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Auswandern Bali: Ein Leben zwischen Bali und Österreich mit 60+ (Interview)

von Melissa Schumacher

Ihr denkt über das Auswandern nach? Aber ihr habt noch einige Bedenken? Ihr wollt für eine gewisse Zeit in Indonesien leben?

Lernt von Hella, einer taffen Frau, die es wagte, ihren Sehnsüchten nachzugehen und nun einen Großteil ihres Lebens auf Bali verbringt.

Seit wann lebst du bereits auf Bali und wie kam es dazu, dass ihr euren Zweitwohnsitz nach Bali verlagert habt? Wann seid ihr in Österreich und wann auf Bali?

Mein Großvater mütterlicherseits war Insulaner – er kam von der ostfriesischen Insel Borkum. Während meiner Schulzeit verbrachte ich des öfteren meine Ferien dort und wollte später immer mal eine Zeit auf Borkum wohnen.

Bei unserem ersten Baliaufenthalt (gebuchte 3-wöchige Urlaubsreise) verliebte ich mich in Bali und wollte unbedingt zurück. Bei jedem Aufenthalt wurde die Sehnsucht stärker.

Da meine Berufstätigkeit früher als geplant endete, überlegte ich mir, was ich jetzt machen möchte. Ich war Personal Manager in einem größeren Hotel und nahm Kontakt mit Hotelfachschulen in Bali auf.

MAPINDO war an eine 2-monatige Mitarbeit – Zimmer und Visum wurde gezahlt, restliche Kosten habe ich selber übernommen – interessiert und so ging ich für 3 Monate nach Bali und unterrichtete Englisch und Hotelmanagement für 2 Monate in Dalun.

Die Studenten waren zwischen 18 und 24 Jahre alt, und hatten teilweise erschreckend schlechte Englischkenntnisse. Aber ich habe mit Hilfe von Wortspielen und berufsbezogenen Spielen alle zum Sprechen und Nachdenken gebracht – das war auch mein Ziel.

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Durch mein Hobby „Tauchen“ habe ich den Eigentümer von Paradise Diving kennen gelernt und Michael hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte 2007 wieder zu kommen und in seiner Tauchschule Deutsch für die indonesischen Angestellten zu unterrichten – natürlich auch ohne Bezahlung aber dafür durfte ich tauchen, wenn Plätze auf den Booten frei waren. Folglich bin ich dann 2007 für 3,5 Monate in Padangbai gewesen.

Der Deutschunterricht war bei der damals einzigen weiblichen Angestellten erfolgreich – wir haben aber auch nahezu jeden Abend anhand von Volkshochschulbüchern geübt. Dadurch, dass ich fast nur mit Einheimischen zusammen war, wurde ich sehr nett aufgenommen. Familienfeiern, Zeremonien, besondere Feste – überall wurde ich eingeladen und es war wunderschön.

Ich bin dann jedes Jahr wiedergekommen und habe nach Aufenthalten in Homestays ein Haus mitten im Dorf gemietet. Dort ging meine Terrasse zum Familienhof und rund um diesen Hof wohnten 6 Familien. So lernte ich den Tagesablauf in balinesischen Familien kennen.

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Eine Arbeitsbewilligung ist sehr schwer zu bekommen und für die Unternehmen teuer, für eine Jahresbewilligung muss man um die US-$ 1000,- rechnen – das lohnt sich wirklich nur für leitende Positionen oder für spezielle Aufgaben wie Tauchlehrer mit Sprachkenntnissen in mindestens 2 Sprachen.

Mein Mann ist dann 2010 ebenfalls in Pension gegangen und konnte nun auch mehrere Wochen auf Bali bleiben (vorher ist er immer während meines mehrwöchigen Aufenthaltes für 4 Wochen gekommen).

Allerdings nahm der Verkehr durch die Fastboats dermaßen in unserer Straße zu, dass wir 2012 beschlossen, ein Haus in einem ruhigen Ortsteil zu suchen. Ich habe die Familien am Anfang sehr vermisst.

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Wir sind im Frühjahr für 3,5 Monate und im Herbst für 2-3 Monate auf Bali. Winter ist Skisaison wollen wir zu Hause Skilaufen und in der Hauptsaison August brauchen wir auch nicht unbedingt auf Bali zu sein.

Was schätzt du an deinem Leben auf Bali? Was sind die Schattenseiten?

Die Balinesen; das Klima – tagsüber warm bis heiß, nachts frischer; die allgegenwärtige Mystik; keine Hektik und kaum mal eine Unfreundlichkeit; das Meer – da ich die Nordsee liebe, habe ich das Mittelmeer nie richtig gemocht – ich brauche die Wellen, den Geruch, das Gefühl, dass das Meer eine Kraft hat.

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Das Leben ist einfach, den Luxus, den man von Europa kennt, existiert nicht unbedingt. Kleidung ist nicht wichtig – so lange sie sauber und ordentlich ist.

Bedingt durch das Klima, ist man in der Früh‘ schnell fertig. Die Balinesen sind sehr freundlich und in Padangbai sehr offen. Sie haben ein irrsinniges Namensgedächtnis und können sich noch nach etlicher Zeit an deinen Namen erinnern.

Alles zusammen ist es ein schönes einfaches Leben für uns. Indonesier sind sauber, schlecht riechende Menschen gibt es fast gar nicht – mindestens 3x täglich wird Mandi (dt. Bad) gemacht und häufig die Kleidung gewechselt.

Da könnten sich einige Europäer ein gutes Beispiel nehmen. Mir gefällt noch vieles mehr aber das würde Seiten füllen.

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Die Schattenseiten sind für mich hauptsächlich die Umweltsünden. Plastik überall und es ist nur wenigen bewusst, dass es gescheiter wäre, mal etwas in diese Richtung zu unternehmen.

Bei jedem kleinsten Einkauf wünscht ein Balinese eine Plastiktasche und anschließend werden die Abfälle einfach in die Gegend geschmissen. Im Grunde genommen kann man es mit Deutschland 1960/70 vergleichen – nur gab es da noch nicht diese Plastikmassen in Form von Flaschen und Taschen.

Die Flaschen und andere Plastikbehälter werden mittlerweile ja intensiv gesammelt und an Händler verkauft.

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Ein weiterer Punkt ist das Bildungssystem. Die Lehrer werden sehr schlecht bezahlt und der Unterricht ist oft nicht ausreichend. Die Kinder lernen zu wenig und dadurch, dass nur 6 Jahre kostenfrei sind, müssen die Eltern für die Bildung zahlen.

Das Schulgeld ist zwar nicht hoch aber bei dem geringen Einkommen schlagen Schulgeld, Uniform, geschlossene Schuhe, Material- und Fahrtkosten bei vielen Familien sehr zu Buche. Manche Schüler arbeiten in der unterrichtsfreien Zeit, um das Schulgeld zu verdienen.

Universität oder eine andere Berufsausbildung ist fast nur durch teure Kredite zu bezahlen. Folglich haben viele junge Leute zwar einen Schulabschluß aber keine Berufsausbildung.

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Was für Europäer auch noch schwer verständlich ist, ist die Behandlung der Hunden und Katzen.  Hunde sind sehr beliebt und viele möchten einen Hund haben, nur es wird sich nicht um die Hunde gekümmert. Was bei uns die Tiere zu viel an Zuwendung und Fressen bekommen, bekommen sie hier zu wenig.

Sie müssen sich ihr Fressen selber suchen und daher werden in der Nacht sämtliche Abfallcontainer nach Fressen abgesucht und in der Früh‘ liegt überall der Abfall umeinander.

Dadurch, dass die Tiere nicht ausreichend zu fressen haben, bekommen sie ein schlechtes Fell und alle möglichen Krankheiten und sie sind die ganze Nacht unterwegs und liefern sich Kämpfe, manche verwildern auch und leben tagsüber in den Wäldern.

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Im Gegensatz dazu werden die Kampfhähne gehegt und gepflegt, massiert, gewaschen, im Arm umeinandergetragen, Vitamine gegeben usw.

Und es wird immer noch viel Geld bei den Hahnenkämpfen verloren. Einheimische Frauen sind beim Hahnenkampf als Zuschauer verboten, ich sage immer „Klar, dann würden sie ja sehen, was die Männer verspielen und dann wäre Zoff zu Hause“.

Werten kann ich das nicht, es ist eine andere Kultur und das muß man halt akzeptieren.

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Bist du in den kulturellen Alltag der Balinesen integriert? Wie nimmst du an diesem teil? Bist du akzeptiert?

Bedingt nimmt man teil und ist integriert. Ich werde häufig eingeladen und wenn  wichtige Tempelzeremonien sind und ich beim ersten Tag nicht im Tempel war, werde ich schon auf der Straße angesprochen „Mama, you not in temple today?“.

Ich sage dann, dass die Zeremonie ja 3 Tage dauert und ich später mit Freunden gehe. Das mache ich natürlich auch. Ich merke eine gewisse Akzeptanz. Aber trotz aller Sympathie sowie Akzeptanz bleibe ich ein Bule (dt. Ausländer) und Gast in diesem Land und darüber bin ich mir auch bewusst.

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Welche Probleme siehst du derzeit und zukünftig auf Bali?

Bali ist seit Jahrhunderten stark bevölkert und besonders im Süden explodiert der Tourismus und damit werden wohl einige Probleme kommen. Viele Menschen von anderen Inseln wollen auf Bali arbeiten und leben und bringen natürlich ihre eigene Kultur mit.

Dann verschwinden teilweise die Reisfelder, um Platz für Neubauten zu schaffen. Gerade in der Bebauung müssen die Balinesen sich was einfallen lassen. Der Charme der Insel darf nicht verloren gehen. Diese riesigen Hotelkomplexe haben nicht mehr den typischen balinesischen Charme.

Eingehend mit dem explodierenden Tourismus muß eine ordentliche Abfallbeseitigung stattfinden. Und diese fehlt ganz und gar. Es wäre vielleicht ganz gut, wenn man eine gut funktionierende gefilterte Müllverbrennung einführen würde. Einfach nur den Mist lagern und beim Regen wird er ins Meer gespült, ist keine Lösung.

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Wie sieht derzeit deine typische Woche auf Bali aus?

Ein typischer Tag ist: Morgens um 5.30 h stehe ich meistens auf; zeuge meinen Respekt in Form von Blumenofferings und Incensesticks den Göttern (Haustempel, Ganesha, Buddha und Eingang aufs Grundstück); bei Bedarf zum Markt; 30-60 Minuten Yogaübungen auf der noch kühlen Terrasse; in Ruhe auf der Terrasse frühstücken und meine E-Mails abrufen.

Danach Beach oder mit Freunden etwas unternehmen. Ca. 2 x wöchentlich  tauchen gehen. Einmal in der Woche fahre ich bereits um 6.30 h nach Ubud, um dort in der Yoga Barn bei meiner Lieblingslehrerin Malika am Unterricht teilzunehmen.

Di, Do und Sa am Nachmittag nach Candidasa, dort unterrichtet Kawi im Ashram Yoga und ich liebe seine Stunden. Kawi ist Balinese und einfach angenehm und ein guter Lehrer. Oft sind Freunde auf Urlaub hier und ich zeige ihnen Teile von Bali, die sie sonst wohl nicht wahrnehmen würden.

Ab und zu ist auch im Haus was zu erledigen oder Fahrt in den Süden, um Sachen zu kaufen, die es hier am Markt oder im Supermarkt nicht gibt. Unterwegs bin ich fast nur mit dem Roller. Nur bei schweren oder sperrigen Sachen leihe ich ein Auto. – Mit dem Roller kann man ganz schön viel transportieren!

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Was empfiehlst du anderen Auswanderern, jene die Bali als Ziel haben?

Die Erwartungen nicht zu hoch schrauben und oft mal Fünfe gerade sein lassen. Nicht in balinesische Angelegenheiten einmischen. Man kann Menschen, die seit ewigen Zeiten in diesem Gefüge leben, nicht mit europäischen Maßstäben messen und ihnen die eigene Meinung aufzwingen.

Sie leben sowieso so wie sie wollen. Die Balinesen sind zu höflich, um zu sagen „Lass‘ mich doch einfach in Ruhe und behalte deine Meinung für dich“.  Sich darüber bewusst werden, dass man auf Bali kaum eine Arbeit bekommt und falls man einfache Arbeiten annimmt, nimmt man einem Indonesier die Arbeit weg.

Entweder eine Firma gründen oder im oberen Management arbeiten. Manche Unternehmen brauchen deutschsprachige Angestellte und solche Arbeit muss man halt suchen.

Mein Mann und ich sind in der glücklichen lage, bereits Pension zu beziehen. Unsere Pension ist nicht hoch aber für ein Leben auf Bali und zu Hause ausreichend. Wir brauchen keinen Luxus und können uns eigentlich unsere Wünsche erfüllen.

Was sind deine Zukunftspläne? Und wo möchtest du innerhalb Indonesiens noch gerne reisen?

Wir haben das Haus jetzt einmal bis 2018 gemietet und was danach kommt, sehen wir dann.

Jedes Jahr schauen wir uns auch andere Teile von Indonesien an. Es gibt so viele wunderschöne Inseln, verschiedene Kulturen und so tolle Tauchgebiete hier – das dauert Jahre, um einen Bruchteil zu sehen.

Bisher waren wir:

mehrfach auf Lombok, Gili Air (einmal 3 Nächte hat gereicht aber Sekotong und andere Teile des Südens sind sehr schön). Flores ist interessant; Bromo Gebiet auf Java; Sulawesi haben wir bisher 3 x besucht und zwar: Makassar, Tanah Toraja, Togian Islands (auch tauchen), Pulau Buton und WAKATOBI (tauchen); Raja Ampat 6 Tage mit einem Tauchschiff.

Dieses Jahr werden wir endlich mal für 4 Tage Yogyakarta besuchen.

Im nächsten Jahr möchten wir eine Orang Utan Station in Kalimantan mit einem Wohnschiff bereisen. Eine Freundin hat mir einen sehr guten Guide empfohlen.

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Welche Insider-Tipps würdest du Backpackern in Bali geben?

Weg vom Süden, einfach einen Roller mieten (internationalen Führerschein nicht vergessen!) und über die Insel fahren. Da bleiben, wo es gefällt. Nicht zu sehr auf den Lonely Planet hören.

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Andere Insider-Tipps sind schwer, da die Interessen ja immer verschieden sind.

Je weiter man von Java und Bali wegkommt, desto teurer werden die Unterkünfte, Transfers und Bier. Man hat auch nicht die Auswahl und muß teilweise das nehmen, was zu bekommen ist.

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bali-reisefuehrer-indojunkie-122-things-to-do-in-baliNoch mehr Tipps für Bali bekommst du in dem Buch “122 Things to Do in Bali“. Auf 372 Seiten versorgen wir dich in der 2. Auflage mit unzähligen Insider-Tipps für die Insel der Götter, damit du die schönsten, authentischsten und abenteuerlichsten Ecken von Bali hautnah erleben kannst – inklusive Empfehlungen zum nachhaltigen Reisen! HAPPY TRAVEL!

Danke Hella, für diesen wunderbaren Einblick in dein balinesisches Leben. Hut ab! Ich denke, dass sich viele Menschen eine Scheibe von Hella abschneiden können.

Auch mit 60+ kann man Abenteuer wagen, in einer komplett anderen Kultur leben, sich wohl fühlen, zu Hause sein. Man kann es nicht nur, man sollte dies tun! Ich hoffe, dass dieses Interview viele Menschen dazu motiviert ihren Träumen nachzugehen. Was denkt ihr dazu? Fragen oder Anregungen? Her damit!

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29 Kommentare

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29 Kommentare

Mikee 6. Dezember 2015 - 15:40

Guten Tag
Meine Frau und ich reisen im Juni für ca 5 Wochen nach Indonesien.
Da ich die Reisezeiten schlecht einschätzen kann hier meine Frage:
Wir würden gerne Java (Jakarta), Bali, Lombok mit Gili Insel Trawangan und Flores bereisen.
Ist das ohne Stress möglich und wie lange dauert die schnellste Reise von Bali nach Lombok und von Lombok nach Flores? Kann man gut mit den öffentlichen Verkehrsmittel durch Java nach Bali reisen?
Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen
Freundliche Grüsse
Michi

Antworte Mikee
Hella Binder 7. Dezember 2015 - 13:12

Hallo, 5 Wochen scheint viel zu sein aber eure Wünsche sind auch viel.

Gleich am Anfang:
Was wollt ihr in Jakarta? Großstadt mit schlechter Luft. Sogar die Einheimischen fahren möglichst jedes WE da raus.
Was verspricht ihr euch von Gili Trawangan? Das ist DIE Party Insel. Alkohol, Drogen und schnelle Bekanntschaften.

Nehmt möglichst oft den Flieger!
Bali mindestens 2 Wochen.
Lombok Hauptinsel und evtl. Gili Gede oder Gili Layar zum Schnorcheln 10-14 Tage.
Flores 1 Woche
Somit waren 5 Wochen vorbei.

Falls ihr Taucher seid, ist Bali und Flores (Komodo Nationalpark, Scuba Junkies Komodo) sehr gut.

Falls ihr per Fähre nach Lombok wollt, braucht sie von Padangbai aus 4-5 Stunden, fahrt Tag und Nacht.
Um nach Flores zu fluegen, muss man immer wieder zurück nach Bali.

Viel Spass und eine gute Planung
Lg Hella

Antworte Hella
Hella Binder 7. Dezember 2015 - 13:14

Mist, die Automatik hat mal wieder viele Fehler geschrieben! Zu wenig kontrolliert!

Antworte Hella
Mikee 8. Dezember 2015 - 13:51

Guten Tag Danke für Ihre rasche Antwort.
Jakarta möchten wir eigentlich nicht besuchen. Wir möchten uns einfach mal informieren was Zeitlich so geht in 5 Wochen. Was würden Sie als Ausgangspunkt empfehlen. Flug nach Bali und von dort aus weiter reisen, oder was würden Sie empfhelen? In dem Fall würde es sich zeitlich nicht lohnen auch noch Java zu bereisen? Wie lange geht die schnellstmögliche Reise von Lombok nach Flores?
Herzlichen Dank
Freundliche Grüsse
Mikee

Antworte Mikee
Hella Binder 8. Dezember 2015 - 14:18

Flug direkt nach Bali!
Java kann man per Flieger von Bali aus besuchen. Wie z.B. Bromo mit Flug nach Malang oder Yogyakarta.
Lombok nach Flores – Flug nach Bali und möglichst schnell einen Anschlussflug nach Flores (Labuanbajo). Per Boot dauert es 2-3 Tage.

Antworte Hella
Veronika Prull-Elnrieder 2. Juni 2015 - 12:58

Liebe Hella, danke fuer deinen super Beitrag und die schoenen Fotos! Verraetst du mir wo ihr lebt? Bin in einer aehnlichen Situation in Lovina, gerade dabei in Wien meine Wohnung zu renovieren und ab Okt.15 zu vermieten. Ab diesem Monat wohne ich (diesmal unbegrenzt, 4. Aufenthalt auf Bali) wieder in Lovina und wuerde mich freuen, euch irgendwo kennenzulernen, wenn euch danach ist. Liebe Gruesse aus Kaisermuehlen, Veronika

Antworte Veronika
Hella Binder 2. Juni 2015 - 13:35

Wir leben auf Bali in Padangbai. Meine E-Mail findest du weiter oben.

Antworte Hella
Gundi 5. Februar 2015 - 18:46

Liebe Frau Binder,
ich möchte gerne Ihre Kontaktdaten, um noch einiges über Bali zu erfahren.
Freue mich auf Ihre Antwort.
Herzliche Grüße
Gundi

Antworte Gundi
Hella Binder 8. Februar 2015 - 8:37

hella.binder@gmx.at

Viele Beiträge über Bali findest du auch in diversen Reiseforen wie „bali-board“, „fernwehforum“, „vivien-und-erhard.de“

In den Foren geht es natürlich mehr um Fragen von Reisenden über Hotels, Verkehr und Sehenswürdigkeiten.

Lg Hella

Antworte Hella
Martina 10. November 2014 - 17:27

hallo Hella , war erst vor kurzem auf Bali und habe mich komplett in die Leute, insbesondere in eine Person verliebt. Bin leider wieder zu hause und vermisse alles so sehr. Ich würde so wahnsinnig gerne auswandern und will natürlich keinen Balinesen die Arbeit wegnehmen. Könntest du mir bitte einen Tipp geben wie ich was finden könnte? Ich spreche fliessend deutsch, italienisch und englisch und habe immer mehr oder weniger im Turismus gearbeitet. Leider habe ich aber kein Kapital und kann somit nicht selbst was eröffnen. Für jegliche Ratschläge bedanke ich mich im Voraus und schicke dir ganz liebe Grüße
Martina Huber

Antworte Martina
Hella Binder 11. November 2014 - 0:09

Hallo Martina,
wie lange warst du auf Bali und wo?

An deiner Stelle würde ich den Winter über ganz kräftig arbeiten, das ganze Geld sparen. Während der Wintersaison kannst du in den diversen Skigebieten ganz gut Geld verdienen.
Im nächsten Jahr dann für 6 Monate nach Bali gehen. Visum geht über Social visum, mit dem bekommst du 60 Tage und kannst 4 x für 30 Tage verlängern.
In dieser Zeit schaust du dir mal alles in Ruhe an und bekommst auch sicher raus, ob es nur ein Urlaubsflirt war oder sich etwas längerfristiges ergeben könnte.
Das tägliche balinesische Leben unterscheidet sich sehr vom Touristenleben. So schön alles ist, es gibt aber auch viel Schatten! Und besonders in einer Partnerschaft ist vieles gewöhnungsbedürftig.
Einen guten Job zu finden ist schwer. Im Tourismus kann man schon was finden aber eine richtige Genehmigung geht nur für Schlüsselstellen. Schaue dir mal die einschlägigen Anzeigenblätter an, wo große Konzerne Arbeit anbieten. Ich kenne genügend Bule, die auf Bali gute Positionen haben. Oft Köche (Küchenchef, Souschef), Restaurantmanager, Frontoffice, Agenturmanager. Bahasa Indonesia muß dann auch mehr oder weniger sein.
Am „einfachsten“ ist natürlich ein Cafe, Restaurant zu übernehmen. Nur du brauchst dann wirklich Geld, um die Jahrespacht im voraus zu entrichten und deine Aufenthalt- sowie Arbeitsgenehmigung zu zahlen – allein diese Genehmigungen kosten um die US-$ 1.000 für ein Jahr.
Es ist einfach so, „ohne Geld nichts los“.

Den einzigen Rat, den ich dir geben kann, ist wirklich:
Nochmals mit genügend Geld für 6 Monate Auenthalt wiederkommen und in Ruhe und ohne Blauäugigkeit alles zu betrachten und danach eine Entscheidung zu treffen.

Ganz persönliche Ratschläge kann ich dir nicht geben, da ich dich nicht kenne und nicht weiß wie du im Leben stehst. Dafür müßten wir uns wirklich treffen.

Ich habe ja den Vorteil, daß mein Lebensunterhalt gesichert ist und ich zwischen Österreich und Bali pendeln kann.

lg Hella

Antworte Hella
Hella Binder 18. September 2014 - 2:13

Ist der Rest verloren gegangen?

Zusatz war noch:
Suche dir einen schönen Platz auf Bali, lebe dort eine Zeit lang in einem Gästehaus und entscheide anschliessend, ob dieser Platz für dich infrage kommt. Dann rumfragen, wer ein Objekt vermietet. Einen ordentluchen Mietvertrag in english / indonesisch samt unterschriebenen Stempelmarken abfassen. Gezahlt werden muss entweder über die gesamte Mietdauer oder 1-3 Jahre im voraus. Hinzu kommt Elektrizität, Wasser und eine monatliche Banjar-Abgabe.

Lg von Bali / Hella

Antworte Hella
Sonja 17. September 2014 - 12:51

Hallo Hella,
das hast du so schön geschildert. Ich war letztes Jahr auf Bali. Leider viel zu kurz. Es ist so eine tolle interessante Insel, wenn man über den Müll hinweg sieht. Ich hoffe die finden dafür bald eine Lösung.
Ich würde mir gerne auf Bali ein Grundstück kaufen. Nur leider scheint das nicht so einfach zu sein. Ihr wohnt auch nur zur Miete/Pacht? Ich schätze mal es hat sich gesetzlich noch nicht viel geändert. Ausländer dürfen immer noch kein Grundstück oder Haus auf bali „kaufen“. Wie ist denn dein Wissensstand? Dabei gibt es doch einige Deutsche und auch andere Nationalitäten, die dort leben. Wir waren letztes Jahr in einer kleineren Bugalowanlage eines Australiers untergebracht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jem. Geld in die Bebauung von Gründstück steckt, wenn man es nach einigen Jahren nach Ablauf der Pacht/Miete wieder verlieren kann.
Beneide dich sehr für deinen Schritt…Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann 🙂
Ganz liebe Grüße
Sonja

Antworte Sonja
Hella Binder 18. September 2014 - 2:05

Hallo Sonja,
Bali und Müll ist ein ganz eigenes Thema, ihnen ist die Problematik gar nicht bewusst. Müll wird einfach auf unbebaute Grundstücke geschmissen, obwohl sie täglich mindestens 3x an einen Müllcontainer von der Kommune vorbeikommen. Organic wäre ja egal aber dieses ganze Plastik.

Zu deinen Kaufabsichten.
Da ich die gesetzliche Lage und viele nicht gut ausgegangenen Geschichten kenne, möchte ich nichts kaufen und nichts selber bauen.
Ein Ausländer kann nichts kaufen. Er braucht immer einen Indonesier auf dessen Namen die Papiere laufen. Also vollstes Vertrauen und zusehen, dass du sämtliche Papiere hast und er das Grundstück nicht beleihen lassen kann. Zusätzlich noch einen hieb- und stichfesten Vertrag, dass das Grundstück nach deinem Ableben von deinen Nachkommen genutzt werden kann und nur du sowie deine Nachkommen ein Veräusserungsrecht haben. Man muss noch viele weitere Punkte beachten. Ich wollte mir das nicht antun. Ausserdem bin ich kein Typ, der überall was haben will. Durchs „Kaufen“ von Ausländern werden auch die Preise nach oben getrieben und die jungen balinesischen Familien können sich kein eigenes Haus mehr leisten. Dieses Problem kenne ich von meinem zweiten Zuhause in Österreich. Da bieten Ausländer auch überhöhte Preise an und stechen damit junge Leute aus.

Ausnahme ist:
Eine eigene Firma gründen und ein Grundstück auf den Firmennamen kaufen. Es muss aber eine registrierte Firma mit sämtlichen gesetzlichen Genehmigungen sein. Der Prozess dauert lange und kostet auch einiges an Geld. Vorteil bei der eigenen Firma man kann als GF ein langfristiges Visum bekommen – ist natürlich auch alles mit hohen Kosten verbunden.
Nachteil: auch hier muss ein Indonesier mit mindestens 5% firmenbeteiligt sein. Also ebenfalls gewaltig mit den Papieren aufpassen.

Für mich kam das alles nicht infrage, da ich meine Pension geniessen möchte und keinerlei Verantwortung mehr übernehmen will. Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte auf Bali aber durch Geschäfte oder Geld verleihen setzt man viele Freundschaften aufs Spiel.

Es kann sein, dass der Australier mit einer Indonesierin legal verheiratet ist und alles auf ihren Namen läuft. Bei einer eventuellen Scheidung würde er leer ausgehen.

Ein schlechtes Beispiel von vielen.
Ehepaar vertraut einem Balinesen und machen einen einfachen Vertrag. Bauen ein schönes Haus, kaufen ein Auto (auf den Balinesen, Ausländer ohne Kitas können nichts kaufen), vermieten während ihrer Abwesenheit, die balinesische Familie darf das Auto für bezahlte Touren benutzen, machen Geschäfte mit den Gästen (Touren, Essen, Laundry, putzen). Es läuft einige Jahre gut. Die deutsche Familie baut noch einen Pool. 1 Jahr später kommen sie und es leben Australier in ihrem Haus. Die balinesische Familie hat das Grundstück samt Haus und Pool für einige Jahre verpachtet. Sie haben dringend eine hohe Summe gebraucht. Auto? Lief ja eh‘ schon auf ihren Namen.
Es gibt viele solcher Geschichten.

Wir haben 2 Scooter gebraucht gekauft. Die Papiere laufen auf den Vorbesitzer. Die zwei Fahrzeugbriefe habe ich und nehme sie auch jedes Mal mit nach Europa.

Antworte Hella
Edgar Bishchops 12. Januar 2015 - 18:23

selamat pagi, siang oder auch malam, je nachdem wo ihr auf der Welt zur Zeit seid 🙂

Sonja, schau dir mal den „Bali Puri Beach Garden“ nahe Negara an. (Google) Ist ein Bungalow Park auf einem gepachteten Gelände direkt am Strand. Alles ist durch Verträge fixiert. Die Pacht läuft 75 Jahre und kann danach nochmals um 75 Jahre verlängert werden. Aber DAS stört mich glaub ich nicht mehr, wenn’s soweit ist. Der Bungalow ist mein Eigentum. Während dieser Zeit, ich kann ihn abreißen, neu bauen, bewohnen, vermieten, verkaufen, aber auch vererben!!, ohne jemanden fragen zu müssen. Er kostet mich pro Monat 27,- Euro. (10 Euro Pacht, der Rest sind örtliche Steuern, Strom für die Parklaternen, Grasschneiden, saubermachen.
Das Gelände liegt im Dorf „Yehkuning“, weit entfernt vom Stress in Kuta oder Denpasar. Wenn ich diesen vermisse, fahre ich einfach mal ein Wochenende dorthin. Ansonsten habe ich dort wirklich Ruhe. Alles zum Leben notwendige gibt es entweder schon im Dorf, oder in Supermärkten in Negara – 10 Minuten mit Auto oder Scooter. Was es nicht gibt, kaufe ich in Denpasar, aber das sind nur spezielle DInge. Vielleicht ist das ja was für dich. Und wenn du mal Stress brauchst, machst du dich auf den Weg nach Süden, ins Touristengebiet 🙂
Ich muss zur Rente noch ein ganz klein wenig in Jerman arbeiten und bin nur 4 Wochen vor Ort, Mitte Mai isses wieder soweit. Aber bald pack ich für immer meine Koffer.
Und was meine holländischen Nachbarn Henk und Jacqueline alles von dort aus zu Ihrem Vergnügen unternehmen an Reisen usw. könnt ihr verfolgen, wenn ihr nach ihnen googled, …sehr informativ.
Handy und Internet funktionieren dort übrigens.
LG
Edgar

Antworte Edgar
emre, nüre 26. März 2014 - 12:03

Vielen Dank für diese Informationen…Ich plane im Sommer für ein Jahr nach BAli zu gehen…Ich würde mir gerne was schönes aufbauen…Über eine Antwort freue ich mich sehr..Liebe Grüße, Nüre Emre

Antworte emre,
MelissaIndo 27. März 2014 - 2:32

Hallo Emre. Was würdest du denn gerne aufbauen? 🙂 bitte etwas konkreter 😉 LG, Melissa

Antworte MelissaIndo
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