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Save Bangka Island – (K)eine Eisenerzmine im Paradies – Hinter den Kulissen

von Melissa Schumacher

Während unseres Aufenthalts auf der Insel Bangka im Norden von Sulawesi haben wir viel über die #SaveBangkaIsland Kampagne gehört. Wir waren beeindruckt, von so viel Aktivismus und Durchhaltevermögen der Beteiligten, trotz all der Steine, die ständig in den Weg gelegt werden. Der Universitätsdozent für Mediendesign/Multimedia Prof. Eku Wand an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK), seit 2014 wohnhaft in Jakarta, betreibt die Social Media und Crowdfunding Kampagne gegen die Eisenerzmine auf Bangka. Wir haben ihn interviewt.

Letzten Monat gab es auf Indojunkie den ersten Teil des Interviews, in welchem Eku die aktuelle Situation auf Bangka erklärt hat. Heute zeigt er euch einen Einblick hinter die Kulissen bei dem Kampf gegen die Eisenerzmine auf Bangka.

Eku mit dem indonesischen Sänger und Kampagnenunterstützer Kaka SLANK – Foto: Yuris Triawan

Eku mit dem indonesischen Sänger und Kampagnenunterstützer Kaka SLANK – Foto: Yuris Triawan

Dein eigentlicher Hintergrund ist die Arbeit als Designer/Medien-Regisseur und Du bist Professor für Interactive Storytelling, Game Design und Social Media. Wie bist du in den Umwelt Aktivismus rein geraten? Was ist deine Motivation?

Richtig – eigentlich bin ich in den interaktiven Medien beheimatet und habe 1991 meine vielleicht nicht ganz unbekannte erste Multimedia-Firma Pixelpark (heute Pixelpark AG) gegründet. 2007 bin ich erstmals in der Gegend um Kap Pulisan und Bangka tauchen gewesen, in den Folgejahren besuchte ich 2 bis 4 mal im Jahr Freunde in Indonesien, da meine Universität in Braunschweig (HBK) eine langjährige Universitätspartnerschaft mit dem Institut Teknologi Bandung (ITB) unterhält.

Über die Jahre habe ich mit einem Tauch-Resort den Kontakt aufrecht erhalten und so erfuhr ich im Oktober 2011 von den konkreten Bedrohung für die Insel Bangka in Nord-Sulawesi – bitte nicht verwechseln mit Bangka Belitung vor Sumatra, dort gibt es zwar auch Minen, die in die Schlagzeilen geraten sind, jedoch wird dort unter fraglichen Arbeitsbedingungen Zinn abgebaut.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich in Deutschland gerade intensiver nach dem Prinzip „learning by doing“ an einigen lokalen wie internationalen viralen Social Media Kampagnen (z.B. zur Unterbringung von Tsunami-Opfern aus Japan) mit anderen neugierigen Aktivisten beteiligt.

Als Gestalter von und mit interaktiven Medien war ich von der Dynamik und Bereitschaft vieler anderer fremder Menschen in Facebook absolut begeistert. Schnell war mir klar geworden, dass man diese Echtzeit-Aktivitäten, wollte man sie zu einem zielführenden und erfolgreichen Ergebnis bringen, strukturieren, planen und mit einer Aufgabenteilung würde versehen müssen, um einerseits unnötige Dopplungen zu vermeiden und eine längerfristige Planung realisieren zu können.

Auch würde man viel Zeit mit der Moderation einer virtuellen Aktionsgemeinschaft aufbringen müssen, um den stetigen Zuwachs der virtuellen Gemeinschaft begleiten zu können.

So nutze ich im Januar 2012 zunächst die Gelegenheit auf der jährlichen stattfindenden Bootsmesse „boot“ in Düsseldorf, einige der Tauchresort-Betreiber auf Bangka, die mir ja nur via Facebook bekannt waren, persönlich kennen zu lernen und von meinem Vorhaben, den Widerstand mittels Sozialer Medien voran treiben zu wollen, zu überzeugen.

Mein altruistisches Interesse als Taucher und für den guten Zweck war es letztlich dann auch – wenn auch zunächst und für die ersten 20 Monate vollständig von Europa aus agierend – meine neuen gewonnen Erkenntnisse selbst in einem eigenen Social Media-Projekt auf den Prüfstand stellen zu wollen.

Ich betrachte #SaveBangkaIsland daher als Blaupause und hoffe, dass von den gemachten Erfahrungen auch andere werden profitieren können.

Manchmal muss man auch lernen los zu lassen, denn ein Quäntchen Chaos kann im virtuellen Raum nicht immer ausgeschlossen werden – it’s all about proper communication. Nachmachen daher deutlich erwünscht!

Ich glaube auch, dass es in Zukunft für eine erfolgreiche Kampagne und damit für die Gewinnung von Unterstützern äußerst wichtig sein wird, eine gute Berichterstattung im Sinne des Storytelling, möglicherweise sogar auch mit spielerischen Elementen, zu etablieren. Auch hier probiere ich neue Ideen aus. Zwei meiner ehemaligen Studenten haben ein sogenanntes Serious Game mit dem Titel „Imagine Earth“  entwickelt.

Ziel ist es durch bewusstes nachhaltiges Wirtschaften den Planeten Erde und weitere Trabanten im Gleichgewicht zu halten.

Natürlich gibt es bei diesem Simulationsspiel auch diverse Hindernisse und eine Rohstoff-Mafia macht einem das Leben schwer. So haben die beiden Entwickler via Crowdfunding Unterstützer für ihr Spielkonzept gesucht. Im Gegenzug boten sie an, ihre Spielfiguren, Handlungsorte und Spielabschnitte nach den Namen der Spender zu benennen.

Wir sind dann noch ein Stückchen weiter gegangen und haben ein paar Hintergründe der Umwelt-Kampagne #SaveBangkaIsland aufgegriffen und in das Spiel integriert.  So wird es im Spiel also auch eine Insel mit dem Namen Bangka geben – alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind natürlich rein zufällig!

Daher ist meine eigene Motivation durchaus auch von fachlichem Interesse geprägt: Welche (interaktiven) Gestaltungsmöglichkeiten hat das Kampagnen-Design? Welche stilistischen Mittel der Information, Aufklärung, Dokumentation und Unterhaltung (Edutainment) erzielen die beste Wirkung beim Publikum? Welche zeitlichen, finanziellen, operativen wie logistischen Rahmenbedingungen und Grenzen unterliegt die Unterhaltung einer Online-Kampagne?

Ziel solcher Kommunikations-Kampagnen ist ja doch letztlich die Re-Politisierung der Gesellschaft und die Bildung eines sozialen Bewusstseins – jeder ist Teil des Ganzen und trägt Verantwortung!

Grüne Daumen für Bangka – Fotos: Eku Wand

Grüne Daumen für Bangka – Fotos: Eku Wand

Was ist deine Rolle bei dem Kampf gegen Bangka? Seit wann bist du dabei?

Seit November 2011 habe ich sukzessive alle Social Media Kanäle für Bangka im Internet eingerichtet und aufgebaut. Angefangen mit Facebook, Google+ und YouTube. Später kamen dann auch noch Vimeochange.org, Twitter und eine eigene Wikipedia-Seite hinzu, um weitere Verwechselungen mit Bangka Belitung in Sumatra zu vermeiden.

Als studierter Gestalter war mir von Anfang an daran gelegen, der Online-Kampagne „Save Bangka Island – No mining on small islands!“ durch ein prägnantes Erscheinungsbild mehr Aufmerksamkeit zu verleihen. Außerdem gab es auch immer wieder diverse HandzettelBanner, einen Ausstellungsstand, Spendenaufrufe, 3 Pressekonferenzen vorzubereiten, 3 Online-Petitionen zu erstellen, eine Motiv-Serie mit GRÜNEM Daumen zu fotografieren, Vorspann-Tafeln für die Kampagnen-Videos zu montieren, ein 2-sprachiges Crowdfunding zu positionieren sowie ein Logo zu entwerfen – stellenweise ein sehr zeitraubendes noch dazu freiwilliges Unterfangen.

Grüne Daumen für Bangka

Grüne Daumen für Bangka (weitere Motive auf Google+) – Foto: Eku Wand

Dank ein paar Amateur-Übersetzer, die ich ebenfalls auf Facebook rekrutieren konnte, haben wir in den ersten 6 Monaten auch versucht, die indonesische Berichterstattung in den Medien parallel ins englische zu übersetzen, öffentlich zu machen und chronologisch zu archivieren. Wir mussten dann aber sehr schnell einsehen, dass dies unsere Arbeitsbelastung auf die Dauer erheblich übersteigt, denn jeder von uns hat ja schließlich noch seine Brötchen woanders zu verdienen. Somit blieb auch die gezielte Medien- und öffentliche Presse-Arbeit weit hinter den von uns eingangs erhofften Erwartungen zurück. Hier besteht Verbesserungsbedarf, der aber kaum auf freiwilliger Basis längerfristig geleistet werden kann.

Durch die anfängliche Euphorie und eine erste lokale Online-Petition in Indonesien hatte sich leider auch ein Schreibfehler (safe vs. save) in den ersten Facebook-Gruppennamen eingeschlichen. Gruppen-Namen können jedoch nicht mehr verändert werden, wenn man erst ein mal mehr als 100 Mitglieder in seiner Gruppe hat. So haben wir uns dann nach rund 7 Monaten entschlossen, nochmals eine Kampagnen-Gruppe einzurichten und mit allen bisherigen knapp 2.000 Mitgliedern und Followern umzuziehen. So etwas ist immer ärgerlich und sicher nicht ganz einfach, aber nach weiteren 6 Monaten hatten wir wieder annähernd gleich viele Mitglieder. Bis zum heutigen Tag sind es immerhin 7.056 Gruppen-Mitglieder.

Die größte Herausforderung als Gruppen-Administrator ist es jedoch, die Gruppe zusammen zu halten, neue Anregungen zu geben, kontinuierlich neue Inhalte beizusteuern und sämtliche Neuigkeiten auch auf die anderen Social Media Kanäle zu verteilen, dabei Doppelungen vermeiden und zuweilen auch zu löschen. Immer wieder müssen Tips zum Handling, Netiquette und zum Auffinden bestimmter Informationen gegeben werden.

Eku bei der Arbeit zum Cover-Motiv für das Kampagnen-Video – Foto: Yuris Triawan

Eku bei der Arbeit zum Cover-Motiv für das Kampagnen-Video – Foto: Yuris Triawan

Indonesien verkörpert zwar die 4. größte Nutzer-Gemeinschaft auf Facebook, leider bedeutet dies aber im Umkehrschluss noch lange nicht, dass jeder Nutzer mit den Gepflogenheiten und der Orientierung darin bestens vertraut ist. Manchmal kann man verzweifeln, da ich ja auch nur so gut sein kann, wie die Informationen über das aktuelle Geschehen vor Ort, die mir andere lokale Aktivisten selbst zur Verfügung stellen. Sollte sich demnach eine Nachricht als nicht stichhaltig erweisen oder nicht durch andere Quellen evaluieren lassen, kann eine Falschmeldung natürlich auch fatale Folgen haben. Sprich – als Gruppen-Moderator übernimmt man automatisch Verantwortung für die Sache.

Somit war es, schon allein auf Grund der heterogenen Unterstützer-Struktur von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen, aber auch der Tatsache, dass die IT-Versorgung auf Bangka eher rückständig zu bezeichnen ist, keine leichte Aufgabe, eine praktikable interne Kommunikationsstruktur zu etablieren. Denn die Geschwindigkeit der Informationsweitergabe und Veröffentlichung ist davon abhängig, wie transparent die Systeme für die Beteiligten sind und wie deren Zugang gewährleistet werden kann.

Einige Informationen und Aktivitäten müssen einfach zeitnah erfolgen können und sind gegenüber herkömmlichen Medien ein Vorteil, der mitunter auch erfolgreichen Einfluss nehmen kann – zumindest ist mir nicht entgangen, dass sich zuweilen auch die lokale Presse unserer Bilder und Informationen auf dem Kampagnen-Profil bedient.

Nicht jeder der Kampagnen-Mitstreiter hat ein Smartphone und nicht jeder in Nord-Sulawesi hat Zugang zu einer akzeptablen Bandbreite für die Internet-Nutzung, schon gar nicht rund um die Uhr. Daher habe ich neben dem öffentlichen Kampagnen-Profil auf Facebook weitere nicht-öffentliche nationale und internationale Facebook-Gruppen zur internen Kampagnen-Kommunikation eingerichtet. Darüber hinaus gibt es fast deckungsgleiche WhatsApp-Gruppen, da, bis auf wenige Ausnahmen, alle Beteiligten darauf regelmäßig zugreifen können. E-Mail wird eigentlich nur für den Austausch größerer Dokumente eingesetzt. Google Docs war für die meisten beteiligten Aktivisten zu umständlich.

Ein für mich ungeklärter Punkt ist und bleibt bisher, wie man eine stärkere Verbindlichkeit auch im Hinblick auf die AufgabenverteilungKommunikation und Verantwortung einer solchen sozialen freiwilligen Intervention gewährleisten kann. Das würde zwar die Festschreibung einer Struktur bedeuten, hätte aber den Vorteil, dass man nicht ins Leere spricht und agiert, wenn es mal schnell zur Sache gehen muss. Letztlich nähert man sich dabei einer Verbands- oder auch Firmenstruktur, könnte aber für jede Schaltstelle einer solchen Funktionsgruppe auch Vertreter benennen.

Darüber hinaus ist es natürlich für mich mit meinen bescheidenen indonesischen Sprachkenntnissen auch nicht einfach, in das Kommunikationsgeschehen vor Ort aktiv eingreifen zu können. Somit war ich, nicht nur technisch wegen des mangelhaften Internet-Empfang, sondern auch sprachlich immer auf den guten Willen der anderen Aktivisten angewiesen, mich von den Vorkommnissen vor Ort wenigstens in kurzen englischen Infos zu unterrichten. Mit den eigentlichen Inseleinwohnern hatte ich somit nur während meines Besuchs vor Ort und deren gelegentlichen Anhörungen in Jakarta Kontakt, was ich eindeutig als nicht optimal einstufen würde.

Facebook, nur eine von vielen Kanälen für die #SaveBangkaKampagne

Die Facebook-Gruppe: Nur eine von vielen Kanälen für die #SaveBangkaIsland Kampagne

Außerhalb von Bangka, was siehst du für Probleme auf Sulawesi?


Oh – das ist bestimmt nicht leicht zu beantworten, denn an Problemen gibt es in einem Schwellenland wie Indonesien immer reichlich Überschuss.

Da ich mich jedoch mit meinem freiwilligen Engagement, das ja mittlerweile doch ein ziemlich arbeitsaufwändiges Unterfangen geworden ist, mehr oder weniger ausschließlich dem Schutz von Bangka verschrieben habe, ist mir wirklich wenig Zeit geblieben, um einen aktiven Blick für andere Probleme zu haben.

Ich weiss, dass es in Sulawesi unendlich viele illegale Minenprojekte gibt und man mich diesbezüglich auch schon um Unterstützung gebeten hat. Ich musste allerdings leider ablehnen, da auch ich nicht nur von Luft und Engagement leben kann.

Sicher kann man dieses Aufgabengebiet auch zu einem finanzierten Arbeitsfeld ausbauen bzw. andere darin unterrichten und schulen. Allerdings bin ich mittlerweile auch nach Indonesien übergesiedelt und als Gast im fremden Land muss man manchmal etwas vorsichtig mit Ratschlägen sein.

Was wünscht du dir für die Zukunft von Sulawesi?


Ich wünsche mir mehr Transparenz und Vertrauen in die Möglichkeiten des Internet zur Solidarisierung, um solchen skrupellosen Machenschaften einiger weniger entschieden entgegen treten zu können.

Die Internet-Anbindung in ländlichen Regionen und gerade auch auf den Inseln um Bangka herum ist momentan noch äußerst schlecht. Die dadurch zusätzlich zur politischen bestehende mediale Intransparenz verkompliziert alles und das Vertrauen bzw. auch Selbstvertrauen der Bevölkerung ist, nach rund 350 Jahren holländischer Kolonisierung und knapp 30-jähriger Diktatur noch nicht sehr stark ausgeprägt. Mangelnde Bildung kommt erschwerend hinzu.

So ist es für diejenigen, die über Geld und Macht und reichlich Vetternwirtschaft verfügen, relativ einfach, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen und bewusst ein undurchsichtiges Katz-und-Maus-Spiel zu befeuern.

Dies zu überwinden erfordert jedoch mehr Eigeninitiative und mündige Bürger, die wissen, wie man die Werkzeuge und Methoden im Internet sinnvoll und effektiv zum Zwecke des Allgemeinwohls einsetzen kann.

Ein Beispiel dafür sind die verschiedene Online-Petitionen, die alle das Thema Bangka eint. Der Erfolg hängt aber nicht nur von mündigen Bürgern ab, sondern auch von der Reichweite, die ein Initiator einer solchen Petition erzielt.

Häufig herrscht eine völlig falsche, zuweilen gar keine Vorstellung darüber vor, wie man möglichst viel Stimmen erzielen kann und zeigt sich enttäuscht, wenn sich kein Erfolg einstellt. Dass man hierfür eine Verbreitungsstrategie mit Online-Marketing einsetzen muss, ist vielen Facebook- und Twitter-Nutzern gar nicht bewusst.

Es zeigte sich deutlich, dass man in Indonesien, trotz ca. 80 Millionen Internet-Nutzern im Gegensatz zu anderen Teilen der westlichen Welt mit weitaus geringerer Nutzeranzahl, noch nicht ganz mit dem Thema Online-Petition vertraut und die Beteiligung daran eher gering zu benennen ist.

Während es Monate gedauert hat, bis unsere erste change.org Online-Petition 20.000 Unterschriften verzeichnen konnte, ist es in Deutschland nicht ungewöhnlich, im Laufe eines Wochenendes 50.000 Stimmen für einen guten Zweck zu erzielen – eine hohe Vernetzungsdichte allein ist somit noch kein Garant für den Erfolg einer solchen Maßnahme!

Auch diesbezüglich musste ich die Mitglieder unserer #SaveBangkaIsland Facebook-Gruppe immer wieder anhalten, sich aktiv an der Bewerbung unserer Petitionen zu beteiligen. Da ich über kein Marketing-Budget verfügen konnte, musste ich also auch sehr viel Zeit damit verbringen, unsere Postings in anderen Themen verwandten Tauch- und Umweltgruppen (deutsch/englisch/indonesisch) auf Facebook zu verbreiten. Und dies nicht nur einmalig, sondern wenn möglich mit einer gewissen Regelmäßigkeit – denn dabei sein alleine reicht nicht!

Es bedarf also eindeutig mehr Ausbildung, um Ansätze für eine digitale aufgeklärte Gesellschaft zu legen — dies dürfte noch ein langer Weg sein. Ich setze dabei große Hoffnung auf den neuen politischen Kurs der „Mentalen Revolution“ durch den jüngst ernannten Staatspräsidenten Joko Widodo (genannt Jokowi), der sich bisher durch seine absolute Bürgernähe als Bürgermeister von Jakarta ausgezeichnet hat und der erste Präsident Indonesiens ist, der nicht aus der alten politischen Elite mit ihren Militärkadern und Seilschaften stammt.

Ich hoffe, dass diesbezüglich nicht nur in Sulawesi, sondern in Gesamt-Indonesien demokratische Grundwerte mehr an Bodenhaftung und Bedeutung gewinnen.

Wie können meine Leser helfen? 

Deine Leser können uns auf unseren sozialem Medienkanälen folgen (siehe Kasten unten), darüber auch Bekannte und Freunde unterrichten und für unsere neue Crowdfunding-Kampagne spenden.

Mit dem Erlös wird ein Gerichtsverfahren finanziert, um die Verantwortlichen für die kürzlich ausgestellte Minengenehmigung durch den vormaligen Minister für Energie und Bodenschätze zur Rechnung zu ziehen und den sofortigen Stop sämtlicher Minen-Aktivitäten sowie Abzug der chinesischen Minengesellschaft zu fordern. Macht bitte alle mit – jeder noch so kleine Betrag ist hilfreich!

Unser mentaler Kampf ist noch nicht gewonnen – trotzdem möchte ich im Namen der Save Bangka Island Initiative ein Dank an alle nicht genannten und anonymen Unterstützer sowie bisherigen Spender unserer Crowdfunding-Kampagne aussprechen, ohne die wir nicht die Aufmerksamkeit hätten erreichen können, die von Nöten ist, um hoffentlich bald ein verantwortungsvolles Umdenken und politisches Handeln Realität werden zu lassen.

Spielende Kinder im Fischerdorf Kinabuhutan, einer kleinen vorgelagerten Inselkommune von Bangka – Foto: Eku Wand

Spielende Kinder im Fischerdorf Kinabuhutan, einer kleinen vorgelagerten Inselkommune von Bangka – Foto: Eku Wand

Hintergrundinfos der Kampagne

Bisherigen Online-Petitionen im Überblick:

  • 2011, Oct – thepetitionsite.com | 3.769 Unterschriften | 6 Monate (in Indonesien gestartet)
  • 2012, Mar – rainforest-rescue.org | 32.695 Unterschriften | 2 Monate (in Deutschland gestartet)
  • 2012, Dec – avaaz.org | 672 Unterschriften | 3 Tage (Deutschland)
  • 2013, Oct – change.org | 22.012 Unterschriften | 12 Monate (Indonesien)
  • 2013, Oct – change.org | 24 Unterschriften (Indonesien)
  • 2014, Sept – change.org | 2.619 Unterschriften | 3 Monate (Indonesien)
  • 2014, Oct – change.org | 259 Unterschriften | 2 Monate (Indonesien)

#SaveBangkaIsland

Mittlerweile wird die Umwelt-Kampagne unterstützt von: Kaka SLANK, Greenpeace Indonesien, Change.org Indonesien, WALHI Friends of the Earth Indonesia, AMMALTA Aliansi Masyarakat Menolak Limbah Tambang, LMND Liga Mahasiswa Nasional untuk Demokrasi Sulut, Tunas Hijau sowie von der NSWA North Sulawesi Watersport Association, JATAM, The World Federation for Coral Reef Conservation (WFCRC), Earth Advocates und weiteren mehr.

Lass uns gemeinsam kämpfen für Bangka und die Zukunft seiner Kinder – Die Crowdfunding Kampagne ist ein erster Schritt – Foto: Eku Wand

Lass uns gemeinsam kämpfen für Bangka und die Zukunft seiner Kinder – Die Crowdfunding Kampagne ist ein erster Schritt – Foto: Eku Wand

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Eku Wand 23. Februar 2017 - 9:01

Update:

Blog: How one guy + passionate locals + the Internet saved Bangka Island
http://www.diveplanit.com/marine-environment/how-did-the-internet-save-bangka-island/

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