Home Java – Tipps für deine Reise nach Java Prambanan: Die größte hinduistische Tempelanlage auf Java

Prambanan: Die größte hinduistische Tempelanlage auf Java

von Melissa Schumacher

Gastbeitrag von Thomas von reisenundessen.de

Prambanan ist neben Borobudur die Hauptattraktion bei einem Stopp in Yogyakarta. Prambanan gehört zum UNSECO Weltkulturerbe und ist ein hinduistischer Tempel.

Über eine Art Allee in der Parkanlage näherte ich mich der Tempelanlage. Mein Blick richtet sich sofort auf die einzelnen, sehr spitzen Tempel. Es sind acht an der Zahl. Zuerst erblickte ich die drei Türme des Lara-Jonggrang-Tempels für Shiva, Vishnu und Brama. Der Haupttempel hat eine Höhe von 47 Meter. Prambanan, wie oft habe ich mich beim Aussprechen des Namens verhaspelt und als ich tatsächlich davor stand, war ich sprachlos und tief beeindruckt.

Die Tempelanlage stammt aus dem Jahr 850 und schon nach kurzer Zeit wurde die Anlage verlassen und der Natur überlassen. Die Tempel dienten der Verehrung des Hindu-Gottes Shiva.

Die gesamte Anlage ist sehr gepflegt und die spitzen Tempel befinden auf einer Art Sandplatz. Der Sandplatz bildet ein Viereck, das von einer Mauer abgegrenzt wird. Durch vier Tore erreichst du diesen Platz. Treppen führen dann auf die mittlere Ebene der einzelnen Tempel. Hier kann der Tempel umrundet werden. Im Innern der Tempel befindet sich ein Schrein.

Prambanan Java Indonesien

Prambanan Java Indonesien

Prambanan Java Indonesien

Prambanan Java IndonesienVon diesen Ebenen eröffnen sich sehr schöne Blicke auf die anderen Tempel und reizvolle Fotomotive ergeben sich.

Die Natur meint es nicht unbedingt gut mit dieser Tempelanlage. Der nahe gelegene Vulkan Merapi legte Asche- und Schlammschichten über die Tempel. Hinzu kam ein starkes Erdbeben, das die Anlage stark beschädigte. Daher siehst du auch noch so viele Steine auf dem Gelände herumliegen, die darauf warten, dass sie sortiert und dann auch zu einem Tempel zugeordnet werden.

Prambanan Java Indonesien

Tipps und Informationen zu Prambanan:

Eintrittspreis: ca. 15 Euro,  es gibt die Möglichkeit ein Kombi Ticket für beide Tempel Anlagen zu erwerben, was am Ende günstiger ist. Durch die Vorlage eines Studenten Ausweis gibt es Vergünstigungen.

Zeitplanung: Haupttempel ca. 1 Stunde und optional eine weitere Stunde für die weiteren Tempel in der Anlage.

Auf dem Gelände wurden wir von Studenten angesprochen, die ihr Englisch aufbessern möchten. Sie plaudern mit dir und zeigen dir die Anlage. Ich hatte dies dankend abgelehnt, da ich die Anlage auf mich wirken lassen wollte und meine Zeit brauche für die Bilder.

Folgt am Ende nicht den Beschilderung Richtung Ausgang, sondern geht den gleichen Weg zurück, von dem ihr gekommen seid. Das erspart einem den Gang über kilometerlange Tourimärkte.

Weitere Besichtigungen

Innerhalb von der Parkanlage Prambanan

Prambanan befindet sich in einem weitläufigen Park. In diesem Park befinden sich buddhistische Tempel, die mehr oder weniger gut aufgebaut (restauriert) sind. Die Arbeiten hierzu sind im Gang. Etwa 400 Meter von den Haupttempeln entfernt befindet sich der Tempel Lumbung. Weitere 600 Meter findest du den Tempel Sewu. Dieser hat den Namen tausend Tempel und ist neben Borobudur die zweitgrößte buddhistische Tempelanlage in Indonesien.

Lumbung Java Indonesien

Außerhalb von Prambanan

In etwa 1,5 Kilometer Entfernung befindet sich der Tempel Plaosan. Auf dem Weg dorthin kommst du an Reisfeldern vorbei und die Tempelanlage ist ebenso davon umgeben. Hierher kommen kaum Besucher. Falls du hierher gehen möchtest, dann am besten beim Tempel Sewu bei der Parkanlage Prambanan starten.

Plaosan

Anfahrt von Yogyakarta

Die Tempelanlage befindet sich ca. 18 Kilometer östlich von Yogyakarta.

Von der Malioboro Street mit Bus 1A für ca. 0,25 €. Der Bus 1B fährt ebenso von Yogyakarta nach Prambanan. Mit einem Taxi in etwa 30 Minuten für ca. 4 €. Alternativ auch mit einem privaten Fahrer (wir hatten einen Fahrer für 6 Stunden und kostete ca. 25 €)

Kombinationsmöglichkeiten

Falls du zum Sonnenaufgang in Borobudur warst, kannst du danach noch Prambanan besuchen. Der direkte Weg sind ca. 55 Kilometer und du benötigst 1,5 Stunden (Alternativ über Yogyakarta). Diese Kombination haben auch Touren, die in Yogyakarta angeboten werden.

Alternativ kannst du auch nach der Besichtigung von Pramabanan nach Borobodur fahren. Statt Sonnenaufgang, kannst du den Sonnenuntergang dort auch genießen.

Besichtigung von Prambanan am Vormittag und Fahrt mit dem Zug am Nachmittag nach Surabaya und danach weiter zum Bromo (siehe meine Tipps für Bromo). Alternativ gibt es auch Minibusse, die in über 11 Stunden Fahrt zum Bromo fahren.

Geführte Touren auf Get Your Guide

Text und Fotos: Thomas von reisenundessen.de

Über den Autor: Thomas,  seit vielen Jahren begeisterter (Individual-) Reisender und Hobbyfotograf. Vor über 20 Jahren infizierte er sich mit dem Asien-Fieber. Vor 2 Jahren ist er als Hobby Reiseblogger für reisenundessen.de unterwegs. Hier möchte er über seine Reisen informieren und inspirieren.

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14 Kommentare

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14 Kommentare

Fenja 15. März 2016 - 18:00

Unser Ausflug zum Prambanan war auch ein sehr schönes Erlebnis. Wir sind mit dem Linienbus hingefahren (Transjogja). Von der Haltestelle bis zum Eingang muss man noch ein bisschen gehen.
Nach der Besichtigung des Haupttempels wollten wir uns auch die kleineren Tempel drumherum ansehen und waren begeistert, dass man sich dazu ein Tandem leihen konnte (20.000 IDR, ca. 1,30 Euro). So mussten wir nicht weit laufen und konnten außerdem den Fahrtwind genießen 🙂

Antworte Fenja
Neni 8. September 2015 - 9:02

Ich finde die Anlage toll! Die Guides sind so lieb und haben so schön geholfen. Ich habe tatsächlich noch nie auf einem Ausflug so viel gelernt wie dort.

Antworte Neni
Christian Böhm 27. August 2015 - 8:44

Von Studenten/Schülern wurden wir am Prambanan zwar nicht wegen der Aufbesserung ihrer Englischkenntnisse (dies ist und am Borobudur geschehen und es entwickelte sich ein fast 45minütiges nettes Gespräch) angesprochen, dafür von dutzenden Familien, die mit uns „weißen“ ein Familienfoto machen wollten. An diesem Rekordtag haben wir fast 30 Bilder mit einheimischen Familien / Jugendlichen/ Kindern gemacht. Da dies aber alles sehr herzlich ablief – sehr schüchternes Fragen und überglückliche Verabschiedung – haben wir dies gerne gemacht.
Für uns war es zuerst komisch, so als „Fotomotiv“ herzuhalten, später haben wir uns einen Spaß draus gemacht. Auch waren wir zuerst argwöhnisch, als wir angesprochen wurden (man vermutet ja immer erst das schlimmste), aber es ging immer nur um ein Familienfoto mit uns (und nicht ums ausrauben, Geldabzocken oder solche Dinge).

Gruß vom (Borobudur und Prambanan) immer noch schwer beeindruckten
Chriss

Antworte Christian

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