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Wie ist die aktuelle Lage auf dem Rinjani?

von Melissa Schumacher

Ein Beitrag von Sierd Van der Bij von bookatrekking.com

Es ist schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal über den Mount Rinjani gesprochen haben.

Das Erdbeben von 2018 richtete auf Lombok einen großen Schaden an und machte Hunderte von Menschen im Norden der Insel obdachlos.

Nach den Erdbeben wurde der Rinjani mehrere Monate gesperrt. Viele der Menschen rund um den Rinjani sind jedoch finanziell auf die Rinjani-Trekkingindustrie angewiesen.

Wir haben uns deswegen gefragt: Wie ist die aktuelle Lage am Rinjani? Können wir schon wieder trekken gehen? Was hat sich bei der Besteigung verändert?

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Der spektakuläre Rinjani Krater

Wie ist die aktuelle Lage auf dem Rinjani?

Einige Monate lang war das mehrtägige Trekking auf den Mount Rinjani unmöglich.

Vor dem Erdbeben zog der Berg täglich Hunderte von Menschen an. Die Besteigungen waren eine wichtige Einkommensquelle in der Region – vor allem in den Dörfern Senaru und Sembalun, von wo aus man die Tour auf den Rinjani starten kann.

Hunderte? Oh ja! Die Besteigung war schon längst kein Geheimtipp mehr. An dem Tag, an dem das erste Erdbeben Lombok erschütterte, saßen rund 500 Trekker auf dem Berg fest.

Leider litt vor allem einer an der steigenden Anzahl an Trekkern: Die Natur.

Denn nicht jeder Trekkinganbieter achtete darauf, dass der mitgebrachte Müll auch wieder im Tal ankam. Außerdem kam es nicht ausreichend Toiletten, wodurch die Mehrzahl an Urlaubern ihr Geschäft rund um die Pfade erledigten.

Heutzutage wirst du nicht mehr die gleiche Anzahl von Trekkern auf dem Rinjani vorfinden, obwohl der Berg schon seit einer Weile wieder geöffnet ist.

Wir sprachen mit Putu, der für das Rinjani Trekking Center arbeitet:

„Wir haben sehr lange gekämpft, aber wir sind froh, dass der Mount Rinjani wieder geöffnet ist. Die Zahlen sind noch auf einem niedrigen Niveau, aber immer mehr Menschen finden wieder den Weg zum Rinjani und wir freuen uns sehr darüber.“

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Trekkingbegleiter Putu auf dem Weg zum Rinjani

Was hat sich bei der Rinjani Besteigung verändert?

Laut Putu ist Mount Rinjani nicht mehr genau so zugänglich wie vor dem Erdbeben.

„Viele Trails wurden vom Erdbeben betroffen. Es hat lange gedauert, bis wir die Wege zum Kraterrand wieder begehbar gemacht hatten. Der Weg zum Kraterrand ist derzeit die einzige Option, die mit einer Garantie betrieben werden kann. Wir warten immer noch auf die Erlaubnis, den Sagara-Anak-See, die heißen Quellen und den eigentlichen Gipfel wieder in unsere Touren aufzunehmen.“

In unserem Rinjani-Trekkingbericht beschreiben wir die dreitägige Tour auf den Mount Rinjani mit Übernachtung und Gipfelbesteigung. Diese Tour ist in der Art also derzeit nicht mehr möglich.

Am gängigsten sind aktuell die Wanderungen zum Kraterrand, die maximal eine Nacht andauern.

Wenn du nicht bis zum Gipfel kommen kannst, warum solltest du dann überhaupt auf dem Rinjani wandern gehen?

„Für alle, die den Gipfel besteigen wollen, gibt es eine interessante Option, und zwar den „Nicht-Gipfel“. Seit Anfang August dürfen wir bis zu einem Punkt 200 Meter unterhalb des Gipfels wandern.“, sagt Putu.

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Abenteuerlicher Weg zum „Nicht-Gipfel“

Die Heiligen Männer sagen nein

Laut Putu ist es eigentlich technisch möglich, den Gipfel zu erreichen. Also, warum ist eine Gipfelbesteigung dann nicht gestattet?

Es ist einfach, aber andererseits ist es auch wieder nicht so einfach.

Das Trekking auf dem Mount Rinjani wird nicht nur vom Gunung Rinjani Nationalpark bestimmt. Wie du vielleicht weißt, halten die Sasak, die Wetu Telu praktizieren, den Rinjani und den Segara See für heilig.

Obwohl Putu und seine Männer den Rinjani seit dem Erdbeben ein paar Mal ohne allzu große Schwierigkeiten bestiegen haben, sind die Ältesten der Sasak, die lokal als die Heiligen Männer bekannt sind, nicht mit einer kommerziellen Gipfelbesteigung einverstanden.

Es könnte Unglück für den Berg und damit für die ganze Insel bedeuten.

Vorläufig müssen sich die Trekker auf Lombok also entweder mit dem Kraterrand oder dem, was sie den Fast-Gipfel nennen, zufrieden geben.

Denn das letzte was man der Insel wünscht, ist eine weitere Katastrophe.

Der Fast-Gipfel

Graham Berndt von Südafrika hatte Putus Männer zum Fast-Gipfel begleitet.

„Der Weg ist nicht gerade einfach. Es war wahrscheinlich auch vor dem Erdbeben kein Spaziergang im Park, aber die aktuelle Wegsituation ist schon ziemlich anstrengend. Das Problem ist, dass ein Großteil des alten Pfades, der zum Gipfel führte, einfach weg ist. Sobald du an POS 4 am Kraterrand vorbei bist, verwandelt sich der Weg in eine vulkanische Geröllwüste. Es fühlt sich an, als würde man eine endlose Sanddüne hinauf wandern. Viele Leute schaffen es tatsächlich nicht, nach oben zu kommen.“, sagt Graham.

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Die Wege zum Fast-Gipfel

Fachkompetenz

Graham war sehr positiv überrascht über die Art und Weise, wie Trekkings auf dem Mount Rinjani organisiert werden.

„Ich habe gelesen, dass in der Vergangenheit viele Trekkingunternehmen viel Müll auf dem Berg liegen gelassen haben, aber in diesem Fall haben wir gesehen, dass alles, was nach oben ging, auch wieder nach unten kam. In Richtung See konnten wir noch viel Plastikmüll sehen, aber insgesamt war es nicht so schlimm wie erwartet.“

Putu setzt sich dafür ein, die Dinge auf dem Rinjani besser zu machen.

„Wir müssen wirklich schätzen, was wir haben. Wir bringen immer unseren gesamten Müll wieder vom Berg herunter, und manchmal auch den zurückgelassenen Müll von anderen. Gerade heute Morgen haben wir etwa 30 Kilogramm Abfall vom Berg geschleppt. Es wird langsam etwas besser“, sagt Putu.

Und zum Thema Gipfel?

„Nun, wir hoffen, in den nächsten Wochen oder Monaten wird sich einiges ergeben. Es kann also nicht mehr allzu lange dauern.“

Schau dir diesen Blogbeitrag an, um über die Situation rund um den Besteigen von Rinjani auf dem Laufenden zu bleiben.

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1 Kommentar

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1 Kommentar

Anni 24. September 2019 - 14:04

Lieben Dank für den ausführlichen aktuellen Bericht über den Mt. Rinjani! Wir können das nur bestätigen und hoffen genauso, dass die Trekkingpfade bald wieder geöffnet werden. Die Touren auf den Rinjani sind die Lebensgrundlage für so viele Menschen in der Region und generell auf Lombok! Seit dieser Saison ist die Anzahl der Gäste, die in den Nationalpark gelassen werden übrigens auch begrenzt. So kann die Natur hoffentlich zusätzlich zu einem steigenden Umweltbewusstsein vieler Trekkinganbieter weiter entlastet werden. Wir können nur jedem empfehlen wieder nach Lombok zu reisen, neben dem Rinjani gibt es hier noch so viel mehr zu entdecken!

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