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Wie erleben Reiseblogger die Corona Krise?

von Melissa Schumacher

Auch uns Reiseblogger*innen trifft die Corona Krise ziemlich hart. Über Nacht verschwanden für viele von uns Leserzahlen und Umsätze, die über viele Jahre mit viel Fleiß aufgebaut wurden. Und ohne feste Bleibe ist das mit der Quarantäne gar nicht mal so easy.

In diesem Beitrag berichten 10 Reiseblogger*innen, wie sie die Krise erleben, wie sie derzeit über die Runden kommen und was sie von der aktuellen Zeit gelernt haben.

Und jetzt zu dir: Inwieweit hat dich die Coronakrise getroffen? Wie erlebst du die derzeitige Krise? Teile deine Gedanken gerne als Kommentar unter diesen Beitrag.

Über das Vater werden in Zeiten von Corona und nächtliche Ausgangssperren in Thailand – Marcel von Home is where your Bag is

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Marcel von Home is where your Bag is in Nathon in Thailand

Tobi und ich waren bereits beide in Thailand, als es mit der ganzen Corona-Geschichte losging. Anfangs haben wir auf Koh Phangan, unserer Homebase-Insel, nicht viel davon gemerkt und im Januar und Februar lief der Tourismus noch auf Hochtouren.

Ich selbst hingegen habe das Thema von Anfang an sehr ernst genommen, da meine Frau zu dieser Zeit hochschwanger war und ich wusste, dass viele Touristen aus China in Thailand eingereist waren.

Dementsprechend haben wir schon sehr früh große Menschenmengen gemieden und sind nur raus gegangen, wenn es wirklich nötig war.

Je ernster die Lage wurde, desto weniger hat mich der Coronavirus jedoch interessiert. Denn zu dieser Zeit (Mitte März) kam mein Sohn auf Koh Samui zur Welt, wo ich auch den halben Monat zusammen mit meiner Frau verbracht habe. Wir haben in Nathon in der Nähe des Krankenhauses gewohnt und dort auf die Geburt gewartet. Während dieser Zeit gab es noch Touristen auf der Insel und sogar Kreuzfahrtschiffe haben in Nathon angelegt.

Wenige Tage nach der Geburt unseres Babys ging es zurück nach Koh Phangan und ab dann wurde es richtig ernst. Ab April wurde in ganz Thailand ein „State of Emergency“ ausgerufen, der heute noch aktiv ist, und es gibt sogar nachts Ausgangssperren.

An das Tragen der Masken haben wir uns schon längst gewöhnt, aber anfangs haben sich leider noch nicht alle Touristen daran gehalten (mittlerweile sieht man fast alle, sowohl Thais als auch Ausländer, ausnahmslos Masken tragen – es herrscht Maskenpflicht).

Tobi ist mit seiner Freundin in ein neues Haus gezogen (anstatt wie geplant im April nach Deutschland zu reisen) und meine Frau und ich haben eine aufregende, spannende Zeit mit unserem Neugeborenen verbracht. So haben wir im gesamten Quarantäne-Monat die Ruhe mehr oder weniger genossen.

Koh Phangan hatte in der gesamten Zeit nur einen Corona-Fall und die ausländische Patientin ist nach einer Woche kerngesund wieder entlassen worden. Bis heute gab es keine neuen Fälle und auch Koh Samui ist aktuell wieder Corona-frei.

Während des Lockdowns haben wir ganz normal an unserem Reiseblog Home is where your Bag is gearbeitet. Wir haben nicht aufgehört, jeden Sonntag einen neuen Artikel zu posten und auch ältere Artikel haben wir aktualisiert.

Natürlich sind unsere Zugriffszahlen extrem eingebrochen (wie bei jedem anderen Reiseblog) und auch von unseren Büchern haben wir seitdem keine mehr über den Blog verkauft. Aber wir sind der Meinung, dass es schließlich eine Zeit nach Corona geben wird und haben ganz normal weitergemacht (bei mir natürlich nur soweit es unser Baby zugelassen hat).

Diese Zeit könnte früher kommen als wir alle denken, zumindest in Bezug auf Reisen nach Thailand. Auch unser zweiter Blog, Try Thai, läuft weiterhin und wir haben Thai Food Rezepte veröffentlicht sowie Artikel zum Essen in Thailand geschrieben. Gerade in der Zeit, wo jeder zu Hause war/ist (und vielleicht sogar das Thai Food von seiner letzten Reise vermisst), hat sich so ein Foodblog für die Leser als eine schöne Möglichkeit erwiesen, etwas Neues auszuprobieren.

Wir möchten an dieser Stelle gerne noch einen kleinen Eindruck geben und darauf hinweisen, wie sehr die Menschen in Thailand (und sicherlich in einigen anderen Ländern Südostasiens) auf den Tourismus angewiesen sind. Viele Menschen haben ihre Jobs und Businesses verloren und bei einigen geht es sogar so weit, dass sie hungern müssen.

Von den Thailändern, die wir persönlich kennen, sind bestimmt 9 von 10 Job-mäßig von der Corona-Krise betroffen. Viele Thais hoffen noch auf den 5000 Baht Zuschuss vom Staat, doch diesen bekommt nicht jeder. Und verglichen dazu, was ein Thai oder auch burmesischer Gastarbeiter normalerweise im Tourismus verdient (mindestens das doppelte bis dreifache), sind die 5000 Baht längst nicht genug.

Egal ob Bangkok, Chiang Mai, Phuket oder Koh Samui: die Menschen stehen in Schlangen von Hunderten, um sich täglich das kostenlose Essen zu holen, das glücklicherweise gespendet und verteilt wird. Auch auf Koh Phangan ist die Community sehr stark und alle hoffen, dass schnell wieder Normalität einkehrt und die Touristen wiederkommen.

Über Hausarrest in Malaysia und die beste Vorbereitung auf die Corona Zeit – Sebastian von Wirelesslife

Wirelesslife-Corona-Reiseblogger

Sebastian von Wirelesslife hat sich mit seinem 12 Selbstversuchen quasi perfekt auf Corona vorbereitet

Als mich zum Jahreswechsel die ersten News um Corona erreichten, saß ich mit guten Freunden in einer Poolvilla auf Langkawi in Malaysia, wo wir gemeinsam ins neue Jahr gefeiert haben. Seit Jahren kommen Ende Januar viele Chinesen auf die Insel, um ihr Chinese New Year zu feiern. So auch dieses Jahr. Die Auswirkungen waren kaum spürbar.

Erst als ich Ende Februar zum Heimatbesuch nach Berlin kam, wurde mir bewusst, wie ernst die Lage ist. Es gab kein anderes Gesprächsthema als Corona. In der ersten Februarhälfte hatte ich zwei Wochen in einem sozialen Projekt in Uganda verbracht, wo ich viele Menschen mit echten Herausforderungen und dennoch großer Lebensfreude kennenlernen durfte. Die anhaltenden Diskussionen um eine „Grippe“ waren für mich deshalb lange Zeit absolut unverhältnismäßig.

Schnell machte ich mich wieder auf den Weg nach Langkawi, bevor viele Grenzen geschlossen wurden. Zwei Monate später sitze ich immer noch hier, mit Hausarrest und strengen Polizeikontrollen, aber innerlich angekommen und zufrieden.

Wie viele Menschen habe auch ich mich an die Situation gewöhnt. Sie ist erschreckenderweise zur neuen Normalität geworden. Es haben sich neue Routinen etabliert, z.B. viel lesen, jonglieren und virtuelle Kaffeedates.

Meine persönlichen Einschränkungen sehe ich dabei in Relationen zu den Milliarden von Menschen, die diese auch ohne Corona seit ihrer Geburt erleben.

Wenn ich hier durch die Straßen laufe, sehe ich Restaurantbesitzer oder Tourguides, die von einen Tag auf den anderen ihre komplette Existenz verloren haben und sich nun jeden Morgen aufs neue fragen, wie sie heute ihre Familie ernähren sollen. Diese Relation zu meinen eigenen Umsatzeinbußen zu sehen, erfüllt mich viel mehr mit Dankbarkeit als mit Selbstmitleid.

Als Mitgründer des Citizen Circle, einer Community für Freidenker und Andersmacher, haben sowohl die Reisebeschränkungen als auch das Veranstaltungsverbot natürlich Auswirkungen. Wir mussten alle Events absagen, wodurch wir aber auch gezwungen waren, uns Alternativen zu überlegen. Seitdem gibt es ein gut laufendes virtuelles Coworking, vermehrten Austausch online und wir haben unseren ersten Online-Summit in einer virtuellen Konferenzumgebung veranstaltet.

Auch für mein neu veröffentlichtes Buch „12 Neue Leben“ hatte ich Lesereisen, Vor-Ort-Interviews mit Journalisten und Vorträge geplant. Aber auch hier haben Online-Lesungen (z.B. mit Melissa auf Instagram) und Verlosungen Abhilfe geschaffen.

In meinem Buch geht es um 12 Selbstversuche, die ich in 2018 durchgeführt habe. Unter anderem war ich einen Monat lang in sozialer Isolation in einer schwedischen Blockhütte. Diese und all die anderen neuen Erfahrungen aus 2018 haben mich gut vorbereitet auf die Corona-Zeit, denn plötzlich erscheint mir die derzeitige Quarantäne wie ein Spaziergang im Vergleich zur kompletten Isolation in Schweden.

Generell glaube ich, dass uns in den kommenden Jahren viele Veränderungen (oder Krisen) bevorstehen. Mich auf diese veränderten Umstände einstellen zu können und weniger an meinem Lebensstandard zu haften, wird als Skill deshalb immer wichtiger.

Viel zu viele von uns halten an einer vermeintlichen Sicherheit fest (Kontostand, Job, Besitz usw.), die in unsicheren Zeit an Wert verlieren.

Unsicherheit umarmen und nach innerer Sicherheit suchen, sollte deshalb das Motto lauten.

Wenn ich einer vermeintlichen Krise mit Angst begegne, dann passieren zwei Dinge: Erstens, ich treffe panische, kurzfristige Entscheidungen, die ich langfristig oft bereue.

Und zweitens, ich lenke meinen kompletten Fokus auf Probleme, wodurch diese immer größer werden.

Eine bessere Alternative ist es, Nachrichten abzustellen und mich auf all die Dinge zu fokussieren, die ich in meinem Leben selbst kontrollieren kann.

Über eine abgesagte Hochzeit in Koh Phangan und neue Themenschwerpunkte – Marco und Sara von Love & Compass

Indojunkie Koh Phangan

Marco und Sara in Koh Phangan, wo sie eigentlich ihre Hochzeit feiern wollten.

Alles war vorbereitet und monatelang geplant: das große Hochzeitsdinner, die eigentliche Trauung am Strand, bunte Blumenmeere, eine Reggae-Band, die für entspannte Vibes sorgen sollte und vieles mehr.

Wie ihr euch nun vielleicht schon denken könnt: Ja, wir wollten heiraten. Um genau zu sein am 28. März auf Koh Phangan in Thailand. Zusammen mit 40 Herzensmenschen, die für unseren großen Tag ans andere Ende der Welt gereist und mit uns gefeiert hätten.

Und dann? Dann kam Corona. Mit einer Intensität, die wir nie für möglich gehalten hätten. Während wir Anfang Februar die Meldungen aus China noch müde belächelten, saßen wir einen Monat später bereits auf Koh Phangan und konnten nicht glauben, was gerade passiert.

Immer mehr Grenzen wurden dicht gemacht, Airlines stellten ihren Flugbetrieb ein, Menschen fingen an Desinfektionsmittel zu klauen und wir wussten nicht, ob unsere Hochzeit überhaupt stattfinden kann. Zwei Wochen lang fuhren wir mit der krassesten Gefühlsachterbahn und unsere Stimmung wechselte, durch die verschiedenen News aus Thailand und Deutschland, mehrmals täglich.

Am Ende blieb uns aber nichts anderes übrig, als die Reißleine zu ziehen und die Hochzeit unter vielen Tränen abzusagen. Fast zwei Monate später wissen wir nun: Es war die beste und vor allem einzig richtige Entscheidung!

Nach Absage der Hochzeit verharrten wir noch ein paar Tage auf Koh Phangan, um die Anspannung etwas loszulassen, ehe wir mit sechs anderen Freunden, die bereits angereist waren, den Heimweg zurück nach Deutschland antraten. Kurzfristig wurden Boottickets, und Flüge gebucht, um am 28. März nicht unsere Hochzeit, sondern #projecthomecoming zu starten.

Long story short: Zwei Tage später landeten wir ziemlich fertig aber auch irgendwie glücklich am Flughafen in München.

Wir spürten einfach, dass wir die für uns richtige Entscheidung getroffen haben! In Thailand fehlten klare Ansagen der Regierung, niemand wusste was am nächsten Tag passiert und wir hatten keine Lust monatelang auf Koh Phangan festzuhängen. Außerdem wollten wir als Touristen den Einheimischen keine Ressourcen wegnehmen, sollte die Nahrungsmittelversorgung auf der Insel knapp werden.

Auch wenn wir nun schon einige Wochen wieder zurück in Deutschland sind und sich die Lage so langsam wieder etwas entspannt, hängen wir oft mit unseren Gedanken in Thailand. Wir haben dort viele Bekannte, sowohl Einheimische als auch Auswanderer, die vom Tourismus leben und um ihre Existenz bangen. Wann man wieder in die weite Ferne reisen kann, weiß aktuell leider niemand. Bis dahin wird es allerdings für alle die im Tourismus arbeiten ein harter Kampf. Auch für uns.

Die Leserzahlen auf unserem Reiseblog für Paare Love & Compass sind um ca. 70 Prozent eingebrochen, unsere Produkte, wie zum Beispiel unser Andalusien Reiseführer, werden kaum noch gekauft und Reisen bucht aktuell sowieso niemand mehr.

Doch das soll alles kein Jammern sein! Ganz im Gegenteil. Wir haben in unserem Leben schon einige Hindernisse überwunden und große Probleme gelöst – das wird auch dieses Mal so sein. Außerdem birgt eine Krise immer eine neue Chance.

Wir haben zum Beispiel erkannt, dass wir das Thema Beziehung & Partnerschaft wieder mehr auf unserem Blog und auch auf unseren Social Media Kanälen wie Instagram einbinden möchten. Es war ganz am Anfang bereits Teil von Love & Compass und soll es nun wieder werden. Es fühlt sich einfach gut und vollkommen richtig an! Als wäre es ein Wink mit dem Zaunpfahl, der uns gleichzeitig sagen möchte: „Leute, nutzt die Chance! Ihr beschäftigt euch schon so lange mit dem Thema und könnt dadurch ganz viel Liebe in die Welt tragen. Etwas, dass sie gerade dringend braucht!“

Was wir am Ende damit sagen möchten: Ja, es ist scheiße, dass wir im Moment alle nicht reisen können. Und ja, es ist noch viel beschissener, dass viele gerade wenig oder gar kein Einkommen verdienen (auch wir). Umso wichtiger ist es, zwischen all dem das Positive zu finden und am Ende gestärkt aus der Sache hervorzugehen. Was anderes bleibt ja auch nicht übrig, oder? Also ihr Lieben, packen wir es gemeinsam an!

Über vier weggebrochene Standbeine und eine Überraschung – Bolle & Marco von „Komm wir machen das einfach“

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Bolle und Marco von Komm wir machen das einfach

Wir waren gerade dabei, uns für die diesjährige ITB (Internationale Tourismus Messe in Berlin) vorzubereiten, als das Thema „Corona“ immer mehr Bedeutung in deutschen Medien bekam. Anfangs schien das Virus noch so weit weg zu sein und auch wir machten uns nicht wirklich viele Sorgen darum. Dann wurde die ITB jedoch offiziell abgesagt und erst zu diesem Zeitpunkt realisierten wir, dass die ganze Sache doch etwas ernster schien, als ursprünglich angenommen.

Unsere Reise nach Südafrika (Ende März) stand unter keinem guten Stern und es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die einzelnen Länder dicht machten. Irgendwie ging dann alles ganz schön schnell und ehe wir uns versahen, saßen wir nämlich nicht in Südafrika, Portugal, am Gardasee oder in Abu Dhabi sondern Zuhause in Rostock in unserer Wohnung mit Kontakt- und Reiseverbot. Was für eine verrückte Zeit! Anfangs spürten wir beruflich noch keine drastischen Auswirkungen der Krise, das Geld und die Zahlen stimmten. Wir fühlten uns mit all unseren verschiedenen Standbeinen gut aufgestellt, doch es kam natürlich alles anders….

Auswirkung 1: Unser cooles und geliebtes Container-Hostel an der Ostsee, für welches wir online arbeiten, musste schließen und für uns hieß es also, dass es vorübergehend keine Aufgaben mehr gab und wir so erst einmal diese Arbeit auf Eis legen mussten. Standbein Nr. 1 war also erst einmal Geschichte…..

Auswirkung 2: Zudem arbeite ich (Bolle) freiberuflich seit vielen Jahren in der Online-Redaktion einer großen Reiseplattform. Die Seite kam jedoch fast zum Erliegen, die Einnahmen näherten sich dem Nullpunkt und so musste mein Chef alle Angestellten in Kurzzeit schicken und die Freiberufler vorerst „entlassen“. Yeah, Standbein Nr. 2 war also auch weg….

Auswirkung 3: Unsere Haupteinnahmequelle ist unser Reiseblog und wir sind mega stolz darauf, seit 3 Jahren unser Leben damit finanzieren zu können. Die Zahlen gingen allerdings heftig zurück und von rund 200.000 Seitenaufrufen im Monat blieben am Ende nur noch rund 30.000 übrig. Das war natürlich ein herber Schlag in die Fresse, denn auch die Einnahmen sanken um fast 90%. Niemand dachte im März oder April noch ans Reisen, vieles wurde storniert. Standbein Nr. 3: Ciao!

Auswirkung 4: Wichtige und große Aufträge wurden abgesagt, Pressereisen verschoben und sämtliche Marketingaktivitäten der Firmen runtergeschraubt. Es kommen hier und da noch einige kleinere Aufträge rein, doch es sind deutlich weniger wie noch vor der Krise. Niemand braucht momentan noch Texte, Fotos, Videos oder Reisetipps aus verschiedenen Ländern. Wir hoffen allerdings, dass wir all das nachholen und mit den Firmen bald wieder starten können. Standbein Nr. 4 kam also auch fast zum Erliegen.

Auswirkung 5: Yeah, endlich mal etwas Positives! Glücklicherweise läuft unser Weltverliebt-Shop ziemlich gut, denn die Menschen haben ja momentan auch wieder etwas mehr Zeit durchs Netz zu surfen und zu stöbern. Das freut uns natürlich mega und momentan arbeiten wir auch zu 70% für diesen Shop. Die Einnahmen liegen deutlich über denen der letzten Monate. Standbein Nr. 5 = Läuft also!

Insgesamt gingen uns jedoch mehr als 15.000 Euro flöten. Da tut schon ganz schön weh. Das Gute ist aber, dass unsere Fixkosten generell sehr niedrig sind und wir nie wirklich Geld für etwas anderes ausgeben. Auch haben wir die letzen Jahre Rücklagen bilden können, welche uns nun halbwegs gut durch die Krise bringen.

Das alles haben wir in der Krise zu schätzen gelernt. Uns geht es trotz der Krise vergleichsweise gut! Unzählige Menschen sind nun in Kurzarbeit, arbeitslos oder leiden gesundheitlich unter der Krise. Auch die Menschen im Ausland tun uns total leid. Zum Beispiel die Menschen in den Townships Südafrikas, die in den kleinen Wellblechhütten buchstäblich aufeinander sitzen und sich keine Gesundheitsleistungen leisten können oder die viele Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus finanzieren und nun nicht einfach auf Staatshilfe hoffen können. Da blutet uns das Herz.

Wir nutzen die „freie“ Zeit für all die Dinge, denen wir sonst nie Priorität geben. Wir haben unzählige Videos geschnitten, neue Blogbeiträge online gestellt, am Südafrika-Buch weitergeschrieben und sind gerade dabei, eine weiteres Standbein an den Start zu bringen. Wir optimieren weiterhin unseren Blog, den Weltverliebt-Shop und setzen neue Ideen um. Es gibt Tage, an denen machen wir mal mehr und es gibt Tage, an denen machen wir auch mal gar nichts.

Was uns am meisten fehlt sind aber unsere Reisen. Das gibt uns einfach so viel Energie! Wir lieben es und können es gar nicht abwarten, endlich wieder loszuziehen. Unser Fernweh stillen wir momentan mit kleineren Ausflügen in die Umgebung. Wir leben in Rostock am Meer und um uns herum gibt es so viele wunderschöne Ecken. Dennoch vermissen wir unser geliebtes Portugal, Südafrika und die vielen verrückten Abenteuer, die wir normalerweise so machen. Auch vermissen wir natürlich unsere Freunde und das Zusammensein mit anderen (live und in Farbe). So ganz ohne soziale Kontakte fehlt einfach was.

Das Jahr 2020 haben wir in Sachen Reisen und Tourismus zum Großteil abgehakt und fokussieren uns auf unsere Projekte und das kommende Jahr. Die ersten Bundesländer lockern gerade die Bestimmungen und so werden zum Beispiel hier in MV ab Juni wieder Urlauber ins Bundesland gelassen. Das ist ja schonmal ein Anfang und der erste Schritt in Richtung Normalität. Wir drücken fest die Daumen, dass alle gut und gesund durch diese schwierige Zeit kommen….

Über Einnahmeverluste im mittleren fünfstelligen Bereich und Krisenmanagement neben Kinderbetreuung – Stefan von Faszination Südostasien

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Stefan von Faszination Südostasien

Es ist nicht so, dass ich es nicht habe kommen sehen. Nur habe ich das Ausmaß und die Konsequenzen lange nicht richtig einschätzen können.

Bereits in den ersten Wochen des Jahres beobachtete ich die Entwicklung rund um Corona mit Interesse.

In Deutschland war es zu dieser Zeit nur Randthema, aber eine Freundin arbeitet in einer Spedition, die Container von China nach Europa verschifft. Was ich von ihr zu hören bekam, klang deutlich dramatischer als das, was bei uns in den Medien zu vernehmen war.

So fügte ich bereits Anfang Februar die Seite mit den Corona-Zahlen der Johns Hopkins University zu meinen Favoriten hinzu und sah mir täglich die aktuellen Zahlen an, noch lange bevor es den ersten bestätigten Fall in Deutschland gab. Mir war klar, dass da was auf uns zu kommt. Aber ich ahnte nicht ansatzweise, um was für ein weltveränderndes Ereignis es sich handelte.

Anfang März war ich in Berlin, um die Tourismusmesse (ITB) zu besuchen. Diese wurde jedoch kurz vor dem Start abgesagt. Damals dachten viele, dass es das größte Problem der Reisebranche sei, dass die Messe dieses Jahr nicht stattgefunden hat. Doch wenige Wochen später lag die Reiseindustrie in Trümmern und die ausgefallene ITB war nur noch ein Mosaiksteinchen des Desasters.

Für meine Seite Faszination Südostasien ist Corona natürlich eine Katastrophe. Die Besucherzahlen sind um etwa 70 bis 80 Prozent eingebrochen. Die Einnahmen um fast um 100 %.

Nicht nur die Affiliate-Umsätze durch Flug- oder Hotelbuchungen sind im Keller. Auch bereits vermittelte Thailand-Rundreisen werden wieder storniert, wodurch auch (eigentlich) bereits verdientes Geld wegfällt.

Im März arbeitete ich mit Florian vom Flocblog noch an der Neuauflage unseres Bangkok-Reiseführers. Eigentlich sollte das Buch im Juli veröffentlicht werden, aktuell sind die Arbeiten jedoch eingestellt, da momentan sowieso kaum jemand Reiseführer für Südostasien kauft und wir zudem mal schauen müssen, welche unserer Bangkok-Tipps nach der Krise überhaupt noch existieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Reiseblogs, die sich nicht auf eine Fernreiseregion wie Südostasien spezialisiert haben, gibt es mir de facto keine Hoffnung, dass es zumindest ab Sommer wieder aufwärtsgeht.

Realistisch gesehen wird im gesamten Jahr 2020 mit Fernreisen nicht viel zu machen sein. Und auch 2021 wird mit Sicherheit deutlich hinter den Zahlen von 2019 zurückbleiben.

Nach einer groben Schätzung bedeutet Corona für mich Einnahmeverluste im mittleren fünfstelligen Bereich, sollte nicht bald ein Wundermittel um die Ecke kommen. Das ist natürlich frustrierend.

Und auch privat war es schon einfacher. Eigentlich wollte ich Mitte März nach Kuba, um mal etwas anderes als Südostasien zu sehen. Die Rucksäcke waren bereits gepackt, doch dann wurde es nichts mit der Reise.

Zudem hat seit fast zwei Monaten die Kita meines Kindes geschlossen, so dass mein berufliches Krisenmanagement irgendwo neben der Kinderbetreuung stattfinden muss.

Immerhin: Seit Corona in Deutschland ist, scheint gefühlt ständig die Sonne. Und außerplanmäßig so viel Zeit mit dem eigenen Kind zu haben, ist etwas, was ich sehr genieße.

Wie geht es nun weiter? Ich habe eine Sonderseite zu Corona in Südostasien in meinen Blog integriert, weil mich so viele Anfrage zur Situation vor Ort erreichen.

Wann es endlich wieder möglich ist, dorthin zu reisen, werde ich gefragt. Mangels Kristallkugel kann ich auch nur Prognosen abgeben.

Die Krise hat in ihrem bisherigen Verlauf bereits verschiedene Phasen gehabt. Anfangs zögerten immer mehr Menschen aus Europa, nach Südostasien zu reisen, aus Angst, sich dort mit dem Virus anzustecken.

Doch dann wendete sich das Blatt. Corona breitete sich in Europa aus und mehr und mehr Einreiseverbote wurden gegen Europäer verhängt, weil die Ländern in Asien nun Angst haben, dass Touristen das Virus ins Land bringen.

Stand heute ist es nicht mehr möglich, in ein südostasiatisches Land einzureisen. Alle Grenzen sind geschlossen.

Ich hoffe sehr, dass der Tourismus vor Ort bald wieder beginnen kann. Alleine wegen der vielen Menschen, die dort auf die Einnahmen angewiesen sind.

Anfangs wird es nur Inlandstourismus geben. Danach werden die Grenzen wohl erstmal nur für Menschen aus asiatischen (Nachbar-)Ländern geöffnet. Wann wir wieder hindürfen, hängt mit Sicherheit davon ab, wie sich die Infektionszahlen bei uns entwickeln.

Für viele von uns, mich eingeschlossen, war Reisen in den letzten Jahren schon fast zur Routine geworden. Wenn wir endlich wieder dürfen, werde ich es garantiert wieder bewusster tun und jeden Moment genießen.

Über Machtlosigkeit und Zeit für neue Projekte – Melissa von Indojunkie

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Anstelle von Bali zieht Melissa derzeit mit dem Minicamper durch Deutschland auf der Suche nach einer längeren Bleibe

Die ersten Nachrichten zu Corona aus China hörte ich in Marokko. Den Januar und Februar verbrachten wir nun schon zum vierten Jahr in Folge im Sundesk Coliving in Taghazout in Marokko. Wir saßen gemütlich beim Frühstück und diskutierten die Geschehnisse in Wuhan. Durch die marokkanische Gelassenheit geriet das Thema jedoch schnell wieder in Vergessenheit bis wir Anfang März wieder in Deutschland landeten.

Den März wollten wir so oder so in Deutschland verbringen, bevor es im April weiter nach Bali gehen sollte. Somit hatten wir „Glück“, dass wir nicht durch eine Abholaktion aus dem Ausland zurück nach Deutschland gebracht werden mussten.

Der Anfang der Krise verlief somit relativ smooth. Wir kamen im Ferienhaus meiner Tante in der schönen Eifel unter. Meine Flüge nach Bali wurden gecancelt. Ich akzeptierte die Situation relativ schnell und freute mich auf eine gemütliche Zeit mit der Familie, selbstverständlich mit genügend Abstand.

Ich vertrieb mir die Zeit mit Sport und Serien, kochte und las so viel wie noch nie und telefonierte mit meinen Freunden, während ich lange Spaziergänge unternahm. Außerdem konnte ich für meine Mutter da sein, die Risikopatientin ist.

Irgendwie war in mir alles gut, während meine Leserzahlen und Buchverkäufe in den Keller rutschten. Alle Reiseblogger saßen irgendwie im gleichen Boot, daher war es okay. Und wir hatten unglaubliches Glück, dass wir Anfang 2019 unseren Bali Reiseführer auf den Markt gebracht haben – und nicht dieses.

Auf der anderen Seite fühle ich mich unglaublich machtlos von Deutschland aus. Während ich die Quarantänezeit entspannt annahm, kämpften in Indonesien (und weltweit) so viele Menschen um ihre nackte Existenz. Deswegen starteten wir einen Corona-Newsletter mit empfehlenswerten Spendentipps. Außerdem haben wir eine Foto-Aktion ins Leben gerufen, wo wir die schönsten unserer Fotos verkaufen und die Einnahmen allesamt spenden werden.

Die meisten meiner Einnahmen hängen mit dem direkten Reisen vor Ort zusammen. Deswegen machte ich mir an meinem Eifler Schreibtisch Gedanken, welche Produkte ich langfristig anbieten könnte, die unabhängiger vom aktiven Reisen waren.

Schon vor Jahren hatte ich die Idee eines Bahasa Crash Kurs, da ich ganz gut Indonesisch spreche und es einfach so wundervoll ist, diese Sprache im größten Inselreich der Welt zu beherrschen. Also griff ich zum Telefon und rief einen ehemaligen Kommilitonen an, der mittlerweile auf Java mit seiner balinesischen Freundin lebt und pitschte ihm meine Idee. Er war sofort begeistert. Seit vier Wochen sind wir schon in der Entwicklung und ich kann dir eins sagen: Der Kurs wird unglaublich viel Spaß machen. Und ich spüre bei diesem Projekt, dass es wieder viel mehr meiner Natur entspricht. Es ist ein Produkt, was Reisenden die Kultur näher bringt und was dazu führen könnte, dass Reisende und Locals sich wieder auf Augenhöhe begegnen können. Wenn du nicht verpassen willst, wenn der Kurs ready to go ist, melde dich für unseren Newsletter an und freu dich auf einen ordentlichen Launch-Rabatt!

Neben dem Bahasa Crash Kurs schreibe ich schon seit November 2019 an einem autobiografischen Roman, für den ich nun mehr Zeit habe, da ich weniger am Blog arbeiten muss. Ohne Corona hätte ich mir wohl nie die Zeit genommen, ihn zu Ende zu schreiben. Und mit diesem Roman können sich meine Leser dann auch nach Bali, Korea und Lombok beamen.

Zusätzlich haben mein Freund und ich ein kleines neues Projekt rund um das Thema Minicamper ins Leben gerufen, was wir dann dieses Jahr mit Liebe und Inhalten füllen können.

Ja, und wie komme ich gerade über die Runden? Zum einen habe ich all meine Fixkosten aufs absolute Minimum reduziert. Ich bin so oder so sehr minimalistisch unterwegs, habe keine Kinder und muss keine Kredite abzahlen. Der März und April waren noch entspannt, da man als Reiseblogger immer verzögert sein Geld durch Affiliate-Einnahmen erhält. Und da mein Freund in einer SEO-Agentur arbeitet, kann ich ihm hin und wieder zuarbeiten, und habe somit ein zweites finanzielles Standbein, wofür ich sehr dankbar bin.

Ende Mai werden wir das Ferienhaus verlassen und in eine Hütte am See nördlich von Berlin ziehen. Als Digitaler Nomade ohne Bleibe ist diese Zeit herausfordernd, vor allem, weil man nicht weiß, wie lange die Reisebeschränkungen noch andauern werden. Deswegen haben wir uns überlegt, ab Juli erst einmal eine Wohnung in Leipzig zu suchen. Eine kleine, günstige Wohnung. Eine Minibase in Deutschland stand so oder so schon ewig auf meiner Agenda. Nach zehn Jahren ohne feste Bleibe, wird es einfach nochmal Zeit für seine eigenen vier Wände. Ohne Corona hätte ich die Wohnungssuche noch ewig aufgeschoben.

Und sobald die Grenzen wieder offen sind, werde ich die Gutscheine für meinen gecancelten Flug nach Bali einlösen. Denn ich vermisse die Insel, die Leichtigkeit und die Wellen. Bali ist und bleibt ein Teil von mir und je länger ich nicht mehr auf der Insel war, desto mehr spüre ich diese Verbindung. Und so langsam fällt auch mir die Decke auf dem Kopf…

Corona voll erwischt, glücklicherweise nur beruflich, nicht privat – Anja von travelontoast.de

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Anja von Travel on Toast ist seit vielen Jahren hauptberufliche Reisebloggerin – Foto: Fotografin Melanie Zanin

Im Januar/Februar war ich noch in Thailand und Singapur. Auf Recherchereise für mein Reiseblog, meinen Vollzeitjob. Dafür bin ich bisher vier Monate pro Jahr gereist.

Seit Corona arbeite ich nur noch im Homeoffice bei Düsseldorf. Meine Einnahmen über Blog und Social Media sind weggebrochen. Am Anfang fuhr meine Stimmung Achterbahn – von todunglücklich bis optimistisch.

Ich war traurig wegen meines „Babys“. Travel on Toast habe ich seit 2012 aufgebaut. Und ich liebe den Lebensstil mit vielen Reisen sowie der Homebase mit Freund und Hund.

Für meinen Lebensunterhalt brauche ich nicht viel. Neben Miete, Essen und Versicherungen gebe ich das meiste Geld für Reisen, Pflege des Blogs sowie Technik aus. Reisen entfallen gerade, genauso wie meine bisherigen Besuche in Cafes, Restaurants und Yogaschule – das spart Geld.

Das Gute: Ich hatte schon viele Jobs, irgendwie kann ich immer meinen Lebensunterhalt verdienen. Etwa im Social Media und Blogger Relations Bereich.

Aber auch die Arbeit an meinem Blog geht weiter: Er wird ein neues Aussehen bekommen. Und ich beschäftige mich mit weiteren Themen, um unabhängiger vom Tourismus zu werden. Dazu zählen vegane Koch- und Backrezepte sowie mein Balkon. Und ich möchte Videos machen sowie endlich meine Drohne einsetzen. Alles Themen, die bisher aus Zeitmangel zu kurz kamen.

Wenn das Reisen wieder möglich ist, konzentrieren wir uns erstmal auf Ausflugsziele am Niederrhein und Urlaub in Deutschland.

Themen, die mir außerdem am Herzen liegen: Hundeurlaub und vegan reisen.

Für Juni hatte ich einen Flug nach Mykonos gebucht. Ich wollte Inselhopping in Griechenland machen, zum dritten Mal. Und wir wollten in unserem Van mit Hund Buddy zwei Wochen durch Dänemark und Schweden fahren. Ziel sollte ein riesiges Oldtimertreffen werden, das jetzt wohl ausfällt. Genauso wie unsere übrigen Reisepläne.

Mal sehen, wohin es uns in den drei Wochen Urlaub verschlägt. Ob wir in NRW bleiben, Deutschland mit dem Van weiter erkunden oder in eine Ferienwohnung an die polnische Ostsee fahren.

Über Perspektiven trotz Coronazeiten – Julian von Surfnomade

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Julian Anfang des Jahres in Marokko

Wie viele andere Reiseblogger hat auch mich die Krise hart getroffen. Und zwar im doppelten Sinn: Zum einen wurde ich über Nacht meiner großen Leidenschaft beraubt – dem Surfen und dem Reisen. Zum anderen ist ein Großteil meines Einkommens einfach so eingebrochen.

Die Leserzahlen auf meinem Surfblog sind innerhalb weniger Tage in die Knie gegangen und auch mein kurz vor der Coronakrise veröffentlichtes Buch, ein Surfguide für Portugal, trifft nun nicht mehr den Nerv der Zeit.

Die einzigen Themen, für die sich reiselustige Surfer jetzt noch begeistern lassen, sind mit Hometraining und Surffittness Übungen in den eigenen vier Wänden verbunden. Kein Wunder also, dass sich vor allem mein Ratgeberartikel über das Training mit dem Balance Board einer urplötzlichen Beliebtheit erfreut.

Auch in meinem Privatleben hat sich Corona kräftig eingemischt. Und dabei hatte ich noch Glück im Unglück. Als sich die Nachrichten über die Zuspitzung der Corona-Lage in Europa Anfang März überschlugen, war ich nämlich noch im Paradies. Das kleine Surfer-Örtchen Imsouane, in dem ich gerade für meine neue Surfcamp Marokko Review recherchierte, hatte mich mit fantastischen Wellen, sommerlichem Wetter und einer wunderschönen Bleibe mit Meerblick versorgt und in eine mega entspannte, komplett zufriedenen Gemütslage versetzt.

Erst auf der ohnehin geplanten Rückreise nach Berlin kam der Moment des Erwachens aus meinem angesichts der düsteren Weltlage viel zu süßen Surfertraum. Und spätestens als der Pilot im EasyJet Flieger in Agadir verkündetet, dass ich tatsächlich den allerletzten regulären Rückflug nach Deutschland erwischt hatte, mischte sich anfängliche Erleichterung mit einem diffusem Gefühl aus Unbehagen darüber, was die nächsten Wochen und Monate wohl so bringen würden.

Zurück in Berlin schlug mir dann auch gleich eine unangenehme Mischung aus Panik und Ungewissheit entgegen. Weil mir die Lage in der Großstadt nicht geheuer war und ich mir nicht vorstellen konnte, die nächsten Wochen und Monate einer drohenden Ausgangssperre in der eigenen Wohnung zu versauern, flüchtete ich kurzer Hand in das alte Landhaus meiner Eltern, welches sich in der grünen Einöde Nordfrieslands befindet.

Auch wenn von der Corona-Hysterie auf dem Land kaum etwas zu spüren war, ließ die Sorge über eine längere Durststrecke mit anhaltendem Surf- und Reiseentzug nicht lange auf sich warten. Die regelmäßige Yogapraxis vor dem Laptop und die tägliche Gartenarbeit an der frischen Luft konnten meine wachsende Unzufriedenheit mit dem abgeschiedenen Eremitendasein nur unzureichend kompensieren.

Kurzum: Ein neues Projekt musste her. Aber welches Lebensmodell lässt sich mit den weiterhin geltenden Corona-Beschränkungen vereinen, ohne auf das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit verzichten zu müssen? Nach längeren Grübeleien und schlaflosen Nächten war die Antwort für mich klar: Ein mobiles Zuhause musste her! Mein ewiger Traum vom eigenen Campervan war es dann auch, der mir eine neue Perspektive eröffnete und mich gleichzeitig auf offenen Grenzen oder zumindest auf kleinere Surftrips an die heimische Nord- und Ostsee hoffen ließ.

Und all das, was ich gerade so sehr vermisse – das Leben am Meer, das unbeschwerte Surferdasein und der Austausch mit gleichgesinnten Surfern und Travellern – scheint mit jedem kleinen Fortschritt beim Ausbau meines neuen Surfmobils zumindest gefühlt wieder in greifbare Nähe zu rücken.

Ob sich mein geplanter Surfurlaub in Portugal in diesem Jahr noch realisieren lässt, steht aber nach wie vor in den Sternen.

Über Umsätze, die über Nacht verschwanden und aufgeschobene Träume – Katrin von Viel Unterwegs

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Derzeit ist Katrin in ihrer Heimat Heilbronn und wartet mit gepacktem Rucksack auf das Ende der Krise

Das erste Mal, dass mir bewusst wurde, dass auch uns Corona gefährlich werden könnte, war ungefähr eine Woche vor meiner Abreise nach Südafrika in den Busch vom Flughafen in Frankfurt, großes Drehkreuz und vermutlich ideal für die Verbreitung von Covid 19. Kurz hatte ich Angst und das erste Mal im Leben überhaupt keine Lust, in den Flieger zu steigen.

In Südafrika im Busch beim Ranger-Kurs war alles wieder weit weg. Nur manchmal lasen wir uns beim ersten Kaffee vor Sonnenaufgang die Headlines aus China vor. Dass dieser Virus auch zu uns kommen sollte? Undenkbar. Vielleicht verdrängten wir diese Tatsache auch.

Zurück in Deutschland schoben wir diese Corona-Gedanken wieder weit weg. Ich fuhr mit Freunden – wie jedes Jahr –– in die Nähe von Kitzbühel auf eine abgelegene Hütte hoch oben auf dem Berg. Als sich in den drei Tagen vor Abreise die Zahl der Mitreisenden halbierte, Freunde mich löcherten, wie meine Einschätzung wäre (ich sei ja schließlich die Erfahrene, wenn es ums Reisen geht), wurde auch ich langsam nervös. Wir stiegen an einem Donnerstag trotzdem in den Bus. In Deutschland war alles normal. In Österreich eigentlich auch.

Freitags aber befanden wir uns plötzlich mitten in einem „Risikogebiet“ mit Reisewarnung. Erste Nachrichten aus Ischgl tauchten auf. Dabei hatte Kitzbühel nur eine Corona-Infektion zu melden. Zuhause waren es bereits weitaus mehr. Die Hütte und Skipisten? Leer.

Spontan beschloss Tirol, die Skisaison am Sonntag zu beenden. Wir reisten nach Hause und begaben uns in eine 14-tägige freiwillige Quarantäne. Noch vor dem Lockdown. So langsam begriff auch ich das Ausmaß von Covid-19.

Außer meinen komplett fehlenden Umsätze, welche über Nacht verschwanden, überkam auch mich das Gefühl von Angst. Nicht um mich, sondern um den Kontinent Afrika, welchen ich so sehr liebe. Denn auch hier ist das Virus angekommen. Ein Lockdown und die fehlenden Einnahmen wären dort fatal. Leben in Township und Social Distancing? Unmöglich. Fehlende Gelder aus dem Tourismus? Fatal.

Seit dem Lockdown lebe ich von der Soforthilfe und habe alle laufenden Kosten minimiert. Seit Februar bin ich Besitzerin eines Campervan. Diesen und die Ausstattung bezahlte ich kurz vor Corona. Manche Dinge kamen erst jetzt, die Rechnungen dazu ebenfalls. Dass ein Virus alle Aufträge und Einnahmen stoppt? Dies habe ich mir nicht mal im Worst-Case-Szenario ausgemalt. Hätte mir dies einer im letzten Jahr prophezeit, ich hätte die Investition des Vans vermutlich nicht getätigt.

Aber jetzt ist es einmal so und ich halte die Füße still. Reisen an Ostern mit Camper und dem Neffen in den Schwarzwald wurden natürlich gestrichen. Weitere geplante Reisen wie in die Normandie: bereits mehrfach geschoben. Urlaub in Polen Anfang Juni? Findet vermutlich so nicht statt. Dank Camper sind wir hier aber 100 Prozent flexibel und können losfahren, wann und wohin es uns treibt.

Dazu bin ich mir sehr sicher, dass ich Anfang Juli nicht nach Kenia fliegen kann. Die große Tierwanderung live zu erleben war schon immer ein Traum gewesen. Ich hatte direkt wieder bei EcoTraining (mit denen ich beim Schnupper-Ranger Kurs in Südafrika war) gebucht. Lufthansa hat offiziell noch keine Flüge gestrichen. Aber es wird passieren. Die Reise selbst ist bezahlt. Wir haben schon jetzt beschlossen, dass wir diese einfach auf 2021 schieben werden und kein Geld zurück verlangen. Ein Traum ist und bleibt ein Traum. Egal wann ich mir ihn erfülle, ich werde es tun.

Ein weiterer lang ersehnter Wunsch wird zu 99,9 Prozent ebenfalls platzen: Antarktis. Wandern und Zelten auf Eisbergen klingt super, vor allem wenn die Expedition wieder von Micha (einem befreundeten Forscher) begleitet wird, mit dem ich bereits in Spitzbergen unterwegs war. Trotzdem verspüre ich gerade überhaupt keine Lust, ein Expeditionsschiff zu besteigen. Dazu bin ich mir fast sicher, dass 2020 kein einziges Expeditionsschiff auslaufen wird. Die Natur dankt es uns sehr!

Zuhause in Heilbronn genieße ich daher die Zeit mit Familie und in sehr distanzierter Form mit manchen Freunden. Da ich sowieso gerne Mountainbike fahre, mache ich genau das und erkunde eben auch mal andere Flecken, die weniger besucht sind.

Dazu komme ich endlich dazu, sämtliche Artikel der letzten Reisen nach Hawaii und Kalifornien zu schreiben.

Und sobald es erlaubt ist, bin ich im Camper irgendwo in Deutschland unterwegs.

Über die EKG Basislinie und ein Parallelleben in der Impfstoffentwicklung – Anna von Blog auf Meer

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Anna mit ihrem Mann Chris Ende 2019 in Helgoland, bevor Corona unser aller Leben durcheinander wirbelte (erkennst du die Babyrobbe im Hintergrund?)

In mir breitete sich ein mulmiges Gefühl aus. „Ich glaube die Situation ist ernster als wir bisher wissen“ sagte mein Kollege noch zu mir. Ja, ich glaube auch…

Es war Januar. Ich war gerade einen Monat in meinem neuen Job. Nach einigen Monaten Auszeit bin ich in meinen früheren Beruf zurückgekehrt, als Projektmanagerin in der Pharmaindustrie.

Nebenberuflich schmiss ich aber noch unseren Blog auf Meer, wo ich über Ziele wie Panama Stadt schrieb und als Selbstverlegerin meinen Panama Reiseführer vertrieb.

Die Jahreszeit war kalt, viele zog es in die Ferne und gerade war auch noch Hauptreisezeit in Panama. Oh Yeah! Der Absatz meines Panama Reiseführer stieg und ich merkte „Oh, shit, wenn ich nicht bald nachdrucke, bin ich out of stock.“

Der Absatz war gut, also entschied ich mich 2000 Stück zu drucken, um die Kosten für das einzelne Exemplar zu reduzieren. Also ging der Auftrag für den Nachdruck im Februar raus, 2000 Stück bestellt. Wieder ein to do erledigt. Yes! Die Bücher kommen im März. „Biste safe für die nächsten Monate Anna“, dachte ich mir.

Tja und dann kam der März und mit ihm das was wir alle bis dato unterschätzt hatten: Die volle Corona Wucht, mit Reisesperren und allem drum und dran.

Während anfangs noch ein paar motivierte Reisende mein Panama E-Book bestellten, sackte der Absatz nach und nach in den Keller. Mein Lagerbestand ging aber hoch. Ja, super. Das haste klasse gemacht Anna. Genau zur richtigen Zeit nachbestellt. Ööh. Zonk.

Doch durch „Glück im Unglück“ lieferte und verrechnete die Druckerei „nur“ 1000 Stück. Naja, jetzt sitze ich zwar auf den 1000 Büchern, aber immerhin nicht 2000. That’s life und vor allem unternehmerisches Risiko.

Mit den Büchern ging auch der Blog Traffic in den Keller. Dieser bewegt sich jetzt auf einer konstanten Basislinie. Als würdest du auf das EKG eines vor Leben pulsierenden Herzens schauen, dass plötzlich aufhört zu schlagen. Piiiiiiieeep. Eine lange durchgezogen Linie am Boden.

Ein Lebenszeichen kam nur im April. Als Interessierte den polnischen Ostermontagsbrauch śmigus-dyngus suchten und google sie auf unsere Seite lotste. Bähm bzw. piep. Ein fetter, aber kurzer Ausschlag im EKG.

Und was mache ich nun während Corona? Warum ist es so still um unseren Blog?

Weißt du, gefühlt gibt es seit Corona nur zwei Parteien: Diejenigen, die plötzlich Zeit im Überfluss haben und diejenigen, die jetzt Stress ohne Ende haben. Ein Zwischending gibt es irgendwie kaum. Findest du nicht auch?

Nun, ich gehöre zur zweiten Partei. Denn während unser Blog leider das Dasein im Keller fristet und die Panama Bücher verstauben, bin ich bei meinem Arbeitgeber voll mit der Corona Impfstoff Entwicklung beschäftigt.

Durchpowern und Überstunden, um das Projekt voranzutreiben, das ist jetzt die Devise. Und das wahrscheinlich das ganze Jahr über. Oooh. Aber ich weiß wofür ich das mache, das ist das Schöne daran.

Dafür bleibt mir am Abend und Wochenende kaum noch Zeit und Energie für den Blog. Nur das Nötigste wird jetzt erledigt. Dabei hätten die meisten Leute jetzt wahrscheinlich Zeit unsere amüsanten Newsletter zu lesen oder in neuen Beiträgen zu schmökern, die alle bisher nur in meinem Kopf sind. Schade, aber so ist es nun Mal.

Wir freuen uns, wenn die Grenzen wieder offen sind. Aber nicht um unsere gecancellten Reisepläne aufleben zu lassen, sondern wenn wir endlich problemlos wieder unsere Familie in Österreich, Polen und anderen Teilen dieser Welt besuchen können.

Also drücke uns die Daumen, dass der Impfstoff hinhaut und bleib gesund!

Über Dankbarkeit und Schweden, statt Jammern und Lateinamerika – Daniel von South Traveler 

Daniel_mexiko

Daniel in Mexiko – noch vor Corona. Die Krise verbringt er im Taunus bei seinen Eltern.

Das Jahr hat toll angefangen. Ich war im Januar noch in Chile, um meine Freunde zu besuchen und eine kleine Kooperation in Uruguay für meinen Reiseblog Southtraveler zu absolvieren. Dann hörte ich das erste Mal von einem neuartigen Virus aus China, dem aber zu diesem Zeitpunkt noch keiner größere Beachtung schenkte und der meinem Gefühl nach in den Wellen der Nachrichtenflut versank.

Ich war gerade dabei, einen Reiseführer für Chile für einen Verlag zu schreiben und um etwas mehr Ruhe dafür zu haben, entschloss ich mich, noch für einige Wochen nach Marokko zu fahren. Sonne, Meer, Buch schreiben, surfen – eine nette Kombination und das Sundesk in Taghazout eignete sich perfekt dafür. Hier habe ich übrigens auch Melissa kennengelernt.

Dann kamen nach und nach immer mehr Nachrichten und ich erinnere mich, wie wir bereits nach den Flügen schauten, ob sie auch wirklich stattfinden. Mein Flug ging letztlich von Agadir über Bergamo (Hallo Hochrisikogebiet!) zurück nach Frankfurt. Ausruhen war nicht, denn ich bin direkt weiter nach Berlin, um auf der ITB die alljährlichen Reiseblogger-Pflichten wahrzunehmen und mich mit potentiellen Kooperationspartnern auszutauschen. Doch freitags in Berlin dann der erste Dämpfer – die ITB fällt aus. Da jedoch viele bereits in der Stadt waren, kam es dennoch zu einigen Treffen außerhalb des Messegeländes. Irgendwie hatte noch keiner so richtig eine Vorstellung davon, was für Auswirkungen dieses doofe Virus in naher Zukunft haben wird.

Doch dann traf auch mich die Pandemie mit voller Wucht. Erstmal war ich nach Berlin ziemlich krank mit Grippe (ob es der Virus war, kann heute keiner mehr sagen) und danach kam es allmählich zum Lockdown. Für mich als Reiseblogger mit dem Schwerpunkt Lateinamerika ein ziemliches Fiasko, denn Fernreisen sind so gar keine Option und so brachen die Zahlen vom Blog komplett ein. Da ich wenig Ausgaben habe (ich arbeite ortsunabhängig und zahle keine Miete, habe kein Auto), kann ich normalerweise mit den Einnahmen des Blogs gut leben.

Mein zweites Standbein ist der Reiseveranstalter Backpack Circle, mit dem wir abenteuerliche Gruppenreisen machen. Zu diesem Zeitpunkt sollten wir gerade mit einer Gruppe in Peru sein, um ihnen dieses aufregende Land näher zu bringen. Auch das wurde natürlich abgesagt und (hoffentlich) auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Shit happens!

Doch gerade wir in Deutschland haben es ja wie so oft noch gut getroffen, denn in anderen Ländern gibt es zum einen keinerlei Staatshilfen und es wird auch noch rigoroser mit Ausgangssperren umgegangen (um bei Peru zu bleiben – dort patrouilliert das Militär und man kann einen Tag in der Woche für zwei Stunden raus). Deswegen sollten wir generell weniger jammern und mehr Dankbarkeit zeigen. Ich war jedenfalls froh, bei meinen Eltern mitten im Taunus eine Bleibe zu haben und jederzeit raus in die Natur zu können, um abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen.

Außerdem habe ich die letzten Monate vor der Krise ganz gut verdient und konnte mir ein Polster anlegen, dass mir jetzt hilft.

Als Selbstständiger habe ich in den letzten Jahren gelernt, dass es immer Möglichkeiten und Wege gibt, wenn man für etwas brennt und auch flexibel genug ist, neue Sachen zu erlernen. Ich habe jetzt das Buch für den Verlag in der Pipeline, schreibe mittlerweile an der zweiten Ausgabe meines Patagonien Guides, mache das Redesign für meinen Blog und arbeite weiter fleißig an neuen Artikeln, denn ich glaube, dass auch nach dem Virus die Reiselust der Menschen wieder entflammen wird und auch Menschen wieder nach Südamerika kommen werden.

Außerdem habe ich zusammen mit einem Freund die Online-Academy New Work – New Life! gebastelt, wo es um das Thema New Work und Online Business geht.

Für den Reiseveranstalter planen wir aktuell Reisen innerhalb Europas wie z.B. eine Kanureise in Schweden. Es wird also nicht langweilig!

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3 Kommentare

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3 Kommentare

Chris 17. Mai 2020 - 7:24

Ein absolut beeindruckender Artikel. Ich habe mich in den letzten Monaten oft gefragt, wie Reiseblogger mit der aktuellen Situation umgehen. Nicht nur bezüglich der finanziellen Ausfälle, sondern vielmehr mental. Es freut mich trotz des verständlichen Frustes unfassbar viele positive Gedanken gelesen zu haben und statt irgendwelcher Klagen die Sorgen anderer Menschen fast noch im Vordergrund standen. Ich kann von Glück sagen, dass ich trotz eines seit kurzer Zeit vorhandenen Reiseblogs (ich bin einfach zu verliebt in das Fremde und möchte bisschen was teilen… 🙂 ) einem gewohnten Job nachgehen darf, auch wenn der mich nicht immer glücklich macht.

Corona betraf mich strenggenommen nur durch einen mehr oder weniger erzwungenen Reiseabbruch (Südamerika). Ich sollte weniger klagen. 😉

Ich wünsche allen Reisebloggern unfassbar viel Kraft, stets die Hoffnung auf Besserung und reichlich Unterstützung von Mitmenschen in der schweren Zeit.

Viele Grüße aus Chemnitz!
Chris

Antworte Chris
Florian Bluemm 16. Mai 2020 - 18:32

Schöner Beitrag und als Reiseblogger immer interessant, wie Kollegen mit der plötzlichen „Kündigung“ umgehen.

Antworte Florian
Tom & Ella 16. Mai 2020 - 11:52

Wir fühlen mit allen mit, die hier ihre Blogger-Erfahrungen in Zeiten der Coronakrise so offen geschildert haben und reihen uns gleich mit ein, was Umsatzrückgänge, Überwasserhalten und Umdenken angeht. In jeder Krise liegt eine Chance und die sollten wir für uns nutzen. Nachdem auch wir kaum noch Zugriffe auf unseren Griechenland Blog hatten, haben wir beschlossen unsere Leser zum Thema Corona in Griechenland auf dem Laufenden zu halten und immer aktuell über die Lage und Reisesituation zu informieren. So haben sich unsere Besucherzahlen wieder deutlich erhöht, wir konnten neue Leser über den Newsletter gewinnen und potenzielle Urlauber auf unsere Seite aufmerksam machen. Für Juli stehen die Chancen gut, dass der ausländische Tourismus in Griechenland wieder Fahrt aufnimmt und wir merken durch die hohen Zugriffe – die Leute haben wieder Bock auf Reisen, stehen sozusagen schon in den „Startlöchern“. 😊 Nach jedem „harten Winter folgt auch wieder ein schöner Sommer“ und wir sind guter Dinge, dass Reiseblogs dann wieder verstärkt nachgefragt und besucht werden. Haltet die Ohren steif und – sobald es wieder soweit ist – gute Weiterreise! Sonnige Grüße aus Leipzig, Tom & Ella

Antworte Tom

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