein. Einige der Tauchplätze in Indonesien sind voll mit Abfall – auch an der Oberfläche treibt oft eine Schicht aus Plastik und anderen Abfällen. Die kleinen Kreaturen scheint es nicht zu stören, die grossen mit den Tanks auf den Rücken allerdings teilweise schon.

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

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Typisches Lembeh Strait Bild: Abgefahrene Kreatur auf Müll

Bangka

Eine weitere, etwas weniger bekannte Destination in der nördlichen Region Sulawesis ist Bangka.

Hier gibt es ein bisschen von allem, was der Norden zu bieten hat; also schöne Riffe, spezielle kleine Kreaturen und wenige andere Taucher.

Tauchbasis und Tauchresort vor Ort

Togian Inseln

Die Anreise zu diesen abgelegenen und wenig besuchten Inseln soll gut geplant sein. Belohnt wird man für die umständliche Anreise mit schönen Steilwandtauchgängen. Besonders beliebt unter Tauchern ist die Insel Una Una auf den Togians.

→ Pulau Una Una: Das Tauchparadies auf Sulawesi

Rund um die bunten Wände tummeln sich Adlerrochen, viele Fische, teilweise in grossen Schwärmen, sowie auch kleine Kreaturen.

Weitere Gründe hierhin zu reisen sind die Abgelegenheit und das idyllische Insel-Feeling. Außerdem gibt es einen ganz besonderen Quallen-See, in welchem du mit nicht-stechenden Quallen schnorcheln kannst.

→ 6 Dinge, die du auf den Togian Inseln unbedingt tun solltest

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Wakatobi

Die Inselgruppe Wakatobi im Südosten von Sulawesi ist noch eher unbekannt und etwas umständlich in der Anreise. Für die grössere Brieftasche ist es möglich im luxuriösen Wakatobi Dive Resort unterzukommen und sich von Bali im Privatflieger hinbringen zu lassen.

Die meisten anderen werden wohl um zwei Inlandsflüge und eine Überfahrt per Fähre nicht herumkommen. Empfehlenswert für den Vergleich und die Buchung von Inlandsflügen ist tiket.com.

Als Belohnung gibt es traumhafte Strände und eine unglaublich vielseitige Unterwassertopographie. Hier taucht man an steil abfallenden Riffen, über Gräte, an Wänden entlang und über flache Riffe. Das Gebiet ist sehr gross und du wirst je nach Unterkunft bei verschiedenen Inseln tauchen.

Die Diversität der Korallen, Schwämme und anderer sesshafter Bewohner ist hier sehr beeindruckend. Fische und spezielle Kreaturen gibt es hingegen weniger als in vergleichbaren indonesischen Tauchgebieten.

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Tauchparadies Wakatobi

Selayar

Im Süden Sulawesis bietet die Insel Selayar schöne Tauchgänge weg von den Massen.

Häufig trifft man hier auf Schildkröten, die auch auf der Insel ihre Eier legen, sowie Haie, Fischschwärme, und viele kleine Tierchen.

Für den erfahrenen Taucher gibt es tiefe anspruchsvolle Tauchplätze mit starker Strömung.

Das Meer ist hier am ruhigsten von Oktober bis April und darum bietet sich diese Zeit am besten für einen Besuch an.

Sulawesi_Reisefuehrer-1Wenn du noch mehr großartige Tipps rund ums Reisen, Tauchen und Essen in Sulawesi suchst, dann sicher dir ein Exemplar unseres Sulawesi Buchs oder Sulawesi E-Books. Komm mit auf die indonesische Insel Sulawesi, wo Abenteuer noch möglich sind!

Tauchen in Nusa Tenggara

Die Region umfasst Lombok mit den Gili Inseln, Flores mit dem Komodo Nationalpark und Alor. Hier gibt es eine grosse Diversität an teilweise völlig unberührten Tauchplätzen und sehr stark frequentierten Tauchplätzen in den Gilis und teilweise in Komodo.

Wissenswertes zum Tauchen in Nusa Tenggara

Die Wassertemperatur liegt zwischen 27°C bis 30°C in den meisten Regionen. Im Süden Komodos und in Alor kann die Temperatur aber in den Wintermonaten auf 20 bis 24°C sinken.

Die Sicht ist 20 bis 30 Meter in Komodo und Alor (weniger an den landnahen Muck Tauchplätzen), in Lombok und den Gilis 10 bis 20 Meter. Regenzeit ist November bis März.

Ausser den Gilis und Maumere sind die Tauchplätze in Nusa Tenggara eher erfahrenen Tauchern zu empfehlen.

Gili Inseln

Die Gilis sind das Koh Tao von Indonesien, wenn es darum geht Tauchen zu lernen.

Hier findest du Tauchschule an Tauchschule. Viele machen hier ihre Dive Master Ausbildung oder gar die Ausbildung zum Tauchlehrer.

Manchmal kann es unter Wasser etwas voll werden.

Die Riffe sind leider teilweise ziemlich kaputt, vor allem im flacheren Wasser in der Nähe der Inseln. Das Highlight sind die vielen Schildkröten. Hier sieht man in fast jedem Tauchgang eine oder ganz viele der zutraulichen Schildkröten.

Manchmal kann man auch einen Riffhai vorbei schwimmen sehen.

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Die Gili Inseln werden auch als Turtle Paradise bezeichnet

Lombok

Neben den Gili Inseln ist es auch im Süden und Westen Lomboks möglich zu tauchen.

Von Belongas Bay im Süden hört man vor allem, weil es hier mit viel Glück möglich ist eine Schule von Hammerhaien zu beobachten. Die beste Zeit dafür ist Juli bis Oktober. Soweit ich weiss ist dies der einzige Ort in Indonesien, wo dies möglich ist.

Auch wurden schon grosse Gruppen von Teufelsrochen im August und September beobachtet. Die Tauchplätze sind eher für erfahrene Taucher geeignet.

Im Westen kannst du fern der Touristenströme der Gilis in den sogenannten „südlichen Gilis“ tauchen gehen, welche entspanntes Inselfeeling und genauso relaxtes Tauchen bieten.

→ Warum Tauchen auf Lombok ein Muss ist

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Die Hammerhai-Schwärme bleiben erfahrenen Tauchern vorbehalten

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Noch mehr Tipps zu Lombok gibt es in dem großartigen Lombok-Inselguide von Home is where your Bag is. Dieser Reiseführer ist mit 280 Seiten der perfekte Begleiter für deine Lombok-Reise und versorgt dich mit vielen Geheimtipps fernab der bekannten Ziele, z.B. die „Secret Gilis“.

Komodo

Der Komodo Nationalpark ist eine der Topdestinationen für Tauchsafaris. Wenn das nötige Kleingeld und See-Festigkeit vorhanden sind, dann ist dies bestimmt auch die beste Art, um die Region zu erkunden.

Mit den Safaribooten ist es möglich die gesamte Region zu betauchen. Dafür lohnt es sich mindestens eine Wochentour zu buchen, aber besser noch 10 Tage.

Wenn du in Labuan Bajo oder in einem der Resorts am Rande des Naturschutzgebietes übernachtest, kannst du auch viele tolle Sites auf Tagestouren besuchen. Suche dir einen Anbieter mit Schnellbooten und stehe wenn nötig früh auf, um die Tauchplätze vor dem grossen Ansturm zu erleben.

Empfehlenswert ist die Region für erfahrenere Taucher, die gerne starke Strömung mögen. Diese können extrem ausfallen, oft die Richtung wechseln und die Taucher durch schmale Passagen zwischen den Inseln “schiessen” lassen.

Die Korallenriffe hier sind unberührt und unglaublich vielseitig. Unter den Bewohnern findet sich alles von kleinen Raritäten über Fischschwärme bis hin zu Mantas und Haien.

Bring einen Riffhaken mit, um am Ort bleiben zu können, ohne dabei das Riff zu gefährden. Neben der Strömung können auch die Temperaturen hier verrückt spielen und man bringt besser einen warmen Tauchanzug mit.

→ Tauchen in Komodo oder Raja Ampat? Wohin solls gehen?

Tauchbasen und Liveaboards vor Ort

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Fischsuppe im Komodo Nationalpark

Flores

Neben Komodo gibt es auch sonst rund um Flores besuchenswerte Tauchplätze, zum Beispiel bei Maumere.

Die Riffe wurden hier leider vom Dynamitfischen geschädigt, haben sich aber schon wieder stark erholt.

Abseits der Massen kann man hier viele spezielle Skorpion- und Anglerfische bewundern, sowie andere kleine Kreaturen.

Alor

Die Insel Alor ist noch eher ein Geheimtipp und es gibt hier nur wenige Tauchresorts. Wie auch in Komodo gibt es starke Strömungen und das Wasser kann kalt werden. Wir hatten hier schon Temperaturen, die bis runter auf 17°C fielen, wurden dann jedoch mit Mola Molas belohnt.

Auch sonst kommt immer mal wieder ein grösserer Fisch vorbei und man soll öfters Haie sehen können.

Die Chancen stehen ebenfalls sehr gut vom Boot aus Delfine zu beobachten, die manchmal sogar die Tauchboote für eine Weile begleiten.

Ansonsten ist das Gebiet bekannt für den möglicherweise grössten Anemonengarten überhaupt – leider mit weniger Clownfischen als erhofft. Doch die verschiedenen Anemonen an sich sind unglaublich beeindruckend. In einem Strömungstauchgang war es nicht möglich das gesamte Gebiet zu betauchen.

Neben den Anemonen und anderen schönen Riffen ist Alor bekannt für seltenes Allerlei. Es gibt hier viele spezielle Schnecken, Garnelen, Aale und die bekannte Rhinopias.

→ Tauchen in Alor: Riesige Varietät an Kreaturen in gross und klein

Tauchbasis und Tauchresorts vor Ort

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Der bekannte Anemonengarten von Alor

Tauchen in Kalimantan

In Malaysia, nördlich von Kalimantan, liegt eine der bekanntesten Tauchgebiete Asiens: Sipadan. Die meisten Taucher werden schon mal davon gehört haben oder waren sogar schon dort.

Nach der Grenze gibt es auf der indonesischen Seite jedoch ebenso beeindruckende Tauchplätze, die hingegen sehr wenig besucht sind und auch nicht so einfach erreichbar sind.

Wie auch in den Togians gibt es hier einen “Jelly Fish Lake”, – dies ist ein See, welcher von nicht-stechenden Quallen besiedelt ist. Zwischen diesen Quallen kann man ohne das Risiko gepiekst zu werden schnorcheln und diese eleganten Schlabberdinger aus der Nähe betrachten.

indonesien tauchen jellyfishAnsonsten gibt es um die Inseln Derawan, Kakaban, Maratua, Nabucco und Sangalaki viele Steilwände, Haie, Mantas, Schildkröten, Fischschwärme und Strömungstauchen.

→ Tauchen auf den Derawan Inseln: Über Barracuda Tornados und Jellyfish Lakes

Wissenswertes zum Tauchen auf Kalimantan

Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 27°C bis 29°C.

Die Sicht ist meist gut mit über 20 Meter – ausser nach starken Regenfällen in Landnähe.

Regenzeit ist November bis März.

Tauchen in den Molukken

Die Molukken werden noch sehr wenig von westlichen Touristen besucht und so gewinnen auch die Tauchgebiete nur langsam an Aufmerksamkeit. Umso toller ist es als Taucher dieses Gebiet zu erkunden und Plätze zu besuchen, die kaum einer vorher gesehen hat.

Leider gibt es auch hier viele vermüllte Tauchplätze. Besonders rund um Ternate und Ambon fühlt es sich teilweise mehr nach Tauchen auf einer Müllhalde an, was aber die speziellen Kreaturen nicht zu stören scheint.

Diese Problematik betrifft häufig die landnahen Muck Tauchplätze, die Korallengebiete habe ich sauber erlebt.

Wissenswertes zum Tauchen auf den Molukken

Die Wassertemperatur bewegt sich hier zwischen 27°C und 30°C das ganze Jahr über.

Die Sicht liegt an Riffen bis zu 30 Meter, in den Muck-Tauchgebieten eher bei 10 Meter und nach Regenfällen in Landnähe schlechter.

Ambon

Viele kommen nur kurz nach Ambon während einer Safari zwischen Komodo und Raja Ampat oder auf dem Weg nach Banda.

Jeder, der kleine spezielle Kreaturen mag, sollte eine Weile in Ambon einplanen.

Ich erlebte hier einige der besten Nachttauchgänge und habe hier schon über zwei Stunden abends in der Dunkelheit im flachen Wasser nach den Rhinopias, den vielen verschiedenen Anglerfischen, Krabben, Garnelen, Aalen und Bambushaien Ausschau gehalten.

Neben Lembeh und Bali ist Ambon eines der Top Muck Tauchgebiete Indonesiens.

→ Tauchen in Ambon (Molukken): Paradies für Makroliebhaber

Tauchbasis und Tauchresort vor Ort

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Ambon zählt zu den Top Muck Tauchgebiete Indonesiens

Banda Inseln

Die Banda Inseln werden von Tauchsafaris angefahren und es gibt ein Resort auf Banda Naira.

Buche früh, wenn du dort Tauchurlaub machen möchtest, da das Resort oft ausgebucht ist.

Im Gegensatz zu dem idyllischen Inselleben gibt es hier unter der Oberfläche viel Action zu beobachten.

Vorbeiziehende Fischschwärme, Adlerrochen und Hammerhaie (mit viel Glück) sorgen für unvergessliche Erlebnisse unter Wasser. Ansonsten gibt es hier gesunde Riffe, tiefblaues Wasser und viele kleine Fische und andere Kreaturen.

→ Banda Inseln: Tauchen, Gewürze und Vulkane auf den Inseln von Banda Neira

Tauchbasis und Tauchresorts vor Ort

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Gesunde Riffe rund um die Bandas

Ternate und Halmahera

Auf Ternate wurde ich aufmerksam, weil einst unglaubliche Schneckenfotos von hier aufgetaucht sind. Dies hat sich bei einem Besuch bestätigt und ich hatte hier einige der besten “Nuditauchgänge” überhaupt. Für Schneckenfreunde ist Ternate also auf jeden Fall ein Besuch wert.

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Ternate ist ein Eldorado für Nudibranch-Fans

Auch kann man hier das Original für die 1000 Rupiah Note bewundern.

Neben den Schnecken gibt es goldene bärtige Grundel (die etwa das Schwierigste sind, was ich je versucht habe zu fotografieren) und andere seltene Kreaturen.

Um die Insel gibt es auch einige Möglichkeiten für Tauchgänge an unberührten Riffen, die absolut lohnenswert sind.

Eine Besonderheit hier sind die Halmahera Epaulettenhaie, welche es nur in dieser Region gibt. Diese können in Nachttauchgängen zwischen weichen Korallen gefunden werden. Die Jungtiere werden ihrem englischen Namen „walking shark“ gerecht, denn sie gehen auf den Flossen. Die ausgewachsenen Haie bewegen sich schwimmend knapp über dem Boden vorwärts.

Tauchbasis und Tauchresort vor Ort

Riffe von Halmahera Tauchen Indonesien

Riffe von Halmahera

Tauchen in Raja Ampat

Raja Ampat ist DIE Destination, um die Biodiversität des Korallendreiecks in voller Pracht zu beobachten.

Die Riffe sind unglaublich vielseitig, bunt und intakt. Um die Riffe wimmelt es nur so von kleinen, mittleren und grossen Fischen in teilweise grossen Schwärmen.

Auch in den Riffen versteckt findet man viele Schätze, so gibt es verschiedene Pygmäen-Seepferdchen, Schnecken und Pfeiffenfische. Auch grössere Bewohner, wie die Teppichhaie, findet man in den Riffen.

Dabei soll der Blick immer mal wieder nach oben gerichtet werden, denn das Gebiet ist ebenfalls bekannt für seine Mantas, die während der Wintermonate an den Riffen vorbeiziehen.

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Pygmäen-Seepferdchen in Raja Ampat

Neben Komodo ist Raja Ampat eine beliebte Destination für Tauchsafaris. Einige Gebiete können nur so besucht werden und diese Art des Reisens ermöglicht es, verschiedene Regionen in dem riesigen Insellabyrinth zu erkunden.

Allerdings gibt es so viel zu sehen, dass du auch schon gut eine oder zwei Wochen beschäftigt bist, wenn du nur die Tauchplätze in der Umgebung von Kri Island besuchst.

Nach Raja Ampat gelangst du von Sorong aus mit dem Safariboot oder einer Fähre und einem Schnellboot.

Während es im Norden rund um Kri unzählige Möglichkeiten gibt unterzukommen und zu tauchen, gibt es nur ein Resort im Süden auf Misool.

indonesien tauchen raja ampat (4)Safariboote sind eine andere Möglichkeit die Gebiete im Süden und andere bekannte Destinationen zu erreichen. Mögliche Destinationen sind Triton Bay mit unberührter Biodiversität und Cenderawasih Bay mit den residenten Walhaien.

→ Raja Ampat: Tipps für die traumhafte Taucherdestination

Tauchbasen und Tauchresorts vor Ort

Wissenswertes zum Tauchen in Raja Ampat

Die Wassertemperaturen sind meist angenehme 28°C bis 30°C, können aber kurzzeitig auf 26°C sinken, wenn kältere Strömungen mit meist auch schlechterer Sicht hochdrücken.

Sonst liegt die Sicht bei 20 bis 25 Meter.

Die beste Zeit Raja Ampat zu besuchen ist November bis April, also dann, wenn in den meisten anderen Gebieten die Regenzeit vorherrscht. Tauchen ist aber ganzjährig möglich. Die meisten Safariboote wechseln während des Sommers nach Komodo, auch sonst schliessen einige der Resorts.

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Raja Ampat ist DIE Destination, um die Biodiversität des Korallendreiecks in voller Pracht zu beobachten

Tauchen in Sumatra und Java

In den Gewässern rund um Sumatra und Java, die nicht zum Korallendreieck gehören, gibt es unter Wasser weniger zu sehen als im Rest Indonesiens.

Ganz im Norden Sumatras gibt es jedoch eine bekannte Tauchdesitnation – Pulau Weh. Hier lohnt sich der Besuch für Taucher auf jeden Fall. Es gibt heisse Unterwasserquellen, die zur Oberfläche blubbern, außerdem Riffhaie, schöne Korallenriffe, starke Strömungen und eine friedliche Inselatmosphäre.

→ Pulau Weh: Sumatras charmantes Paradies

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Tauchen in Pulau Weh

Von der Hauptstadt Jakarta ist es möglich bei den Thousand Island (Pulau Seribu) zu tauchen. Hier ist das Wassser ganzjährig warm, aber die Sicht ist mit 5 bis 10 Metern nicht besonders überzeugend und ausser einem Wrack gibt es nicht extrem viel zu sehen.

→ Thousand Islands Indonesien: Die kleine Perle der Javasee

Schattenseiten beim Tauchen in Indonesien 

Neben der unendlichen Schönheit von Indonesiens Unterwasserwelt, gibt es leider auch viele unschöne Dinge, dazu zählen u.a. Korallenbleiche, Dynamitfischen und Müll.

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Die unschönen Seiten des Tauchens in Indonesien

Korallenbleiche

Während des letzten El Niños wurde es leider auch einigen Riffen in Indonesien zu warm und die Korallen erlebten ein “Bleaching”, also eine Ausbleichung. Dabei gehen die Algen verloren, welche die Korallen bewohnen und wir sehen das Weiss des Korallenskeletts. Wenn die Algen nicht innerhalb einer bestimmten Zeit zurückkehren, stirbt die Koralle ab.

Wenn sich die Temperatur wieder normalisiert, kommen erst die Weichkorallen zurück und dann nach und nach die harten Korallen. Es dauert mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte bis sich ein Riff wieder erholt hat.

Indonesien wurde glücklicherweise von dem El Niño weniger stark getroffen als andere Regionen. Von sehr stark gebleachten Riffen habe ich soweit nur aus Menjangan Island gehört.

Andere Gründe ausser der Wassertemperatur kann auch die Wasserverschmutzung und ein saurer pH-Wert sein. Hier können wir als Taucher einen kleinen Beitrag leisten, indem wir eine natürliche Sonnencreme vor dem Tauchen oder Schwimmen verwenden.

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Korallenbleiche – Foto: Jan Lorenz © 123RF.com

Dynamitfischen und andere illegale Fischerei-Techniken

Dynamitfischen war bis Mitte des letzten Jahrhunderts sehr verbreitet in Indonesien. Mittlerweile ist diese Praktik verboten und wird strenger kontrolliert.

Bei den Explosionen werden nicht nur Fische getroffen, sondern ganze Riffe zerstört. Die Korallen bieten normalerweise Schutz für die Jungfische, um gross zu werden. Wenn die Riffe weg sind, dann wird es noch weniger Fische geben, die gefischt werden können.

Viele Bewohner Indonesiens sind abhängig von der Fischerei und mit solch destruktiven Fischfangmethoden wird ihre Lebensgrundlage immer weiter eingeschränkt.

Auch werden weitere Lebewesen bedroht und das Gleichgewicht des Meeres durcheinander gebracht. Iss deshalb möglichst nur Fisch, wenn du weisst, woher dieser kommt. Als Taucher und Unterwasserfan ist es am besten gar keinen Fisch oder andere Meeresbewohner zu essen.

In Indonesien ist der Fang von Fischen für Aquarienhaltung ein Problem, denn dafür wird oft Cyanid eingesetzt. Das Cyanid lähmt die Fische, sodass man diese einfach einsammeln kann. Dabei werden jedoch auch die Korallen im „Fanggebiet“ angegriffen und schlimmstenfalls zerstört.

Neben Aquarien werden Fische, die durch Cyanid gelähmt wurden, auch nach Ostasien verschifft. Wer schon mal in Ostasien unterwegs war, kennt vielleicht die Aquarien, die man vor Restaurants aufstellt. Hier kann man sich seinen Fisch fürs Abendessen aussuchen.

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Fischaquarien vor Restaurants in Südkorea

Müll im Meer

Leider ist Müll im Meer immer noch ein grosses Problem in Indonesien. Ausser in Raja Ampat scheint es fast überall damit Schwierigkeiten zu geben. An einigen Muck-Tauchplätzen – speziell im Lembeh Strait, Ambon und Ternate – sieht man mehr Abfälle als Tiere. Trotzdem sind diese Destinationen weltklasse für Taucher, die spezielle kleine Kreaturen sehen möchten.

In anderen Destinationen, wo es darum geht schöne Riffe zu besuchen, können grosse Mengen Müll oder auch schon nur ein vorbeischwimmender Plastiksack die Tauchfreuden mindern. Dies ist hauptsächlich nach starken Regenfällen in Landnähe ein Problem, weil Abfälle aus den Flussbetten hinaus ins Meer geschwemmt werden. So besuchst du besser gegen Ende der Regenzeit oder in der Trockenzeit diese Gebiete.

Schön ist es zu sehen, dass in vielen Regionen einiges gegen die vielen Abfälle unternommen wird. Leider wird sich die Situation nicht von heute auf morgen ändern, aber es ist motivierend zu sehen, dass etwas geschieht.

→ Bali, das Müllparadies: Von einem Paradies, das einmal war

Als Taucher können wir helfen, indem wir geschützte Orte besuchen und uns erkundigen, wie unsere Ausgaben (speziell in Nationalparks) genutzt werden, um gegen solche Probleme anzugehen.

Auch gibt es immer wieder Projekte, wo Taucher mithelfen können, zum Beispiel bei Beach-Clean-Up-Aktionen. Ich habe eine Tasche an meinem Tarrierjacket, welches nur dafür gedacht ist mit Plastikmüll gefüllt zu werden. So sammle ich hier und da etwas auf.

Klar können wir so die Meere nicht retten, aber wir hinterlassen die Tauchplätze ein bisschen schöner, als wir sie aufgefunden haben.

Fotos und Text: Goni Boller

goni in ternate

Goni Boller in Ternate

Über die Autorin

Ich reise seit 4 Jahren um die Welt und verbringe einen Grossteil meiner Zeit unter Wasser. Bisher konnte ich über 70 Tauchdestinationen besuchen und diese in über 1000 Tauchgängen erkunden, viele davon in Indonesien. Als Biologin interessiere ich mich sehr für die verschiedenen marinen Lebewesen und versuche diese in Fotos und Videos bestmöglich einzufangen.

In meinem englischsprachigen Tauchblog More Fun Diving schreibe ich über verschiedene Tauchdestinationen, Unterwasserkreaturen und das Tauchen an sich.

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11 Kommentare

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11 Kommentare

Ines 9. August 2019 - 14:51

Hi Zusammen! Erst einmal vielen herzlichen Dank für den ausführlichen Beitrag! 🐠

Ich wollte euch dennoch gerne um eine Empfehlung bitten.
Letztes Jahr war ich unter Anderem im Blue Corner auf Nusa Lembongan und fand es super dort was Team, Ambiente, Lage und Preise angeht.

Nächstes Jahr will ich gerne wieder nach Indonesien, diesmal aber nicht nach Bali sondern etwas Neues erleben.
Ich bin offen für alles, suche jedoch eine ähnliche Tauchschule wie damals. Schießt dir / euch da direkt eine Empfehlung in den Kopf?
Ich würde im Februar fliegen und habe den Advanced Schein, falls das noch relevant sein sollte 😊

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir antworten würdet!
Viele Grüße 😎

Antworte Ines
Melissa Schumacher 9. August 2019 - 15:16

Hi Ines,

hier findest du viele tolle Tauchschulen, die wir oder unsere Leser getestet haben: https://indojunkievibes.com/listings/tauchen-und-schnorcheln/.

Magst du hier ggf. auch eine Bewertung zu Blue Corner schreiben? Das wäre klasse: https://indojunkievibes.com/listing/blue-corner-dive-lembongan/

Viel Spaß beim Durchstöbern!

Melissa

Antworte Melissa
Nia 24. Juni 2018 - 15:26

Hi danke für die tollen Tipps. Ich plane wohl nächste Woche nach flores zu fahren und möchte auch tauchen. Nun hab ich aber den Eindruck, dass es für einen Anfänger ggf zu herausfordernd ist. Ich habe einen Open water schein und 12 tauchgange, frage mich nun ob es auch Spots für Anfänger gibt. Ich freue mich über Tipps.

Antworte Nia
Melissa Schumacher 3. Juli 2018 - 17:10

Huhu Nia, die Tauchschulen wissen immer, wo sie ihre Schützlinge hinschicken 🙂 Auch als Open Water Diver wirst du dort deinen Spaß haben. Sei einfach zu Beginn offen und ehrlich über dein Tauchlevel! 🙂 Viel Spaß unter Wasser!

Antworte Melissa
Nia 24. Juni 2018 - 15:22

Wow ein toller Bericht. Ich plane kommende Woche ggf nach flores zu reisen. Habe aber das Gefühl, dass dies für einen Anfänger mit Open water und 12 tauchgangen etwas zu schwierig sein könnte. Hast du einen guten Tipp, wo ein geeigneter Spot wäre? Liveboot schiedet glaub ich auch aus. Ich habe damals meinen Schein auf Bali Ahmed gemacht. Freue mich über Tipps.

Antworte Nia
Melissa Schumacher 3. Juli 2018 - 17:11

Am besten schreibst du im Voraus ein paar Tauchschulen an und fragst sie nach geeigneten Spots für Anfänger. Hier findest du ein paar Adressen: https://indojunkievibes.com/listings/tauchen-und-schnorcheln/

Antworte Melissa
stefan 9. Juni 2018 - 14:49

Geile Bilder und sehr hilfreiche Tipps! Vorfreude steigt:)

Danke gruss stefan

Antworte stefan
Melissa Schumacher 3. Juli 2018 - 17:11

Goni, die Autorin dieses Beitrags, ist eine unglaublich begabte Fotografin, da stimme ich dir zu! Da kann man nur Lust aufs Tauchen in Indonesien bekommen =)

Antworte Melissa
Patrick 16. April 2018 - 3:05

Hallo! Ich wollte mal fragen ob schon mal jemand im Wakatobi Marinapark auf der Insel Tomia gewohnt und getaucht hat?

Zur Zeit sieht mein Plan so aus, dass ich im Abi Jaya Guesthouse wohne und mit dem Tomia Dive Center unter Wasser gehe. Hat da jemand Erfahrung? Grüße aus Jakarta, Patrick

Antworte Patrick
Melissa Schumacher 3. Juli 2018 - 17:12

Hi Patrick, schau mal, das ist ein älterer Beitrag, der ein wenig von Tomia berichtet: https://indojunkie.com/tauchen-und-reisen-auf-sulawesi/ – schreib uns gerne mal eine E-Mail, wenn du zurück bist, vielleicht können wir über dein Abenteuer berichten? 🙂

Antworte Melissa
Andrea Tantaros 1. April 2018 - 9:41

Voov. Das ist sehr nett. dank

Antworte Andrea

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